K.N.Klaus Hiebaum

Das “arm-selige“ W Ü R M C H E N

GOTT hat vor einiger Zeit zu mir gesprochen,
um etwas in mir zu verändern
und mich aus einer Sackgasse herauszuführen.

Er tat es durch folgendes Bild: (Jona4,3-11)



.Das „armselige“ WÜRMCHEN.

(W=Würmchen, G=Gott)


W „Ich jämmerliches, kleines, nutzloses Wesen bin fast am Verdursten und Verhungern und bin dazu verdammt, hier in der Sonnenglut, im Sand und im Staub herumzukriechen, wie die Schlange nach dem Sündenfall, obwohl ich gar nichts verbrochen habe.
Womit habe ich das verdient? Warum ist Gott so ungerecht? Warum kann ich nicht auch so etwas sein wie ein starker Löwe, ein schneller Jaguar, ein schlauer Wüstenfuchs, ein hübsches Zebra, eine anmutige Gazelle, oder wenigstens ein flinkes Mäuschen oder eine fleißige Ameise.
Alle mit positiven Attributen, die jedem Menschen ein Begriff sind, aber was ist schon ein arm-seliger, un-seliger ekelerregender Wurm?
Da wäre es ja doch noch besser eine verfluchte, furchteinflößende, giftige Klapperschlange zu sein! Die verdient wenigstens Be-ACHTUNG und man begegnet ihr mit gehörigem Abstand und Respekt!
Auf mir aber kann man ungestraft herumtrampeln - und mich zertreten.
Dann hat mein sinnloses Leben - – ein Ende; besser ein schreckliches Ende, als ein Schrecken ohne Ende!
Ansonsten bleibt mir ohnehin nichts anderes übrig als mich im Sand zu vergraben und zu verstecken. Am Besten ich verdrück mich und bleib‘ in meinem Loch zu Hause. Mich braucht ja sowieso niemand, keiner fragt nach mir, keiner spricht mich an, keiner vermißt mich? Was soll ich hier noch?“

Da, was ist das? Mitten in meinem Jammertal, in meinem Dreck- Loch, in meiner Wüste, in meinem Selbstmitleid, in meiner Verzweiflung... plötzlich ein Lichtstrahl und eine liebevolle väterliche Stimme:
G „Hallo, MEIN Würmchen, ICH habe Dein unausgespochenes Klagen gehört, DU bist MIR kostbar und ICH brauch‘ DICH und ICH habe eine ganz wichtige Aufgabe für DICH!“
W „Für MICH ? Ich bin doch zu nichts nütze, was kann ich schon tun? DU meinst etwas Wichtiges für DICH ? UNMÖGLICH, das kann ich nicht!“
G „Sag das nicht! Du hast mir noch gar nicht zugehört! und sagst schon ! Du erklärst Dich (und machst Dich damit) selbst unfähig, bevor Du weißt was ICH Dir zuTRAUE (und an-VERTRAUE)! ICH verlange von Dir nichts, wozu ICH Dir nicht die Fähigkeiten gegeben habe!
ICH habe DIR zugehört. Du sagst, Du seist am verhungern. ICH habe da was für Dich zum Knabbern. Eine Menge saftiger, frischer Wurzeln, mitten in der Wüste! Kannst Du sie abfressen? Würdest Du das für MICH tun?“
W „Kein Problem! Aber hast DU nicht von einer wichtigen Aufgabe gesprochen?“
(W fährt fort im Selbstgespäch:) „ So eine Mogelei, dacht‘ ich‘s mir doch! “
W „Wurzeln knabbern, so etwas, , Alltägliches„ (sofern ich welche finde.) „ Was soll daran schon wichtig und großartig sein!
So was ! - - - Würmchenhaftes ! - - - “

