Silvia Möbius

Buchvorstellung Felix auf Reisen

 Beschreibung

Eine Abenteuergeschichte aus der Sicht einer 1 Euromünze, die den Namen Felix trägt. Er und viele andere Münzen und Geldscheine erleben so manches auf ihrer Reise durch Geldbörsen, Registrierkassen , Sandstrände und vielem mehr. Felix ist für Kinder ab ca. 6 Jahren, aber auch Eltern und Großeltern werden ihren Spaß daran haben ihn zu lesen.

Felix ist da !!!
Ab sofort erhältlich bei der Autorin, im Buchladen oder über den Verlag zu bestellen und kostet 11.80 Euro.



Leseprobe

Felix auf Reisen

Michael bekommt von seinem Onkel Martin einen Euro geschenkt. „Einen ganzen Euro“ Michael freut sich sehr. Wieder einen mehr für seine Spardose. Da er so neugierig ist, will er natürlich wissen, wo denn dieser Euro herkommt und wie jener gemacht wurde.
Also fragte er gleich seinen Onkel Martin. Der meinte nur: “Ich habe ihn von der Bäckersfrau. Diese bekommt das Kleingeld von der Bank und die beziehen alle Münzen von der Münzprägeanstalt. Das kann aber der Herr Fröhlich von der Sparkasse viel besser erklären. Also, lass uns zu ihm gehen und der kann dir das alles ganz genau erzählen“.
Michael schaut sich seinen Euro ganz genau an. Einen goldenen Rand und einen silbernen Körper hat die Münze. Man kann Europa darauf erkennen und auf der Rückseite ist der Bundesadler aufgeprägt. Am Rand sind ganz viele Rillen eingebracht, aber wozu? Fragen über Fragen, aber später würde er die Antworten bestimmt bekommen.
Bevor Michael mit seinem Onkel zur Sparkasse geht, nimmt er seine Münze und wirft sie in die Spardose. „Toll, wieder einen Euro näher an meinem Fahrrad“ denkt er sich und nennt seine Münze Felix.
Felix der Glückliche, da er ihn in seine Spardose gesteckt hat und sicher nicht ausgeben wird. Michael spart nämlich auf ein neues Fahrrad und das kostet viele Euros.
Er geht mit seinem Onkel Martin zur Sparkasse um von Herrn Fröhlich mehr darüber zu erfahren, wo die Münzen herkommen und wie sie gemacht werden. Sie schreiten durch die große Glastür, gehen zu einem Schalter und begrüßen freundlich den Herrn der dahinter steht. Michael kann es nicht erwarten, also platzt er gleich mit seinen Fragen heraus und Herr Fröhlich schaut ihn ganz erstaunt durch seine runde Brille an. Er holt erst einmal tief Luft und sagt dann ganz ruhig: “Hallo Michael, schön das du dich so dafür interessierst. Lass uns mal nach hinten gehen, da kann ich dir alles viel besser erklären.“. Michael und sein Onkel Martin folgen ihm in sein Büro. Dort dürfen sie sich erst einmal hinsetzen, bevor Herr Fröhlich weiterspricht.
„Hier habe ich für dich ein kleines Heftchen, in dem alle Münzen abgebildet sind, die es in Deutschland gibt.“. Michael schaut hinein und entdeckt sofort seinen Euro wieder, den er von seinem Onkel bekommen hatte und die anderen Geldstücke kannte er natürlich auch.
„Du siehst, da sind verschieden große und auch anders farbige Münzen abgebildet. "Welche kennst du denn schon?“ .
Michael zeigt ihm sogleich alle Euromünzen und fragt ihn“: Wie kommt der goldene Rand um den silbernen Körper?“. „ Aus wie vielen verschiedenen Metallen ist die gemacht und wo kommt der her und warum hat er Rillen an seinem Rand?“
Herr Fröhlich räusperte sich erst einmal und suchte nach den richtigen Worten.
