Lothar Krist

Kalter Atem. (Wie Akten Leben fangen)

(Eine Geschichte aus einem fast normalen Arbeitstag im Arbeitsamt)

Der Stapel Akten ist wieder einmal hoch. Der Jänner ist immer ein starkes Monat, doch heuer ist es besonders schlimm. Viele Menschen sind arbeitslos und meine Behörde hat unter anderem ja auch den gesetzlichen Auftrag, die Zahlen, so gut es nur geht, niedrig zu halten. Dies wiederum bedeutet, dass einfach fast jeder Job für Jeden, für Jede da draußen am “Freien Arbeitsmarkt“ auch zumutbar ist.

Dabei ist die gesetzliche Zumutbarkeit natürlich weitaus weiter definiert, als die von Jedem, von Jeder. Und diese Differenz des Befindens höht den Berg meiner Akten. Und: Was ist schon zumutbar? Wenn man will, einfach (fast) Alles! Zum Glück für Jeden, für Jede da draußen bin ich aber ein Gutmensch und das Gro meiner Kolleginnen und Kollegen Gott sei dank auch. Aber der Druck von Oben wird von Monat zu Monat größer und es wird von Tag zu Tag schwieriger so ein Gutmensch zu sein. Aber bei den Fällen, die über meinen Schreibtisch laufen, versuche ich trotzdem diese Differenz so gering, wie nur irgendwie möglich zu halten. Aber selbst das kann Jedem, Jeder verdammt weh tun. Sechs oder im Wiederholungsfall gar acht Wochen lang kein Arbeitslosengeld oder gar keine Notstandshilfe tun verdammt weh, wenn man arbeitslos ist, womöglich schon seit längerer Zeit. Und manchmal können dieser Jeder oder diese Jede ja gar nichts dafür. Deren Leben läuft halt nicht so glatt, wie das das Kapital gerne hätte.

Und ich kann Das dann sogar “riechen“ - dieses dafür oder nicht dafür. Ich nehme einen neuen Akt vom Stapel, sehe auf den Namen, die Versicherungsnummer, die Geschäftsstelle, den dortigen Sachbearbeiter, wiege ihn ein wenig in meiner Hand, fliege meine Seele ein wenig hinein in die Masse des beschriebenen Papiers und lasse sie fühlen, lasse meine Seele wühlen in dieser Nochsounbekanntheit eines doch so fremden Lebens. Und meist weiß ich dann: dafür oder nicht dafür. Meist, wenn ich einen guten Tag habe. Und meist habe ich gute Tage. Ich bin ja eigentlich ein fröhliches Wesen, immer gut drauf, selbst dann, wenn ich Geschichten, wie diese oder gar noch schlimmere, schreibe. Wäre es anders, könnte ich diese Geschichten wahrscheinlich gar nicht schreiben. Manch eine hätte mich wohl dabei aufgefressen.

Ich schlage dann den Aktendeckel auf und dann weiß ich erst recht mit Sicherheit: dafür oder nicht dafür. Und manche Akten tun einem schon beim ersten Hinsehen richtig weh. Der Dichter in mir sieht dann seine Geschichte heran wachsen.

Als ich diesen Akt hier vom Stapel nahm, hatte ich wieder einmal sofort so ein ungutes Gefühl. Mir wurde richtig heiß und mulmig. Ich dachte momentan daran, dass es mir ja derzeit mit dem Zucker nicht so gut geht. Meine Bauchspeicheldrüse führt momentan einen heftigen Abwehrkampf, medizinisch Remissionsphase genannt. Sie schüttet einmal mehr Insulin aus, einmal weniger, und wenn ich beim Spritzen nicht aufpasse, dann bläst es mich glatt gegen die Wand. Beim letzten Mal ging sogar die Brille dabei flöten und ich hatte ein schönes Cut am linken Auge. Aber ich habe mir gesagt: Narben im Gesicht machen jeden Mann noch schöner, dabei geht das bei mir ja gar nicht mehr, hihi. Deshalb ist mir in letzter Zeit oft ein wenig schwindelig und als ich den Akt in die Hand nahm und mich so mulmig fühlte, dachte ich: Zucker messen. Das habe ich dann auch getan. 123. Okay. Also der Zucker war es nicht. Wenn ich gleich weiter gelesen hätte, wäre ich auch so darauf gekommen. M.S., weiblich, geboren xx xx 1976, Bosnien. Österreicherin seit 2001, verheiratet, drei Kinder, Frühjahr 1993, 1995, 1997.

