Der Handelsvertreter Martin Neumaier war heute Morgen wirklich nicht gut aufgelegt, denn er hatte mit dem linken Bein zuerst das Bett verlassen. Ein schlechtes Omen, das er tief in seinem abergläubischen Herzen spürte.
Außerdem war Freitag, der Dreizehnte. Dieser Tag galt allgemein als Unglückstag und für Herrn Neumaier bestätigte sich dieser Glaube schon beim ersten Schritt aus dem Bett seines Schlafzimmers.
Zögerlich dachte er darüber nach, sich vielleicht noch mal zurück zu legen, um diesmal richtig, also mit dem rechten Bein, zuerst aufzustehen. Doch die Arbeit rief und es war keine Zeit zum Zaudern übrig. So setzte Neumaier seinen Tag mürrisch in Gang, das voraus gegangene Missgeschick bald wieder schnell vergessend.
Doch das Schicksal hatte an diesem Tag noch einiges mit ihm vor.
Im Badezimmer geschah das zweite Malheur: Als Neumaier unter die Dusche trat, drehte er noch ganz verschlafen den Hebel der Mischbatterie versehentlich in die blaue Richtung für Kaltwasser.
Ein Schwall eisigen Wassers ergoss sich über seinen nackten Körper. Verärgert über seine eigene Unachtsamkeit fluchte er lautstark und während er hastig versuchte, die Temperatur angenehmer zu regeln, beugte er sich dabei leicht vor, rutschte aber auf dem glitschigen Fliesenboden aus, griff jetzt hastig nach dem Mischbatteriehebel und drückte ihn diesmal aber genau in die entgegengesetzte Richtung, nämlich jene für das Heißwasser.
Plötzlich brach aus dem Duschkopf anfangs zwar noch ein warmer Strahl hervor, der sich aber schnell in kochend heißes Wasser verwandelte, das sowohl seine Schulter und seine Arme schmerzhaft verbrühte.
Vor lauter Schmerzen schrie Neumaier laut auf, stürzte panisch aus der Dusche, riss jetzt den Duschvorhang mit sich und verbog die Duschstange dabei so stark, dass diese aus ihrer Halterung an der Wand heraus brach und auf seine bereits lädierten Schultern krachte.
Im Badezimmer herrschte jetzt das absolute Chaos. Neumaiers Schmerzen im Nacken und in auf den verbrühten Armen ließen seinen Ärger nunmehr auf den Höhepunkt steigen.
Ganz entschlossen und voller Wut verzichtete Neumaier auf die morgentliche Dusche. Stattdessen wollte er sich jetzt alternativ am gegenüberliegenden Becken waschen und rasieren.
Als er gerade nach der Dose Rasierschaum greifen wollte, zerriss draußen eine ohrenbetäubende Explosion die Stille. Gleich darauf zersplitterte das Badezimmerfenster, Glasstücke fielen klirrend zu Boden und der Himmel über der Stadt wurde durch eine riesige Feuer- und Rauchsäule verdunkelt, die immer weiter in den Himmel stieg.
Starr vor Schreck blickte Neumaier durch das zerstörte Fenster nach draußen, als ihn völlig unerwartet eine gewaltige Druckwelle mit brutaler Gewalt zu Boden warf.
Neumaiers Bewusstsein stürzte ins bodenlose Dunkel. Noch bevor er begreifen konnte, was mit ihm geschah, wurde sein nackter Körper durch eine alles vernichtende, atomare Hitzewelle binnen Sekunden vollständig in glühende Asche verwandelte.
Er bekam es nicht mehr mit, denn draußen begann gerade der dritte Weltkrieg.
(c) Heiwahoe
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Im unendlichen Dunkel des Alls glitzerte ein winziger blauer Punkt, die Erde.
Für Aylin, eine junge Astronomin und Weltraumabenteurerin, war dieser Punkt nur der Anfang einer Reise, die ihr Leben für immer verändern sollte.
Angetrieben von Neugier und dem innigen Wunsch, das Unbekannte zu erforschen, hatte sie sich freiwillig auf eine Mission durch das unbekannte Universum begeben, um fremde Planeten und ihre Geheimnisse zu entdecken.
Nach vielen Wochen der Reise erreichte ihr Raumschiff Interstellar den Rand eines unbekannten Sternensystems.
Ein einzelner Planet, überwiegend bestehend aus blau-grün schimmernden Nebeln in der Atmosphäre, zog ihre Aufmerksamkeit wie magisch an. Die Sensoren in der Steuerzentrale meldeten ungewöhnliches Leben, nicht vergleichbar mit allem, was sie von der Erde her kannte.
Als Aylin landete, empfing sie eine Welt voller Farben und Klänge, die all ihre Sinne herausforderten.
Die Pflanzen leuchteten sanft im Dunkel, und in der Ferne bewegten sich Wesen, deren Formen sich ständig wandelten, als wären sie aus purem Licht und Energie gewebt. Diese Aliens kommunizierten nicht mit Worten, sondern über Gefühle und Bilder, die direkt im Geist von Aylin ankamen.
Zunächst war die junge Weltraumabenteurerin misstrauisch und ängstlich vor dem Unbekannten, doch schnell spürte sie eine tiefe geistig-seelische Verbundenheit, denn die Fremden lehrten ihr sanft, wie alles Leben im Kosmos miteinander verflochten war, wie Zeit und Raum fließend waren und wie Verständnis ohne Sprache möglich sein kann.
Sozialwissenschaften
Gemeinsam erkundeten sie schließlich zusammen die Mysterien ihres Planeten.
Da gab es unterirdische Ozeane, in dem bunt leuchtende Riesenfische ihre Kreise zogen, Höhlen voller pulsierender Farben und einen Himmel, der nachts von tanzenden, farbenfrohen Lichtern nur so erfüllt war. Aylin kam es so vor, als lebte sie in einem magischen Märchenbuch.
Doch die Begegnung blieb leider nicht unbemerkt.
Andere Weltraumreisende, getrieben von Profit, Habgier und auch Angst vor dem Andersartigen, näherten sich dem Planeten mit aggressiven Absichten.
Aylin musste sich jetzt entscheiden: Sollte sie die friedlichen Bewohner dieses fremden Planeten schützen oder sich einfach zurückziehen? Sie entschied sich für eine friedliche Vorgehensweise.
Mit Mut und Weisheit trat sie vor die anderen Menschen und erzählte von der Schönheit und Intelligenz dieser fremden Welt, die sie entdeckt hatte.
Durch ihre Worte wurde deutlich, dass Verständnis und Respekt wichtiger waren als Furcht und Eroberung. Langsam begannen selbst die hartgesottensten Skeptiker tatsächlich ihre Herzen zu öffnen.
Am Ende kehrte Aylin zur Erde zurück – nicht nur als Entdeckerin eines fremden Planeten, sondern als Botschafterin einer neuen Ära, in der das Unbekannte nicht feindlich, sondern außergewöhnlich bereichernd war.
Und tief in ihrem Herzen wusste sie, dass irgendwo da draußen noch viele weitere Welten auf mutige Seelen wie sie warteten, die bereit dazu waren, ihre Geheimnisse zu teilen und die Grenzen des Vorstellbaren zu sprengen.
