Elisabeth Koch

Kleiner Nachtspaziergang

.....es ist schon so spät, aber wir sind beide noch sehr
aufgewühlt.
Ich sitze in unserer kleinen Küche und unvermittelt stehst
du neben mir, legst deine Hand auf meine Schulter .
“Komm mein Schatz, wir fahren noch etwas durch die Nacht
und hören Musik dabei. Ist vielleicht besser , als hier
zu schwitzen. Das war zu heiß heute.“
Da kann ich nicht widerstehen. Die Luft steht wirklich in
unserer Wohnung und du hast immer so schön spontane Ideen.

In sekundenschnelle sitzen wir im Auto. Ich fahre gern mit
dir, fühle mich dabei so geborgen.
Meine Hand legt sich wie von selbst auf deine.
Kann es kaum glauben, dass ich dieses Bedürfnis immer noch
habe - dich zu berühren, dir einfach nahe zu sein. Jetzt in
dieser Stille und Dunkelheit ist es besonders intensiv, dieses
Gefühl. Wir scheinen fast allein zu sein, auf dieser Welt.

Du schaust immer wieder kurz zu mir rüber und lächelst. Dein
unwiderstehliches Lächeln, dass mir sagt, dass auch du mich
irgendwie magst.
Du lenkst den Wagen zur Flußmündung, wo wir schon so viele
Sonntagnachmittage verbracht haben. Hältst an auf “unserem“
Parkplatz und wir steigen aus. Heute Nacht sind nur wir hier.
Du nimmst mich in deine Arme. Im Mondlicht sehe ich dein
Gesicht und wir küssen uns. Ich fühle mich wie damals, als
wir uns kennenlernten. Weißt du noch ? All die heimlichen
Küsse und Berührungen.
Hand in Hand spazieren wir ein Stück am Fluß entlang bis
zum Anglersteg....
Du umarmst mich wieder zärtlich und wieder küssen wir uns...
na klar. Du streichelst meinen Rücken und meinen Nacken.
Unter deinen Händen , denen man nicht ansieht, wie zärtlich
sie sein können, bestehe ich nur noch aus erogenen Zonen.
Es ist nicht die Nachtluft, sonderen es sind deine Hände und
deine Lippen, die mich wohlig erzittern lassen. Ich möchte
nicht, dass dieses Gefühl aufhört.Und du läßt mich spüren, dass
dir auch meine Berührungen gefallen.
Dann führst du mich zum Steg und wir setzen uns.Der Mond läßt
das Wasser glänzen und der Fluß scheint heute Nacht träge zu
sein wie ein See.
Du lächelst mich schelmisch an.
Nein, Nein denke ich, was ich jetzt in seinen Augen lese, das
will er nicht wirklich tun.
Und als ob du meine Gedanken erräts, sagst du kopfnickend :
Doch, doch.... das wollten wir doch schon immer mal machen.
“Aber jetzt ist Nacht und es ist dunkel und es wird naß werden
und wir haben keine Handtücher und überhaupt , habe ich keinen
Badeanzug und... ( die blödesten Argumente fallen mir ein).
Und während du mir beim Ausziehen meines T-Shirts “behilflich“
bist sagst du : “ JA, du hast natürlich Recht.... “ und ziehst
auch dein Shirt über den Kopf. Schnell liegt der Rest deiner
Kleidung auf dem Steg und du springst ins kühle Naß.
So bist du und auch dafür liebe ich dich (obwohl ich jetzt nicht
mehr viel nasser werden kann).
Wie Poseidon steigst du wieder hoch. Dein naßes Gesicht lächelt
und lädt mich ein. Ich werfe alle Bedenken über den Steg, ziehe
mich aus und bin,....... zu feige zu springen. Da gibt es ja
“Gott sei Dank“ noch die Leiter. Langsam klettere ich Stufe für
Stufe... aber keine Chance. Deine Hände umfassen meine Taille,
du ziehst mich ins Wasser und mir stockt der Atem. Bin aber in
meinem Element und vor Allem bin ich bei dir.
Deine Hände gleiten über meine Haut und meine Hände über deine.
Wir erforschen uns immer wieder neu....
Das Wasser ist kühl, aber unsere Körper sind angenehm heiß,
äußerst angenehm.
Ich liebe diesen Mann, der mich immer wieder verführt, verrückt
zu sein.

Nach dieser Abkühlung steht unser Sinn nach unserem Schlafzimmer,
in dem sich die Hitze des Tages staut (hoffentlich). Ich möchte
dich berühren, deinen Körper an meinem Rücken spüren, mit dir
einschlafen, irgendwann von dir geweckt werden (oder dich wecken)
um unseren Traum dieser Nacht, weiter zu leben......

Du bist das Alles für mich und noch viel mehr !!!!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 24.06.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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