Letztes längeres Beschäftigungsverhältnis von Mitte 2000 bis April 2002, Reinigungskraft, während eines längeren Krankenstandes gekündigt. Es befinden sich eine Menge Krankenstandsbescheinigungen im Akt, alle über einen längeren Zeitraum. Sie hat ein paar Schulungen besucht über unser Amt, das eigentlich ja keines mehr ist, aber was sollen wir denn sonst sein. Man kann es inhaltlich wenden wie man will, es bleibt vom Inhalt her gesehen zumindest zum Teil eine Behörde, also ein Amt. Und für die Arbeitslosen sind und bleiben wir das Arbeitsamt, wie immer wir es sonst auch nennen mögen. Also: Was soll´s? Also Amt, Arbeitsamt, insbesondere für meine deutschen LeserInnen. Letzter Notstandshilfeantrag von Ende November, also eine Langzeitarbeitslose, sieh an, sieh an. Aber sie bekommt nicht viel an Notstandshilfeleistung. Das Einkommen des Ehegatten wird angerechnet, na ja, gut zwölf Euro täglich sind es auch. Und sie ist versichert, unter anderem krankenversichert. Und Zeiten des Bezuges von Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe zählen ja auch als Ersatzzeiten für die Pension, das vergessen die Meisten immer. Dafür zahlt das Arbeitsmarktservice auch monatlich einen beträchtlichen Batzen Geld in den Pensionstopf ein.

Es geht um einen Zehner. So sagen wir Profis vom Arbeitsamt untereinander zu einer Ausschlussfrist. So eine Ausschlussfrist fängt Jeder, Jede ein, die eine zumutbare Beschäftigung nicht annehmen. M. hatte eine Zuweisung, nein, wir sagen jetzt ja nobel eine verbindlich angebotene Beschäftigung, als Abwäscherin in einer Fleischerei an der Peripherie nicht angenommen. Ich schau noch einmal auf das Antragsformular und denke: Mist, die muss ja durch die ganze Stadt, und das wegen eines Teilzeitjobs von sage und schreibe zwei ein halb Stunden pro Tag, von Montag bis Samstag. Shit. Shit und noch mal Shit. Von Urfahr durch ganz Linz nach Irgendwo. Von einem Ende der Straßenbahn bis zum anderen Ende vom Bus. Verdammt, sind die denn jetzt total wahnsinnig geworden, als ob es so einen Abwaschjob nicht auch bei ihr in der Nähe gäbe? Verdammt, der Akt artet ja in Arbeit aus. Shit. Und das wahrscheinlich wegen Nichts und wieder Nichts. Ich hasse im Leben Nichts mehr, als wenn ich wegen Nichts einen Haufen Arbeit habe.

Ich bin ja ein Beamter österreichisch-korrekter Prägung. Schiebung, wie auch immer, ist bei mir nicht. Auch Vitamin P hilft den Leuten bei mir gar nichts. Bei mir ist Jeder Jeder und Jede Jede, da fährt ein Zug darüber. Wenn Jeder oder Jede womöglich gar zu Pontius und Pilatus laufen, vielleicht auch noch mit einem Interventionsschreiben vom Herrn Landeshauptmann daher kommen, noch dazu, wenn dieser Jeder oder diese Jede ausgemachte Schlitzohren sind und mit uns ein Spielchen spielen wollen, verdammt, dann werde ich steirisch stur, obwohl ich gar kein Steirer bin, und dann finde ich sicher auch das winzige Sandkörnchen, das die Entscheidung zusammen hält. Spielchen spielen, das kann ich auch, da stehe ich sogar drauf. Vitamin P hilft da also gar Nichts, das verärgert mich nur und führt nur dazu, dass ich Nichts “übersehe“, was ja jederzeit vorkommen kann. Man muss ja wissen, dass ich mir den ganzen Akt ansehen kann oder auch nur den Teil, der zum konkreten Fall gehört.

Aber bei diesem Akt ist so etwas weit und breit nicht zu riechen. Das Leben, das mir aus diesem Akt entgegen schaut, hat die Kraft gar nicht dafür. Diese Seele da, die mir da entgegen graut, trägt die Scheiße Leben so schwer auf den Schultern, dass ... verdammt, ich könnte wetten, diese Seele kann nicht einmal noch weinen. Diese Seele lebt sein Leben halt irgendwie und geht nur wegen Einem nicht früher: wegen der Kinder. Ich lese in der im Dezember aufgenommenen Niederschrift: “ich habe beim Vorstellgespräch dem Herrn Chef gesagt, dass ich schon anfangen möchte, aber ich muss dann gleich Anfang Jänner, nach den Weihnachtsferien, ins Krankenhaus. Ich habe dann eine schwere Operation. Da hat dann der Herr Chef gesagt, das gefällt ihm gar nicht, da werde ich womöglich dann länger im Krankenstand sein, und so hat er mich nicht eingestellt.“

