Werner Kistler

Der Sinn des Lebens

Kürzlich fand ich einen weißen Zettel in meinem Briefkasten, worauf ich zu einer Geprächsrunde über den “Sinn des Lebens“ eingeladen wurde. Der “Sinn des Lebens“ - was verbirgt sich dahinter? Können wir nicht froh sein, überhaupt die Chance erhalten zu haben, hier auf dieser Welt leben zu können. Die Möglichkeit, der erfolgreichen Geburt und somit die Gelegenheit, auf dieser Erde leben zu können, ähnelt doch irgendwie einem Treffer im Lotto.
Die Natur fragt oft nicht nach Sinn und Zweck, sondern handelt danach. Nur wir Menschen halten endlose Debatten über “Sein oder nicht Sein“! Wenn ich am Morgen in den Spiegel sehe und meine Bartstoppeln betrachte, die ich dann mühsam aus dem Gesicht kratzen muss, bezweifele ich die Zweckmäßigkeit einer solche Zierde im Gesicht.
“Sinn des Lebens“ - die Natur braucht uns nicht, aber wir!
Da laufen Tiere mit riesigen, optischen Merkmalen herum, nur um der jeweiligen Damemwelt zu gefallen. Die können als sinnloser Zierrat, oder als optischer Anreiz zur Artenerhaltung angesehen werden.
Oder die Betrachtung der Nahrungskette der Tier- und Pflanzenwelt: Leben wird erzeugt, um von anderen Kreaturen vernichtet zu werden.Einer frißt den Anderen.Auch unter dem Begriff “Sinn des Lebens“.
In der Natur herrscht einfach der kontinuierliche Sinn des Lebens. Er wurde einfach praktiziert. Bis
der Mensch begann, die Natur mit Füßen zu treten und die Ordnung störte. Natürliche Feinde starben aus und die Nahrungskette wurde unterbrochen und die Population der anderen Gruppe nahm zu. Mit Giften rückte der Mensch den plötzlich explodierenden Übergewichten entgegen.
Schon immer verweilte eine Gruppe dominierend auf der Erde. Mal waren es die Saurier, mal die Mammuts.
In der jetzigen Ära ist es eben der Mensch. Wer kommt nach uns? Nichts ist ewig. Das sollten wir uns gut merken. Zumal noch nie eine Gattung so zerstörerisch mit dem Planeten Erde verfahren ist, wie die Menschen. Wir sollten uns vor Augen halten, dass unsere Tage gezählt sind. Haben wir doch schon ein riesiges Loch in unser Boot geschlagen. Willkommen auf dem sinkenden Schiff!
Sollten wir uns nicht eher, bevor wir uns in endlosen Diskussionen verstricken, die Ärmel hochkrempeln und aktiv am Erhalt unseres “Raumschiffes Erde“ arbeiten, damit unsere Kinder und Enkelkinder hier noch leben können. Das macht Sinn!
Werner Kistler

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