Wohlbehalten zu den Sternen – statt unter der Erde zu vergehen
„Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mich lieber plastinieren oder mumifizieren lassen, als irgendwann von Würmern zersetzt oder verbrannt zu werden.“
„Aber warum? Davon würdest du doch nichts mehr mitbekommen.“
„Vermutlich nicht. Trotzdem fällt es vielen Menschen schwer, den eigenen Körper nach dem Tod völlig gleichgültig zu betrachten. Irgendetwas in uns sträubt sich gegen den Gedanken, einfach zu verfallen.“
„Vielleicht, weil die Natur Milliarden Jahre gebraucht hat, um intelligentes Leben hervorzubringen – und dann soll für jeden Einzelnen plötzlich alles vorbei sein.“
„Zumindest für diejenigen, die ein Weiterleben im Universum einem ungewissen Jenseits vorziehen würden.“
„Falls wir unser Leben wirklich einmal erheblich verlängern könnten, wäre das allerdings nur mit enormem wissenschaftlichem Aufwand möglich – Genetik, Biotechnologie, Nanotechnologie. Das wäre etwas völlig anderes, als nur über die Seele zu sprechen.“
„Genau. Aber bis dahin könnte es eine andere, ungewöhnliche Möglichkeit geben.“
„Welche denn?“
„Unsere Körper könnten nach dem Tod weiter durchs All reisen.“
„Wie soll das funktionieren?“
„Die heutige Plastination konserviert den menschlichen Körper erstaunlich dauerhaft. Das Ergebnis wirkt oft so naturgetreu, dass man auf den ersten Blick kaum erkennt, ob ein Mensch lebt oder nicht. Warum also nicht solche Körper gezielt ins Weltall schicken?“
„Makaber klingt das schon.“
„Natürlich. Aber zugleich wäre es weit tröstlicher als der Gedanke, irgendwann spurlos im Erdreich zu verschwinden.“
„Für den Toten selbst macht das allerdings keinen Unterschied.“
„Nicht mehr. Doch für die Lebenden vielleicht schon. Die Vorstellung, eines Tages auf eine Reise zu gehen, die Millionen oder sogar Milliarden Jahre dauern könnte, besitzt ihren eigenen Reiz.“
„Und welchen Sinn hätte das?“
„Mehrere sogar. Jeder könnte schon zu Lebzeiten bestimmen, in welche Richtung seine letzte Reise führen soll. Vielleicht sogar zu einem bestimmten Sternensystem, sofern unsere Kenntnisse darüber eines Tages ausreichen.“
„Eine Art letzte Expedition.“
„Genau. Und je mehr solcher Raumreisenden unterwegs wären, desto größer wäre die Chance, dass irgendwann eine außerirdische Zivilisation auf einen von ihnen stößt.“
„Dann wären unsere Plastinierten so etwas wie Botschafter der Erde.“
„Oder archäologische Fundstücke einer längst vergangenen Menschheit.“
„Das hätte tatsächlich etwas Faszinierendes.“
„Stell dir vor, fremde Intelligenzen entdecken Millionen Jahre nach unserem Verschwinden einen nahezu unversehrten Menschen. Vielleicht würden sie dadurch erstmals erfahren, dass es die Erde und ihre Bewohner überhaupt gegeben hat.“
„Im Grunde wäre das eine ungewöhnliche Form des Überlebens.“
„Kein biologisches Überleben – aber ein kulturelles. Ein Denkmal der Menschheit, das den Weltraum durchquert.“
„Und zugleich erheblich preiswerter als bemannte Sternenflüge.“
„Zumindest mit heutiger Technik. Natürlich wäre es schöner, lebend zwischen den Sternen zu reisen. Doch bis das möglich wird, könnten konservierte Körper längst auf dem Weg zu fernen Sonnen sein.“
„Dann wären sie gewissermaßen unsere stillen Gesandten.“
„Ja. Vielleicht würden sie niemals gefunden. Vielleicht aber doch. Das Universum ist groß genug für beide Möglichkeiten.“
„Und sollte eines Tages tatsächlich eine fremde Zivilisation einen von ihnen entdecken, wäre das wohl eines der ungewöhnlichsten Zeugnisse menschlicher Existenz.“
„Eine merkwürdige Vorstellung.“
„Vielleicht. Aber viele Ideen, die einst als reine Fantasie galten, wurden später Wirklichkeit. Wer weiß also, welche Möglichkeiten die Zukunft noch bereithält?“

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.07.2026.
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Adrian-Hass Und Liebe Sind Fuer Die Ewigkeit
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Die Welt des Vampirs Adrian – eingebunden in Regeln und Vorschriften einer höheren Macht, der auch er sich unterwerfen muss – ist bestimmt durch ein Gefühl, welches diesen Vampir die ganzen Jahrhunderte existieren liess: Hass. Durch die junge Journalistin Liz Whiteman, lernte dieser unbeugsame Clanführer nun auch ein anderes Gefühl kennen, dem er sich bis dahin erfolgreich verschlossen hatte: Liebe. Doch durch widrige Umstände trennten sich ihre Wege wieder, bis ein Mord sie erneut zusammenführte. Aber Adrian, Earl of Shendwood, musste sich auf ein grösseres Problem konzentrieren: Die Vernichtung seines Meisters und Vampir Damian, der ihn vor fast 1.000 Jahren gegen seinen eigenen Willen zum Vampir machte. Zögerlich begann sich Adrian mit diesem Gedanken anzufreunden, wurde aber durch Damian immer weiter dazu getrieben, dass es zu einer letztendlichen Konfrontation zwischen beiden hinauslaufen würde, wo selbst in dieser Nacht eine Vampyress, namens Shana, bittere Tränen weinte…
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