Aleksandra Bilcane

!!LIEBE PUR!! -Chapter Fifteen-

Die Vermutungen
"Diese Frau sieht geil aus!"
"Ich verstehe nicht, was an ihr soo toll sein soll,"sagte Peggy und notierte irgendetwas in ihr Heft.
"Du verstehst ja gar nichts. Weiber sind dumm,"antwortete Johan wütend und schmiss ein Magazin in ihre Richtung, der sie ausweichte.
"Ich mag sie auch,"stimmte Hiet Johan zu.
"Was ist an ihr soo besonders?"fragte Peggy.
"Das ist Adriana Lima! Sagt sie dir nichts?"fragte Johan aufgeregt zurück.
"Adriana Lima? Nö! Was ist an ihr soo besonders?"liess Peggy nicht los.
"Sie ist ein heisses Model,"antwortete Johan auf ihre Frage.
"Aso. So wie Heidi Klum, ja?"
"Nein! Heidi Klum ist alt aber Adriana ist jung und schön!"
"Die sieht doch ziemlich gut aus, finde ich. Ich meine Heidi Klum."
"Adriana Lima ist mir lieber,"sagte Johan stur.
"Warum? Die sind doch beide berühmt und schön."
"Hört auf! Ich muss lernen. Wie muss ich diese Aufgabe lösen?"fragte Hiet und drehte sich zu Peggy.
"Lernen! Lieber Bruder, du spinnst!"sagte Johan.
"Ich muss alles aufhohlen, was ich wegen dir verpasst habe. Darum stör' nicht,"sagte Hiet wütend.
"Ja, ja, tut mir ja sehr leid,"sagte Johan. Er beobachtete die beiden. Es war sehr interessant, wie Peggy seinem Bruder Mathematik erklärt. Hiet war gut in Mathematik - er verstand alles vom ersten Mal. Vielleicht war Peggy auch eine gute Lehrerin. Johan errinerte sich an seine Mathematik-Lehrerin. Sie war schrecklich, erklärte nie etwas und verlangte immer die Höhstleistungen. Das war eine anstrengende Zeit für ihn und für seine Klassenkameraden. Hiet versuchte grad Peggy zu überzeugen, dass sein Lösungsweg besser und leichter ist, doch Peggy gab nicht auf und war überzeugt, dass sein Lösungsweg zu kompliziert und lang war. Sie könnten sich nicht einigen und gingen zu der nächsten Aufgabe rüber. "Wie geht's dir, Peggylein?"fragte Johan, als sie mit den Aufgaben fertig waren.
"Wie soll's mir gehen?"fragte sie erstaunt.
"Vermisst du Julian?"
"Ja, schon. Ist merwürdig so, ohne ihn. Warum fragst du?"
"Ich wollte mal erfahren, ob du was von ihm gehört hast."
"Nö, hab' ich nicht. Schon sieben Tage hab' ich nicht mit ihm nicht gesprochen. Anfangs war's unerträglich aber jetzt geht's schon."
"Ich hab' mir da was gedacht. Wie wär's, wenn wir mal checken würden, was er so macht?"
"Kein Interesse,"antwortete Peggy und steckte ihr Heft in ihre Tasche nur um nicht mit Johan weiterzureden.
"Hiet? Was sagst du?"gab Johan nicht auf.
"Das ist ihre Sache und sie hat die Entscheidung getroffen. Ich werde mich da nicht einmischen,"sagte Hiet.
"Und was ist, wenn er eine Andere gefunden hat?" Peggy und Hiet starrten Johan an, als ob er etwas bescheurtes gesagt hätte. Johan blieb cool und sprach weiter:"Beliebt ist er bei den Mächen. Was habt ihr denn erwartet? Wie ich verstanden hab', dann hast du keine Grenzen gesetzt."
"Aber wir sind noch zusammen! Er würde nie sowas tun!"
"Sag niemals nie. Er ist ja auch nur ein Mann. Die Mädchen werfen sich ihm um den Hals wie Susann Hiet aber er merkt das nicht,"sagte Johan.
"Was?!"fragte Hiet erstaunt.
