Ingrid Grote

Die Bierprobe – oder wie Wattzek die Weltformel erfuhr

 
Ich bin mir nicht sicher, ob diese Weltformel überhaupt existiert. Vielleicht ist sie nur eine
Wahnvorstellung, entstanden im Delirium. Vielleicht aber auch nicht...
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Wattzek wankte über die hölzerne Brücke. Es war schon finster, und er ging vielmehr stolperte nur noch nach Gefühl. Viele Steine stellten sich ihm in den Weg, aber er meisterte grandios alle Tücken des Geländes. Fakt war, er konnte nicht stürzen, dafür war er einfach zu besoffen.
 

Es war ein grandioser Abend gewesen. Wattzek musste in sich hineinkichern, während er trotz seiner Trunkenheit mit fast sicherem Fuß ab und zu über unbekannte Gegenstände stolperte, aber immer wieder leichtfüßig auf die Beine kam und ... ja eben weiterstolperte.

Den Gedanken an seine Frau verdrängte Wattzek wacker, denn wahrscheinlich würde ihm sein Eheweib mit einer hoch erhobenen Bratpfanne auflauern und ihm damit saftig eins über den Schädel ziehen. Früher, wehmütig erinnerte er sich, war seine Ehefrau sooo sanft gewesen, so eine friedliche Seele gewesen. Aber im Laufe der Jahre... Was war mit ihr passiert? Wattzek verstand es einfach nicht.

Aber jetzt im Moment fühlte er sich überaus prächtig, dass sogar der Gedanke an seine ewig nörgelnde Ehefrau ihn nicht weiter belästigte. Denn es war so ein grandioser Abend gewesen!

Wieder musste er in sich hineinkichern, Er war nämlich auf einer Bierprobe gewesen, und ein glückseliges Lächeln stahl sich auf sein Gesicht, wenn er an alle die Biersorten dachte, die ihm auf dieser Bierprobe kredenzt worden waren. Die Bierprobe war ein Glückstreffer gewesen, denn normalerweise lud der Baron (er wurde so genannt, obwohl er gar keinen Adelstitel mehr inne hatte) nur ihm persönlich bekannte Honoratioren zu dieser Bierprobe ein, die er traditionell in seiner eigenen Brauerei veranstaltete. Und Wattzek war nur ein normaler Gelegenheitsarbeiter, die meiste Zeit des Jahres war er arbeitslos. Aber ein Gast des Barons war erkrankt, und somit war der Platz freigeworden. Jeder im Dorf war scharf darauf, einmal im Leben an dieser Bierprobe teilnehmen, aber die wenigsten waren auserwählt, und Wattzek hatte wirklich Glück gehabt. Der Baron hatte ihn erblickt, na ja er war dem Baron zufällig über den Weg gelaufen, und der Baron hatte sein wohlgefälliges Auge auf ihm ruhen lassen und ihn schließlich auserwählt. 

Nun war Wattzek ein wahrer Trinker vor dem Herrn, er hatte schon mehr Räusche erlebt, als er aufzählen konnte, und der Baron hatte ihn bestimmt deswegen erwählt, weil er wusste, dass so einer wie Wyattzek nie auf den Boden oder sonst wohin kotzen würde. Wattzek war zwar kein großer Redner, was wohl daher kam, dass er nichts groß zu reden hatte, aber er war alkoholerprobt. und sein Magen war astrein in Ordnung.

So gesehen hatte der Baron eine gute Wahl getroffen.

Watzek dachte daran, wie es angefangen hatte. Natürlich war sein Erinnerungsvermögen watteweich, und er hatte nur noch verschwommene Bilder und Wortfetzen im Sinn.

