In den tiefen, dunklen Wäldern des Landes Eldoria lebten Hexen, Zauber und auch Kobolde, kleine, flinke Wesen mit einem scharfen Verstand und stets mit einem verschmitzten Grinsen im Gesicht.
Sie waren bekannt für ihre Geschicklichkeit im Handwerk und ihre ungewöhnlichen Zaubertricks, doch sie blieben meist im Verborgenen, fernab von den Menschen und ihrer lauten Welt.
Eines Abends, als der Vollmond hoch am nächtlichen Himmel stand, brach ein seltsamer Sturm über Eldoria herein. Blitze zerrissen die Luft, und die Bäume ächzten unter dem Toben des heulenden Windes.
Inmitten dieses Chaos suchte eine junge Hexe namens Lyra Schutz in einer verborgenen Höhle. Lyra war keine gewöhnliche Hexe; sie war eine Meisterin der Elementarmagie, suchte jedoch nach Wissen, um ihren Vater Eldrin, ein Zauberer, zu retten, der durch einen dunklen Fluch gelähmt worden war.
Während Lyra in der Höhle Zuflucht fand, hörte sie plötzlich ein leises Rascheln vor sich. Aus dem Schatten einer Spalte trat ein Kobold hervor, klein und grün, mit funkelnden Augen, die vor Neugier und List strahlten.
„Ich bin Krix, der Hüter dieser Wälder“, sagte er mit schelmischem Lächeln. „Was führt eine Hexe wie dich hierher in diese stürmische Nacht voller Magie und Gefahr?“
Lyra erzählte von ihrem Vater, dem Zauberer Eldrin, dessen Geist gefangen war in einem magischen Bann, den nur ein seltenes Artefakt brechen konnte, nämlich das Licht der frühen Morgendämmerung. Doch dieses Licht war tief verborgen in den vergessenen Ruinen, bewacht von uralten Mächten.
Krix kratzte sich nachdenklich am Kopf und antwortete: „Ich kenne die Ruinen. Aber allein wirst du nicht dorthin gelangen. Die Pfade sind voller Fallen und dunkler Magie. Wenn du willst, dann helfe ich dir.“
So entstand eine ungewöhnliche Allianz: Der listige Kobold und die Hexe Lyra vereinbarten, gemeinsam die gefährliche Reise anzutreten. Dann gingen sie gemeinsam los.
Unterwegs begegneten sie weiteren Gefährten: Teron, ein weiser Zauberer mit einem geheimnisvollen Amulett, der ihre Mission ebenfalls unterstützte.
Die Reise führte sie durch nebelverhangene Moore, über tückische Berge und in verzauberte Wälder, wo sie gegen geisterhafte Wächter und finstere Kreaturen kämpfen mussten. Dabei lernten sie, ihre Kräfte zu vereinen: Lyra beschwor Stürme, Teron webte mächtige Schutzzauber, und Krix nutzte seine Schnelligkeit und Tricks, um Gefahren zu umgehen oder auszuschalten.
Schließlich erreichten sie die uralten Ruinen, wo das geheimnisvolle Licht der Morgendämmerung in einem kristallklaren Kelch schimmerte. Doch bevor sie das Artefakt ergreifen konnten, stellte sich ihnen ein böser Schattenfürst entgegen, ein Wesen aus purer Dunkelheit, der den Fluch über Eldrin verhängt hatte.
In einem letzten, verzweifelten Kampf vereinten Lyra, Teron und Krix all ihre Kräfte. Die Elemente tanzten in einem faszinierenden Ballett aus Blitz, Feuer und Sturm, während der Kobold mit seinen kleinen Zaubertricks den Schattenfürst täuschte und immer wieder ablenkte.
Schließlich gelang es Lyra, den Kelch zu ergreifen und das Licht auf den Schattenfürsten zu richten. Mit einem lauten Schrei zerfiel die dunkle Gestalt und der Fluch löste sich augenblicklich von Eldrin.
Zurück in Eldoria stand Eldrin voller Dankbarkeit auf. Er war nicht mehr gelähmt und sein Geist frei vom Fluch des Schattenfürsten.
Die ungewöhnliche Gruppe wurde im ganzen Land bekannt. Sie waren zu Helden geworden und eine neue Ära der Zusammenarbeit zwischen Kobolden, Hexen und Zauberern begann – eine Ära, in der ihre Kräfte gemeinsam das Land vor zukünftigen Gefahren schützen würden.
Und so leuchtete das neue Bündnis von Eldoria heller als je zuvor. Es war jetzt ein Symbol dafür, dass selbst die ungewöhnlichsten Verbündeten wirklich Großes erreichen können, wenn sie in Einigkeit und Freundschaft zusammen arbeiten.
(c)Heiwahoe
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.07.2026.
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