"Ja, ja, das Mädel ist verknallt in dich bis auf die Ohrspitzen."
"Nein..."
"Doch! Aber jetzt zu Peggy - was wirst du machen, wenn du erfährst, dass er eine Andere hat?"
"Umbringen!"
"Aha! Ertappt, Süsse! Du glaubst auch, dass er eine Andere hat, oder?" Peggy schwieg stur und Johan sprach weiter:"Ich hab' einen Vorschlag. Ich ruf' Florian an und bitte ihn hierher zu kommen. Er ist Franks Bruder und wird für uns ein paar Infos geben. Na? Was sagt ihr dazu?"
"Bescheuert!"erwiderte Peggy.
"Ich glaub', dass ist besser als nichts,"sagte Hiet und reichte Johan den Telefonhörer. "Ruf' ihn an. Er soll schon heute kommen."
"Ich wusste, dass du auf meiner Seite sein wirst,"sprach Johan triumphierend und wählte Florians Nummer. Peggy schaute ihn an. Ihr Blick war leer. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass Julian ihr untreu sein könnte. Sie glaubte es nicht.
 
Florian kam bald (in etwa 20 Minuten) und sah nicht sehr froh aus. Auf die Frage - Warum? - erzählte er alles was ihn nervte und das waren viele Sachen. Er war total sauer, dass seine Verwandten aus Wien noch nicht abgereist sind und er hatte die Befürchtung, dass die Snobs - seine Cousins - noch eine längere Zeit bleiben werden. Beim Gespräch merkte Peggy, dass Johan einem gut zuhören kann. Das erstaunte sie, weil sie Johan so nicht erlebt hatte. Sie war der Meinung, dass er nicht zuhören kann und einen immer unterbricht. Ja, aber es stellte sich aus, dass er für seine Freunde immer da ist, auch wenn das Gesprächsthema langweilig ist. Auf jeden Fall erfuhr Peggy mehr als es ihr lieb war. Sie war skeptisch. Was könnte er schon über Julian erzählen? Er sah nicht sehr klug oder ehrlich aus, obwohl seine dunkel-blonde Haare und fast schwarzen Augen ihn irgendwie extrem atraktiv machten. Er hatte eine unbeschreiblich riesige Anziehungskraft, der man nicht ausweichen konnte. Peggy kriegte Gänsehaut, als er ihr in die Augen schaute. Damals im Kino, da war Johans Clique dabei, bemerkte sie ihn nicht aber jetzt... Das war jetzt anders. Sie konnte nicht von ihm wegschauen - er war unglaublich!! Und das sollte noch Franks Bruder sein?! Sie sahen sich so ähnlich aber waren trotzdem so verschieden.
"Danke, Homie, dass du mich aus der Hölle rausgehohlt hast,"beendente Florian sein langes Monolog. "Was wolltest du von mir eigentlich?"
"Siehst du dieses Mädel mit den roten Haaren? Du kennst doch Peggy, oder?" Florian nickte. "Gut. Die Sache ist - ich wollte ihr mal beweisen, dass ihr Freund, von dem sie eine Auszeit für zwei Wochen genommen hatte, eine Andere hat. Kannst du mir dabei helfen?"sprach Johan.
Florian guckte ihn verwirrt an:"Ihr Freund? Was hab' ich mit ihm zu tun?"
"Er ist der Kumpel von deinem Bruder. Julian heisst er,"erklärte Florian.
"Ach, den meinst du! Julian. Klaro kenn' ich ihn. Dann willst du bestimmt, dass ich jetzt durch Franky weitere Details rauskriege?"
"Ganz richtig. Na?"
"Ich mach's. Nur keine Ahnung, wie ich's anstellen soll. Mein Bruder ist kein Plappermaul, wenn's um die Familie und Freunde geht."
"Ganz einfach. Du wirst ihn anrufen und etwas über eine Wette oder so auftischen, abgemacht?"
Florian schnappte sich den Telefonhörer, den Johan ihm reichte und wählte Franks Nummer. "Ja?"könnte man Franks Stimme im Telefonhörer hören, Johan drückte eine Taste, damit jeder das Gespräch mitverfolgen kann.
