Kommentare unserer Leserinnen und Leser zur Kurzgeschichte

„Sad Songs, Abschied, Aufbruch und die Weite der Welt“ von Bernhard Pappe

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I Bebe (irene.beddiesgmx.de) 06.08.2017

Lieber Bernhard,
deine Geschichte macht mich sehr nachdenklich. Habe ich Ähnliches erlebt? Ich weiß es nicht mehr. Für mich schieben sich stets Bilder aus meiner frühesten Kindheit in den Vordergrund, blitzartige Szenen, die ich in keinen größeren Zusammenhang einordnen könnte außer: behütete Kindheit vor der Flucht und nach dem Krieg. Für meine Kinder habe ich daraus ein Büchlein geschrieben.
Liebe Grüße zum Sonntag
Irene

 

Antwort von Bernhard Pappe (06.08.2017)

Liebe Irene, ich habe weniger Erinnerungen an frühere Kindheitsjahre. Allerdings sind diese Erinnerungen analog zu dir blitzartige Szenen. Ich muss ebenso dankbar sein, dass meine Kindheit weit genug hinter dem letzten großen Krieg begann. Trotzdem bin ich mir sich, dass auch du deine Abschiede und das Beschreiten neuer Wege erlebt hast. Liebe Grüße an dich Bernhard


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Solino10 (solino16yahoo.de) 05.08.2017

Lieber Bernhard, deine Geschichte berührt sehr. Es zeigt eine sensible Seite, Verletzlichkeit. Mutig, finde ich. Ich persönlich habe keine solche Erinnerung an so einen "Auszug". Deine Ausführungen über die Qualität der "Erinnerungen" stimme ich zu. Sie werden meist "verfärbt", "geschönt". Sie werden irgendwann zu den "guten alten Zeiten" - obwohl sie in der gelebten Zeit gar nicht so "gut" waren.
Mir fällt`s manchmal auf - wenn jemand stirbt. Partner - die lange Jahre zusammen waren, sich auseinander gelebt hatten, ja fast kriegsähnlich geführt wurden. Nach dem Tod - war`s der beste Partner überhaupt. Was ist der Grund für so eine Verschiebung? Gewohnheit? Redet man sich`s selber schön? Wie funktioniert hier die Wahrnehmung? War sie vorher verschoben - oder verschiebt sie sich durch das nicht mehr vorhanden sein - dieses Menschen? Du siehst, schon wieder viele Fragen. Liebe Grüße in dein Wochenende, Anita

 

Antwort von Bernhard Pappe (06.08.2017)

Liebe Anita,, ja, Erinnerungen wandeln sich ins Positive. Vielleicht ist das ein Muss. Warum sich auch mit dem Negativen belasten, was in der Vergangenheit passiert ist? Unser Leben findet nicht in einem geschützten Paradies statt. Das Negative ist unausweichlich. Es auszublenden, es zu verdrängen ist sicher eine mentale Schutzfunktion. Mein Studium, was nach diesem Abend folgte, war eine tolle, aber auch eine schwierige Zeit, die mehr als einen stressigen Moment hatte und ich manchmal auch an das Aufgeben dachte. Ich habe es geschafft und das prägte mich bis ins Heute hinein. Wichtig waren aber auch die Menschen und die Meinungen, die mir begenet sind, die mich Vielfalt lehrten - eine wichtige Erfahrung. Liebe Grüße an dich und inspirierte Tage Bernhard


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chriAs (christa.astla1.net) 04.08.2017

Lieber Bernhard,
beim Lesen deiner Geschichte sehe auchich mich mit dem Koffer in der Hand vor der Haustüre stehend. Es gibt ein Foto davon, das ich betitelt habe: Abschied, ein neues Leben beginnt. Ich war nur neugierig, sprang mit beiden Beinen ins neue Leben, weg vom Einfluss der Eltern, ins eigene Leben... Daran denke ich gerne zurück.
Liebe Grüße in ein gutes Wochenende, Christa

 

Antwort von Bernhard Pappe (06.08.2017)

Liebe Christa, nun habe ich nicht nur meine, sondern auch deine Erinnerung zum Leben erweckt. Größere Abschiede und Umbrüche sind eher selten. Vieles vollzieht sich kontinuierlich. Wichtig ist, dass man das Leben selbst gestaltet, auch wenn das unter dem Einfluß anderer Menschen passiert. Die Einflüsse meiner Studienzeit bewerte ich als sehr positiv. Liebe Grüße am Sonntag Bernhard


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