Denn alles Leben im unendlichen Universum ist miteinander auf geheimnissvolle Art und Weise verbunden.
(c)Heiwahoe
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In den tiefen, dunklen Wäldern des Landes Eldoria lebten Hexen, Zauber und auch Kobolde, kleine, flinke Wesen mit einem scharfen Verstand und stets mit einem verschmitzten Grinsen im Gesicht.
Sie waren bekannt für ihre Geschicklichkeit im Handwerk und ihre ungewöhnlichen Zaubertricks, doch sie blieben meist im Verborgenen, fernab von den Menschen und ihrer lauten Welt.
Eines Abends, als der Vollmond hoch am nächtlichen Himmel stand, brach ein seltsamer Sturm über Eldoria herein. Blitze zerrissen die Luft, und die Bäume ächzten unter dem Toben des heulenden Windes.
Inmitten dieses Chaos suchte eine junge Hexe namens Lyra Schutz in einer verborgenen Höhle. Lyra war keine gewöhnliche Hexe; sie war eine Meisterin der Elementarmagie, suchte jedoch nach Wissen, um ihren Vater Eldrin, ein Zauberer, zu retten, der durch einen dunklen Fluch gelähmt worden war.
Während Lyra in der Höhle Zuflucht fand, hörte sie plötzlich ein leises Rascheln vor sich. Aus dem Schatten einer Spalte trat ein Kobold hervor, klein und grün, mit funkelnden Augen, die vor Neugier und List strahlten.
„Ich bin Krix, der Hüter dieser Wälder“, sagte er mit schelmischem Lächeln. „Was führt eine Hexe wie dich hierher in diese stürmische Nacht voller Magie und Gefahr?“
Lyra erzählte von ihrem Vater, dem Zauberer Eldrin, dessen Geist gefangen war in einem magischen Bann, den nur ein seltenes Artefakt brechen konnte, nämlich das Licht der frühen Morgendämmerung. Doch dieses Licht war tief verborgen in den vergessenen Ruinen, bewacht von uralten Mächten.
Krix kratzte sich nachdenklich am Kopf und antwortete: „Ich kenne die Ruinen. Aber allein wirst du nicht dorthin gelangen. Die Pfade sind voller Fallen und dunkler Magie. Wenn du willst, dann helfe ich dir.“
So entstand eine ungewöhnliche Allianz: Der listige Kobold und die Hexe Lyra vereinbarten, gemeinsam die gefährliche Reise anzutreten. Dann gingen sie gemeinsam los.
Unterwegs begegneten sie weiteren Gefährten: Teron, ein weiser Zauberer mit einem geheimnisvollen Amulett, der ihre Mission ebenfalls unterstützte.
Die Reise führte sie durch nebelverhangene Moore, über tückische Berge und in verzauberte Wälder, wo sie gegen geisterhafte Wächter und finstere Kreaturen kämpfen mussten. Dabei lernten sie, ihre Kräfte zu vereinen: Lyra beschwor Stürme, Teron webte mächtige Schutzzauber, und Krix nutzte seine Schnelligkeit und Tricks, um Gefahren zu umgehen oder auszuschalten.
Schließlich erreichten sie die uralten Ruinen, wo das geheimnisvolle Licht der Morgendämmerung in einem kristallklaren Kelch schimmerte. Doch bevor sie das Artefakt ergreifen konnten, stellte sich ihnen ein böser Schattenfürst entgegen, ein Wesen aus purer Dunkelheit, der den Fluch über Eldrin verhängt hatte.
In einem letzten, verzweifelten Kampf vereinten Lyra, Teron und Krix all ihre Kräfte. Die Elemente tanzten in einem faszinierenden Ballett aus Blitz, Feuer und Sturm, während der Kobold mit seinen kleinen Zaubertricks den Schattenfürst täuschte und immer wieder ablenkte.
Schließlich gelang es Lyra, den Kelch zu ergreifen und das Licht auf den Schattenfürsten zu richten. Mit einem lauten Schrei zerfiel die dunkle Gestalt und der Fluch löste sich augenblicklich von Eldrin.
Zurück in Eldoria stand Eldrin voller Dankbarkeit auf. Er war nicht mehr gelähmt und sein Geist frei vom Fluch des Schattenfürsten.
Die ungewöhnliche Gruppe wurde im ganzen Land bekannt. Sie waren zu Helden geworden und eine neue Ära der Zusammenarbeit zwischen Kobolden, Hexen und Zauberern begann – eine Ära, in der ihre Kräfte gemeinsam das Land vor zukünftigen Gefahren schützen würden.
Und so leuchtete das neue Bündnis von Eldoria heller als je zuvor. Es war jetzt ein Symbol dafür, dass selbst die ungewöhnlichsten Verbündeten wirklich Großes erreichen können, wenn sie in Einigkeit und Freundschaft zusammen arbeiten.
(c)Heiwahoe
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4. Liora und die Welt
Was sind Träume oder Alpträume?
Alpträume sind lebhafte Träume, die Angst und Schrecken auslösen können. Sie sind emotional intensiv, stören den Schlaf nachhaltig und zeigen uns, was im Unterbewusstsein passiert. Sie deuten auf jeden Fall auf innere Konflikte und ungelöste Probleme hin.
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In einer Welt, in der Träume die Grenze zur Wirklichkeit verschwimmen lassen, lebte die junge Liora, deren Herz von einem unerschütterlichen Glauben an das große Wunder der Träume erfüllt ist.
Seit ihrer Kindheit hörte sie die Geschichten der alten Traumweber, die sagen, dass jeder Traum oder Alptraum, so schillernd oder düster er auch sein mag, der Schlüssel zu einer anderen Welt ist, einer Welt voller Abenteuer, Geheimnisse und unerforschter Pfade, die noch kein Mensch vorher je betreten hat.
Liora besaß eine besondere Gabe: Sie kann bewusst in ihre Träume eintauchen und sie nach ihrem eigenen Willen gestalten.
Doch eines Nachts begegnet sie nicht dem hellen, leuchtenden Traum, den sie erwartet hatte, sondern einem Albtraum, in dem ein Wesen namens Morgrath, ein Schatten aus tiefster Angst und Verzweiflung ihre Welt der Träume bedrohte.
Morgrath erklärt ihr, dass Träume und Albträume zwei Seiten derselben Medaille sind und ohne ihn kein Traum wirklich Bestand hätte.
Getrieben von Neugier und Mut entschloß sich Liora, auf Morgrath zuzugehen und mit ihm zu verhandeln.
Sie begab sich schließlich auf eine Reise durch das Reich der Träume, eine atemberaubende, zugleich erschreckende Welt voller lebender, bunter Farben, geheimnisvoll flüsternder Winde und tückischer Landschaften mit dunklen Wesen, die sie noch nie gesehen hatte.
Dort traf sie auch auf andere Traumwandler wie sie, die zwischen Hoffnung und Schrecken balancierten. Sie erfuhr dabei von einer uralten Prophezeiung, die besagte: Nur wenn Licht und Schatten sich friedlich vereinen, kann das Gleichgewicht der Traumwelt bewahrt und erhalten werden.
Doch das Schattenwesen Morgrath webte seine eigenen Pläne.