Das Würmchen bäumt sich auf und denkt: „das ist zwar nicht über meinen Fähigkeiten, aber unter aller Würde!“ Es dreht sich um, und vergräbt sich noch tiefer in seinem Loch. Aber es findet keine Ruh. Im Innersten ist da doch so etwas wie Freude und Ermutigung, daß endlich doch JEMAND so liebevoll und anteilnehmend mit ihm gesprochen hat; und da nun auch der Magen zu knurren beginnt, bereut es sein NEIN, verbindet das Gute mit dem Nützlichen, verläßt das Loch, sucht den Rizinustrauch auf und beginnt an den dicken, fetten Wurzeln zu knabbern. Es knabbert und knabbert, lange, ausdauernd und gründlich! Aber ohne Mühe, ! Es fühlt sich wohl und genießt diese und- - - langsam weicht der Jammer, der Groll, die Tränen- - - und mit den fetten Wurzeln strömt so etwas wie Freudenöl in sein Innerstes und erfüllt es. Glücklich legt es sich zur Ruhe und fällt in einen tiefen friedlichen Schlaf.
Da, im Traum, hört es wieder JENE Stimme:
G „Hallo, Würmchen, geht’s Dir gut?! ICH freue mich riesig über Dich und bedanke MICH herzlich für Deine MITARBEIT am Aufbau MEINES Reiches. Du hast ja nun doch MEINEN WILLEN erfüllt, dafür werde ICH Dich aus der Wüste nehmen und bei MIR wohnen lassen. Du hast DEINE wichtige Aufgabe sehr gut ausgeführt.!“
W „Oh danke, danke vielmals, damit hast DU mir unendliche Freude und ewiges Leben geschenkt, Lobpreis und Ehre sei DIR ! - - - Aber gestatte noch eine Frage: Wann warst DU hungrig und ich hätte DIR etwas gegeben? Wann hast DU etwas von mir erbeten oder gebraucht und was habe ich Großartiges, Geistliches getan?„
G „Du hast mir leider nur oberflächlich zugehört. ICH habe nicht von Außer-gewöhnlichem, von Wunderleistungen und Heldentaten gesprochen, sondern von einer, DEINER wichtigen Aufgabe, nämlich MEINEN WILLEN zu tun in den kleinen, unscheinbaren, gewöhnlichen und nicht übermäßig schwierigen Dingen.
Für MICH allerdings hast du damit das Wichtigste und Kostbarste getan, das, welches MIR am meisten am Herzen liegt, das wozu ICH auch MEINEN SOHN senden und opfern werde!“
W „Und das wäre?“
G „Das HERZ eines Menschen verändern! Und diesmal hast du MIR, - ohne es zu wissen, - geholfen, und hast versucht ein ganz besonders wichtiges Herz zu verändern, das Herz eines Propheten, eines Lehrers, eines Leiters, eines Evangelisten, eines Multiplikators! Durch ihn kann ICH wiederum viele Menschen erreichen, Herzen verändern, ja sogar eine Großstadt vor dem Untergang retten!
Das sind die großen, wichtigen , für ein Würmchen unsichtbaren, Dinge,
die DEIN bewirken kann! „
W „Danke HERR, nun habe ich DEIN REDEN vernommen und ich werde niemals mehr so törichte Dinge sagen, wie:
! „
G „Ein Würmchen und eine Raupe (z.B. Kohlweißling) sind, oberflächlich betrachtet, manchmal kaum zu unterscheiden. Aber Wurm bleibt immer Wurm! DU aber bist, wenn auch zeitweise wurmähnlich, einer Raupe gleich, dazu berufen, als Würmchen zu sterben, und in ein NEUES, völlig anderes, LEBEN verwandelt zu werden!„




bin dir werte/r leser/in sehr dankbar für eine stellungnahme und bitte dich darum. konstruktive spezifische kritik ist mir mindestens ebenso kostbar wie ein allgeemines Lob.
freue mich auf dein schreiben, peter
K.N.Klaus Hiebaum, Anmerkung zur Geschichte

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (K.N.Klaus Hiebaum).
Der Beitrag wurde von K.N.Klaus Hiebaum auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 20.05.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

Der Schrei der Nachtigall von Anna Elisabeth Hahne



Das Buch handelt von einer einmaligen Liebe, die nicht gelebt werden kann, in der Kinder den ersten Platz einnehmen.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (3)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Parabeln" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von K.N.Klaus Hiebaum

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

K O S T P R O B E N_des und sell und no eppes_ER-LEBEN 1,13 von K.N.Klaus Hiebaum (Autobiografisches)
Tod eines Kletterers von Paul Rudolf Uhl (Wahre Geschichten)