Antonia Giesecke

Wie eine Nachtigall.....

Es war eine Sommerliebe.Eine Liebe,wie sie nur im Sommer strahlt....wie die Sonne.Würde es euch helfen,wenn ich euch meinen Namen verrate?Wohl kaum,denn in der Liebe braucht es keine Namen.Liebe ist Liebe,egal welcher Art,ob schwarz oder weiß,jung oder alt!
Wie kam es also,dass ich mich so verliebte?
Ich ging spazieren.Eigentlich hatte ich es nicht so mit dem Spazierengehen,aber irgendetwas lockte mich in den Wald.Und ich glaube,es war das erste Mal,dass ich die Natur wirklich zu schätzen wusste.Es war ein Frieden,wie es ihn sonst in der Welt nicht gibt.Denn was ist denn Frieden?Die Welt ist doch nur noch von Krieg überschatet,von Leid,Tod und Blut.Wie sollen wir da richtigen Frieden kennen?Ich meine Seelenfrieden.Ich ging spazieren und fühlte mich so wohl,so im Einklang mit der Natur und mir selbst.
Und dann hörte ich sie.
Diese Stimme,die die Stille durchbrach.Ich hörte jemanden singen und diese Stimme passte so gut zu den Klängen und Geräuschen des Waldes...sie störte die Ruhe nicht,nein sie war ein Teil davon.
Es war,wie...eine Nachtigall.Ich war verzaubert.Ich stand nur da und lauschte dieser Stimme.Ich lauschte einfach und war glücklich.
Ich spürte ein Glücksgefühl,wie noch nie zuvor.
Ich stand da bis in die Nacht hinein.
Wenn ich daran zurückdenke,dann weiß ich:Ich habe mich verliebt.
Aber nicht in die Besitzerin der Stimme,
nein ich hatte mich in den Frieden verliebt.
Und jetzt gehe ich regelmäßig in den Wald und bin froh über den Frieden,den ich dort finde.
Es war eine Sommerliebe,weil ich im Sommer meinen Frieden fand.
Dieser Friede warwie die Natur,wie eine Nachtigall

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.09.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Humorvoll schreibt der Autor über eine Kindheit im Jahr 1949 in einem kleinen Dorf in der damaligen "Ostzone".
Armut ist allgegenwärtig und der Hunger ein ständiger Begleiter. Für den 11 jährigen Walter, mit der Mutter aus Schlesien vertrieben, ist es eine Zeit des Wandels, der Entdeckungen. Einfallsreichtum und Erfindungsgabe gehören zum Alltag.

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