So etwas fällt unter Arbeitsvereitelung, also wenn man eine Arbeit nicht direkt verweigert, sondern bloß irgend etwas sagt oder tut, das einen Arbeitgeber berechtigterweise veranlassen kann, dass man nicht eingestellt wird. Das hat auch der Verwaltungsgerichtshof schon tausend Mal so gesagt: “Der Arbeitslose, der Arbeitslosengeld beziehen will, braucht beim Vorstellungsgespräch nicht zu lügen, er hat nur seine Intentionen dahin gehend zu ändern, dass er nicht nur als arbeitswillig erscheint, nein, er hat es auch zu sein.“ Echt geile Diktion. Jeder Arbeitgeber kann einem dazu Geschichten erzählen. Und jeder Arbeitslose, der gut Spielchen spielen kann, natürlich auch.

Das Einzige, das wir auf diesem Gebiet akzeptieren, ist ein Arbeitsloser, der seinen Präsenzdienst abzuleisten hat. Wenn also so ein Bursche mit dem Einberufungsbefehl für einen Termin in ein paar Monaten kommt, und der Arbeitgeber nimmt ihn deswegen nicht, das lassen wir durchgehen. So hat es auch der VwGH schon ausgesprochen, also ist es so. Aber eine Frau, die im nächsten Monat eine Operation hat, ne, noch dazu eine im Unterleib, ne, was denkt die sich denn eigentlich? Die soll das gefälligst verschweigen. Soll doch der Dienstgeber schauen, wie er damit zurecht kommt, oder die Arbeitslose, wenn sie Pech hat oder weil sie zu schwach zum Spielchen spielen ist, aus welchem Grund auch immer.

Die regionale Geschäftsstelle erließ dann folgenden Bescheid:

Sie haben den Anspruch auf Notstandshilfe gemäß § 38 in Verbindung mit § 10 des Arbeitslosenversicherungsgesetzes 1977, BGBl. Nr. 609/1977 in geltender Fassung, für den nachstehend angeführten Zeitraum wegen Arbeitsverweigerung bzw. Arbeitsvereitelung von bis verloren. Der angeführte Zeitraum verlängert sich um die in ihm liegenden Zeiträume, während derer Krankengeld bezogen wurde. Nachsicht wurde nicht erteilt.

Begründung: Gesetzestext und eine kurze rechtliche Beurteilung, die das in der Niederschrift Festgestellte in einem kurzen Satz zusammen fasst.

In der Berufung wendet M. dann ähnlich ein, wie oben in der Niederschrift. Sie bestreitet aber, dass sie gesagt hätte, sie wäre an diesem Dienstverhältnis nicht interessiert gewesen, wegen der zwei ein halb Stunden und des langen Anfahrtsweges. Sie hätte nicht verweigert, sondern nur die Wahrheit gesagt.

(Eh klar, was soll sie denn sonst sagen?)

Ich drucke mir dann ein paar EDV-Texte aus. Die BeraterInnen draußen auf den Geschäftsstellen in der ersten Instanz halten ja jedes Beratungsgespräch in ein paar kurzen Sätzen fest, wenn sie brav sind, oder sagen wir lieber, wenn die andere Arbeit ihnen die nötige Zeit lässt. Und bei M. gibt es eine Menge EDV-Texte.

Der erste, die Stellungnahme des Beraters zur Aussage in der Niederschrift:

M. war am xx.12.02 bei Fleischhauer YY vorstellen und teilte dem Dienstgeber mit, dass sie an einer Arbeit mit 2,5 Stunden nicht interessiert ist, der Anfahrtsweg ist zu weit, da bleibt zu viel Geld und Zeit auf der Strecke. Außerdem muss sie im Jänner ins Krankenhaus. Dadurch kam Dienstverhältnis nicht zustande. Der Verdienst ist etwas über der Geringfügigkeitsgrenze (circa Euro 301,--) und ist höher als die Notstandshilfe (circa Euro 360,--).

