Carl-von-Weinberg Schule, Klasse 7Gb

Bolzen und Schießpulver (Stefan L.)

„Bolzen und Schießpulver“
(Ein Krieg ohne Kugeln)

Einleitung
Dies ist alles, was wir über einen Krieg wissen, der Jahre gedauert hat, aus einem Tagebuch entzogen. Dieses Buch enthält eine der tausend Geschichten von Leiden und Freundschaft, doch dies ist eine besondere.


I.


Trace war gerade auf den Weg zur Rationverteilung gewesen, um für Dan und Diego, seine zwei Freunde und Lebensgefährten aus der dritten Kompanie, Rationen zu holen als das plötzliche Chaos ausbrach. Trace begriff erst, was im Gange war, als es vor ihm zischte und der verwirrte Soldat, der vor ihm stand, mit einen Bolzen im Hals zur Boden fiel. Er duckte sich und rannte, denn er hatte nur einen Gedanken: Zurück zur Kompanie! Er war aber leicht abgelenkt, denn überall fielen die Menschen zur Boden. Als er Dan und Diego fand, hatten sie sich hinter einem Baum versteckt. Der jüngere von beiden, Dan, hielt seinen stark blutenden Arm fest, während Diego einen Bolzen vorsichtig herauszog. Dan fragte stutzend, was los wäre und Trace wusste nicht wie er antworten sollte. Ihm wurde schon erzählt, dass der Feind näher gekommen war, doch der Fakt, dass sie da waren war ihm völlig neu. Diego meinte sie müssten sich beeilen, denn ihre Kompanie sammelte sich anscheinend weiter hinten zum Gegenangriff.

II.


Sie erreichten ihr Kompanie und wurden mit Waffen ausgestattet, und da ärztliche Hilfe im Moment an schlimmer betroffenen Orten war, musste Dan mit. Das Gerücht war, dass der Feind sich beim Fluss verbunkert hatte. Sie marschierten los, doch die drei Freunde blieben weiter hinten da Dan verletzt war und nicht sehr schnell laufen konnte. Nach 5 Minuten schnellem Marsch sahen sie eine hohe Erdmauer in der Ferne. Als sie sich aber verteilten und näher rannten, um es zu erkunden, hörte man Schüsse, und wenige Sekunden später, trafen überall Sprengkörper ein. Überall flogen Fetzen von Bäumen, Erde und sogar Menschen. Trace und die Anderen nahmen Deckung hinter einem Felsen während ein paar Gruppen hoffnungslos versuchten an die Mauer heran zu kommen, worauf die Geschütze jetzt ihre Position aufgenommen hatten. Doch nach einer Minute kamen die Überlebende zurück gerannt. Alle hatten jetzt Deckung genommen. Doch, die Verluste glichen dafür aus. Trace und seine Freunde blickten mit staunenden Augen zurück auf ein Feld, das mit dicht verstreuten Verletzten, Toten und Sterbenden versehen war. Die Hälfte ihrer Streitkräfte ist vernichtet worden.

III.


Am nächsten Morgen war alles ruhig. Die ganze Nacht über hatten es kleine Gruppen versucht sich raus zu schleichen um mögliche Überlebende zu retten, doch die Meisten kamen nicht zurück. Am Mittag kam Vayn, ihr Kommandant, und teilte ihnen mit, dass sie in einer Stunde für den Einsatz bereit sein müssten. Dan schaute auf ein mit Leichen bedecktes Feld und hatte bedenken, ob er überhaupt überleben wurde. Vayn kam wieder um seine Gruppen zu sammeln und erklärte ihnen, was die machen mussten. Der Plan war, dass sie von der linken Seite der Mauer angreifen würden, während einen andere Abteilung von rechts angreift. Dies würde gleichzeitig für eine Ablenkung sorgen, damit zwei kleinere Gruppen versuchten vom Feld Überlebende zu bergen. Sie erhielten den Befehl, los zu rennen und als die Feinde bemerkten was los war, waren sie schon so nah an der Mauer dran, dass der Feind seine Geschütze gar nicht einsetzten konnte. Sie erstiegen so rasch wie möglich die Mauer, und hatten wenige Probleme, da ihnen nicht so viel Beschuss entgegen kam. Als Trace, Dan und Diego oben ankamen, kämpften sie sich in einem kleinen Graben den Weg entlang. Da wenig Platz im Graben war, zogen sie ihre Dolche heraus und kämpften mit den Feinden. Trace verlor nach einer Weile allen Sinn für Zeit und Ort. Er wusste nicht mal wo Dan und Diego waren. Als die zwei Gruppen sich in der Mitte trafen, und der Staub sich legte, merkte Trace erst welche Folgen dieses Blutbad gehabt hatte. Der Boden des Grabens war mit einer Schicht menschlicher Körper bedeckt. Er drehte sich um, nach Dan und Diego zu sehen. Doch, sie waren nicht da. Er rannte den Graben entlang, um nach sie zu suchen. Überall saßen Ermüdete und Verletzte. Nach fünfzig Metern, fand er Diego, der neben einem sterbenden Vayn hockte. Er lag auf dem Boden und zuckte. Seine Augen waren weit aufgerissen und starrten ins Nichts. Er hörte Trace kommen, drehte seinen Kopf, und als er dies tat sah Trace wie ihm Blut aus dem Hals hervorgoss. Stutzend sagte er: „Hi...", er zitterte schrecklich, „Hilfe…bitte.“ Doch, dann zog er sich zusammen, rollte die Augen und verließ die Welt der Sterblichen. Als Trace sich herunterbeugte, um Vayns Puls zu überprüfen, erkannte er eine der Leichen, die etwas weiter weg lagen. Er rannte hin und Diego folgte. Er riss sie um und sie starrten in das mit Blut bedeckte Gesicht von Dan!

IV.


Es war am Morgen des nächsten Tages und sie hatten Dan unter eine große Eiche in der Nähe vergraben. Vayns Leiche wurde allerdings von den Aufräumteams weg geschleppt. Ihr neuer Kommandant war ein harter Bursche namens Kahn. Den ersten Auftrag, den sie von Kahn bekamen war eine Höhle zu erkunden in der sich vermutlich eine Gruppe von Feinden verschanzt hatte. Er sagte Trace und Diego sollten vorausgehen um als Warnung zu dienen. Sie marschierten los und der Rest der Gruppe folgte. Sie waren nicht mal 20m in der Höhle drin als es zischte und ein Bolzen direkt an ihnen vorbei flog. Bevor Trace etwas unternehmen konnte zischte es erneut und Diego fiel tot zur Boden. Trace warf seinen Rucksack ab und rannte mit Wut im Gesicht auf die Feinde zu. Das Einzige was von ihm übrig geblieben ist war sein Rucksack in dem sein Tagebuch lag.


Ende

Von: Stefan L.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.03.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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