Nicole D.

3. Traum

Wir hatten uns entschlossen und endlich auch geschafft, uns sehen zu können.... Und ich hatte geschafft, dass ich mir wünschen durfte, wohin Du kommen würdest. Ich schickte jemanden, der Dich abholte und Dich mit verbundenen Augen dorthin brachte..... Ich wusste nicht, ob es Dir gefallen würde, aber ich dachte auf einen Versuch würde es ankommen.

Ich hatte ein ganz abgelegenes, verlassenes, altes Gebäude gemietet, in dessen Keller es einen Riesensäulensaal mit beheiztem Pool gab.... Dort hatte ich überall Hunderte von Kerzen verteilt. Als Du dann Stunden später endlich ankamst, nahm ich Dich von hinten in den Arm, küsste ganz zärtlich Deinen Nacken, sagte, dass ich hoffe, dass es Dir dort gefallen würde und nahm Dir die Augenbinde ab..... An deinen leuchtenden Augen sah ich, dass es Dir wohl gefällt und Du sagtest: „Mit sowas hätte ich nie gerechnet, aber es ist fast das schönste, was ich mir vorstellen kann!“

Ich fragte, ob Du Dich umziehen und mit mir schwimmen gehen magst und Du sagtest: „Natürlich! Aber bitte dreh Dich um, denn ich möchte nicht, dass Du mich siehst! Zumindest noch nicht ;-)!
Ich drehte mich um und als ich das Wasser platschen hörte, wusste ich, dass Du auf mich wartest. Auch ich bat Dich, die Augen zuzumachen, zog meinen Badeanzug an und ging ins Wasser. Ein paar Meter entfernt voneinander blieben wir stehen, ich sah mit „Erschrecken“, dass Du nackt bist und in mir zog sich vor lauter Sehnsucht und Zärtlichkeit alles zu einem Riesenkloß zusammen.Wir sahen uns minutenlang ganz tief in die Augen und ich glaube schon an diesen Blicken konnte man all die Spannung merken, die zwischen uns lag.
Ich weiß nicht mehr, wer dann den Anfang machte, sich zu nähern – ich weiß nur, dass das alles ein irre geiles Gefühl war – um uns herum dieses Kerzenlicht, im Hintergrund alle „unsere“ Lieder und dann erinnere ich mich vor allem an dieses Hammergefühl, als ich Dich nackt in meinen Armen hielt und zum ersten Mal wieder Deine Lippen auf meinen spürte! Ich konnte einen leisen Stöhner nicht unterdrücken, als Du sagtest: „Ich dachte, Du würdest gar nicht mehr auf mich reagieren!“ Darauf sagte ich nur: „Du bist ja süß, meine Herzdame! Sei froh, wenn ich Dir nicht zeige, wie schön ich es finde, Dich so zu spüren!“

Du lächeltest mich an und sagtest: „Okay dann fang ich halt an, Dir zu sagen und zu zeigen, wie irre ich das alles finde und was ich denke, fühle und möchte! Und als erstes möchte ich Dich ganz langsam ausziehen und Deine nackte nasse Haut an meiner zu spüren....“
Ich hatte nicht mal Zeit zu sagen, dass ich mich bestimmt nicht wehren würde, als Du anfingst, mich zu küssen, deine Finger begannen, streichelnd über meinen nassen Körper zu wandern. Mein ganzer Körper bestand aus einer einzigen Gänsehaut und als ich spürte, wie sich deine Zunge meinem Ohr näherte, befürchtete ich, dass ich das nicht aushalten würde, aber ich wollte darauf auch nicht verzichten. Du fingst an, mit meinem Piercing zu spielen und sagtest, dass Du das ziemlich erregend finden würdest.... Wenn ich nicht so schüchtern gewesen wäre in dem Moment, hätte ich wahrscheinlich gesagt, dass Du es heute sogar schaffen würdest, mich so kommen zu lassen, wenn Du es drauf anlegst. So lächeltest Du mich einfach nur an und sagtest, dass Du gar nicht genug von mir bekommen würdest!

Ich fand das alles so wunderschön mit Dir und genoß jede Zärtlichkeit und jede Berührung und sagte, dass ich das die ganze Nacht haben möchte, dass ich bitte bitte nicht möchte, dass wir miteinander schlafen, weil ich nicht möchte, dass es aufhört, dass all diese Spannung und Erregung nachlässt. Du sahst mir ganz tief in die Augen und sagtest: „Eigentllich geht es mir ganz genauso, auch wenn ich nicht weiß, ob ich es aushalte.... Aber dann musst Du mir versprechen, dass Du mich morgen Nacht erlöst und mich dafür unendlich oft kommen lässt und mich bis zur Bewusstlosigkeit liebst....“
Ich sagte nur mit einem breiten Grinsen auf den Lippen „Nichts lieber als das! Duuuuu.... Weißt Du eigentlich, wie sehr ich Dich liebe?“ und Du antwortetest: „Ich ahne es, aber zeig es mir doch einfach!“
Und dann gab es stundenlang wieder nur unendlich lange Küsse, heiße Berührungen, sanfte Zärtlichkeiten......

Und was mir blieb, als ich aufwachte, war dieses Wahnsinnsgefühl, wie sich Dein nasser Körper an meinem rieb....


Ich bitte um Kommentare, Anregungen oder ähnliches...Nicole D., Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.10.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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