Er hatte vor, die Albträume über die normalen Träume des Menschen siegen lassen, um so eine neue Ordnung zu schaffen, in der nur grenzenlose Angst und Furcht herrschte.
Liora musste daher lernen, ihre eigene Furcht zu überwinden und die Kraft in sich selbst zu suchen, nicht nur um ihre Welt zu schützen, sondern auch um zu verstehen, dass jede Angst, jede noch so abgrundtiefe Dunkelheit ein Teil von ihr und somit der Wahrheit in ihr war.
Und so kam, was kommen musste.
In einem finalen Kampf, bei dem Realität und Traum ineinanderfloßen, gelang es Liora, das Schattenwesen Morgrath zu konfrontieren. Sie wollte ihn aber nicht vernichten, sondern einfach nur umarmen. Das war ihr Ziel.
Sie erkannte, dass normale Träume und Albträume nicht Feinde sind, sondern Lehrer, die uns Menschen vor gewissen Gefahren warnen wollen und uns lehren, mutig zu sein.
Allein durch diese Akzeptanz werden unsere Traumwelten neu geboren – heller und vielschichtiger, als je zuvor.
Liora erwacht aus ihrem Traum in jener Nacht mit einem wissenden Lächeln im Gesicht und das Träume tatsächlich wahr werden können, aber nur dann, wenn man bereit ist, auch die Schatten zu umarmen, die sie begleiten, denn auch Alpträume wollen uns was sagen.
Sie wollen uns was über unsere inneren Konflikte und tiefsten Ängste offenbaren und uns sogar vor Gefahren warnen, ja sogar davor beschützen, denn Träume sind der wahre Schlüssel zum Verständnis unseres eigentlichen Selbst, der Seele.
(c)Heiwahoe
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Kapitel 1: Flammen und Ruß
Das Gesetz der Thermomagie war unerbittlich: Um Feuer zu gebären, musste man der Welt die Kälte schenken.
Lyra presste die Lippen zusammen, während sie die Hitze in ihren Fingerspitzen sammelte. Um sie herum, in den feuchten Tiefen der vergessenen Steinhöhle, sank die Temperatur schlagartig. Raureif legte sich auf die uralten Schädelknochen, die auf dem provisorischen Altar vor ihr lagen, und ließ die drei unreifen, grünen Äpfel gefrieren, die sie als Fokus für die feuchtigkeitsentziehende Wirkung platziert hatte. Mit rußverschmierten Wangen und wildem, blondem Haar, das unter ihrer breiten Hexenkapuze hervorstand, starrte sie auf den kleinen Tonbecher in ihren Händen. Der dampfende Sud darin war ihre einzige Hoffnung, das Fortschreiten des Fluchs aufzuhalten, der ihren Vater Eldrin langsam in leblosen Stein verwandelte.
„Du verbrauchst zu viel deiner eigenen Körperwärme, Lyra“, dröhnte eine tiefe, raue Stimme aus dem Schatten des Höhleneingangs.
Garrick trat ins matte Kerzenlicht. Er war ein Hüne von einem Mann, dessen Rüstung die Narben unzähliger Schlachten trug. Sein massiver Turmschild, geschmiedet aus runenverziertem Sterneneisen, lehnte an seinem Bein, während seine rechte Hand schwer auf dem Knauf seines breiten Einhänders ruhte. Garrick war ein gefallener Wächter der Ersten Garde, ein Mann, dessen Eid ihn an Eldrins Blutlinie band. Wo Lyra die unberechenbare Zerstörung war, war er der unerschütterliche Fels.
„Wenn ich aufhöre, stirbt er, Garrick“, entgegnete Lyra heiser und trank einen Schluck des bitteren Elixiers, um ihre eigene Magie im Gleichgewicht zu halten. „Der Sturm da draußen ist kein normales Wetter. Das ist die magische Signatur des Schattenfürsten. Der Fluch breitet sich aus.“
Draußen peitschte der Wind durch die uralten Baumkronen Eldorias, und violette Blitze zerrissen die Schwärze der Nacht.
„Wir sind hier nicht allein“, murmelte Garrick und hob seinen Schild an. Die Runen auf dem Metall begannen schwach blau zu glühen, ein Zeichen dafür, dass sich kinetische Energie in der Nähe bewegte.
Ein leises, schelmisches Kichern hallte von den feuchten Höhlenwänden wider.
Aus einer engen Felsspalte schlüpfte eine kleine, flinke Gestalt. Der Kobold war kaum höher als Garricks Knie, hatte smaragdgrüne Haut, lange, spitze Ohren und Augen, die vor reinem Intellekt und einer gehörigen Portion Boshaftigkeit funkelten. In seinen flinken Fingern wirbelte er einen kleinen, bronzenen Zahnradmechanismus herum.
„Ein Krieger mit einem Schild, der im Dunkeln leuchtet, und eine Hexe, die ihre Äpfel einfriert“, sagte der Kobold mit einer Stimme wie trockenes Herbstlaub. „Ihr seid wirklich ein meisterhaftes Gespann der Unauffälligkeit. Ich bin Krix, Hüter dieser Pfade. Und ihr trampelt gerade durch mein Wohnzimmer.“
***
Kapitel 2: Das ungleiche Bündnis
Garrick zog das Schwert ein Stück aus der Scheide, doch Lyra hob beschwichtigend die Hand. Sie spürte die magische Resonanz des kleinen Wesens. Kobolde waren Meister des mechanischen Designs und der subtilen Illusionen, genau das, was sie brauchten, um die tödlichen Fallen der Ruinen zu umgehen.
„Mein Vater, der Zauberer Eldrin, liegt im Sterben“, sagte Lyra direkt und blickte Krix fest in die Augen. „Er wurde von einem finsteren Bann belegt. Wir müssen das Licht der frühen Morgendämmerung aus den vergessenen Ruinen bergen. Es ist die einzige Medizin, die ihn retten kann.“
Krix’ Grinsen verblasste ein wenig. Er kratzte sich nachdenklich hinter den langen Ohren. „Die Ruinen von Aethel-gard? Ihr seid wahnsinnig. Die Pfade dorthin sind mit gefährlichen Wächtern gepflastert und die Hallen sind so konstruiert, dass sie jeden eindringenden Fuß zerquetschen.“
Ein gieriges Funkeln kehrte in seine Augen zurück. „Der Schattenfürst hat auch meinen Clan aus den tiefen Minen vertrieben. Wenn ihr den Bastard vernichten wollt, helfe ich euch gerne, an den Fallen vorbeizukommen.“
„Wir brauchen mehr als nur einen Führer, Kobold“, grollte Garrick skeptisch. „Die Wächter dort sind Legion.“
„Deshalb holen wir einen alten Freund ab“, erwiderte Krix geheimnisvoll.
Am nächsten Morgen, als der magische Sturm sich vorübergehend legte, führte Krix sie tiefer in die nebelverhangenen Moore Eldorias. Inmitten der Sümpfe, geschützt durch ein komplexes Netz aus unsichtbaren, kinetischen Barrieren, trafen sie auf Teron.
