Laura Diana Schmidt

Die Hexe Teil 4

Stunden waren vergangen, seid Clara vor dem Kamin zusammengebrochen war. Immer wieder hatte Alexander verzweifelt versucht sie wach zu bekommen, doch sie rührte sich nicht. Es war, als währe sie von einem Moment auf den anderen in einen tiefen Schlaf gefallen. Schon vor längerer Zeit hatte er sie vorsichtig gepackt und aufs Bett gelegt. Der Boden war, trotz das sie vor dem Kamin lag, sehr kühl. Die Erde unter dieser kleinen Hütte war gefrohren und schien die Kälte wie ein Adersysthem auszubreiten. Seid Stunden ist Alexander nicht von ihrer Seite gewichen. Die Angst, dass irgent etwas mit ihr geschehen würde, war zu groß.
Langsam fing es an draußen zu dunkeln. Die Sonne war auf dem Weg schlafen zu gehen, um Morgen gestärkt weiter strahlen zu können.

Leise flüsterte Alexander Gebete in die Handfläche seiner Geliebten. Irgentwie musste sie doch wieder zu sich kommen!? Irgentwie musste er ihr doch helfen können. Doch das einzige was er tun konnte, war über sie zu wachen und Gebete unermüdlich zu sprechen. Ein knurren von seinem Magen verriet, dass er Hunger hatte. Seid er aufgestanden war hatte er nicht einen Bissen zu sich genommen. Langsam erhob er sich und ging im Zimmer nach Essbarem suchen. Doch bis auf ein paar wenige Kräuter fand er nichts. Verstimmt warf er eine Hand voll irgent einem Kraut auf den Boden und schritt auf und ab. Wie konnte sie nur einfach so....aus heiterem Himmel zusammenbrechen? Wie hatte er nur nicht bemerkt, dass es ihr schlecht geht!? Ging es ihr überhaupt schlecht! All die Zeit....die sie zusammen verbracht hatten, erschien sie ihm so...lebendig und unversehrt. Oder war er einfach nur zu sehr mit sich selber beschäftigt!? Ja...das musste es sein! Er hatte nur auf seine Gefühle und sein Verlangen geachtet. Aber nicht auf die Person, die dieses Verlangen galt. Wie egoistisch von ihm. Von sich selbst geeckelt ging er wieder zu ihrem Bett. Ihre Haut schimmerte im versinkendem Sonnenlicht silbrig. Als er ihre Hand faste bemerkte er, das sie vollkommen kalt war...doch sie lebte. Wie konnte sie noch leben, wenn ihr Körper so aussah, als sei er tot? Voller Trauer küsste er sie sanft auf die Stirn. Küsse, die noch vor einigen Stunden mit wilder Sinnlichkeit begrüßt wurden, bliebe ohne beachtung. Ein Gefühl, als würden tausende von Dolchen sein Herz durchbohren erfüllte seine Seele. Der Schmerz dieses...verlusstes war so....unvorhersehbar....grausam. Wie kann die Liebe nur solche Qualen bereiten!? Doch Alexander gab nicht auf. Gebetrufe drangen in jede Ecke des Hauses, als ein Ohrenbetäubender Knall zu vernehmen war. Erschrocken standt Alexander auf und packte einen Dolch, der auf einer kleinen Komode standt. Mit langsamen Schritten ging er zu Tür, von wo das Geräusch kam. Unentwegt starrte er auf die Tür. Er war gerade dicht genug davor um sie aufmachen zu können, als er Schatten durch winzige Schlittze sah. Wer war das nur? Oder war es überhaupt kein "wer" sodern ein "was"!?
Den Dolch vorsichherhaltent hörte das Rütteln und Klopfen plötzlich auf und Schritte entfernten sich vom Haus. Er musste einfach die Tür aufmachen und nachsehen wer der was da draußen lauert. Mit zittrigen Händen öffnete er die Tür und trat einen Schritt heraus. Inzwischen war es um einiges Kälter geworden und mit jedem Athemzug erschien eine kleine weiße Wolke. Düsternis hatte sich inzwischen vollkommen ausgebreitet und leise Geräusche waren aus Büschen oder Baumkronen zu vernehmen.
Er reagierte gerade noch retzeitig, als eine Person in rasender Geschindigkeit aus dem Wald gerannt kam. Schwarzer Stoff umhüllte den gesamten Körper auf dieser fast vollkommen weißen Haut. Schnell drehte er sich um und knallte die Tür zu. Gerade noch geschafft, denn wenige Sekunden später knallte etwas gegen die Tür. Ein schreckliches Schreien drang durch die Tür und wie es schien auch durch die Haut. Ängstlich wollte er sich zu Clara umsehern, als er sah das sie nicht da war.
Nebel umhüllte seine Sinne, als er von etwas hartem auf den Kopf geschlagen würde und in sich zusammensackte. Das einzige was er spührte waren zarte und dennoch kraftvolle Hände, die ihn nach draußen in die Dunkelheit schleiften.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.08.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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