Laura Diana Schmidt

Die Hexe Teil 3

Die Sonne standt schon hoch oben am Himmel, als Alexander aufwachte. Schmerzent beklagten sich seine Augen gegen die plötzliche Helligkeit. Es dauerte ein paar Minuten, bis er vollkommen wach war und zur Seite schaute. Er wollte ihr einen schönen guten Morgen wünschen, doch der Platz neben ihm war leer. Aus irgent einem Grund erschreckte ihn die Abwesenheit von Clara so sehr, dass er aufsprang und hektisch seine Sachen, die immer noch auf dem Fußboden lagen, zusammensuchen. Er hatte sich gerade das Hemd zugeknöpft, als im das Feuer im Kamin auffiel. Vielleicht konnte sie einfach nicht mehr schlafen und ist Kräuter oder ähnliches besorgen gegangen!? Oder sie wollte einfach nur etwas spazieren gehen!? Durch seine Gedanken etwas beruhigt ging er zur Tür und trat in die Spätmorgentliche Kälte hinaus. Eine leichte Gänsehaut überflog seinen Körper, als ein Winhauch durch die Bäume wehte. Entspannt setzte er sich auf einen Holzbalken und genoss die frischen Luft.
Ruhig atment und völlig entspannt bermerkte er nicht, dass jemand aus dem Wald kam. Ein Schreck durchzuckte seinen Körper als jemnd die Hand auf seine Schulter legte. Verwirrt schaute er hoch und erkannte, dass es Clara war, die mit eine lächeln auf ihn herab schaute. "Darf ich mich zu dir setzen?", fragte sie mit weicher Stimme. "Aber gerne doch. Ich hatte mich schon gefragt, wo du warst!?" Ein Rascheln war zu hören, als sich Clara mit ihrem dunkelblauem Rock zu ihm setzte. " Ich war am Fluss und habe mich gewaschen.", sagte sie lächelnt. "Bei der Kälte badest du in einem Fluss? Mein Gott...dir macht wohl nichts etwas aus. Ich erfriere ja jetzt schon fast."
"Nun ja...ich bade gerne eiskalt. Es ist...sehr erfrischent."
Lachent erwiederte Alexander:" Das glaube ich wohl. Seid wann bist du denn schon wach?"
"Wach!? Ich war die ganze Nacht wach." Ein zweifelnder Gesichtausdruck bereite sich über Alexander aus, als er schließlich sagte:" Aber ich habe doch mitbekommen, dass du eigeschlafen bist." Merwürdig grinsent sagte Clara dann:" Mag sein, dass es für dich so ausgesehen haben muss, dass ich schlafe...doch so war es nicht. Ich finde nicht, dass man die Nacht dazu verschweden sollte zu schlafen. Ich mag es, wenn der Mond über dem Blätterdach fast verschwindet und alles in einem grauen saftem Licht einschließt. Oft gehe ich nachts durch Wald und genieß diese Stille. Ausserdem habe ich dich beobachtet." Erfreut und zugleich etwas verwirrt fragte Alexander etwas später:" Du hast mich beobachtet? Bin ich den im Schlaf so interessant für dich?" Den Kopf an seine Brust gekuschelt sagte sie:" Du bist immer interessant für mich. Und selbst im Schlaf bist du es. Es faziniert mich zu sehen, wie sich all deine Gesichtsmuskeln entspannen und du aussiehst, als Träumtest du etwas ganz wundervolles. Hast du von mir geträumt?" Ohne ihr Gesicht sehen zu können, spührte er wie sie läüchelnt auf eine Antwort wartete. Nachdem er sich wieder stückweise erinnerte sagte er dann:" Ich wwiß nicht recht. Ich glaubte, dass du da gewesen seist doch irgentwie konnte ich dich nicht sehen. Alles war verwirrent und schwer zu verstehen. Alles spielte sich rasent schnell ab. Ich glaube gesehen zu haben wie du...oder...na wenn du es denn warst dich mit einer Gestalt ...unterhalten hast. Mehr weiß ich nicht mehr." Unruhig hebte Clara den Kopf und starrte Alexander an. Es war ein durchdringender, schwarzer Blick. Alexander wich etwas zurück und fragte:" Was hast du denn? Stimmt irgent etwas nicht?"
"Nein nein....es ist alles in Ordnung. Es ist nur....ach...schon gut. Sollen wir ins Haus gehen?"
"Gerne...warum nicht!? Mir wird lagsam ziemlich kalt."
Drinnen im Haus setzten sie sich an einen Tisch und schwiegen. Komischerweiße wirkte Clara etwas abwesent und machte den Eindruck traurig zu sein. Er berührte gerade ihre Hand, als sie zusammenzuckte und die Hand wegzog. Mit Augen die Zielos umherwandeten standt sie auf und ging zum Kamin. Immer mehr Holzblöcke tat sie in das Feuer und es wuchs und wuchs. Alexander wollte gerade aufstehen um sie fragen, was auf einmal los sei, als Clara zusammenbrach. In hektischen ängstlichen Bewegungen sprang er auf und rannte zum Kamin, vor dem Clara lag. Vorsichtig drehte er ihren Köper auf den Rücken und befühlte ihre Stirn. Kälter Schweiß perlte von ihrer Haut und ihr Körper war still. Keine Bewegung war an ihr festzustellen und ihre Augen waren zu. Doch sie lebte. Sie atmete und ihr Herz schlug. Voller Verzweiflung versuchte Alexander sie wach zu bekommen doch sie ruhrte sich nicht.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.08.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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