Ich blättere weiter zurück. Ein paar sind nicht wichtig, aber dann Sommer 2002: “Kundin meldet sich zurück in Leistungsbezug, war mit Kindern und Gatten im Ausland auf Urlaub. Sucht wieder Arbeit, allerdings nur Teilzeit möglich. Beachtenswert ist auch die Blindheit auf einem Auge. Linke obere Gesichtshälfte total vernarbt. Furchtbar. Kontrollmeldekarte ausgegeben. Über Folgen der Kontrollmeldeversäumnis informiert. Stellensuche negativ.“

Aha, sage ich mir: der kennt sie noch nicht, also Beraterwechsel. Sie ist auf einem Auge blind. Furchtbar.

Der Akt wird mir immer unsympathischer. Verdammt. Wieder ein paar EDV-Texte ohne Bedeutung. Dann Juni: “Heutige Stellensichtung negativ. Derzeit keine Bewerbungen offen. War fünf Tage im Spital und anschließend zwei Wochen im Krankenstand. Wird Befund nächste Woche erhalten.“

Mai: “War acht Tage im Krankenhaus, dann vierzehn Tage im Krankenstand. Kann vielleicht wieder im letzten Dienstverhältnis anfangen. Sonst wird sie sich eine andere Arbeit suchen.“

April: “Dienstverhältnis-Lösung wegen Arbeitsmangel und gesundheitlicher Probleme (Unterleibsoperation). Sucht Teilzeitstelle, wenn möglich vormittags. Stellensichtung negativ. Über Verbindlichkeit der Termine informiert.“

Dann weit zurück, Frühjahr 2000: “hat jetzt für das jüngere Kind einen Kindergartenplatz gefunden, ist derzeit auf geringfügiger Basis bei Fa. AA beschäftigt, ab Mai sind vielleicht mehr Stunden möglich (ca. 5 Stunden) und damit Vollversicherung (daher dann kein Bezug mehr). Aber ihr Gatte arbeitet seit März wieder, daher obliegt ihr die Kinderbetreuung wieder ganz allein.“

Verdammt! Ich hasse diesen Akt. Warum bin ich nur so ein überkorrekter Hund. Ein echter Gutmensch würde irgend etwas türken und diese scheiß Berufung positiv entscheiden. Shit! Ich hasse diesen Akt. Aber verdammt, irgend etwas wird sich schon noch finden.
Aber weiter, Februar 2000: “M. meldet sich arbeitslos. Hat bis jetzt Sondernotstandshilfe bezogen, beantragt Notstandshilfe ab xx.xx.00. Antrag und Meldekarte ausgefolgt, 14 Tage zur selbständigen Suche, dann intensive Vermittlung einleiten. Gatte ist ebenfalls arbeitslos (also Kinderbetreuung kein Problem).“

Ein Jahr zurück, Februar: “meldet sich nach KUG. (Karenzurlaubsgeld - das heißt heute Karenzgeld - also KG, ... wird also ein alter Hase sein, kann sich von seinen eingelernten Abkürzungen nicht trennen. Klar, ich ja auch nicht.) SNH (Sondernotstandshilfe) geht nicht, daher heute NH (Notstandshilfe); Stellensuche im Bereich Reinigung und Hilfstätigkeiten; Meldekarte ausgefolgt, Termin vereinbart, Stellensuche negativ.“

(Aber dann ging sie wohl doch, die SNH!? Na ja.)

Dann weit zurück, Mitte 1995: “von Bundesland A nach B übersiedelt. Hat letzte Woche geheiratet. 366 Versicherungstage über Frauenhilfsverein. Wieder schwanger. Termin gegen Jahresende. Auf einem Auge blind, angeblich Kriegsverletzung, Bosnien 92. Ansonsten sehr entsprechendes Äußeres. Keine Vermittlung.“

Aus. Der Berufung liegt eine Bestätigung über den Krankenhausaufenthalt und sogar der ganze Befund als Beweis bei. Zwei ganze Seiten Arztprotokoll, von Aufnahme, Krankenvorgeschichte bis Nachbehandlung. Alles da! M. muss wohl sehr verzweifelt sein, sie verheimlicht Nichts. Ich lese. Die Kurzfassung: Vagina vernarbt, schwere Verletzungen des Unterleibs, Brandwunden an Brüsten, Bauch und Schenkeln, angeblich von mehreren Männern vergewaltigt im Zuge der Kriegshandlungen im Bosnienkonflikt. Verletzungen stammen von großem amerikanischem Revolver. Wurde deshalb schon vier Mal operiert, schlechte Heilung, usw. Dieses Mal Operation des Uterus.