Der alte Zauberer war kein Mann der vielen Worte. Um seinen Hals hing ein massives, rauchgraues Amulett, das die Luft um ihn herum sachte vibrieren ließ. Teron war ein Meister der Schutzmagie, ein Äther-Weber, der physische Angriffe in harmlose Wärme umwandeln konnte.
„Eldrins Tochter“, sagte Teron mit einer Stimme, die wie mahlende Steine klang. Er blickte auf das rußige Gesicht der jungen Hexe. „Dein Vater war ein großer Mann. Ich werde euch mein Schild-Amulett leihen, doch der Preis des Lichts ist hoch. Seid ihr bereit, ihn zu zahlen?“
„Jeden Preis“, sagte Lyra entschlossen mit fester Stimme.
***
Kapitel 3: Die Schlacht in den Ruinen
Die vergessenen Ruinen von Aethel-gard ragten wie die schwarzen Zähne eines verfallenen Riesenschädels aus der Bergkette. Als die Gruppe die verfallene Haupthalle betrat, schwebte das Licht der Morgendämmerung im Zentrum, gefangen in einem kristallklaren Kelch, der ein reines, goldenes Leuchten verströmte.
Doch die Luft wurde augenblicklich eiskalt. Schwärze kroch die Wände empor und manifestierte sich zu einer gigantischen, schemenhaften Gestalt: dem Schattenfürsten.
Seine Augen waren zwei glühende, violette Schlitze in der Dunkelheit.
„Sterbliche Narren“, hallte die Stimme des Wesens durch ihre Köpfe. „Dieses Licht ist meine Welt und eure Endstation.“
„Formiert euch!“, brüllte Garrick.
Er stürmte nach vorn, pflanzte seinen Turmschild in den rissigen Steinboden und aktivierte die Runen.
Der Schattenfürst entfesselte eine Welle aus reiner, korrumpierender Schattenmagie. Als die finstere Welle auf Garricks Schild traf, erstrahlten die Runen in gleißendem weißen Licht.
Garrick schrie auf, als die kinetische Wucht ihn nach hinten drückte, doch er hielt stand. Er leitete die Energie durch seinen Körper und stieß den Schild nach vorn, wodurch eine Schockwelle den Schattenfürsten zurücktaumeln ließ.
„Jetzt, Lyra!“, rief er.
Teron hob sein Amulett und webte ein schimmerndes, goldenes Schutzgitter über Garrick und Lyra, das die herabfallenden Trümmer der Decke abfing.
Lyra begann zu kanalisieren. Sie zog die gesamte Wärme aus der Luft der Halle. Reif bildete sich auf ihren Wimpern, während sie die freigesetzte thermische Energie in einen verheerenden, weißen Lichtstrahl bündelte.
Gleichzeitig flitzte Krix wie ein grüner Blitz durch die Schatten. Mit absoluter Präzision warf er kleine, mit hochexplosivem Pulver gefüllte Messingkugeln unter die Füße des Schattenfürsten.
Die Explosionen desorientierten die Kreatur und zerrissen den dichten Schattenmantel, der sie schützte.
„Der Kelch, Lyra! Greif nach dem Kelch!“, schrie Garrick, während er mit seinem Breitschwert einen spektralen Arm des Schattenfürsten parierte, wobei Funken aus reinem Licht sprühten.
Mit einem letzten, verzweifelten Schrei sprang Lyra über die Trümmer. Sie ignorierte die lähmende Kälte in ihren eigenen Gliedern und packte den kristallenen Kelch. Als ihre Finger das Glas berührten, strömte das reine, ungezähmte Licht der infiniten Morgendämmerung durch sie hindurch.
Sie richtete den Kelch wie einen Scheinwerfer direkt auf das Herz des Schattenfürsten.
„Zurück in den Abgrund!“, schrie sie.
Das goldene Licht schnitt durch die Dunkelheit wie eine Klinge durch Pergament.
Mit einem markerschütternden Kreischen zerfiel der Schattenfürst zu harmlosen schwarzen Staub, der von einem plötzlich aufkommenden Wind hinweggefegt wurde.
***
Epilog: Ein neues Zeitalter
Als sie später nach Eldoria zurückkehrten, war der steinerne Fluch, der auf Eldrin gelastet hatte, wie weggeschmolzen.
Der alte Zauberer erhob sich schwankend, doch mit klarem Blick und voller Vitalität von seinem Lager.
„Du hast es geschafft, meine Tochter“, flüsterte er und schloss Lyra in die Arme.
Garrick trat einen Schritt zurück und säuberte stumm seinen Schild von der Asche der Schlacht, doch ein seltenes, schmales Lächeln stahl sich auf sein Gesicht.
Krix saß auf einem Tisch, biss genüsslich in einen der nun aufgetauten, saftig grünen Äpfel und zwinkerte Teron zu.
Sie waren eine unmögliche Gemeinschaft gewesen: Eine thermomagische Hexe, ein grimmiger Wächter mit Eisen und Schild, ein diebischer Kobold-Mechaniker und ein alter Äther-Weber, die zusammenhielten wie Pech und Schwefel.
Doch an diesem Tag hatten sie bewiesen, dass Magie und ein einserner, kampfbereiter Wille, vereint durch ein gemeinsames Ziel, jede unheilvolle Dunkelheit vertreiben konnten.
Das neue Bündnis von Eldoria war geschmiedet und sein Licht würde niemals wieder erlöschen.
(c)Heiwahoe
***
Der kalte Nebel kroch wie eine lebendige Masse durch die verlassenen Gassen des kleinen Dorfes Eldermoor.
Der fahle Mond kämpfte sich mühsam durch das dichte Grau, doch seine schwachen Strahlen vermochten kaum, die Schatten zu zerreißen, welche sich hinter den morschen Holztüren der Hütten verbargen.
Hier, inmitten der Einsamkeit, begann für Lena eine Flucht vor einem Grauen, das selbst aus ihren schlimmsten Albträumen entsprungen schien.
Lena war nicht von hier. Sie hatte die Stadt verlassen, um der Hektik und dem ständigen Lärm zu entkommen, die ihr Herz in Unruhe versetze, denn sie liebte die Stille und die Ruhe.
Doch statt Ruhe fand sie Schrecken.
Sie hatte von den Geschichten gehört, den Legenden um Eldermoor, von einem grauenvollen Ungeheuer, das in den Wäldern lauerte, ein Wesen, das so uralt wie die Dunkelheit selbst war und mit Blut bezahlte Seelen forderte. Sie hatte geglaubt, es seien nur alte Märchen, die man Kinder vor dem Schlafengehen erzählt. Doch nach einer Nacht am dunklen Rande des Waldes wusste sie es besser.
Es begann mit dem auffälligen Knacken der Äste, das wie ein heimtückisches Flüstern an ihr Ohr drang, mit Schatten, die sich bewegten, obwohl kein Wind wehte. Dann das erste Opfer. Es war der alte Bauer Jakob, dessen Leiche sie zufällig fand, zerfleischt und blutüberströmt, die Augen weit aufgerissen vor purem Entsetzen.
Sein Tod war auch kein Unfall. Nein, es war eine Botschaft an an die junge, neugierige Frau.