„ Die Münzen, die du da siehst, die Ein- und Zwei Euromünzen. Sie bestehen aus 3 verschiedenen Metallen. Aus welchen, darf ich nicht verraten. Das ist ein Geheimnis. Nur soviel; es ist Nickel, Messing und Magnimat enthalten. Den goldenen Ring bekommt er unter hohem Druck mit einem speziellen Gerät aufgesetzt, damit der auch nicht mehr abfallen kann. Die Einzelteile kommen in eine riesige Maschine, die eigentlich aus zwei separaten Teilen besteht. Stell dir vor, du hast auf der einer Seite die goldenen Ringe und auf der anderen die silbernen Rohlinge. Erst wird der Ring eingelegt und dann presst man mit hohem Druck die beiden Körper ineinander. Dann wandert diese noch unfertige Münze in die Stanze, in der Sie ihr Gesicht bekommt. Eine Seite mit der Zahl und Europa darauf und die andere mit dem Bundesadler versehen. Zum Schluss bekommt jede Münze verschiedene Rillen eingestanzt, damit Menschen die Blind sind oder eine Sehbehinderung haben die Münzen auch unterscheiden können.“. „So, nun hoffe ich, das ich dir alles erklären konnte und du jetzt besser Bescheid weißt“ meinte zum Schluss Herr Fröhlich und verabschiedete sich von Michael und seinem Onkel.
Zur gleichen Zeit lag Felix in der Spardose in die Michael ihn durch den Schlitz hinein geworfen hatte. Hart schlug er auf andere Münzen auf, die schon in der Dose lagen. Diese beschwerten sich lautstark und der arme Felix konnte sich nur kleinlaut entschuldigen. Keine der Münzen wollte sich mit ihm unterhalten, denn sie waren verärgert. Jede menge Kleingeld, von jeder Sorte einige, waren mit ihm in dieser Spardose, aber dennoch sprach niemand ein Wort. Felix lag still in einer Ecke und schaute sich nach oben hin um. Ein schmaler Schlitz war zu sehen, durch den einwenig Licht hereinkam. Er schaute sich die vielen Münzen an und bemerkte noch ein anderes Ein Eurostück. Er grüßte höflich, aber die Antwort verstand er nicht. „Diese Münze kam aus Frankreich“, erklärte ihm das Zwanzig Centstück, da Felix kein französisch konnte, wurde es nichts aus der Unterhaltung. Leider sprach die kleine Münze nicht weiter denn auch ihr war Felix auf die Prägung gefallen.. Es war für alle Münzen nicht leicht sich zu verständigen, denn es gab 15 verschiedene Länder die mit Euro und Cent bezahlen. Aus jedem Land sprachen die Münzen die dortige Landessprache. So wurde es schwer sich gegenseitig zu verständigen. Die deutschen Geldstücke waren verärgert und die anderen konnte er nicht verstehen. Was macht man in einer solchen Situation?
Felix fing an zu träumen.
Er träumte von seinem Geburtsort, der Münzprägeanstalt in München. Vielleicht träumte er das, was Michael von Herrn Fröhlich erzählt bekam.
Wer weiß.
Felix träumte davon, wie er als frisch geprägte Münze mit seinen Geschwistern in einen riesigen Behälter geschüttet wurde. Er seinen goldenen Rand und seine Prägung bekam. Einige Tage später kamen sie in eine große Maschine, getrennt in ein anderes Fach gerüttelt und immer zu Fünfzig Münzen in Papier verpackt wurden. In einer dunklen Kiste, streng bewacht, begaben sie sich auf die erste Reise. Zu einer Bank. Die Münze die ganz außen lag, konnte alles genau sehen und erzählte den restlichen Münzen alles was sie sah. Sie lagen mit vielen anderen Geldrollen in einem sogenannten Tresorraum im Keller einer Bank. Hier war es nicht sehr schön. Ein kahler, grauer Raum mit einer nackten Glühbirne an der Decke und anstelle einer Tür gab es Gitter. Dort lagen sie einige Stunden, bis eine Hand sie aufhob und in den Schalterraum trug. Das Papier um Sie entfernte man und jedes einzelne Geldstück wanderte in ein Münzbrett unter der Theke. So ein Brett hat viele einzelne Fächer mit kleinen Rillen darauf. Zwischen diese passen immer fünf Geldstücke, damit die Menschen sich leichter tun beim zählen. Wenn ein Kind mit seiner Spardose kommt, packt man alle Münzen auf das Brett und wenn fünfzig gleiche Münzen darauf liegen, werden sie in ein, für sie bestimmtes Papier gerollt. Darauf steht wie viele Münzen und welche darin sind. Felix war schon ganz aufgeregt und wäre am liebsten sofort losgegangen. Da Münzen nicht laufen können, musste er so lange wartet er an die Reihe kam. Eine zarte Hand hob ihn aus dem Brett auf die Theke und nun konnte er kurz seine restliche Umgebung erkennen. Er befand sich im Schalterraum einer Bank. Er sah eine riesige Fensterfront, mit weißen Lamellen davor. Einen Ständer mit verschiedenen Broschüren und Zetteln darin. Plakate in vielen Farben hingen von der Decke herunter und auf der Theke sah er Formulare liegen und eine hübsche Spardose stehen. Mehr konnte er nicht erkennen, denn schon wurde er in eine schwarze Geldbörse gepackt.
