Ach Liebster....
Du hast also eben das Auto ausgesaugt!
sollte ich vielleicht auch mal tun. Auch von Außen würde mein Auto sehr gewinnen,
wenn es mal sauber wäre.
Aber in meinem Auto sitzt von Zeit zu Zeit ein Erdferkel. Es ist nicht viel größer als
einen Meter. Besonders, wenn das Auto gerade frisch ausgesaugt ist, zwängt es sich
hinter der zurückgelehnten Fahrersitzlehne durch und hinterlässt dabei kleine
Häufchen Sand und Erde. Dann krabbelt es mit den Schuhen (jawohl, es trägt Schuhe,
man kann sie allerdings unter dem Dreck nicht erkennen) auf die Rücksitzbank um sich
dann auf den Kindersitz zu begeben. Dazu wiederum muss es sich mit den Füßen an
der Lehne des Beifahrersitzes abstoßen. Meinen hysterischen Protest ignoriert es
völlig stumm. Ich darf bloß nicht versuchen loszufahren, ohne es angeschnallt zu
haben. Dann fängt es panisch an zu brüllen, mit den Armen und Beinen zu rudern und
dabei noch mehr Dreckklumpen im Auto zu verteilen.
Dieses Erdferkel lebt nicht immer in meinem Auto. Wenn erst mal eine solide und
gleichmäßige Erd- und Sandschicht im Auto verteilt ist, verschwindet es wieder aus
meinem Leben.
Ich würde mein Auto auch gerne mal waschen - aber ich traue mich nicht!
Vorheriger TitelNächster TitelDiese Geschichte ist ein halbes Jahr alt und ich mußte meinem Sohn versprechen, daß ich hier reinschreibe, daß er jetzt überhaupt kein Erdferkel mehr ist. Bieke Meller, Anmerkung zur Geschichte
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 11.02.2002.
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