Panisch vor Angst taumelte Lena zurück ins Dorf. Doch die Bewohner waren verschlossen, voller Misstrauen. Niemand wollte über das Ungeheuer sprechen, als könnte das Aussprechen des Namens seine Präsenz heraufbeschwören. Nur eine alte Frau namens Martha gewährte ihr einen Blick in das Unheimliche, der mehr verstand als Worte sagen konnten.
„Fliehe, mein Kind“, sagte sie mit krächzender Stimme, „denn was du suchst, das sucht dich ebenso.“
Lena gehorchte. In jener Nacht begann ihre atemlose Flucht, ein Kampf ums Überleben gegen das namenlose Grauen, das hinter ihr her war.
Das Ungeheuer jagte sie durch den finsteren Wald, ein Schatten mit glühenden Augen und Klauen, die knisternd durch das Unterholz zerrten, sein unaufhörliches Heulen eine Sinfonie des Todes. Jeder Schritt wurde begleitet von Blutspuren, die sich wie eine Spur des Verderbens durch das Unterholz des Waldes zogen.
Doch Lena war nicht allein. Tief in ihrem Innern erwachte eine uralte Kraft, die sie zuvor nie gekannt hatte. Es war der reine Überlebensinstinkt, wild und unbezähmbar. Die junge Frau wusste, dass sie nicht kampflos untergehen durfte, denn das Blut, das das Ungeheuer sammelte, war mehr als nur Opfergabe. Es war Teil eines dunklen Rituals, einer grausamen Verwandlung, die das Wesen noch mächtiger machte.
Im letzten Licht der Dämmerung gelang es Lena, das Monster in einen engen Felsenkessel zu locken, wo die Schatten fast greifbar wurden. Mit zitternden Händen griff sie nach ihrem Schwert, das sie in einer verlassenen Hütte gefunden hatte, zwar alt und rostig, doch immer noch scharf genug. Als das Ungeheuer auf sie zustürmte, stieß Lena das Schwert tief in sein pulsierendes Herz aus purer, boshafter Finsternis.
Ein markerschütternder Schrei zerriss die Luft. Blut spritzte in dichten Fontänen nach allen Seiten und das unheimliche Wesen verfiel in eine Art Erstarrung, bevor es in einem Strom aus schwarzer Flüssigkeit zerfloss, als hätte die Nacht selbst endlich ihren dunklen Herrscher verloren.
Die junge Frau sank erschöpft zu Boden, das kalte Blut klebte an ihrer Haut. Der Morgen begann und die Sonne brach durch die Wolken, tauchte die Welt in ein neues Licht. Sie hatte überlebt, doch der Wald von Eldermoor trug jetzt Narben, die niemals heilen würden.
Der Tod des Ungeheuers und sein schwarzes Blut hatten ihre Spuren hinterlassen. Endlich war die Flucht vorbei. Das Grauen war besiegt, aber die kommenden Generationen würden es niemals vergessen werden.
Doch irgendwo in den dunklen Tiefen der Wälder von Eldermoor entstand vielleicht schon ein anderes Ungeheuer, hungrig, geduldig auf neue Opfer wartend, denn das Böse kann nicht sterben.
(c)Heiwahoe
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„Sie haben versprochen, dass Träume wahr werden können – aber vergessen zu erwähnen, dass auch Albträume Träume sind.“
Oscar Wilde (Irischer Schriftsteller geb. am 16. Oktober 1854 in Dublin; gest. am 30. November 1900 in Paris)
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7. Das tragisch-komische Liebesdrama
der beiden Schafe
Luis Syphilis und Vragina
Es war einmal auf einem kleinen, etwas merkwürdigen Bauernhof, der einem ebenso eigenwilligen Mann namens Pim van Pimmel gehörte.
Dieser alte Bauer hatte eine ganz besondere Tradition: Er gab all seinen Schafen absurde Namen, die kein Mensch je für normal halten würde. Und so kam es, dass ein männliches Schaf aus der Herde den Namen Luis Syphilis trug. Ein Name, der fast so schräg war wie das Tier selbst.
Luis Syphilis war nicht irgendein Schaf. Nein, es war berühmt-berüchtigt dafür, gleichzeitig das dümmste und hässlichste Schaf im ganzen Stall zu sein, was bei Schafen ja schon an sich keine große Kunst war.
Die anderen Schafe mieden ihn deshalb, doch das störte Luis Syphilis in keinster Weise. Er war nämlich so verblüffend dumm, dass er gar nicht bemerkte, wie sehr man ihn mied und ausgrenzte. Stattdessen verbrachte er seine Tage damit, ganz am Rande der Wiese, Gras zu fressen und vor sich hin zu dösen, während er die ganze Zeit von Vragina träumte, die ein feminines Schaf war und ganauso hässlich wie er aussah.
Wie schon erwähnt, war Vragina ein feminines Schaf mit einem total schwarzen Fell, das sie vom Rest der hellen Herde hervorstechen ließ.
Doch nicht nur ihr Aussehen, auch ihr Verstand war nicht gerade mit Glanz gesegnet, so doof wie Luis Syphilis war sie allemal. Sie hielt sich meistens mitten unter den anderen Schafen auf, aus Angst vor der weiten, unbekannten Welt da draußen, die gerade mal bis zum Zaun der Wiese reichte
Genau deshalb wurde sie häufig gehänselt und verspottet, doch Vragina nahm all das gelassen hin, weil sie schlichtweg nicht verstand, über was die anderen Schafe eigentlich so redeten und worüber sie sprachen.
Doch auch Vragina hatte ihre heimlichen Träume, denn sie träumte von Luis Syphilis, diesem trotteligen Einzelgänger-Schaf, das stets so einsam in der Ferne am Rand der großen Wiese stand und grasfressend dümmlich in den Himmel blickte.
So hingen beide Schafe also in ihren Gedanken aneinander, ja, voneinander träumend, jedoch total unfähig dazu, sich zu finden.
Tag für Tag verstrich, Woche für Woche, Jahr um Jahr. Die kleinen Momente des Zusammenkommens blieben aus, denn weder Luis Syphilis noch Vragina waren klug genug, aufeinander zu zugehen. Stattdessen lebten sie einsam nebeneinander her, zwei Liebende, gefangen in einem endlosen Missverständnis ihrer eigenen, angeborenen Blödheit.
Eines Tages jedoch kam eine hungrige Wolfsmeute zu der Wiese des Bauernhofes. Der erste, der den tödlichen Angriff spürte, war Luis Syphilis. Weit weg von der eigenen Herde, direkt am Zaun, war er ein leichtes Ziel für die Wölfe geworden.
Vragina, die man am selben Tag aus dem Stall hinausgedrängt hatte, war bald ebenfalls verloren, denn sie döste in ihrer Blödheit vor dem geschlossenen Stall vor sich hin.
Die Wölfe waren gnadenlos und eines nach dem anderen rissen sie die beiden armen Schafe dahin, bis endlich der alte Bauer Pim van Pimmel mit seiner Schrotflinte erschien und die Bestien damit verscheuchte, die gerade dabei waren, die beiden toten Schafe zusammen von der Wiese wegzuschleppen.
Da lagen sie nun auf der schönen grünen Wiese, die beiden Schafe Luis Syphilis und Vragina, nebeneinander, ganz eng vereint, ihre leblosen Körper vermischt in einem blutigen Durcheinander ihrer heraus gequollenen Organe, was den Eindruck vermittelte, als wäre es das Fleisch eines einzigen Wesens.
