Ein Krimidrama mit Thriller-Elementen und etwas Erotik
Marly spielte im Schlosspark mit einem Ball.
„Nicht so nah am Zaun!“, rief Simone.
„Ich weiß, Mama!“
Marly warf den Ball hoch.
Hinter dem Zaun begann der Wald.
Dort bewegte sich etwas.
Eine Gestalt stand zwischen den Bäumen.
Ein Fernglas wurde angehoben.
Dann verschwand die Gestalt wieder.
Ralf saß inzwischen in seinem Büro.
Eine attraktive Kundin war gekommen.
Das Gespräch über eine Immobilie dauerte lange.
Vielleicht länger als nötig.
Beim Abschied strich Ralf der Frau über das Haar.
Simone sah es durch die Glasscheibe.
Ihr Gesicht veränderte sich.
Sie wartete.
Als Ralf zum Mittagessen kam, stand das Essen bereits auf dem Tisch.
„Du bist wirklich unglaublich“, sagte Simone.
„Was ist jetzt wieder?“
„Du weißt genau, was.“
„Nein.“
Simone griff nach einer Salatschüssel und schleuderte sie gegen die Wand.
„Das war Doris!“
Ralf starrte sie an.
Sie nahm eine Suppenterrine.
„Das war Lucy!“
Die Terrine zerschellte.
Ralf verlor die Beherrschung.
Ein Teller flog gegen die Wand.
„Das ist für Manfred!“
Simone erstarrte.
„Den kannte ich vor unserer Hochzeit!“
„Und deine Frauen?“
„Das ist etwas anderes.“
Simone sah ihn an.
Tränen standen in ihren Augen.
„Ja. Für dich ist immer alles etwas anderes.“
Die Tür ging auf.
Marly stand im Rahmen.
„Mama ... Papa ... nicht zanken.“
Simone ging sofort zu ihr.
„Komm her.“
Marly schlang die Arme um ihre Mutter.
Ralf sah die beiden an.
Für einen kurzen Moment war sein Gesicht weich.
Dann sagte er:
„Ich lasse mich scheiden.“
Simone antwortete:
„Das wollte ich gerade auch sagen.“
„Und Marly bleibt bei mir.“
Simone lachte bitter.
„Das glaubst du doch selbst nicht.“
Ralf verließ den Raum.
Marly blieb bei ihrer Mutter.
„Warum seid ihr böse?“
Simone drückte sie an sich.
„Wir sind nicht böse auf dich.“
Aber Marly fragte nicht weiter.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 30.08.2026.
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halbwertzeit der liebe
von Ditar Kalaja
In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.
Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.
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