"Hey, ich bin's,"sprach Florian sorglos. "Ist jemand bei dir in der Nähe?"
"Nein,"war die Antwort. "Was willst du?"
"Ich bin hier mit Lief, DJ und Ned und wir spielen Poker. Nicht auf Geld, auf Info. Stell' dir mal vor! Lief behauptet, dass David Beckham eine neue Affäre hat. Ist doch ein Mist. Na, und ich hab' mal behauptet, dass Julian 'ne Affäre hat und du... du musst das bestätigen."
"Julian und eine Affäre? Spinnst du? Er zählt wie ein Verrückter die Tage bis diese Auszeit zwischen ihnen vorbei ist. Der ist in die total verknallt - ich erkenne ihn kaum wieder!"
"Was meinste?"Florians Interesse wuchs.
"Na, vor Peggy hatte er jeden Tag 'ne Andere, sogar Luisa!"
"Du meinst jetzt Luisa Ebner? Die Süsse."
"Genau die. Bei einer Party hatte er zu viel getrunken und da landete er auch bei ihr im Bett. Das war nichts für ihn - am nächsten Tag sagte er ihr ins Gesicht, dass erbetrunken war und nicht jetzt mit ihr gehen wird - es sei nur Sex gewesen und Punkt."
"Wie schaffte er das? Er ist doch nicht sehr lange in deiner Schule. Früher war er doch -"
"Ja, das geschah am ersten Schultag,"unterbrach Frank und lachte.
"Hey, kannst du dir nicht nochmal überlegen?"
"Kann ich aber Julian... ... Wenn ich mir so überlege, dann ist er in der letzten Zeit ziemlich still und verschlossen. Keine Ahnung, was das bedeuten soll,"sagte Frank nachdenklich.
"Aha! Der hat was zu verbergen!"sagte Florian triumphierend.
"Weisst du schon? Diese Snobs werden bei uns bleiben bis ihre Eltern die Probleme in der Firma geklärt haben. Ich ziehe um!"
"Was?! Verdammt! Wohin ziehst du?"
"Zu Julian. Er hat mir das schon vorgeschlagen -"
"Als du dich bei ihm beklagt hast,"beendete Florian und lachte. "Es sieht wohl so aus, dass Leaf mit David Beckham gewinnen wird. Bis später!"
"Bye,"verabschiedete sich Frank und legte auf. Florian schaute die Anderen fragend an.
"Ich wusste es! Julian liebt mich!"sprang Peggy hoch und schrie laut. Sie hatte gesiegt, ihr Glaube an Julian hatte sich ausgezahlt.
"Vergis nicht, dass er sich merkwürdig in der letzten Zeit benehmt,"errinerte Johan sie daran und ihre Freude war wie weggeblasen. Sie setzte sich auf den Boden und blieb sitzen. Hatte Johan vielleicht recht oder war er nur ein schlechter verlierer? "Luisa Ebner? Wer ist sie?"
"Sie ist meine zukünftige Halb-Schwester,"antwortete Peggy. "Und davon wusste ich schon - er hatte mir das gesagt."
"Und du bist nicht eifersüchtig?"grinste Florian.
"Nein, eigentlich nicht. Zwischen ihm und ihr läuft so wie so gar nichts."
"Glaubst du?"Florians Blick zog sie langsam in seinen Bann.
"Ja, ich bin 100%ig überzeugt,"antwortete Peggy und spürte wie sie langsam in der Dunkelheit seiner Augen versank.
"Welche Snobs meinte Frank eigentlich?"die Frage kam von Hiet, der die ganze Zeit sehr still war.
"Unsere Verwandten aus Wien - Tante Sandra, Onkel Rainer, Cousine Silvia und Vetter Martin. Die nerven uns schon seit Tagen,"Florian setzte sichneben Peggy und schaute sie an,"das ist schrecklich was bei mir abgeht. Du hast schöne Haarfarbe und schöne Augen, und du -"
"Das reicht,"unterbrach Hiet ihn und riss Peggy auf die Beine,"sonst wird sie gleich zum Friseur gehen und ihre Haare färben lassen. So hat sie auch das letzte Mal gemacht."
