Polina Bessange

Vielleicht hiess es Liebe

Als erstes möchte ich zugeben, dass diese Geschichte nicht erfunden ist. Die Authorin bin nicht ich, sondern das Schicksal.
Zum ersten Mal sah sie ihn, als sie nichts ahnend mit ihren Freundinnen in den Zug einstieg. Es war unmöglich, ihn nicht zu sehen. Lauren stellte fest, dass sie unverschämt lange sein Gesicht anstarrte. Irgendwo musste sie ihn bereits gesehen haben...vielleicht in einem Traum? Ihre Freundinnen erblickten ihn aber auch und ergriffen freudig die beiden freien Plätze gegenüber ihn. “Ist dieser Platz hier noch frei?“-fragte sie ihn viel zu laut und viel zu fröhlich im Versuch, locker zu klingen. Dazu setzte sie ihr charmantestes Lächeln auf, dass bei ihm nicht wirklich ankam und nur ein schiefes Grinsen auslöste. Er nickte, und machte den Eindruck, als würde er gerade in schalendes Gelächter ausbrechen. Und es war offensichtlich, dass Lauren der Grund dafür war. Er lachte sie aus! Ihre beiden Freundinnen schienen ihn viel mehr zu interessieren. Sie sahen beide wie zwei blonde Engel aus und hatten reichlich Kurven. Er warf ihnen interessierte Blicke zu, während er sich beinahe vor Lachen gekrümmt hatte, als er Lauren sah. Und jetzt musste sie auch noch ausgerechnet mit Profil zu ihm sitzen, was noch schlimmer war-so sah ihre Nase grösser aus. Obwohl-was ging es sie schon an, ob er ihre Nase sah oder nicht? Durch ihre dicke Winterjacke hindurch stellte Lauren fest, dass sie auf etwas festem sass. Doch sie traute nicht, sich aufzuheben um nachzusehen.
-Sitzt du nicht zufällig auf meiner CDhülle?-fragte der Typ aufeinmal.
Lauren schoss die Farbe ins Gesicht. Jetzt hatte sie sich endgültig blamiert. Sie hob sich auf und streckte ihm die CDhülle entgegen. Sie war so aufgeregt, als sie sich hinsetzte, dass sie sie nicht bemerkt hatte. Da brachte er und ihre lieben Freundinnen in ein schallendes Gegrölle aus. Am liebsten würde sie aus dem Fenster springen.
-Ist sie immer so?-fragte er ihre Freundinnen, nachdem er sich vom Lachen erholt hatte. Das reichte ihr jetzt.
-Du kannst ja selber schauen, wo du deine CDs hinlegst!-Lauren schüttelte sich beinahe vor Wut, nachdem sie seinen verächtlichen Blick gesehen hatte.
Dann vergasssen alle drei sie vollkommen, und unterhielten sich über Musik. Aber vor allem starrten sie sich an. Er konnte sich nicht entscheiden, welche Laurens Freundinnen hübscher war, und sie beide schienen hin und weg von ihm zu sein. Fest stand nur, wer der Idiot unter ihnen vier war-Lauren. (fortsetzung folgt)

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.12.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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