Ich hasse diesen Akt. Ich will diese Berufung positiv machen, koste es, was es wolle, irgendwie muss das möglich sein, sonst bin ich kein Jurist mehr und kann nie wieder schlafen. Verdammt. Und da bläst mir auf einmal ihre Geschichte wie ein kalter Atem aus dem Akt entgegen und zerrt mich mit Gewalt in einen Alptraum, den ich dann Abends in der Bar vom Smaragd auf frische, während ich auf Danae und ihre Freundinnen gewartet habe. Diesen Alp habe ich dann in folgende Worte gefasst:

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MorgenGgggrauen

“... rata-rata rata-tatat. Es rata-rata rata-tatat den Boden mitten hinein in den dünnen Traum des Morgens. So Rata-rata rata-tatat. Rrrrhhhh, grrrrhhh, ... es ... es grrrhhht die ganze Erde. Oh Gott, ... o Gott, ... was ist Das? Nein, ... , rata-rata rata-tatat ... nein, ... es wird doch nicht ... doch. Die Wände wackeln, zuerst noch wenig, das Rata-rata rata-tatat kommt näher aus seinem anfänglichen Leise, wird immer lauter, so lauter im Geklirr der Gläser, Schüsseln, Teller, Tassen. Selbst die Löffel, Gabeln, Messer scheppern in der Lade.

Weihrauch, die Kleine, sie weint. Rata-rata rata-tatat. Lauter das Klirren. O Weihrauch, die Kleine, sie verstummt. Rata-rata rata-tatat. Das Leben ... das zweijährige Mädchen im Gitterbettchen, es seelt ihren noch unverdorbenen Zustand vom Ur der Urzeiten hinaus, weit hinaus in den eiskalten, so weißer als weißen Weißen Raum. Die Zahl der Bäume - rund um die trichterförmige Schneise aufgebäumt - ist plötzlich so schutzentschmiegt, sonst doch bergend dieses Dorf. Das dunkle Grün der Nadeln, beweißt im düsterdumpen Glüh von Weiß des winterlichen MorgenGrauens verrieselt dieses Weiß wie Staub gegen den Boden. Diese Bäume, die sonst der Wall sind gegen das Wild von der Natur, ... sie ahnen, sie schweigen ... sie schweigen so laut, so unheimlich unheimlich laut, dass das unverdorbene, noch unschuldig schlummernde Mädchen wach geworden ist, kurz weint ... um dann im näher kommenden Rata-rata rata-tatat wissend zu verstummen. Ihr unschuldiges Leben sagt: “Sei leise. Vielleicht ziehen sie ja vorüber.“ Und sie leist. Im Gegrrrhhht der Panzer verwackeln alle Herzen.

Opa springt aus dem Bett. So schnell war er seit gut dreißig Jahren nicht mehr auf den Beinen. O Gott ... nein ... o Herr, o ... hab Erbarmen. Es wird doch nicht sein. Auf ein Mal heult sein Schrei durch das Haus: “Die Herrenmenschen, ... die Serben, die Serben kommen!“

Nein, nein ... doch, hör das Grrrhhh der Ketten, die den weichen Schnee durchketten. Das Dorf ist begrrrhhht, umzittert. Kommandos zerschallen die ängstlich zermonsterte Sonstumstillung ihres Waldes. Und Alles, so einfach Alles, selbst das Zahnersatzgeklapper von Oma klingt jetzt laut.

O Gott, selbst hier an meinem Pfeiler im Smaragd, da wo ich die Geschichte jetzt schreibe, umgeben von all diesen glücklich herum hüpfenden Männlein und Weiblein, umsoundet vom Rausch der Musik unserer so bunten Welt, selbst da an der Urkraft meines Pfeilers, kann ich dieses Zittern, diese Bedrohung eines gerade noch so friedlichen Lebens fühlen. Rata-rata rata-tatat. Das Dorf erbebt.

Myrrhe, sechzehn Jahre jung, in der Blüte ihres wunderschönen Leibes, Myrrhe, sie erwacht in einer Gänsehaut. Myrrhe zittert. Sie fliegt aus dem Bett, reißt sich das Nachthemd vom Leib, hüpft nackt mit wippenden Brüsten zu ihrem Stapel warmer Winterkleider. Nein, nein, es darf nicht sein, wehrt sich der Verstand. Das Höschen, schnell, das Herz verbummt, die lange Unterhose, schnell, die Knie zerzittern, die Jeans, das falsche Bein, nein, nein, ruhig, ruhig, bleib ruhig, das Hirn sitzt tief im Arsch. Verdammt, wo ist mein Leibchen?