Man hatte den Baron, Wattzek und noch zwei andere Männer zur Brauerei gefahren, in deren Kellergewölbe die Bierprobe stattfinden sollte. Sie saßen dort an einem langen Tisch, und auf diesem langen Tisch war ein kaltes Büffet aufgebaut und zwar nur aus dem einen Grunde, nämlich den Bierprobanten Durst zu verschaffen und den Geschmack für ein anderes neues Bier freizumachen. Also gab es Kaviar, salzige dänische Fischhäppchen, gekochte Eier, hausgemachte Mettwurst, salzigen rohen Schinken und ferner lange Baguettestangen für Leute, die das salzige Zeug nicht pur essen wollten. Es gab viele viele verschiedene Flaschen Bier aus vielen vielen Ländern, und es gab auch viele viele biergefüllte Fässchen aus vielen vielen Ländern.

Es ist perfekt, dachte Wattzek.

 
„Wie wär’s jetzt mit einem leichten Pils?“ schlug der Baron vor.
 
„Immer her damit!“ Na klar, Wattzek trank alles. „Was’n das für’n Bier?“ fragte er interessiert.
 
„Das ist natürlich europäisch, ich glaube, das ist deutsch. Muss zugeben, dass deutsches Bier mir am besten schmeckt. Seltsam, dass die Bastarde so ein gutes Bier machen.“
 
„Ummpppf deutsch....“, sagte Wattzek selig, während er einen tiefen Zug aus dem typisch pilsmäßig (ja, der Baron hatte sehr viel Stil) geformten Bierglas nahm. Er überlegte krampfhaft, was er zur Unterhaltung beitragen könnte. „Und die Dichter erst mal“, sagte er schließlich. Wattzek hatte irgendwann mal vage von einem gewissen Goethe gehört, und das war wohl so ein deutscher Dichter. Und er wollte ein bisschen Kultur zumindest vortäuschen.
 
„Die Dichter? Na, ich weiß nich... Goethe, der alte Knacker? Die Franssosen haben sich kaputtgelacht über den Faust mit seinem Gretchen. Das hörte sich für die so beschissen provinziell an.“ Der Baron sah unwillig aus, und Wattzek beschloss, fürs erste sein Maul zu halten und sich nicht weiter über Kultur zu äußern, zumal er ja auch gar nichts davon verstand.
 
„Goethe! ...Firlefanz!“ ereiferte sich der Baron weiter. „Außerdem sollen die Franssosen die Schnauze halten.“ Der Baron machte eine Pause, weil er rülpsen musste, bevor er fortfuhr: „Hast du schon mal Stendhal, den Schwätzer gelesen?“ Er machte eine kurze inhaltsschwere Pause, bevor er verächtlich ausspuckte: „Der Schwätzer, ja genau, das ist der richtige Name für den!“
 
„Äääh nein...“ Wattzek hatte noch nie von diesem gewissen Stendhal gehört, und dieser Typ interessierte ihn auch nicht besonders. Während dieses Gretchen ... Aber ooh Gott! Dieses leichte Pils mit der Aufschrift ‚Blitzburger‘ war einfach göttlich gut!
 
„Also was war’n jetzt mit dem Gretchen?“
 
„Mit was?“ Der Baron dachte eine kleine Weile in einer gewissen trunkenen Art nach, bevor er Wattzeks Frage beantwortete: „Ach so. Das Gretchen... Das war ein unschulliges Mägdelein, das hinnerher ein Kind kriegte. Von diesem Faust.“
 
„Pahh!! Unschuldiges Mägdelein!“ Wattzek hatte so seine Zweifel., ob es diese unschuldigen Mägdeleins überhaupt gab und wenn es sie gab, dann waren sie ihm nicht ganz geheuer.
 
„Jawoll, unschulliges Mägdelein“, sagte der Baron.
 
„Mägdeleins sind nichts für mich“, murmelte Wattzek - der selber Vater von mindestens drei außerehelichen Bälgern war - vor sich hin.
 
