Carl-von-Weinberg Schule, Klasse 7Gb

"Sommertraum" (Jacqueline S.)

Plitsch, plitsch, platsch. Lustig springen die Steinchen über das Wasser; hinterlassen Wellenkreise, die sich weiten und verschmelzen, bis sie das Ufer erreichen und verblassen.
Eine Libelle surrt über den Teich. Ihr grüner Panzer schimmert im Licht. Sie kommt ganz nah, lässt sich auf einem Grashalm nieder, direkt bei meinen Füßen. Die zarten Flügel falten sich zurück und ihr langer Körper wippt rhythmisch mit im Wind.
Dann fliegt sie weiter.
Wieder lasse ich die Steinchen springen. Plitsch, platsch, der kam nicht weit. Für den Bruchteil einer Sekunde streckt ein kleiner Stichling den Kopf aus dem Wasser. Er hat wohl auf eine Mahlzeit gehofft.
Ich lasse mich ins Gras sinken, höre das Surren der Insekten nah an meinem Ohr. Die Sonne kitzelt auf meiner Haut. Da kommt auch schon die Libelle wieder. Sie setzt sich auf meinen Schuh und blickt mich auffordernd mit ihren Facettenaugen an.
„Komm, setz dich auf meinen Rücken! Wir fliegen über die Wiese.“ Ich steige auf und los geht die Reise. Mit atemberaubendem Tempo erreichen wir den Teich. Der Wind saust und tost in meinen Ohren, streicht mir übers Gesicht und verfängt sich in meinen Haaren.

Wir fliegen tief über den Teich; steigen hinauf, immer weiter der Sonne entgegen. Dann folgt ein gewagter Sturzflug. Die Wiese kommt immer näher… Erschreckt schließe ich die Augen, schlinge die Arme um den Hals der Libelle. „Flieg langsamer! Ich bekomme Angst!“ Als Antwort nur ein summendes Insekten- Lachen. Meine Hände werden feucht, verlieren den Halt am glatten Panzer. Ich kann mich nicht mehr halten purzle von ihrem Rücken, der Erde entgegen. Mein Schrei hängt in der Luft… Ich finde mich wieder im weichen Gras, der Aufprall abgefedert. So liege ich da die Arme weit von mir gestreckt und schaue der Libelle nach.



Von: Jacqueline S.

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