Wumm, wumm, wumm, ... die Haustür ... einfach eingetreten, fliegt quer durch den ersten Raum. Ein Schuss. Mama schreit: “Opa! Nein!“ Noch ein Schuss, ein Schrei, und Opa, den doch so lieben, lieben Opa, den Opa, den gibt es nicht mehr. O nein, der Rollkragenpulli, verdammt, o Gott, wo is´n der? A ... da, ... und über.

Die Tür fliegt auf. O nein. Ein Tschetnik ... ein Tiger ... im Tarnungsweiß ... schwarzes Stirnband, sich bückend, gut eins fünf und neunzig hoch, die Tür zu klein, ... häfen- und bodybuilding durchgestählt, steht Alles überblickend im Rahmen jetzt ohne Tür. Er grinst. Es gefällt, was er da sieht. Myrrhes Hände erfrieren. Der Nikkipulli quält sich in Zeitlupen verzagend über ihre großen, jungen und so schönen Brüste. Sein Grinsen zerfließt ins laute Böse. Seine Augen schrillen: geil.

Ein Schritt. Seine Kalaschnikow durchspitzt den kurzen Raum und bohrt sich knapp unterhalb des Nabels und gerade noch vor dem Roll des Nikki in ihren weichen Unterleib. Ah, o, krk, und peng, o Gott, o hilf, ... und ein wahrer Klodeckel von einer Tigerhand greift nach dem letzten Roll des Nikki ... und dann ... nein ... diese Krallenhand des Tigers, sie fasst, klammert, zerrt, sie krallt von unten kommend, Arm verdreht, den Nikki. Des Tigers Augen lüsteln schwer ... Nikki ... Nikki ... der Nikki fliegt hoch, brutal, ... die Kalaschnikow bohrt im Bauch, und Myrrhe fliegt rücklings über ihren Kleiderstapel gegen die Wand. Der Nikki blaut am weißen Tarn des Tigers, dabei schien sie im Ab-Verroll des von ihr so geliebten weichen Warm des Nikki doch gerade noch so sicher. Der blaue Nikki fliegt ... away ... und das zaubert einen Schrill von Angst in ihren Kopf, ein Urgeschrill von Angst, die selbst so ein Gutmenschenmann wie ich, also einer von der nicht ganz so guten Sorte, nicht begreifen kann. Ich habe doch noch nie so Böses miterlebt.

Ein Schritt, der Tiger ist wieder an ihr dran. Er will ihr den Lauf der Kalaschnikow ins Brustbein rammen. Doch Myrrhe, sie fängt sich an der Mauer, bäumt sich auf, sie stemmt sich mit den Händen von der Wand, sie sucht nach Stand, geht dabei leicht in die Knie, ihr Körper macht einen u-gehackten Buckel ... und patsch, und ihre Tränenflüssigkeit spritzt insgesamt ins Nichts. Ihr linkes Auge fließt Schleim und Blut bepatzt den Lauf des Gewehrs entlang und sieht sie dabei heulend an.

Nein. ... und auf einmal spürt Myrre Nichts. Nichts mehr. Nur ... nur noch ... und dann fallen der Tiger und auch noch ein paar andere über sie her.

Neun Monate später kam das Baby. Und o Wunder, Frankieboy, der Junge von nebenan, ein Serbe, den sie wider liebte, ... dieser Auch-Serbe von nebenan, Frankieboy, der nahm sie trotzdem, trotz dem einen Auge und trotz dem Kind, oder wie es heute scheint, deshalb erst recht, zu seiner Frau. Zum Glück war er damals weit weg in Deutschland. Er hat ihr den Nikki zur Weihnacht geschenkt. Die hätten ihn wohl als Freund einer Muslim ausgepeitscht und vielleicht auch umgebracht.

Ohne ihn wäre das Leben kein Leben mehr. Drei Kinder. Auch der Junge von 1993 war immer sein Sohn. Frankieboy, diese Seele von einem Mann, macht keinen Unterschied. Inzwischen ist der Kleine auch ihr Kind. Sie lieben ihn. Und das Leben muss ja irgendwie weiter gehen.

Myrrhe und ihr Mann sind heute dauernd auf der Suche ... auf der Suche nach Arbeit. Aber es ist ja nicht so leicht. Es ist nur Drecksarbeit da für sie und für ihn. Sie hatte ja keine Chance, die Schule fertig zu machen. Sie wollte Lehrerin werden. Sie liebt doch die Kinder so. Aber nun ... und selbst da geht manchmal die Arbeit aus. Deshalb wurde sie ja zuletzt gekündigt. Sie ist überall das schwächste Glied in der Kette. Sie ist ja nicht gesund. Die Tiger haben ihr zum Schluss noch mit einem Revolver Alles aufgebohrt. Dabei geht es ihr ja noch gut. Sie lebt. Die anderen Frauen wurden Alle, Alle zwischen zehn und sechzig in ein Lager verschleppt. Die Männer, die man nicht gleich erschossen hat, auch. Sie hat keine einzige von ihnen, keinen einzigen von ihnen, später wieder gesehen.

