Ewald Frankenberg

ich liebe jill

ich liebe jill

stehe ich auf sagt sie ich sei sehr nett
und sie sagt, dass ich gut sei im bett
ich liebe sie, für mich ist sie echt
mach mich für sie krumm, das ist jill´s recht

auf dem bau tu ich nur meinen job
jedermann tritt mich, nirgends ein lob
schaffe fürs essen, es ist nicht der hit
doch ich halt hier aus, denk an jill´s titt

ich traf sie am bahnhof, wir wurden schnell klar
wir treffen uns jetzt in der cherie – bar
wenn wir uns lieben vergess´ ich die welt
jill gibt für mich alles, ich geb´ nur mein geld





 

die Tage stellte ich die auf diesen jahrzehnte alten Text basierende Kurzgeschichte "Sex mit Jill" ein,nun will ich euch diese Ausgrabung auch nicht vorenthalten. Ähnlichkeiten mit Iggy Pop´s "Pumpin´ for Jill" sind nicht zufällig, der Text ist auch ohne große Veränderungen der Musik zu eben dieser singbar.

 

copyright für diesen Text: Ewald Frankenberg

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.10.2012. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Rapunzel in Puppengesprächen, Adoptivkinder auf Zeitreisen, Fragebögen, Bekundungen am Bauch der Sonne. Rätsel und Anspielungen, die uns, an Hand scheinbar vertrauter Muster, in die Irre führen. Florian Seidel hält seine Gedichte in der Balance zwischen Verschweigen und Benennen, zwischen Bekanntem und Unbekanntem. Jeden Augenblick könnte alles aus dem Gleichgewicht geraten, uns mitreißen, uns enden lassen in einem Augenblick der Verwirrung. Die in dem Gedichtband „Ein Tiger schleicht durchs Puppenhaus“ versammelten Texte schildern Suchbewegungen. Glückspiraten, Tiger, Jäger und andere Unbehauste in jenen Momenten, da die Realität Schlupflöcher bekommt und wir uns selbst im Spiegel sehen. Ein ungewöhnlich großes Sprachgefühl und vor allem die Bildhaftigkeit machen die Qualität dieser Lyrik aus.

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