Dieter Christian Ochs

Er war BEIRUT



Die Sonne ging langsam unter im WALDECK.
In der Nähe rauschte ein LAUTERBACH.
Das flache Land war völlig überschwemmt und er SAARBRÜCKEN, die die tosenden Fluten schon halb weggerissen hatten.
Auf einer etwas höher gelegenen Wiese standen zwei Rinder im knöcheltiefen Wasser und ließen Euter und Schwänze traurig hängen.
Als er näher kam, lief der OXFORT und die KUWEIT weg.
Der Wind pfiff.
In NORDENHAM sie aber ein sehr raues Klima, stellte er fröstelnd fest und fluchte lautstark:“ ALSFELD mir der Hut vom Kopf, verdammt!“
Plötzlich bemerkte er aus den Augenwinkeln heraus eine junge Frau, die kraulend und prustend im kalten Wasser an ihm vorüber ziehen wollte.
Das Wasser stand ihr bis zum Hals.
Er traute seinen Augen nicht.
Sie trieb KIEL oben im Trüben und rief ihm zähneklappernd zu, als sie ihn gewahr wurde: „Schnell, Kerl! Hilf mir! So hilf mir doch !“
„ISLAND in Sicht ?“
„MAINZ du, es täte mir gut, mich noch länger in dem Schmutzwasser zu AALEN?“
„Sieh dir nur den braunen SUDAN, in dem ich schwimme!“
„Hole mich hier raus, schnell!“
Er rief zurück: „Was tust du in dem FULDA, keine Nixe?“
Noch bevor er weitere dumme Fragen stellen konnte, rief sie nach Atem ringend zurück:
“ So was war ja noch NIDDA!“
„WIESBADEN, wenn es unfreiwillig geschieht, doch so wütend machen kann!“
„Außerdem, ich, ich heiße Ruth und...“
„MEKKA nicht so viel rum, Ruth !“ gab er zurück.
Er fischte sie aus den trüben Wassern und stellte sie erst mal auf die Beine.
Sogleich wollte er IRAN die Wäsche, doch sie war schneller.
Sie stand nur noch einen winzigen Moment WIEN begossener Pudel herum und BOCHUM eine windgeschützte Ecke, von wo aus sie begann, sich ihrer total nassen Kleidung zu entledigen.
Noch bevor er ihr seinen Mantel zureichen konnte, blähte sie urplötzlich ihren DARMSTADT sich etwas zu bremsen und entleerte mit Getöse all ihre SCHOTTEN.
„GRAZ mich mal, Mädchen!“
„Ich glaube, ich stehe im Hemd!“ stammelte er und richtete seinen Blick verstohlen auf ihren wohlgeformten Körper.
„OSAKA mal, meine liebe Ruth, du bist ja noch gar nicht ganz trocken und hast ja noch am LEIPZIG nasse Stellen.“
„Nimm nun schnell meinen warmen Mantel und dann geh’ MANNHEIM, sonst wirst du noch krank und bekommst DANZIG Grad Fieber!“
Die junge Frau reagierte mit einem entspannenden Lachen und verschränkte für einen Moment etwas verlegen ihre Arme vor ihrer Brust.
Er blickte ihr ebenfalls lächelnd ins Gesicht und ZAIRE nackten Schultern, die ihn ganz unruhig machten.
Er schluckte mehrmals und hielt in einem von ihr unbemerkten Augenblick seinen HAMMERFEST, als dieser sich deutlich rührte.
„Da FÜRTH kein Weg hin!“ bemerkte sie errötend, als sie doch etwas mitbekam und schaute schnell woanders hin.
Und mit entrüstet klingender Stimme herrschte sie ihn an:“ DRESDEN dich jetzt mal endlich um?“
„Ich will mir nun endlich deinen Mantel umlegen.“
Doch im Stillen wusste sie, ihr gespieltes Zieren WARSCHAU.
Auch sie hatte Feuer gefangen.
Wenig später, als sich beide Arm in Arm frierend auf den Heimweg machten, gab sie auf einmal unverhohlen und mit einem kessen Augenaufschlag leise zu:
„Am liebsten würde ich ja jetzt mit dir in meiner KAMERUN und schlafen wollen und vorher noch etwas Gutes ESSEN.“
Und ein wenig später, als sie vor ihrem Haus angekommen waren mit einem schelmischen Blick: „Ich gebe zu, immer, wenn ich einen Mann PAKISTAN Schlaf sowieso nicht zu denken.“
„Dieses unruhige Leben ist meiner OMAN Dorn im Auge, bei der ich wohne.“
„Doch, mich schert es nicht!“
„Also dann, ich danke dir noch einmal für deine Hilfe. Weißt du, ich komme SCHWERIN
mit einem fremden Mann in mein Zimmer!“ schloss sie seufzend und sie trennten sich bald schweren Leibes voneinander.
„Ich habe schon sehr viel in meinem Leben gesehen, Ruth!“ sagte er.
„ ABERDEEN Tag, wo wir uns begegnet sind, werde ich lange, lange nicht vergessen!“

Und wenn sie sich nicht zu stark verkühlt hatten, war er sicher noch öfter BEIRUT.





D. O. 11.08.04


Diese Geschichte, die eigentlich gar keine ist, hat mir trotz allem einiges abverlangt, da ich die Namen der Länder und Städte irgendwie in einer Handlung unterbringen mußte.
Na ja, es war ein Jokus für mich, auch mal so etwas zu schreiben.
Mal sehen, wem es gefällt ...
Dieter Christian Ochs, Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 13.09.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Meine Gedanken bewegen sich frei von Andreas Arbesleitner



Andreas ist seit seiner frühesten Kindheit mit einer schweren unheilbaren Krankheit konfrontiert und musste den größten Teil seines Lebens in Betreuungseinrichtungen verbringen..Das Aufschreiben seiner Geschichte ist für Andreas ein Weg etwas Sichtbares zu hinterlassen. Für alle, die im Sozialbereich tätig sind, ist es eine authentische und aufschlussreiche Beschreibung aus der Sicht eines Betroffenen.

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