Sie will ja arbeiten. Aber, bitte, versteht das Irgendwer? Frau o Frau, o Mann o Mann, liebe ÖsterreicherInnen! Wegen zwei ein halb Stunden, wegen dreihundertsiebenundachtzig Euro im Monat - wo bleibt da die Relation der Tat zur Strafe. Deshalb streicht man ihr jetzt für sechs Wochen die Notstandshilfe. Okay, zu Hause ist es noch beschissener. Die haben dort gar Nichts. Aber verdammt, ... verdammt, das Leben ist für Myrrhe verdammt hart in Österreich.“

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Aus manchem Akt weht mir ein Kalter Hauch entgegen. Und dann hasse ich manchmal diesen Job, der eigentlich ein Super-Job ist. Ich habe viel Arbeit, eigentlich endet sie nie. Jeden Tag kommt Neues Leben in Form von Akten auf meinen Schreibtisch. Und das “Schöne“ an meiner Arbeit sind diese Geschichten, die in manchen Akten Leben fangen. Ich “liebe“ Geschichten, die das Leben geschrieben hat. Geschichten ohne Ende. Arbeit ohne Ende, aber das garantiert auch den Job. Es sichert ihn irgendwie. Und weh tun tue ich mir dabei sicher nicht. Man soll ja Alles positiv sehen. Man muss das auch. Und vor Allem muss man dankbar sein, wenn einem das Leben eine halbwegs normale Geschichte zugedacht hat.

Aber wenn eine Gesellschaft so sehr in ihre “schönen Zahlen“ verliebt ist, so irrsinnig von ihrer Statistik besessen ist, wie die unsere in letzter Zeit immer mehr, dass sie schon gar nicht mehr begreift, wenn sie sich in diesen Zahlen selbst belügt und betrügt, wenn sie mit diesen Zahlen anfängt, die Gerechtigkeit und das Recht überhaupt zu beugen, nur um sich den Schein des “Guten“, des der Beste zu sein, umzuhängen und all dies offensichtlich ohne dass es uns allzu sehr bewusst ist, dann steuert sie unweigerlich und unaufhaltbar auf eine Revolution hin oder auf Krieg, oder gar auf beides, zuerst wohl auf Krieg, denn dann fallen Revolutionen leichter, weil die gesellschaftliche Systematik in ihren Grundfesten bereits schwer erschüttert und geschwächt ist. Und dieses Wort “Krieg“ ist heute ja schon das am Meisten verwendete Wort der Zeit.

Ich frage mich in letzter Zeit immer öfter: Gehen wir jetzt wieder in so eine Zeit? Wollen wir es wieder ein Mal wissen? Und Schuld daran sind unter anderem auch diese karrieregeilen Zahlenwichser, die in ihrer Neuen Philosophie der Zahlenspielerei im Computerzeitalter eine Neue Form gefunden haben für den akzeptierten und so legal gezierten und nach Belieben variierten Volkbetrug.

Ich hasse diesen Akt. Verdammt. Ich will, dass diese Berufung positiv wird. Also fange ich mit dem Ermitteln an. Myrrhe ist Mutter. Die Beschäftigung ist außerhalb ihres Wohnortes. Also darf laut Gesetz die Anfahrt zum Arbeitsort nicht wesentlich erschwerlicher sein, als die Anfahrt zum am weitest entfernten Arbeitgeber an ihrem Wohnort. Ich schau auf die Homepage von der Linz AG. Abfrage. Mist. 51 Minuten samt zwei Mal Umsteigen gegen 53 Minuten Straßenbahn. Zum am weitest entfernten Arbeitsort am Wohnort Linz geht es sogar zwei Minuten langsamer. Damit ist also Nichts.

Mal sehen, wie es mit dem Verdienst ausschaut. Das wird bei den paar Stunden knapp über der Geringfügigkeit sein. Sie hat etwas über dreihundertsechzig Euro Notstandshilfe. Laut Dienstgeber hätte sie im Monat gut dreihundertsiebenundachtzig Euro verdient. Also auch Nichts. Die Notstandshilfe ist tatsächlich darunter. Aber das hätte ich mir auch denken können. Der Sachbearbeiter, der das “angestellt“ hat, der ist sonst gut. Der macht Nichts, was er nicht vorher abgecheckt hat. Eigentlich hätte ich mir so Etwas von dem nicht erwartet. Aber der Druck von Oben wird von Tat zu Tag schlimmer. Der tut auch nur, was er tun muss, was man ihm anschafft, der schönen Zahlen zu Liebe.

