Nicole D.

4. Traum

Ich liege hier, schaue aus dem Fenster ins Nichts und denke an meinen letzten Traum mit Dir.... Matthias Reim macht es mir grad nicht leichter, nicht an Dich zu denken und Dich nicht so zu vermissen!

Ich bin letzte Nacht durch die Gegend geirrt, habe Dich überall gesucht, aber nicht gefunden. Tausendmal hab ich Dich angerufen – immer war Dein Handy aus.
Tage später erzählte mir jemand, Du wärst in Urlaub gefahren. Sofort beschloß ich, meine Zelte hier abzubrechen, weil ich meine Sehnsucht einfach nicht mehr aushielt. Ich setzte mich ins nächste Flugzeug und flog Dir hinterher, ohne die geringste Ahnung zu haben, was mich erwartet.

Wie auch immer schaffte ich es, Dich zu finden, „verfolgte“ und beobachtete Dich tagelang, ohne mich zu trauen, mit Dir zu reden und ohne dass Du mich zu Gesicht bekamst.
Eines Abends gingst Du zum Strand, setztest Dich ans Meer und blicktest traurig, einsam, verlassen und verloren aus, dass sich mir das Herz zusammenzog. Ich schlich mich von hinten an Dich heran, verband Dir die Augen, weil ich nicht wollte, dass Du mich erkennst. Ich hielt Dich minutenlang in den Armen und streichelte Dir einfach nur über den Nacken, ließ meine Finger durch Dein Haar fahren. Ich merkte, wie sich die Anspannung in Dir löste und spürte wie immer mehr Tränen über Deine Wangen liefen.
Ich hielt Dich einfach fest und wischte Dir die Tränen fort. Ich hätte so gern mit Dir geredet, aber ich durfte ja nichts sagen, um die ganze Situation nicht zu ruinieren und nicht wusste, wie Du reagierst, wenn Du wüsstest, dass ich es bin, die Dich in den Armen hält!

Du fingst an zu reden, es würde jemanden und so vieles geben, was Du so unendlich vermisst und wünscht, bei Dir zu haben, dass Du Dich so sehr nach diesen Berührungen und Zärtlichkeiten sehnst. Du weintest so bitterlich und ich fühlte so sehr mit Dir, dass auch mir schon die Tränen übers Gesicht liefen.
Ich streichelte Deinen Nacken, wovon ich genau wusste, wie gern Du das hast, gab Dir einen ersten vorsichtigen zarten Kuß aufs Ohr und sah, wie sich eine kleine Gänsehaut, die ich immer so geliebt hatte, auf Deinen Armen zeigte. Ich fing an, Deine sonnengebräunten Arme mit Deinen vielen weichen Haaren zu streicheln und war unendlich erleichtert, dass Du Dich nicht wehrtest und es Dir gerne gefallen ließt. Minutenlang gab ich mich der unbeschreib- lichen Zärtlichkeit hin, die ich in mir spürte, stand auf und drückte Dich ganz sanft zurück, um Dich hinzulegen. Du sagtest, Du würdest gern sehen, wer ich bin, wer Dich so sanft berührt und was ich mit Dir vorhabe. Ich legte Dir den Finger auf den Mund, damit Du schweigst, streichelte Dir dann ganz sanft über die Lippen und gab Dir einen einzigen schüchternen Kuß auf den Mund.

Ich hörte einen kleinen Seufzer und hätte nichts lieber getan als Dich weiterzuküssen, aber ich hatte Angst, mich zu verraten. Ich fing an, über Dein Gesicht zu streicheln, jeden einzelnen Zentimeter küsste ich. Ich glaube, ich brauchte eine Ewigkeit, um mich weiter zu wagen, um mich zu trauen, Dein T-Shirt den ersten Zentimeter hochzuschieben und Deinen nackten Bauch zu berühren. Aber als ich merkte, dass Du es genießt, traute ich mich, Dich ganz langsam auszuziehen und ich wünschte, Du könntest nachfühlen, mit wieviel Liebe ich Dich ansah und wie sehr mich diese Berührungen und der Anblick deiner nackten Haut überwältig- ten. Ich konnte meine Sehnsucht nicht mehr unterdrücken, ich streichelte Dich überall und sah und merkte, wie sehr es Dir gefällt.
Ich fuhr Ewigkeiten mit meiner Zunge über Deine Arme, Deinen Bauch, Deine Rippen und als ich mich mit meinem Mund deinen Brüsten näherte, spürte ich, dass auch Dich die pure Sehnsucht, Zärtlichkeit und Erregung übermannte. Ich kann es nicht beschreiben, was es für ein irre starkes und geiles Gefühl war, zu merken, wie sich Deine Brustwarze in meinem Mund aufrichtete und wie es mir durch und durch ging, wieder Dein Stöhnen hören zu dürfen!

Ich wollte, dass es niemals aufhört, dass ich niemals aufhören muß, Dich zu berühren. Ich tat alles, es ewig so andauern zu lassen, weil ich nicht wusste, dass es einfach unbeschreiblich werden würde und ich nicht wollte, dass es vorübergeht. Ich liebkoste Dich stundenlang bis ich Dich nur noch flüstern hörte: „Bitte erlöse mich und liebe mich – ich kann es nicht mehr aushalten!“ Ich liebte Dich mit allem, was ich hatte – mit all meiner Zärtlichkeit, meiner Sehnsucht und meiner Liebe, zögerte es unendlich lange heraus, Dich kommen zu lassen und währenddessen dachte ich unzählige Male einfach nur, wie sehr ich Dich liebe, Dich brauche und wie sehr ich mir wünsche, mit Dir zusammenzusein und Dich zu haben!

Es war so unbeschreiblich schön, Deinen Orgasmus zu sehen, zu hören und zu spüren – ich hielt Dich ganz fest in meinen Armen bis ich merkte, dass Du ganz leise anfingst zu weinen, Du sagtest: „Verdammt, Du hast mich berührt und geliebt, wie sie mich immer geliebt hat, all das mit mir gemacht, was ich mir immer von ihr gewünscht habe. Warum kann sie nicht einfach wieder bei mir sein?!?!“
Ich konnte es nicht mehr ertragen, Dich so weinen zu sehen, überlegte, was ich Dir sagen soll, aber mehr als „Ich liebe Dich“ zu sagen, fiel mir nicht ein.
Ich merkte, dass Du sofort erkanntest, wer ich bin und als Du Dir die Binde von den Augen nahmst, mich diese strahlenden Augen voller Glück ansahen und Du sagtest „Das ist doch nicht wahr! Nun ist mein Traum endlich Wirklichkeit!“ wachte ich auf und die Tränen auf meinem Gesicht wurden zu Tränen der Traurigkeit.....

Ich bitte um Kommentare, Anregungen etc....Nicole D., Anmerkung zur Geschichte

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.10.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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