Marina Klein

Der Weg des Ichs

Wie spät doch die Zeit.

Verdamme!

Ich Murmeltier.

Morgens, wenn der Tau die Blätter necke,

die Schar aus ihren Höhlen krieche,

die Nacht vertrieben,

dumpfes Licht vor uns liege,

ist die rechte Zeit,

scheinbar für viele.

 

Aber nicht für mich,

so sagt das Ich.

Der Schlaf in meinen Gliedern sitzt,

so warm umwogen,

eingehüllt im Federbett,

träge quietsche mein Alles,

will im Bette, mich vergnügen,

das ist mein gutes Recht.

 

Ist das Ich,

um das ich mich so sorg,

verpflichtet,

sein Ich zu ändern?

Sein müdes Charaktermerkmal,

ein Teil seines Ganzen!

Wieso sich anpassen, der dummen Schar?

 

Kein Opportunist!

Nein!

Wie ein Vogel im Flug,

weiter Himmel so frei,

erstreckt über dem weitem Horizont,

über dem Ich.

 

Schlaf ist das Gute.

Die Idee vom Seelenfrieden.

So erfülle ich mich,

indem ich tue,

was ich tue!

 

Den Lebenskreis

bestimme ich,

der falsche Weg

ohne Bedeutung.

Wie ich zurück komme,

auf die rechte Spur,

das, das zeigt die Stärke.

 

Aber!

Wer gibt mir die Antwort,

auf die Fragen?

Wo ich noch ein,

noch aus,

irre im Dunkeln.

Wird sie gegeben von den Anderen?

 

Soll ich vertrauen, blind?

Fremde sollen mich belehren?

Mich?

Der nicht weiß,

wann zu vertrauen,

wann zu sehen das Gute,

wie zu besiegen die Angst!

 


Zuhören, sagt das Ich,

das mir so half

in vielen Stunden.

In ihr liegt die Lösung,

das Licht,

die Idee des Guten.

 

Wichtig, um zu verstehen,

zu finden die Erkenntnis.

Das muss man lernen,

so lehrt mich das Ich.

Ist nicht zu erzwingen.

 

Steigere deine Kenntnis,

Tag um Tag,

Stund um Stund.

So tue es Jedermann!

 

Gerätst du auf die schiefe Bahn,

verloren der Weg,

verlier nicht den Mut,

zeig deine Stärke der Natur,

und bewahre deinen Hoffnungsfunken.

 

Er flackert,

lebt beherzt in jedem von uns,

bewahrt vom Ganzen.

Umschlossen wie eine Knospe zart,

behütet von Mutternatur,

Unantastbar!

 

Vertraue, und,

verurteile nicht zu gleich,

du bist ohne jeglichen Zwang,

frei zu entscheiden,

wie jedermann.

 

Baue darauf auf,

so wie ich es tue,

so wie das Ich,

das so gleich mir folgt.

glaube nun,

stärke dich im Innern,

und der Weg wird sich offenbaren,

zeigen dir alle Sonnen.



























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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 29.12.2008. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Infinity: Zeitgenössische, zärtliche Lyrik aus Wien - Hietzing von Heinrich Soucha



Mit dem Schreiben und Dichten, ist das so eine Sache.So war ich oft der Meinung, nur lyrisch Schreiben zu können, falls ich mich in einem annähernd, seelischen Gleichgewicht befände, erkannte aber bald die Unrichtigkeit dieser Hypothese.Wichtig allein, war der Mut des Eintauchens.Das Eins werden mit dem kollektiven Fluss des Ganzen. Meine Gedanken, zärtlich zu Papier gebrachten Gefühle,schöpfte ich stets aus diesem Fluss.

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