Noch kein mildes Lüftchen spürst du
Winter bringt manch eis´ge Böh.
Nur ein winzig kleines Glöckchen
streckt sein Köpfchen in die Höh.
Frierend steht´s im Schnee und zittert
Wind umbraust es mächtig kalt.
Doch lässt`s sich nicht unterkriegen
nun kommt ja der Frühling bald.
Wird die Luft ein wenig wärmer
Vögel singen´s erste Lied.
Legt sich unser Glöckchen nieder
traurig wird ihm sein Gemüt.
Wenn die andern Blumen blühen
ist des Glöckchens Zeit vorbei.
Denn der Schnee ist sein Gefährte
und den gibt´s nicht mehr im Mai.
Glöckchen ist ein Kind des Winters
und doch ist es wunderschön.
Jedes Jahr im tiefen Winter
können wir es blühen sehn.
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 06.02.2002.
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