„Für mich aunich“, es war deutlich zu merken, dass der Baron ziemlich einen in der Krone hatte. „Meine Geschiedene zum Beispiel, die is kein Mägdelein, die hat Sachen drauf...“ Der Baron verstummte, hob eine leere Bierflasche hoch und guckte irgendwie lüstern in diese Bierflasche hinein, wobei er aussah wie ein vorwitziger Kater, der in das Loch eines Starenkastens guckt, mit nur einem Auge wohlgemerkt. „Die Franssosen....“ der Baron sammelte sich wieder, nun ja, wenn man das Sammeln nennt, wenn man wieder von vorne anfängt, „die haben sich darüber lussig gemacht, über disse Jungfrau von dissem Gretchen.... Und Stennal is einfach nurn Schawätzer!“
 
„Die sin echt auf Scheibe, die Fransosen.“ Wattzek war natürlich voll auf der geistigen Höhe trotz seiner leichten Trunkenheit. Dieser Trunkenheit, die man vom Trinken von Bier erlangt und die in Wirklichkeit nicht so verblödend ist, wie die Kritiker von Bier dies behaupten. Von Wein wird man schließlich auch besoffen, und dieser Zustand wirkt keineswegs intelligenter als der VONBIERBESOFFENEZUSTAND.

Rüllppps... .

Die Weinexperten meinen allerdings wirklich, dass der Bierrausch eher etwas dümmliches habe. Wenn dieses stimmen sollte, was ist dann noch schlimmer oder dümmlicher als der Bierrausch? Vielleicht der Schnapsrausch? Vielleicht der Feuerzangenbowlenrausch? Wattzek wollte sich da kein Urteil anmaßen, er kannte sie alle, den Bier-, Schnaps-, Weihrauch  äääh... Weinrausch, den Feuerzangenbowlenrausch, bei dem man aufpassen sollte, dass wenn man ein Gefäß aus Glas benutzt, man 1.) Gefahr läuft dass der obere Rand des Gefäßes einfach abgesprengt wird durch die Hitze des brennenden Zuckers, und dass man 2.) nicht aus Versehen in das Restgefäß hineintreten sollte... Na gut, der Feuerzangen-Bowlenrausch war schon ultimativ verschärft, aber Wattzek kannte als geübter Trinker noch weitere Räusche. 

„Gagaggott schütze uns unschuldigen Mäggel...“, stammelte der Baron, der wohl auch schon seine Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt hatte (in der Tat hatte der Baron diverse Vaterschaftsklagen am Hals).

 
„Is korrekt, Baronchen.“ Wattzek wurde ein wenig keck, denn er spürte eine verwandte Seele in dem Baron.
 
„Uuuäääh Wattzie, jetzt probieren wir’n leichtes Guinness. Absolut ohne Schaum...“ Der Baron ließ das Guinness-Bier einfach so in die einfachen schmucklosen Gläser rinnen, denn er musste nicht aufpassen, ob Schaum dabei erzeugt wurde oder nicht.
 
Das letzte leichte Pils hatte Wattzeks Geschmacksnerven und seine Gehirnwindungen ziemlich angegriffen, und er nahm sich ein Stückchen Weißbrot und ein Stückchen Schinken, um seine Geschmacksnerven vor der Einnahme des Guinness zu neutralisieren.
 
„Dieses Bier schmeckt zimmelich volluminöls....“ Der Baron fing richtig an zu stammeln.
 
„Hääääh?“ sagte Wattzek freundlich.
 
„Hat eben viel Körper“, meinte der Baron etwas nebulllöls.
 
„Besser, ich ess noch so ne Weißbrot mit bisschen Kaviar.“ sagte Wattzek.
 
„Klar sonss kannss du die Blume nicht mehr erkennen.“ sagte der Baron, irgendwie durch einen dicke Watteschicht hindurch sagte er das.
 
„Hääääh?“ sagte Wattzek. Auch irgendwie durch eine dicke Watteschicht hindurch.
 
„Die Blume beim Bier, weisss du.“
 
„Un der Köper... Jawolll!“ Wattzeks Stammeln war nun konstant geworden, aber er fühlte sich absolut nicht besoffen, sondern überaus blendend.
 
Kurz darauf spuckte der Baron das Bier auf den Boden des Kellers und aß ein Stückchen Weißbrot. Er hatte wohl im Kopf, dass er einer Weinprobe beiwohnte, in der die Weintester auch immer den Wein auf den Boden oder sonst wohin spuckten. Wattzek tat es ihm nach. Glotzte auf die ausgespuckte Bierpfütze und musste lachen.
 
