Gerald Voss

Seelenfrost

Was einfach scheint, ist doch so schwer
Mein Herz das weint, der Blick ist leer

Erst ich gedacht, Du kannst es sein
Das Glück mir lacht, aus Wasser wird Wein

Dann der Verdruss, was soll ich sagen
Dir nachlaufen muss, es stellen sich Fragen

In der Luft liegt nur Frust, kann es gut sehen
Da ist keine Lust, auch kein Verstehen

Das Spiel es ist, so alt wie das Leben
So kalt Du bist, Zorn lässt mich erbeben

Selbst Eis ist hot, im Vergleich zu Dir
Meine Gefühle einmott, was soll ich hier

Es gibt für mich, nichts mehr zu suchen
Es erledigt sich, kein Grund zu fluchen

Wenn Du mich gewollt, was soll ich sagen
Meine Nähe Du gesucht, nicht nur ertragen

Das ist die Kost, die ich nicht will
Der Seelenfrost, er macht mich still

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 01.12.2023. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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Die Öffnung der ostdeutschen Grenzen im Herbst 1989 ruft in Achim Wossow die Erinnerung an die Vergangenheit wach. Nur wenige Monate vorher hatte für den jungen Oberarzt und seine Familie nach der Flucht ein neues Leben jenseits der Mauer begonnen. Nach der Wende läßt Wossow seinen Werdegang zum Arzt noch einmal Revue passieren. Dabei treten ihm die politisch bedingten Unzumutbarkeiten der medizinischen Ausbildung und der Krankenhauspraxis deutlich vor Augen. Er hatte erfahren, daß Systemkonformismus oft mehr wert war als Kompetenz.

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