Myrrhe muss auch am Samstag arbeiten. Drei Kinder, schulpflichtig. Der Gatte arbeitet. Mal sehen, ob er auch am Samstag arbeiten muss. Wenn schon, dann sind wir aus dem Schneider. Ich suche mir seine Firma raus, dann deren Telefonnummer aus dem Internet-Telefonbuch der Post. Wieder Nichts. Er hat am Samstag frei.

Verdammt! Irgendwo muss da ein Hund begraben sein. Ich tüftle hin. Ich tüftle her. Nichts. Ich stehe an. Ich gehe zu zwei Kollegen. Denen fällt auch Nichts ein. Shit. Ich arbeite dann an anderen Akten weiter. Aber der Fall geht mir nicht und nicht aus dem Sinn. Ich gehe dann Abends ins Smaragd und schreibe dort die Monstergeschichte aus dem Bosnienkrieg. Später flirte ich ein wenig mit Danae, die mit ihren Freundinnen von einem Abendkurs von der Uni kommt, tanze ein wenig und unterhalte mich gut.

Wir fahren dann gegen drei Uhr morgens nach Hause. Danae und ich, wir kuscheln noch ein wenig. Sie fühlt irgendwie, dass ich mit den Gedanken wo anders bin, und da fragt sie mich dann: Wo? Ich erzähle ihr von meinen Gedanken und dass mir nicht und nicht einfällt, wie ich diesen Akt für mich positiv abschließen kann. Irgendwo ist da ein Hund begraben, den ich nicht sehe. Ich erzähle ihr die ganze Geschichte und da wir beide an diesem Tag ja frei haben und noch putzmunter sind, lese ich ihr im Bett die Urfassung der Geschichte vor. Zuvor sage ich noch: “..... weißt du, und irgendwo da in den Details sitzt das Teufelchen, das ich nicht sehe, denn man findet immer etwas, wenn man nur will.“

Und mitten drin sagt sie auf ein Mal: “Myrrhe hatte doch schon ein paar Unterleibsoperationen und jetzt haben sie ihr die Gebärmutter entfernt. So eine Frau darf doch nicht schwer heben. In einer Fleischerei muss sie doch schwere Container heben und so, so viel ich weiß. Vielleicht geht da was?“

Bingoo! Baby! Frau muss man halt sein, Mann o Mann, wie bist du zeitweis dämlich. “Dana´chen, du bist ein Schatz!“ Ich bussle sie ab, zerkitzel sie in meiner Freude, bis sie alle Viere ergeben von sich streckt und dann, na ja, Ihr wisst schon. Ich habe Ihr dann auf meine Weise Danke gesagt.

Ich werde gleich am Montag die Firma anrufen, fragen, was es dort so zum Heben und Tragen gibt und Myrrhe soll mir ein Attest bringen, dass sie nicht schwer Heben und Tragen durfte und die Sache ist geritzt. Und geschlafen habe ich dann wie ein Putzerl. Mann o Mann, wenn ich Depp nicht Danae hätte! Diese Stelle war doch eindeutig objektiv nicht zumutbar, oder? Was sagt Ihr dazu?

© Copyright by Lothar Krist (7.2.2003)

* Name, Daten, Zahlen geändert.

P.s.: Ich habe am Montag die Fleischerei angerufen und was ich da hörte, das war phänomenal: “Unter zehn Kilo ist bei uns gar Nichts. Manche Sachen haben 30, 40 Kilo, manche sogar mehr. Wir haben schon Alle Kreuz weh. Aber was soll man machen?“

Ich habe Myrrhe dann noch die Ermittlungsergebnisse zur Kenntnis gebracht. Das muss ich machen, ist gesetzliche Pflicht. Irgendwie ergab sich dann auch die Frage, ganz so nebenbei natürlich, ob sie schwer heben und tragen darf. Ne, darf sie nicht. Also ein Attest brauchen wir natürlich schon, aus dem Befund ist das ja nicht offensichtlich. (Sonst wäre ich Depp ja selber darauf gekommen!) Das Attest kam dann auch gleich am nächsten Tag. Sie durfte nicht über fünf Kilogramm heben und tragen.

Na, wenn der Fall nicht positiv ist, was für einer dann?

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.09.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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