Michelle Sabrina Gerards

Angst vor Opas Tod

Angst vor Opas Tod !

Ich bin groß und ich war klein
und hoffe auch in Zukunft,
wirst du immer bei mir sein.

Lernen musst ich immer viel,
was mir als kleines Mädchen,
überhaupt gar nicht gefiel.

Oft kamen schwere Zeiten,
auch wenn sie waren finster,
du wolltest mich begleiten.

Nicht um Zeit schertest du dich,
in dem kleinen Wohnzimmer,
hattest du sie für mich.

Sehr oft haben wir gelacht
und das hab ich sehr geliebt,
doch auch vieles durchgemacht!

Eine Person, so viel mehr,
so tolle Eigenschaften,
oh ich liebe dich so sehr.

Stets muntertest du mich auf,
ein großes Loch voll Trauer,
halfst mir nach dem Fallen rauf.

Wie die Blätter trägt der Wind,
damit sie nicht hart fallen,
für dich bin ich wie dein Kind.

Die Liebe wuchs so so sehr,
die Zeit vergeht viel zu schnell,
ohne dich, das geht nicht mehr.

Bitte dreht die Zeit zurück,
ich möcht dich nicht verlieren,
so ein Opa, welch ein Glück.


                         Michelle Gerards (16 Jahre)


Anhang: Das Gedicht habe ich für meinen Opa geschrieben. Im Grunde genommen habe ich mein ganzes Leben mit ihm verbracht. Jeden Tag nach der Schule bin ich bei ihm und er hat mich mein Leben lang bei allem unterstützt. Für mich ist er wie ein zweiter Vater und ich habe ihn ganz doll lieb. Letztens sagte er jedoch zu mir, dass er nicht für immer an meiner Seite sein wird und er hofft noch so lange zu leben, bis ich mein Abitur bestanden habe und sich sicher ist, dass ich in meinem Leben gut zurecht komme. Für mich war dies zunächst wie ein Schlag ins Gesicht, da ich mir noch nie Gedanken über ein Leben ohne ihn gemacht habe. Und die Gefühle, die ich dabei empfunden habe, versuche ich in diesem Gedicht zu verarbeiten.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 17.03.2020. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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Über den Tag hinaus zu schauen, heißt für mich, neben dem Alltag, dem normalen Alltäglichen hinaus, Zeit zu finden, um das notwendige Leben mit Gefühlen, Träumen, Hoffnungen, Sehnsüchten, Lieben, das mit Lachen und Lächeln zu beobachten und zu beschreiben. Der Mensch braucht nicht nur Brot allein, er kann ohne seine Träume, Gefühle nicht existieren. Er muss aus Freude und aus Leid weinen können, aber auch aus vollem Herzen lachen können. Jeder sollte neben dem Zwang zur Sicherung der Existenz auch das Recht haben auf romantische Momente in seinem Leben.

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