Manuela Schneider

But it feels so right...

But it feels so right...
10.03.2004

Noch jetzt fühle ich wie das glänzende Metall sich auf meine Haut presst und mir einen kleinen Schauer vollkommener Ruhe schenkt.
Wenn die scharfe Klinge auf meine schneeweiße Haut trifft, überkommt mich dieser süße Schmerz, der mir sagt, dass alles nur so sein kann.

Leere Gefühle erpressen mich so oft. Die Kälte der verzauberten Masse lässt mich immer weiter ein anonymer Hampelmann bleiben. Meistens zeige ich keine Reue – nicht im Sinne der Gefühle, nicht im Sinne der Gedanken, nicht im Sinne jeden Tages.
Der leise Schatten dieser konzentrierten Gleichgültigkeit erscheint vollkommen gefühllos. Doch bringt es mehr Schmerzen als alles andere. Es tut so weh.
Ausgelaugt und deprimiert gehe ich durch jeden Tag und lasse mich von einem besänftigenden Tagtraum berieseln.

Nur wenn ich den kalten Boden meines Badezimmers spüre und die silber-leuchtende Klinge langsam jeden Schrei aus meiner Haut herausschneidet, fühle ich, dass ich nicht mehr leiden muss.
Dieser stechende Schmerz durchzieht mich. Und es fühlt sich so richtig an. Wenn ich wie irre auf meinen Arm starre, vergesse ich alle Gründe, die mich das haben tun lassen. Bin blind für meine Umgebung, taub für alle Worte – doch starr vor Angst. Stumm schaue ich.

Es ist so falsch sich selber weh zu tun, weil man kein anderen Ausweg findet von seiner Seele oder seinem Kopf abzulenken.
Es ist so falsch sich jeden Abend auf dem Weg zu Bad zu machen, nur weil man weiß, dass das der einzigste Ort ist, in dem man sich kontraproduktiv selbst betrügen kann.
Es ist so falsch dies alles zu tun.
Aber es fühlt sich so richtig an.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.07.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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