Kommentare unserer Leserinnen und Leser zum Gedicht

„Der schwarze Pferdewagen“ von Franz Bischoff

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Hanns Seydel (rudiger160965gmx.de)

01.05.2021
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Guter Franz,

Dein hervorragendes Gedicht gehört zu den wichtigsten betreffend dieses ernste Thema !!!
Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen : In Deiner Kindheit wurde der Leichenwagen von Pferden gezogen. Heute ist es eben der (motorisierte) Leichenwagen.
Aber in beiden Fällen ist die ganze Angelegenheit sehr traurig. Gerade in der Coronazeit, wo sich die Todesfälle häufen, muss man ungewollt oft an den Tod denken.
Es ist ein sehr gewichtiges Gedicht (die gewählte Kategorie "Trauriges" ist absolut zutreffend), das sehr nachdenklich stimmt !

GLG Dir und ein schönes WE von Hanns

Renate Tank (renate-tankt-online.de)

30.04.2021
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Auch wenn ich im Glauben tief verwurzelt bin:
hier werde ich jedes Mal stiller als still.
Ob mit Pferdegespann, wie es früher war,
oder im einfachen Zug, dem Grabe entgegen:
es zerreißt mich innerlich und ich brauche Gottes Segen,
denn der Tod selbst überstieg meine innere Not.

Liebe Grüße - Renate

Musilump23

30.04.2021
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Lieber Franz,
alles unterliegt dem Wandel der Zeit. Erst die Sinnesorgane verwandeln unsere Erlebnisse in Reize und Gefühle die auch berühren.
Dass du Gedanken und Gefühle in Worte verwandeln kannst, zeigen mir immer deine sinnigen Beiträge. Wir kannten noch diese schwarz geschmückten Pferdewagen, die bis Anfang der 60-er Jahre im Einsatz waren. Für den Pferdeführer im schwarzen Anzug mit Zylinder, war es stets eine ehrenhafte Angelegenheit den Trauerzug mit seinem Gespann zu begleiten.
Mit frdl. GR. Karl-Heinz

Anschi (Anschipostweb.de)

30.04.2021
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"gemeinsam man geweint"... würde mir in der 2. Strophe besser gefallen...
Denn es ist dieses Gemeinsame, das du in deinen nachdenklichen Zeilen ansprichst... und das man aktuell sehr vermisst, wenn man einen lieben Angehörigen bestattet. Meine Kinder haben innerhalb des letzten Jahres beide Großeltern väterlicherseits verloren... beide wurden unter Corona-Bedingungen im kleinsten Kreise bestattet... bei der Bestattung der Oma gab es im Januar noch nicht mal mehr eine Trauerfeier im Anschluss... nur meine Kinder trafen sich noch auf einen Kaffee.
Diese Art des Abschiednehmens wird für Viele sehr schwer sein, denn wie heißt es so wahr: Geteiltes Leid ist halbes Leid...

Nachdenkliche Grüße! Anschi

freude (bertlnagelegmail.com)

30.04.2021
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...am besten ist das Leichenmahl,
denn alles andre ist 'ne Qual.

Francesco, lG Bertolucci.

tryggvason (olaf-lueken2web.de)

30.04.2021
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So einen Leichenwagen habe ich mal im Fernsehen gesehen. Mit Sicherheit war das ein Wildwest. Wenn ein Mensch starb, dann war das ein Ereignis. Wenn in Bayern ein Begräbnis erfolgreich vonstatten ging, sprach man, wenn ich mich nicht irre, von einer guten Leich. Die Zeiten sind vorbei, vor allem in Covid19-Zeiten. Im Glauben, dass amjjj Weltende die Toten aus ihren Gräbern steigen, gab es - vor allem in katholischen Regionen - nur selten eine Brandbestattung. Mein Vater starb 1993. Die Kosten für die
gesamte Beerdigung (inkl. Grabstein lagen) bei 14.000 Mark. Für meine Beerdigung hätte ich das Geld nicht mehr ! Herzliche Grüße aus dem Rheinland.
Olaf

Franz Bischoff (30.04.2021):
Guten Morgen lieber Olaf. Zustimmung Dir, wenn man in Bayern einen guten „Tröster“ nach der Bestattung hatte, dann nannte man dies der Feier bezogen, „es woooor aaaa gua´te Leich“! Schmunzel! Ich kannte diesen schwarzen Pferdewagen im Ort noch als Kind und der Bestatter später, der passte absolut dazu und war dem Aussehen bezogen, wie in einem Western immer ersichtlich! Wahrheit! Wenn die Bürger diesen Wagen sahen, dann blieben sie stehen und nahmen den Hut ab und senkten dabei den Kopf! Doch diese Zeiten sind vorbei, doch das Glöcklein höre ich immer wieder und denke über manchen Mitmenschen gerne nach! Danke Dir Olaf und viele Grüße Dir von Franz *Bestattungen sind ein gutes Geschäft und es werden immer mehr!

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