Vorheriger TitelNächster TitelNach so langer Zeit, wollte ich mal meine Intention zu diesem Text erläutern.
Meine Art und Weise, wie ich den Text sehe, ist auch bestimmt nicht die einzige Sichtweise, das ist ja das Schöne an Kurzgeschichten.
Aber ich wollte eine Parabel schreiben, also ein Bild vermitteln, das man erst deuten muss, um es zu verstehen.
Was der Leser nicht weiß, ich habe als ich diesen Text verfasst habe, mich intensiv mit Kafka beschäftigt und das Motiv Turmuhr, was der meiner Meinung nach größte Geist des letzten Jahrhunderts, oft in seinen Bildern verwendet hat, auch selbst mit der gleichen Bedeutung übernommen.
Natürlich vergleiche ich mich in keiner Weise mit Kafka, ich wollte nur einen Text in seiner typischen Bauart erstellen.
Zur Deutung:
Die Turmuhr steht natürlich für die Vergänglichkeit. Gleichzeitig symbolisiert sie was festes und unantastbares. Die Zeit vergeht, man kann sie nicht aufhalten. Sie stellt also eine Art Autorität dar.
Mein sitzender Mann sagt von sich selbst, "er habe einen langen Weg" hinter sich => alter Mensch => Rentner
Auf Kosten der Öffentlichkeit sollte jetzt auch eindeutig sein?
Und warum setzt sich das lyrische Ich? Wegen der Autorität der Zeit, ist es unvermeidlich, das auch wir einmal nicht mehr können und uns "setzen" müssen.
Zudem Zeitpunkt der Erstellung des Textes gab es in der Politik und Wirtschaft, eine Diskussion über die Rentenreform.
Der Ausspruch eines Bekannten: " Gib Gas dahinten ist ein Rentner auf der Straße, die liegen uns nur auf der Tasche" veranlasste mich zu diesem kurzen Text und soll,wie alle meine Werke nicht bewerten, sondern zum Denken anregen.
A. WienpahlAndreas Wienpahl, Anmerkung zur Geschichte
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 21.02.2006.
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