Es kam einem so vor, als hätten sie im Tod endlich jene Nähe ihrer Liebe gefunden, die ihnen im Leben immer versagt geblieben war.
Und obwohl sie in ihrer kurzen, trotteligen Existenz nie zusammengefunden hatten, werden sie jetzt hoffentlich in der Ewigkeit des großen Schafgottes sein, diesem seltsamen Ort, wo keine angeborene Blöd- oder Hässlichkeit unter den dortigen Schafen mehr zählt. Denn jetzt sind sie endlich zueinandergekommen, wo sie frei von Dummheit und gehässigem Spott der irdischen Schafe ihre wahre Liebe leben können, ohne dass jemand sie auslacht, ausgrenzt oder gar meidet.
Wer weiß? Manchmal ist die Liebe eben doch größer als die allgemeine Doof- und Blödheit, der Gehässigkeit oder des Neides hier unten auf der Erde, wo das Leben nicht selten mehr als nur verrückt zu sein scheint, nicht nur unter den Schafen, sondern auch unter den Menschen, die sich bisweilen ja auch wie die Schafe verhalten.
(c)Heiwahoe
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In einer Welt, die längst zu Staub zerfallen war, stand ein einzelner, kranker Mann einsam am Ufer eines großen, aber völlig verseuchten Meeres.
Der Wind streifte heulend über verbrannten Strände und zerklüftete Felsen eines nahe gelegenenen Gebirges. Er trug den Geruch von verbranntem Fleisch und verrottetem Holz fort, Zeugnisse der letzten großen Katastrophe, die so gut wie alles Leben ausgelöscht hatte.
Er war trotzdem gekommen mit einer Mission, die seine letzte sein sollte. Ja, ein Friedenslied wollte er singen, ein Lied, das die Herzen der Menschen heilen, das die blutrünstigen Wölfe des Krieges zähmen und Elend und Leid in dieser Welt für immer beseitigen würde. So hoffte er jedenfalls.
Doch auch sein Name war schon lange verloren, ausgelöscht wie die zahllosen Städte, die einst pulsierende Zentren des Lebens auf diesem Planeten waren.
Aber in seinem tiefsten Innern brannte die Sehnsucht nach einem besseren Morgen. Er wollte, dass Kinder nicht mehr vor Hunger weinten, dass Lachen und Freude durch die Straßen hallten, wie ein endloser Kinderreigen. Er kämpfte gegen die Mächte des Bösen an, gegen jene Dämonen, die im Herzen aller Menschen wohnten und sie dazu trieben, sich gegenseitig aus abgrundtiefen Hass zu vernichten.
Das Böse erwies sich jedoch als zäh und unzerstörbar.
Immer wieder erhob es sich aus der Asche unzähliger Kriege, wie eine Hydra, deren Köpfe sich nach jedem Schlag verdoppelten.
Er sah vor seinem geistigen Augen die Geschichte der Menschheit, die stets und unaufhörlich von neuen, blutigen Kapiteln geschrieben wurde: Entsetzliche Gemetzel fanden statt, furchtbare Raketen und Bomben explodierten überall, die von Flugzeugen und aus unterirdischen Raketensilos abgefeuert wurden. Sie übersäten die Erde der Schöpfung mit unvorstellbarem Grauen.
Terror erschütterten die Städte, Hass und religiöser Fanatismus entfachten lodernd blutige Feuer, das immer wieder auflammte und nie erlöschen wollte.
Die Kriegstreiber kehrten zurück, geschmückt mit glänzenden Orden an ihrer sterblichen Brust, geblendet von ihrem eigenen Größenwahn. Ihre Rufe glichen tödlichen Liedern, die unaufhörlich das gesamte Ende der Menschheit herauf beschworen.
In der Stille seines Herzens schrie er jetzt verzweifelt zu Gott, doch seine Worte verhallten ins Leere und blieben unbeantwortet.
Er fragte sich daher: "Du ewiger Geist der Schöpfung, warum lässt du zu, dass der Mensch sich selbst vernichtet?"
Sein Blick wanderte von der sterbenden Erde zu den fernen Sternen und tief in ihm keimte die schmerzliche Frage: "Werden die letzten Menschen auf Erden jemals aus ihren Fehlern lernen?"
Auch in seinem Bewusstsein existierte immer noch die dämonische Stimme, auf die einst die gesamte Menschheit gehört hatte und ihr wie besessen gefolgt war.
Aus dem Tod wurde eine weltumspannende Pestilenz, die die letzten Reste der Zivilisation für immer hinwegfegte.
Jedes Regiment von vermeintlichen Siegern hinterließ nichts als Kriegsmalerei auf einem grausamen Bild aus Blut und Särgen. Jubel und Schreie vermischten sich in einem Gemenge aus Tod, Wahnsinn und Geisteskrankheit, was bald das Leben auf dem Planeten Erde endgültig erstickte.
Am fernen Horizont verschwand jetzt langsam eine blutrote Sonne, fast wie ein letzter Gruß der absoluten Verzweifelung und des endgültigen Endes einstiger blühender menschlicher Zivilisationen auf dem Planet Erde.
Der Fremde stand da, die Arme verzweifelt gen Himmel erhoben, das Herz schwer und müde vor tiefer Trauer. Das Friedenslied, das er einst singen wollte, blieb stumm in seiner Kehle hängen und wurde begraben unter den Trümmern einer Menschheit, die ihre eigene Zerstörung nicht verhindern konnte oder wollte.
Eine einzelne Träne rann über sein runzliges Gesicht, geprägt von tiefer Enttäuschung, von zerstörter Liebe und abgrundtiefen Schmerz.
Sie tropfte auf den verbrannten Sand, vermischte sich mit der schwarzen Asche eines verkohlten und atomar verstrahlten Bodens.
Ohne es richtig wahrzunehmen, atmete er ein letztes Mal tief ein, bevor sein Herz für immer stehen blieb. Der Tod hatte ihn heimlich und lautlos mitgenommen. Er war nun selbst ein Teil jener zerstörten Welt geworden, die er einst zu retten versuchte.
Und während der radioaktive Wind weiter über das verseuchte Meer strich, als hätte es nie Elend, Leid und Tod gegeben, ragten die Ruinen der menschenleeren Städte wie stumme, drohende Zeigefingen in einen dunklen, düsteren Himmel empor, die Zeugen eines verlorenen, letzten Zeitalters der Menschheit waren.
Das Erbe, das sie hinterließ, war nicht das Lied der Liebe und des Friedens, sondern das dunkle Schweigens des Todes.
(c)Heiwahoe
9. Die Storie vom alten Nick Taylor
und dem Außeridischen
in seiner Tankstelle
Der alte Nick Taylor saß schon fast den ganzen Tag hinter der Kasse seiner kleinen Tankstelle, die an einer einsamen Wüsten-Landstraße lag.
Draußen hatte sich in den letzten Tagen alles dramatisch verändert. Ein unaufhörlicher Starkregen hatte den nah gelegen Fluss über seine Ufer treten lassen und die Zufahrtsstraße kilometerweit überschwemmt. Seitdem kamen kaum noch Kunden vorbei.
