Polina Bessange

Der dritte Stern rechts

Das ist mein Brief an Dich. Vielleicht können diese Worte und Sätze nicht einmal die Hälfte sagen. Nicht ein Mal einen winzigen Teil von dem, was ich dir sagen möchte. Du weisst ja, reden fällt mir gar nicht schwer. Aber hier und jetzt finde ich plötzlich keine Worte. Es ist Mitternacht. Und drei Mal darfst du raten, woran ich denke. Nein, an Wen ich denke. An dich. Jeden Tag. Wenn es hell ist, kann ich dich aus meinen Gedanken verbannen. Nicht vergessen, nur verbannen. Aber dann kommen die dunklen Abende, und ich denke an dich. Ich vermisse dich. Ich schalte das Radio an-und höre unser Lied. Verärgert schalte ich es aus. Aber ich kriege sie nicht weg, meine Gedanken an dich. Sogar der Sessel in meinem Zimmer erinnert mich an dich-wie du darin gessesen warst, mit lang ausgestreckten Beinen. Ich vermisse dich. Werde dich immer vermissen. Du bist weg, weit weg. Doch meine Erinnerungen, sie sind hier. Und niemand kann sie mir entnehmen.
Ich schaue zum Himmel hoch. Einmal, als wir am Boden lagen und zum Himmel hochschauten, hattest du zu mir gesagt-schau, der dritte Stern rechts, das ist unser Stern. Es hatte eine Menge Sterne im Himmel jene Nacht. Heute sind es fünf. Ich suche den dritten Stern rechts. Unser Stern. Und ich hoffe, dass du in diesem Moment das Gleiche tust. Egal, wo du bist. Und ich weiss, solange es mich und dich gibt, kann uns nichts trennen. Denn wir haben unseren Stern. Nur für uns.

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„… Leute ohne Orientierungssinn sollten nicht zu einem einsamen Trip allein durch einen unübersichtlichen Wald aufbrechen. Dieser Gedanke plagte mich nun bereits eine ganze Weile – genauer gesagt, gleich nachdem ich mich auf diese komische Wanderung eingelassen hatte. Es war eine Wette gewesen mit mehreren Freunden. Wir hatten jeder einen eigenen Weg zugeteilt bekommen, dem wir durch einen dunklen, unbekannten Wald folgen mussten. Wer als Erster am Ziel war, bekam einen Preis, ein großes Abendessen mit allen Schikanen …“

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