Mario Hedemann

Der Traumbaum

 

                                         Der Traumbaum

Es gab einmal, man glaubt es kaum,

einen wunderschönen Traumbaum.

Gewachsen war er mächtig groß

Und einige Menschen kamen und glotzten bloß.

Nicht nur der,  der zu ihm kam und mit ihm sprach,

hatte Nachts herrliche Träume im Schlafgemach,

jeder der bei ihm war, bekam von ihm ein Blatt.

Sie waren klein rund und platt.

Jedes Blatt an diesen Baum,

ergab einen wunderschönen Traum.

Es waren Träume, die Mensch und Tier nie vergessen konnten,

wenn sie sich an dem Baum mal Sonnten.

Aber auch Stürme und Regen konnten dem Baum nichts antun,

auch der Schnee durfte sich auf ihn ausruhen.

Im Laufe der Jahre kamen oh Jammer,

Bagger, Schaufeln und Presslufthammer.

Verändern taten sie um ihn herum,

die Landschaft und hauten seine Artgenossen um.

Er dachte: „Es hört eh niemand wenn ich weine,

nun steh ich hier so ganz alleine.“

Wo einst doch noch ein Baum gestanden,

Betonklötze ihr Standort fanden.

Nicht nur Menschen in Mengen liefen jetzt herum,

auch Autos mit ihren Abgasen machten hier Brum Brum.

Das hielt der Baum nicht lange aus,

ihm gingen bald die Blätter aus.

Niemand würdigte ihn eines Blickes

und an seinem Stamm wuchert auch schon etwas Dickes.

„Der Baum ist Krank,“ hörte er einen Menschen sagen,

„Den werden wir wohl von hier verjagen.“

Man sägte an ihm rum im Morgenrot,

da fiel der Baum um und war tot.

Seit dem sagt man den Menschen nach,

haben sie keine Träume mehr im Schlafgemach.  

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 16.04.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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