Felix hörte von verschiedenen Gruselgeschichten.
Eine, so sagt man, das einige in einem Münzsammelalbum landeten und nie wieder von dort wegkommen.
Andere behaupten: “das man nie auf Reisen geht, sondern sofort in diese Mappe kommt“.
Das wollte und konnte Felix nicht glauben. Denn man war doch auf der Welt um auf Reisen zu gehen.
Leider gingen die Menschen nicht immer sehr sorgsam mit den Münzen um. Oft wurden sie achtlos in etwas hineingeworfen, das zum Beispiel Geldbeutel hieß. Immer wieder kam es vor, das Geldstücke hart aufprallten, wenn sie auf andere Münzen fielen. Viel zu viele Münzen in einem viel zu engen Beutel die sich den wenigen Platz teilen mussten. Gelegentlich lagen sie dicht gedrängt, Prägung an Prägung aneinander gedrückt bis einige wieder heraus genommen wurden und den Besitzer wechselte. Nicht selten lag man tagelang in der selben Börse, mit dem gleichen komischen Geruch und manchmal sogar mit Krümeln darin. Es gab so schöne Spardosen, als Tiere, mit Gesichtern darauf, in bunt oder einfarbig oder wie die von Michael als Fußball. Bevor Felix durch den Schlitz musste, konnte er die Spardose von außen sehen. Sie sah aus wie ein etwas zu klein geratener Fußball. Mit schwarzen und weißen Feldern und mit einer bunten Aufschrift darauf. So stand sie in seinem Zimmer auf der Kommode. Auch wenn die Behälter noch so schön sind, gefällt es keiner Münze, darin für längere Zeit zu liegen. Hier konnte man sich nur mit den selben Münzen unterhalten oder die gleiche Innenwand anschauen. Keine Abwechslung und kein Abenteuer konnte man hier erleben. In einer Kasse sieht es schon anders aus. Da ist viel mehr Platz, jede Münzgröße hat ihr eigenes Fach. Die Zwei Eurostücke lagen in ihrem, die Eineuros schlummerten im Nebenfach und die kleineren Geldstücke warteten ebenfalls schön getrennt voneinander in der Kasse. Ein ständiges kommen und gehen beherrscht den Alltag und man lernte neue Münzen kennen.
Dauernd wurde die Börse geöffnet und immer kamen oder gingen die Münzen. Nur Felix nicht, der blieb einige Tage im Dunkeln, bis auch er wieder herausgenommen wurde. Felix musste durch einen engen Schlitz, durch einen lange Röhre und in einen metallenen Kasten. Er war in einem Geldspielautomat gelandet und freute sich, weil er viele neue Euros kennen lernte. Da waren Euros aus vielen verschiedenen Ländern, aber auch einige aus Deutschland. Fleißig unterhielt er sich mit einigen, um zu erfahren woher sie kommen und was sie schon alles erlebt haben. Da waren auch welche aus Griechenland, aus Österreich, aus Holland und von Frankreich dabei. Felix war selig, er fand einen seiner Brüder wieder und die beiden tauschen sich lange aus. Die Zeit war trotzdem viel zu kurz. Die große Wand des Automaten wurde aufgeschlossen, die Geldkassette herausgenommen und der Inhalt wurde in eine Maschine geschüttet. Hier wurden alle gezählt, in Rollen verpackt und wieder ging es zurück zur Bank.
Felix war traurig, obwohl er wieder mit vielen anderen Euros zusammen war. Sollte das schon die ganze Reise gewesen sein?
„Ich hatte so gehofft, noch viel mehr zu erleben“ dachte er leise bei sich und schloss die Augen. Traurig schlieft er ein, doch schon wurde er wieder aus dem Schlaf gerissen.

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 2006-05-10. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).