Jetzt wartete Taylor darauf, dass bald sein Sohn Max käme, um ihn abzulösen und eine Stunde blieb ihm noch, bis seine Schicht endete.
Um sich die Zeit zu vertreiben, stand der Alte auf, schlenderte gemächlich zum Zeitungsregal hinüber und nahm eines dieser bunten Magazin heraus, die er immer wieder gerne las, wenn er Langeweile verspürte. Als er auf seinen angestammten Platz hinterm Tresen zurück ging, wandte er sich kurz dem großen Sprossenfenstern zu und blickte hinaus in die weite Landschaft. Alls war still und ruhig.
Die Station gehörte ihm seit vielen Jahren. Ein Erbe hatte es ihm ermöglicht, die Tankstelle mit einem angeschlossenen, kleinen Laden zu kaufen. Es war ein ruhiges Leben, weitab vom hektischen Trubel der Großstadt.
Plötzlich wurde die Tür aufgestoßen und ein kräftig aussehender Mann trat in dem Vorraum seiner Tankstelle. Er wirkte seltsam fremd, baute sich mit nachdrücklicher Präsenz vor ihm auf und musterte nebenbei die Regale an der Wand mit einem scharfen Blick. Schnell zog er ein Smartphone ähnliches Gerät aus seiner schwarzen Jacke, die wie eine Uniform aussah und tippte eifrig auf der Tastatur herum. Dann steckte er das Ding wieder weg und fragte in überraschend klarer, aber seltsam fremder Stimme den völlig verdutzten Taylor: „Mister, verstehen Sie mich?“
Taylor nickte ein wenig überrascht und wunderte sich über den Fremden, der wie aus dem Nichts plötzlich aufgetaucht war. Dann redete der Mann weiter: „Also, ich suche frisches Wasser und einige Nahrungsmittel. Haben Sie so etwas hier?“
„Klar!“, antwortete Taylor und lächelte etwas verlegen: „Wasser ist kein Problem. Davon habe ich genug. Bei den Lebensmitteln habe ich vor allem Konserven in allen Sorten. Kekse und einiges andere ist auch da.“
Während er so sprach, ging der Fremde plötzlich zu den Regalen rüber, zeigte neugierig auf einige Tüten Kartoffelchips und fragte: „Was ist das?“
„Frische Kartoffelchips allerbester Qualität. Kam erst vor ein paar Tagen bei mir rein.“
Auf einmal flackerte die Luft um den Mann herum, wobei sich seine Gestalt zu verändern schien, aber nur für Sekundenbruchteile, bevor sie wieder fest wurde.
Der alte Taylor runzelte nachdenklich die Stirn, doch das Flimmern kehrte zurück, stärker als vorher. Der Unbekannte drehte sich jetzt herum und gab offen zu: „Das ist nicht meine wahre Form. Ich bin außerdem kein Mensch, sondern ein Außerirdischer. Ich kann jede Gestalt annehmen, wenn ich eine Vorlage habe, zum Beispiel das Bild auf dem Werbeplakat draußen an der Wand neben der Eingangstür.“
Taylor war, trotz des Schocks, erstaunlich gefasst. Dann erwiderte er mit ruhiger Stimme: „Ich habe mich schon gewundert, dass Sie so aussehen wie der Tankwart auf meiner Werbung. Unglaublich! Wie haben Sie das bloß gemacht?“
„Meine Rasse kann das einfach. Das ist normal für uns. Unter der Gestalt, die ich jetzt angenommen habe, trage ich noch meinen eigentlichen Raumanzug, den Sie nicht sehen können. Nun, in Wirklichkeit komme ich von weit her aus dem All. Mein kleines Raumschiff liegt hinter dem kleinen Hügel ganz in der Nähe. Es ist eine Erkundungsfähre. Das große Mutterschiff befindet sich gut versteckt hinter eurem Mond, um nicht von den Menschen entdeckt zu werden.“
Neugier und Skepsis kämpften in Taylor. Dann fragte er den Fremden: „Sind Sie etwa abgestürzt?“
„Nicht ganz. Ich musste notlanden, was auch nicht gerade von besonderer Eleganz war. Aber zum Glück reparieren meine fleißigen Service-Roboter gerade eine Fehlfunktion am Antrieb. Keine große Sache. Vielleicht sind sie mit ihrer Arbeit sogar schon fertig. Ich bin dann ein wenig herum spaziert, habe schließlich rein zufällig Ihre Tankstelle entdeckt und dachte mir, ich besorge mir ein bisschen Proviant für den Rückflug.“
Der Außerirdische nahm jetzt eine Kiste Mineralwasser aus dem Regal, stapelte ein paar Packungen Kekse und Konserven oben drauf und verstaut alles auf einer schwebenden Plattform, die vor ihm plötzlich materialisierte.
Ganz zum Schluss legte er mit einem leichten Grinsen im Gesicht einen funkelnden Diamanten auf den Tresentisch und sagte zum völlig überraschten Taylor: „Ich hoffe, das reicht als Bezahlung, Mister.“ Dann fuhr er fort: „Auf meinem Planeten haben wir genug von diesem funkelden Kram. Für uns sind sie wertlos, weil es einfach zu viele davon gibt.“
Der Alte starrte den prachtvollen Stein voller Unglauben an, der vor ihm lag. Ein wenig skeptische fragte er: „Ist der echt?“
„Aus reinem Kohlenstoff und sehr präzise geschliffen. Jetzt strahlt er in allen Farben. Für euch auf der Erde ist dieser Diamant sicherlich unbezahlbar. Ich begleiche damit alles, was ich hier gekauft habe! Er gehört jetzt Ihnen!“
Noch immer sprachlos nahm der alte Taylor den funkelnden Diamanten in seine zitternden Hände, fühlte dessen kalte Oberfläche und bewunderte das Farbenspiel eines inneren Flammenspiels.
Der Fremde lächelte warmherzig und verabschiedete sich schließlich mit den Worten: „Friede für Sie und der ganzen Menschheit! Vielleicht kommen wir eines Tages zurück, aber erst, wenn ihr friedlicher geworden seid. Ihr Menschen seid eine selten kriegerische Rasse und sehr brutal. Vielleicht habt ihr einen genetischen Defekt oder leidet an einer fortgeschrittenen Geisteskrankheit, das wissen wir noch nicht so genau. Wir werden euch daher weiterhin beobachten und hoffen, euch eines Tages heilen zu können. Wir wollen nicht zulassen, dass dieser schöne Planet, den ihr Erde nennt, zerstört wird von euch. Das werden wir auf jenden Fall verhindern.“
Nach diesen Worten drehte sich der Außerirdische auf der Stelle herum, ging zur Tür hinaus und rief draußen in die dunkle Abendluft hinein: „Friede mit euch Menschen!“
Taylor erwiderte tief bewegt mit halblauter Stimme zurück: „Ja, Friede für uns alle!“
Dann verschwand der Fremde aus dem All hinter jenem Hügel, von wo er gekommen war. Kurze Zeit später flog sein kleines Raumschiff steil noch oben hinaus in den nächtlichen Sternenhimmel und nahm Kurs in Richtung Mond.
