Herbert Genzmer

Buchvorstellung: Abzittern

 Gerald Beck ist Auftragsschreiber und Ghostwriter und privat eine Spielernatur. Als er seine Dienste dem umstrittenen Fernheiler Pentland zur Verfügung stellt, glaubt er, den großen Coup gelandet zu haben: Mit dem ansehnlichen Vorschuss gleich bar auf der Hand kann er sein altes Leben samt Ehefrau hinter sich lassen. Er greift sich Laptop und Geld, steigt in den Wagen und macht sich auf und davon Richtung Süden: durch Frankreich, Spanien und bis nach Portugal.

Was als eine Art Roadmovie mit dem euphorischen Traum von der großen Freiheit beginnt, wird zur Geschichte eines Kontrollverlusts, denn Pentland gewinnt immer größeren Einfluss auf seinen Ghostwriter. Immer häufiger flüchtet sich Beck, statt seinen Auftrag zu erfüllen, ins Internet. In einem Sexchat verfällt er einer Frau, aus einer Spielerei wird Besessenheit, und bald geht es ihm nur noch um eines: diese virtuelle Beziehung Wirklichkeit werden zu lassen. Wie süchtig reist er nach Deutschland zurück, um mit dieser Frau wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen. Doch die Rechnung geht nicht auf.


Rezessionen (Auswahl):

Abzittern nimmt seinen Leser vom ersten Moment an gefangen ... und man verfällt bei der Lektüre zunehmend einem Sog. Am großartigsten gelingen Herbert Genzmer freilich jene atmosphäregeladenen Momente, da er seinen Helden tagsüber oder nachts durch fremde Städte streifen lässt, wie das exemplarisch etwa das Kapitel „Barcelona-Madrid" vorführt. Hier reihen sich die einfachen Beobachtungen evidenten Lebens aneinander zu einer sicht-, hör- und riechbaren Großstadtsymphonie.
Dietmar Jacobsen, Poetenladen

Gegenwärtig, spannend und zehnmal besser als jedes MySpace-Gezwitscher.
Peter Drews, Büchermagazin

Das Tagebuch eines suchenden Vagabunden.
Ananda Milz, Rheinische Post

In „Abzittern" findet der Niederrheinische Literatur-Preisträger erneut diesen bewundernswert lakonischen Krimi-Ton. Bis in die intimsten Schilderungen hinein folgen wir dem Verfall, sehen wir wie sich Wahrnehmungen verschieben, alte Relevanzen auflösen, neue entstehen: Nervös liest man diesen Text in einem durch, legt ihn nachts um halb vier aus der Hand und ist bereit zu beten, dass die Sonne wieder aufgehen möge.
René Linke, Westdeutsche Zeitung

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 2009-04-01. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).