Uli Garschagen

So eine Sauerei

Eine Urlaubsreise war beendet.
Komplett beendet
Beendeter ging es nicht.
Ich war wieder daheim
Komplett daheim
Daheimer ging es nicht
War wieder im tristen Alltagstrott vertreten. In den heimischen vier Wänden angelangt.
Es ging mir mehr als gut. 21 Tage lang.
Brauchte im Urlaub nicht zu putzen. Brauchte im Urlaub nicht zu kochen. Das alles hatte mich nun wieder.
Fernweh plagte mich sekündlich.
Gefühle von Hitze und Wärme jagten mir dabei torpedomäßig durch die Birne. Ich starrte auf die grauen, so kalt wirkenden Wolken unter trautem Himmel. Wie gerne wäre ich nun rapide wieder im lauschigen 3-Wochen-Nest weit in der Ferne. Da wo Sonne und Hitze ein Team waren.
Je länger ich darüber nachdachte, desto schlimmer wurd´ die Qual des Wieder-Hier-Seins.
Dort im Entfernten, dort im Warmen. Dort spürte ich reine Wärme, ja gar die Hitze auf meiner Haut. Sie tat mir gut. Es waren jedoch nur drei Wochen.
Das Meer mit seiner Weite.
Das Meer mit seiner Stimme. Das Meer und ich mittendrin. Quasi als Zutat in einer riesigen versalzenen Suppe. Das Meer tat mir gut. Das es mehr nicht wurde verdankte ich zweifellos dem nur dreiwöchigem Urlaub.
Ich wäre liebend gern sofort wieder dort.
Diese Gedanken an das unvorstellbare schöne Reisedomizil, brachten mich auf eine entzückende Idee.
Diese Stimmung wollte ich mir nach Hause holen.
Ich brauchte Zutaten dafür. Die hatte ich.
So drehte ich die Heizung auf bis zum Anschlag. Hullahulla –Musik drehte ich genüsslich auf! Sand hatte ich noch in meinen Schuhen. Das stellte ich fest als ich den Koffer entleerte.
Dann ging ich ins Bad und füllte einen 10 Liter Eimer mit Wasser. Machte den Küchenschrank auf und nahm ein Paket mit Salz aus ihm. Salz und Wasser also waren von mir zuvermengen. Die Hitze war auch schon den Tropischen gleich. Nahm den Eimer und goss ihn mir mitten ins Gesicht.
Für Momente war ich wieder dort, in der fernen Hitze. Spürte das Salz an meinen Lippen.
Die Träumerei endete jedoch spontan. Ich musste mich den alltäglichen Putzstrapazen unweigerlich widmen.
So eine Sauerei!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.02.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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