Torsten Jäger

Was würde er denken...?

 
Was würde er tun,
während wir stillschweigend ruhn? -
 
Wenn er nur wüsste,
was kommt von der Küste? -
Was würde er denken,
wie seinen Kurs lenken?
Würd er sich verbünden,
mit andren erfinden
den Angriff als Krieg,
der dem Feind sonst so liegt?
 
Würd er sich anschleichen
und hoffen auf Leichen,
die übrig geblieben -
sie zum Fressen gar lieben?
 
Oder würd er verstecken
sich in hintersten Ecken,
still dabei hoffen,
dass nie eingetroffen
die Bande aus Mördern -
Überlebenschance fördern?
 
Vielleicht ließ er ein Stück
weit sein Kind auch zurück,
um selbst zu entfliehen
und weiter zu ziehen?
 
Oder er spräche Gebete,
dass er überlebe
mit seiner Familie -
oder erstrebe als Ziele
Tod - kurz, ohne Schmerz. -
Ein Durchschuss ins Herz…?
 
Vielleicht würde er hoffen,
dass nicht viele betroffen,
dass sein Volke
Tribut nicht gar zollte
dem letztlichen Ende,
ihm nie bevorstände…
 
Was würde er denken? -
Ich möchte gern schenken,
genau diese Fragen
uns in diesen Tagen…
 
Doch hört seiner Stimm’
ja eh keiner hin.
So wird keiner jemals erfahren,
was die Gedanken waren des Armen.
 
Und er weiß auch nichts davon,
dass bereits schon
die Flotte befährt -
fett, übergenährt -
die Ozeanwelt,
strebend nach Geld…
 
Und der Wal - wohl gestimmt -
unwissend gar schwimmt - ohne Halt! -
In den Tod, für sich und die Zukunft - sein Kalb…



Am 18.11.2007 ist die japanische Walfangflotte ausgelaufen, um den im Bestand bedrohten und hoch intelligenten Buckelwal zu jagen. Angeblich soll dies zu wissenschaftlichen Zwecken geschehen, das Walfleisch möchte man jedoch kommerziell vermarkten. Ich finde, das ist ein Grund, zu protestieren und dies mache ich u.a. mit diesem Gedicht und mit einer Mail an den japanischen Botschafter Herrn Toshiyuki Takano - Mail-Adresse: info@botschaft-japan.de
Macht mit und protestiert gegen den Mord an den Buckelwalen...!

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 19.11.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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