Gerhard Krause

Am Grab

Er kam mit schlürfend Gang
gestützt auf seinen Stock
langsam die Dorfstraße entlang
verschließen war sein Rock

Ein jeder hat ihn schon gesehn
hat stets kein Lächeln im Gesicht
er blieb auch nirgendwo mal stehn
und kaum jemand mit ihm spricht

Kurz vor der Kirche biegt er ab
sein Weg führt ihn zum Friedhof hin,
nach dort zu dem Familien Grab
dort liegen seine Liebsten drin

Er legte ein paar Blumen ab
und steckt sie in die Vase ein,
putzte den Stein der auf dem Grab
und fühlte sich hier so allein.

Es schmerzt sehr,  dann ein lang Gebet
das er flüsternd vor sich hin sprach
bleibt eine Zeit am Grabe steht
und dachte über vieles nach:

Das Unglück, es geschah im Winter,
das Schicksal traf ihn so recht hart
er verlor die Frau und die  Kinder
und Kummer blieb ihm nicht erspart.

Er zweifelt oft an seinem Gott
der Liebe und Gerechtigkeit
und wünscht zu Ende wär die Not
und abgelaufen seine Zeit.

14.7.2019                               Gerhard Krause

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 14.07.2019. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Weil ich das Verschwenderische des Lebens begriffen habe, die Extreme erkannte und über den Weg von einem zum anderen nachzudenken anfing, weil ich verstand wie elend es ist, wußte ich auch, wie schön es ist und weil ich erkannte, wie ernst es auch ist wußte ich auch wie fröhlich es ist.

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