Joana Angelides

Tagebucheintragung VII



Zwischen Traum und Wirklichkeit

Hallo Liebster,
die räumliche Entfernung schmerzt, die Gedanken drängen durch den Nebel wie große Nebelleuchten, suchend und durchdringend!
Und wieder bist du soo weit weg, unerreichbar für meine Zärtlichkeiten, meinen Fingerkuppen. Nur meine Gedanken können dich erreichen und langsam in dich eindringen, Licht und Wärme verbreiten und meine Liebe in dich versenken.

Ich schließe meine Augen und sehe dein Gesicht vor mir, genieße „deine“ Zärtlichkeiten und spüre deinen, für mich so erotisch-sinnlichen Mund.
Ich brauche nur an dich zu denken und in der Mitte meines Körpers beginnt es ein wenig zu schwanken und hin und her zu gleiten, als würde mein Innerstes auf einer ovalen Schale mit Rollen liegen! Ich schwinge dann hin und her. Wenn ich die Augen schließe und meine Brustspitzen berühre dann baut sich ein Gefühl auf, als würde ich wachsen, in den Himmel wachsen. Ich spüre dann deine Lippen auf ihnen und deine zärtlichen Hände fassen mich um die Mitte, gleiten an meinen Hüften abwärts und wieder rauf, deine Daumen treffen sich dann auf meinem kleinen Bäuchlein und berühren den Nabel und ich stöhne auf.
In diesen Augenblicken beginnt es in meinem Unterbauch zu summen und tief innen, zwischen meinen Schenkeln denke ich, dröhnt und vibriert es. Ich genieße diese Gefühle, möchte nicht haben, daß sie aufhören. Denn sie zeigen, daß mein Gefühl für dich lebt, ich lebe!

Du weißt, ich erlebe in meinen Gedanken und Berührungen mit dir so manchen Höhepunkt, steigere ihn und will dann nicht aufhören, dehne es oft auf über eine Stunde aus. Will es spüren, es genießen. Manchmal ist die Spannung meines Körpers so groß, meine Muskel so angespannt, daß ich einen Muskelkater davon trage. Das erinnert mich dann noch lange an meine Erregung und Spannung mit meinen Gedanken und in deinen Armen.
Ich habe eine neue Art von Sexualität entwickelt, ich versuche es immer lange hinauszuzögern, es langsam beginnen zu lassen und dann minutenlang zu halten. Es genießen, als würde man eine Blüte im Zeitlupentempo betrachten, wie sie sich öffnet. Vielleicht sind es auch einige Höhepunkte hintereinander. Es bringt meinen Körper und meinen Geist zum Verschmelzen.

Ein wichtiges Organ für das Fühlen von Erregung und Erfüllung ist meine Haut. Ich schließe meine Augen und genieße es, wenn Fingerkuppen wie Federn oder Pinsel, oder Seidentücher oder Schleier über sie hinweg huschen und angenehmes, nicht faßbares Erschauern erzeugen.

Es ist der Weg das Ziel, die Berührungen und das Aufbäumen vor dem endgültigem Moment des Höhepunktes, die mich diesen Moment dann erst so tief erleben lassen. Es ist dann wie eine Befreiung aus einer ungeheuren Spannung, die aber unbedingt erforderlich ist, um sich aus dem Bewußtsein zu lösen und mich dann in tausend Sternen verglühen läßt.


Ich liebe dich

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.02.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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