Der Winter ist bereits vergangen und der einstige Schnee hat sich in Wasser verwandelt.
Das alte Jahr ist nur noch eine verschwommene Erinnerung, denn mittlerweile ist es Frühling im neuen Jahr geworden.
Ihr Lieben! Ich hasse Friedhöfe. Warum? Das kann euch sagen. Sie bringen nur Tränen, wenn man auf ihnen verweilt.
Auf einem Grab liegen Spielsachen mit verblassten Farben. Hier wurde wohl ein kleines Kind beerdigt, das seines Lebens viel zu früh beraubt wurde.
Das Leben beraubt uns so vieler Dinge. Ich kann nicht verzeihen, wie es auch mich beraubt hat. Doch ich möchte nicht darüber sprechen. Ich habe es hingenommen und einfach weggesteckt.
Manchmal frage ich mich, wie mir die eine oder andere Erinnerung entwischen konnte? Vielleicht ist es sogar gut so, denn schmerzhafte Erinnerungen hinterlassen nur dunkle Gefühle oder ein gebrochenes Herz.
Es ist schwierig, das eigene Leben und das der anderen richtig zu verstehen. Die Menschen kommen und gehen wie flüchtige Schatten. Was bleibt von ihnen? Vielleicht so manche Erinnerungen, die aber immer mehr verblassen, auch wenn sie in Stein gemeißelt worden sind.
Ich hasse nicht nur Friedhöfe, sondern auch alte Liebesbriefe, denn sie bringen ebenfalls nur Tränen, wenn man sie nach langer Zeit wieder einmal durch Zufall zu Gesicht bekommt.
Auch hier kommen Erinnerungen auf, die nicht nur zu den Schönsten gehören, sondern ebenfalls schmerzen können, obwohl sie doch einen tief verborgenen Schatz darstellen, den man schon lange in sich trägt.
Ja, so viele Leben sind bereits vergangen und haben sich in ewige Seelen verwandelt. Zurück bleiben am Ende nur die Erinnerungen an sie, die jedoch nach und nach immer mehr verblassen, bis sie im Dunkel der Vergangenheit lautlos verschwinden.
(c)Heiwahoe
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.06.2026.
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