„Ich glaub, mein Schmack is weg“, sagte der Baron. „Lass noch ein bissel essen, dann könne wir von vorne anfang. Jetzt Bockbier!!!“

Das Bockbier war allerdings das letzte Bier für die beiden an diesem Tage. Bockbier hat nämlich die Eigenschaft, wirklich jeden Gedanken abzutöten und nicht nur die Zunge und die Stimmbänder lahm zu legen, sondern auch das großartige Gehirn. Nach dem Bockbier regiert nur noch der Überlebenstrieb, das heißt der Wille zur Fortbewegung, genauer gesagt zur horizontalen Fortbewegung, die man auch Kriechen nennt. 

Die Bierprobe ging nun auch schnell zu Ende, wie Wattzek sich nebulllöls erinnerte. Plötzlich stand der Verwalter des Gutes in der Tür und wollte alle nach Hause fahren.

Wattzek hatte aber keine Lust, sich in den Wagen des Verwalters zu zwängen, nein, er hatte das Bedürfnis, ein wenig zu Fuß nach Hause zu krie... äääh zu gehen, zu stolpern oder sonst irgendwie weiß der Kuckuck.

Wattzek war in einem hoch euphorischen Zustand. Sein Köper war eins mit seiner Seele, und er war glücklich und zufrieden wie noch nie zuvor in seinem Leben.

Er wankte über die hölzerne Brücke. Es war schon finster, und er ging vielmehr stolperte nur noch nach Gefühl. Viele Steine stellten sich ihm in den Weg, aber er meisterte grandios alle Tücken des Geländes. Fakt war, er konnte nicht stürzen, dafür war er einfach zu besoffen.

Und dann, ja da sah er auf einmal diese wundervolle Erscheinung.

Diese wundervolle Frau!

Diese dunkelhaarige leidenschaftliche Frau. Diese Frau, die seine Idealvorstellung von einer Frau war. So wie Julia Roberts ungefähr. Nur kleiner. Und mit nicht so einem fürchterlich alles verschlingenden amerikanischen Gebiss ausgestattet.

Nein, Julia Robert als geiler Engel mit einer ansprechenden Größe beziehungsweise Kleinheit und einem netten Mund.... Und natürlich mit einem größeren Busen. Natürlich! Wenn schon Idealvorstellung, dann aber auch richtig! 

Das war fantastisch! War sein Körper vorhin eins mit seiner Seele gewesen? War er vorhin glücklich gewesen? Glücklich und zufrieden wie nie zuvor in seinem Leben? 

Nein, nie zuvor war er so glücklich gewesen wie just in diesem Moment.

Dieses großartige Weib seiner Vorstellung! Und wie geil sie ausah!

Sein Engel in Form einer kleineren geileren, mit nicht so einem amerikanisch ausgeprägten Gebiss ausgestattet, näherte sich ihm behände, und Wattzek spürte trotz seiner dumpfen Trunkenheit, wie sich unten bei ihm etwas regte.

Der Engel flüsterte ihm etwas ins Ohr. Wattzek spürte die elektrisierende Hand seines Engels an seinen Ohren, er konnte es kaum glauben. Geflüsterte Worte waren nicht das, was er von seinem Engel wollte. Er wollte etwas ganz anders. Vielleicht würde er diesem Engel beibringen, was es hieß, sich auf vollkommen irdische Art zu vergnügen. Aber als er die Stimme seines Engels hörte und die Worte, da wurden seine lüsternen Gedanken auf einmal still

Denn sie sagte es ihm.

Sie sagte ihm ALLES.

Ja genau. ALLES!

Und plötzlich schlagartig hatte Wattzek eine großartige Idee, eine Art Formel war in seinem Kopf, eine Formel, um die ganze Welt zu retten. Es war alles ganz einfach. Es war eine herrlich fantastische Formel. Eine Formel, wie sie vielleicht alle tausend Jahre erfunden wurde Eine Formel, um die Welt damit beglücken zu können. Um den Friedensnobelpreis damit zu gewinnen. Eine Formel von solch einer bestrickenden Leichtigkeit und solch einer mühelosen Überzeugungskraft, dass Wattzek sich wunderte, wieso noch keiner vor ihm auf diese Formel gekommen war. 