Es dauerte auch nicht mehr lange, da kam sein Sohn Max in die Tankstelle, um seine Nachtschicht anzutreten.
Sein Vater sah ihn konzentriert an und sagte mit ruhiger, gefasster Stimme: „Mach heute überall das Licht aus, Max! Wir schließen. Morgen verkaufe ich die Tankstelle an einen Interessenten aus der Stadt. Ein neues Leben wartet auf uns. Die Welt ist viel zu schön, um nur an einem langweiligen Ort wie diesen zu bleiben.“
Dann zeigte er seinem völlig überraschten Sohn den funkelnden Diamanten, den er in der Schublade vor sich versteckt hatte und sagte zu ihm: „Max, du wirst es mir vielleicht nicht glauben, aber da war ein Fremder aus dem All bei mir, der damit seinen Einkauf bezahlt hat. Dieser Diamant wird uns zu Multimillionären machen, wenn wir ihn versteigert haben. Erzähle aber niemandem etwas davon, was sich heute in meiner Tankstelle abgespielt hat. Man wird uns die Geschichte sowieso nicht glauben. Ab jetzt wird nichts mehr so sein, wie es einmal war. Mach' das Licht überall aus, schließe alles ab und dann fahren wir nach Hause.“
(c)Heiwahoe
Die Storie von der Widerstandskämpferin Mara Quant
Im Jahr 2149 war die Erde nicht mehr die Welt, die sie einst gewesen war. Hypermoderne Megastädte ragten wie glitzernde Titanen in den Himmel, während unter ihnen in den Schatten der Slums eine andere Realität herrschte, voll von Elend, Verzweiflung, Unterdrückung und unausgesprochenem Hass. Die KI-Technologie hatte das Leben der Menschen revolutioniert, aber auch neue Formen von Machtmissbrauch geschaffen.
Mara Quant war eine Widerstandskämpferin und eine Cyber-Hackerin, bekannt in den Untergrundkreisen als „Nachtfalke“. Sie war nicht nur eine Meisterin im Manipulieren von Datenflüssen und kybernetischen Systemen, sondern auch eine Frau mit einer Mission, getrieben von einem tief verwurzelten Schmerz.
Vor fünf Jahren hatte die Konzernregierung, angeführt vom skrupellosen CEO Elias Kade, ihre Familie zerstört. In einer von Kades geheimen Operationen kam ihr Bruder ums Leben, ein unschuldiges Opfer eines Genmanipulations-Experiments, das außer Kontrolle geraten war.
Der Tag der Rache rückte näher. Mara hatte jahrelang geplant, jeden Schritt durchdacht. Heute war der Tag, an dem sie den mächtigen Konzern Fallion Dynamics zum Einsturz bringen wollte.
Durch einen schmalen Spalt in der metallenen Abdeckung des Reaktorblocks schlich sie sich hinein. Ihre cybernetischen Augensensoren scannten fieberhaft die Umgebung, während ihre Finger leise über das Interface ihres Handcomputers glitten. Die gesicherten Türen öffneten sich bereitwillig, zumindest für wenige Augenblicke, dank ihrer geschickten Manipulation.
„Du kannst nicht ewig vor uns fliehen, Nachtfalke“, ertönte plötzlich eine kalte Stimme hinter ihr, die von einer flimmernden Projektion stammte.
Mara drehte sich abrupt um und erkannte Elias Kade, dessen verzerrtes Gesicht von unzähligen Implantaten und Narben gezeichnet war. „Ich bin nicht hier, um zu fliehen, Kade. Ich bin hier, um dich zu Fall zu bringen, ein für alle Mal“, erwiderte sie ruhig, obwohl ihr Herz wild klopfte.
Ein Katz-und-Maus-Spiel begann, eine Jagd durch den labyrinthartigen Komplex voller Laserfallen, Drohnen und bioelektronischer Wächter.
Familie
Doch Mara hatte einen Trumpf: Eine künstliche Intelligenz namens AURA, die sie selbst ins Leben gerufen hatte. AURA war in der Lage, die Sicherheitsprotokolle von Fallion Dynamics zu durchbrechen und sämtliche Systeme gegen ihre Schöpfer zu wenden.
Als sie schließlich den Hauptserverraum erreichte, sah sie auf den Bildschirmen, wie die ganze Wahrheit ans Licht kam: Kade hatte nicht nur ihren Bruder geopfert, sondern unzählige andere Menschen als Versuchskaninchen missbraucht, um genetische Soldaten zu erschaffen, brutale, künstlich erschaffene Krieger, deren Loyalität nur ihm galt.
Mara aktivierte AURA. Eine Welle von Viren und Datenbomben brach über das gesamte Netzwerk herein. Die Gebäudefunktionen fielen aus, das Licht flackerte, und Alarme heulten in ohrenbetäubender Lautstärke. Kade versuchte verzweifelt, die Kontrolle zurückzugewinnen, doch es war zu spät.
„Das ist dein Ende, Kade! Für meine Familie. Für alle Opfer deiner unermesslichen Gier“, rief Mara mit fester Stimme in den Raum, der ihre Stimme wie ein Echo widerhallen ließ.
Die Systeme kollabierten, und die Basis implodierte in einem Kontrollverlust von Energie und Feuer. Mara entkam gerade noch rechtzeitig mit ihrem Fallschirm vom Dach des hohen Gebäudes, als der gesamte Komplex hinter ihr in Flammen aufging.
Später, auf einem abgelegenen Balkon in den verfallenen Ruinen der Stadt, blickte Mara in den blutroten Sonnenuntergang. Der Tag der Rache war gelungen und mit ihm Hoffnung auf einen Neuanfang.
Doch tief in ihrem Inneren wusste sie: Der Kampf hatte gerade erst begonnen. Die Mauern der Macht wackelten zwar, aber sie würden nicht so leicht fallen.
Familie
Aber Mara war bereit mit einer Flut von Gleichgesinnten. Für jeden verlorenen Kampf gab es eine neue Schlacht. Und diesmal würde sie nicht aufgeben, denn sie war eine Widerstandskämpferin, die niemals aufgeben würde.
(c)Heiwahoe
ENDE
Der Autor Heinz-Walter Hoetter

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Heinz-Walter Hoetter).
Der Beitrag wurde von Heinz-Walter Hoetter auf e-Stories.de eingesendet.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.08.2026.
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Invulatus
von Beate Puls
Anna, ein Findelkind, das mit viel Liebe von ihren Eltern aufgezogen wurde, wusste immer, dass sie anders war. Hunde und Katzen nahmen reißaus, wenn sie in der Nähe war. Sie erfreute sich nicht sonderlich vieler Freunde. Ihr ganzes Leben war sie auf der Suche nach sich selbst. Sie meinte die Bösen als Sanitäterin im Strafvollzug zu kennen. Frederick, ein neuer geheimnisvoller Vollzugsteilnehmer zeigt der jungen Frau, was sie für ein Wesen ist. Ein jagendes Wesen der Nacht, dazu da, um Vampiren und Werwölfen das Handwerk zu legen. Den bösen und abartigen Dämonen der Nacht Einhalt zu gebieten. Doch sollte sie das Wagnis eingehen?
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