Karl-Heinz Fricke

Beim Bäcker

Früh um vier Uhr aus dem Bett
steigt der Meister Kringelstedt.
Immer noch nicht richtig munter,
geht in die Backstub' er hinunter.
 
Der Teig war schon gemacht,
schnell das Feuer angefacht.
Der Bäckerlehrling Fritze
formt die Brötchen, macht die Ritze.
 
Der Meister kümmert sich ums Brot,
kein Roggen da, Schockschwerenot.
So gibt es Weizenbrot nur heute,
schimpfen werden einige Leute.
 
Er kann sich das schon mal erlauben,
es wird ihm keine Kundschaft rauben.
Der nächste Konkurrent ist meilenweit fort,
er ist der einzige Bäcker im Ort.
 
Die Bäckersfrau, die Kunigund,
mit ihren hundertachtzig Pfund,
bedient die Frühaufsteher schon,
manchmal hilft der jüngste Sohn.
 
Geflissen lächelnd kam ihr Mann
schon mit warmen Broten an,
gleichmäßig geformt und geraten,
schön ausgerichtet wie Soldaten.
 
Als die Schrippen fast vergriffen,
hat der Meister froh gepfiffen.
Flugs wieder in das Backhaus rein,
denn Mittag müssen fertig sein:
 
Kuchen und Torten zum Naschen,
Sachertorten, Apfeltaschen.
Die Kuchentanten sitzen dann
mit vollen Tellern nebenan.
 
Mit der Gabel in die Torte
mit Gezier von jeder Sorte.
Mancher Kuchenzahn schon wackelt,
jedoch es wird nicht lang gefackelt.
 
Am Abend macht der Bäcker gleich
für den nächsten Tag den Teig.
Alles kommt ins rechte Lot,
es gibt auch wieder Roggenbrot.
 
  Karl-Heinz Fricke  28.04.2007

 

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