Denn sie war so einfach, diese Formel. 

Aber würde er sie morgen noch wissen? Diese Formel?

Ach was, die Formel war so leicht, er würde sie morgen auch noch wissen. Seltsamerweise konnte er sie nicht in Worte fassen, sie existierte nur in seinem Kopf, und seine Stimmbänder weigerten sich einfach, sie zu sagen. Lag bestimmt am Bockbier.

Der Engel war verschwunden, das war zwar bedauerlich, aber dieser Moment des totalen Durchblicks und der Gewissheit, im Besitz dieser Formel zu sein, ließ Wattzek den Verlust des geilen Engels verschmerzen.

Kurz danach traf ihn die gusseiserne Bratpfanne seiner Ehefrau mitten auf die Stirn.

Am nächsten Morgen wachte Wattzek mit einem mittleren Brummschädel auf. Der Brummschädel stammte nicht vom Saufen sondern von dem Schlag mit der Bratpfanne, den sein Eheweib, das friedlich schnarchend neben ihm lag, ihm verpasst hatte.

Sein erster diffuser Gedanke galt seinem Engel. Aber der Engel war wohl weg. 

Sein zweiter diffuser Gedanke galt der kostbaren Weltformel. 

Aber zu seinem Entsetzen konnte er sie nicht in Worte fassen, nein schlimmer noch, er hatte keinerlei Idee, worum es bei dieser Weltformel überhaupt gegangen war. Und sie war doch das Wertvollste, was er je im Leben erlebt hatte! Sie war anscheinend weg, aber er wusste doch genau, dass er sie wusste und dass sie unbeschreiblich großartig war.

Jedenfalls konnte sich Wattzek am nächsten Morgen zum Verrecken nicht an die Weltformel erinnern, er hatte nur eine ziemlich Erektion, so in Erinnerung an eine dunkelhaarige sehr hübsche Julia Robert als geiler Engel mit einer ansprechenden Größe beziehungsweise Kleinheit und einem netten Mund.... Und natürlich einem größeren Busen. Klar, wenn schon Idealvorstellungen, dann auch richtig.

Wattzek griff sich seine Frau, während er verzweifelt versuchte, sich die wenigen Worte ins Gedächtnis zu rufen, die sein Engel ihm zugeflüstert hatte. Er erinnerte sich an einen Vokal, an ein langes iii, und krampfhaft überlegte er sich Worte, in denen so ein langes iii vorkam, wie zum Beispiel in Diebe oder Hiebe oder Gier oder Schmieren. Aber das ergab alles überhaupt keinen Sinn.

Er wusste die Formel nicht mehr und hatte einen Augenblick lang das Gefühl eines entsetzlichen Verlustes. Aber bald darauf tröstete er sich mit dem Körper seiner Frau und mit der Überzeugung, dass die Formel noch in ihm war. Sie konnte nicht einfach weg sein, und irgendwann würde er wieder drauf kommen, und dann würde er die Welt damit beglücken.

 

Was Wattzek nicht wusste war: Leider hatte das Bockbier (mit einer Stammwürze von 18%) nicht nur das Bewusstsein von Wattzek sondern auch die mit diesem Bewusstsein eng verbundene Weltformel abgetötet, mit der Wattzek die Welt hätte beglücken können. Diese Formel hätte die Rettung für die Menschheit und auch für die meisten Tierarten (mit einer Chance von 85%) bedeutet. Aber was soll’s. Ein bisschen Schwund ist immer...

Und Wattzek hatte zwar die Formel vergessen, mit der er die Welt hätte beglücken und retten können (was wirklich ein Jammer war, das Vergessen natürlich und nicht das Beglücken und das Retten), aber er kannte nun einen Rausch mehr, nämlich den total blöde machenden, gewisse Weltformeln abtötenden und mit Amnesie verbundenen Bockbierrausch. 

ENDE

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.03.2005. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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