Ich lebe in einer großen Stadt. Man könnte fast sagen: „eine Stadt, die niemals schläft“. Es ist ja so: Immer ist irgendwo etwas los, und alles ist zu haben.
Dennoch kommt mir alles irgendwie künstlich vor, menschengemacht. Am schlimmsten ist es im Zentrum. Einkaufsmeile an Einkaufsmeile umrahmt einen „Platz der Besinnlichkeit“
– ein kleiner Flecken Gras, mit kranken Blumen umstellt und mit Bänken aus demselben Beton wie die umgebenden Gebäude garniert.
Ruhe sollst du hier finden. Aber schließt du die Augen und blendest den Lärm der Umgebung einen kleinen Augenblick aus, hörst du das Ächzen des Grases,
das Weinen der Blumen und das Flüstern des Betons, der vergeblich um Verzeihung bittet.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.08.2026.
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