Polina Bessange

Die Party Teil 4

Das war also kein Traum. Während die beiden Monster die Leiche am Boden entlangzogen, leise vor sich hin fluchend, betrachtete Luana wieder den Kerl, der neben ihr am Boden lag. Genauer gesagt, sie betrachtete ihn immer noch, denn sie hatte auch gar nicht aufgehört, ihn zu betrachten. Sie zählte gleichzeitig die Sekunden, bis sie von draussen das Geräusch des abfahrenden Autos wahrnahm. Dann sprang sie auf vom Boden.
-Wer bist du und was machst du hier?-schrie sie den Typen an.
-Und du?-fragte er sie, anstatt eine Antwort zu geben. Dann sahen sie sich wieder lange an. Warum, zum Teufel, starrten sie sich die ganze Zeit an? Das musste wohl der Schock sein.
-Hast du ihn...-Luana stutzte
-Kaltgelegt?-beendete er für sie die Frage-nein.Er war mein Freund.
Luana brauchte ihn nicht zu fragen. Sie wusste, dass er es nicht gewesen war. Wusste es noch bevor die anderen beide die Wohnung betreten hatten.
-Aber was du hier machst, würde mich interessieren,-und er sah sie eindringlich an.
-Na ja, es ist eine verrückte Geschichte...eigentlich dachte ich hier findet eine Party statt,-Luana realisierte selber, wie dämmlich diese Geschichte wohl klingen mochte.
-Und, hat dir diese Party gefallen?-spottete er bitter.-Wir müssen weg von hier. Sie werden nochmals zurückkommen.
-Warum sind deine Kleider blutbefleckt und...
-Komm, wir haben keine Zeit,-unterbrach er sie und ergriff ihre Hand.
Als sie draussen waren, hielt er immer noch ihre Hand. Und Luana streckte sie auch nicht zurück. Sie liefen in eine unbestimmte Richtung hin, weg von diesem Haus und dieser Strasse. Als sie keine Luft mehr bekamen, blieben sie beide stehen und er liess endlich Luanas Hand los.
-Wo gehen wir hin?-fragte Luana
-Zu mir,-antwortete er.
-Zu... dir?-Luana stotterte, obwohl sie sich über diese Antwort gar nicht wunderte. Als wüsste sie schon lange, dass sie zu ihm gehen würden.
-Oder willst du nicht wissen, was dort passiert ist?-er sah sie an. Im Licht der Laternen konnte Luana erkennen, wie bleich er war.
-Doch, ich will es wissen,-nickte sie. Und sie wollte, dass er wieder ihre Hand hielt.Und wollte mit ihm mitgehen, egal, wohin. Bei dieser Erkentnis geriet sie ins Schwitzen. Das musste wohl nur der Schock sein.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.12.2004. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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