"Du bist also ein launisches Mädel, richtig?"stand Florian auf und nahm sie an die Hand. Er war etwa einen Kopf und ein Halb grösser als Peggy. Er stand so nah, dass sie sein Aftershave riechen.
"Er liebt mich, das weiss ich aber vielleicht... vielleicht bin ich nicht gut genug für ihn? Was soll ich machen? Hiet,"Peggy umarmte Hiet,"was soll ich machen? Vielleicht sollte ich einfach zu ihm gehen und bitten die Auszeit zu beenden?"
"Ich weiss nicht, Peg. Auf jeden Fall solltest du das tun, was du für das richtige hälst,"Hiet drückte sie an sich.
"Ich muss wohl geh'n. Tante Marianne beschwert sich schon, dass ich zu viel Zeit bei dir verbringe. Tschüss und gute Nacht,"Peggy küsste Hiet auf die Wange, nahm ihre Tasche und verlas das Zimmer.
"Hiet?"sprach Johan.
"Was?!"
"Es ist sehr interessant. Susann liebt dich, du liebst Peggy, Peggy liebt Julian, Julian bestimmt 'ne andere usw. usw."
"Was?!"
"Bruderherz, das sehe ich dir an. Du bist verknallt in sie!"
"Halt die Klappe, Johan! Hör' auf den grossen Psychologen zu spielen und Mist zu labern. Ich muss noch lernen, darum - zisch' ab!" Johan zuckte mit den Achseln und verlas das Zimmer mit Florian.
"Was machen wir jetzt, Flo?"fragte Johan, als sie im Flur standen und die Tür hinter ihnen zu war.
"Kein Bock nach Hause zu gehen,"antwortete Florian.
"Dann las uns durch die City gehen,"schlug Johan vor. Florian hatte keine bessere Idee, er nickte und sie verliessen das Saint-Cyr Familienhaus.
 
"Wo warst du?"
"Bei Hiet. Ich musste ihm Mathe erklären,"antwortete Peggy und ging auf ihr Zimmer. Sie war müde und sie brauchte Ruhe aber Marianne war nicht der selben Meinung wie ihre Nichte. Sie schlich sich in Peggys Zimmer ein und setzte sich auf den Stuhl. Sie beobachtete Peggy für eine Weile. Peggy schlief aber der Schlaf schien nicht ruhig zu sein.
"Wach' auf!"sagte Marianne ungeduldig.
"Wasn los? Was willst du von mir?"sprach Peggy schläfrig.
"Erzähl' mir alles! Ich will alles hören!"
"Nein."
"Doch!"
"Nein."
"Doch! Komm' schon!"
"Kannst du dir mal vorstellen, dass Julian 'ne Andere hat?"fragte Peggy.
"Natürlich!"erwiderte Marianne. "Er ist doch soo ein Schöner!"
"Glaubst du wirklich? Kann er mir nicht treu sein?"
"Peggy, er ist ein Mann und Männer sind nicht treu. Wann lernst du das?"
"Und Jan?"
"Jan? Welcher Jan?"
"Ach, nichts. Vergis es!"sprach Peggy und deckte sich zu.
"Willst du schon schlafen?"fragte Marianne erstaunt. Peggy nickte. "Dann gehe ich fernsehen,"Marianne verlas das Zimmer.
 
Peggy wachte auf, als es schon dunkel war. Von unten kamen fröhliche Stimmen. Wie viele waren das? Drei Stimmen, die sich langsam näherten. Die Tür wurde aufgemacht und in der Tür stand Frau Ephesus, eine andere Frau Ephesus. Peggys Mutter war schön braun und ihre Augen strahlten. Sie umarmte Peggy und küsste sie auf die Wangen. "Wie geht's dir, mein Sonnenschein?"fragte Frau Ephesus. Peggy antwortete nichts und schüttelte den Kopf. Zwei grosse Tränen liefen ihr über das Gesicht.
"Was ist den los mit dir?"fragte eine andere Stimme. Es war Herr Ebner. Er kam zu Peggy und setzte sich auf den Boden vor ihnen. "Tut mir leid, dass ich dir deine Mutti für so eine lange Zeit wegenommen habe."
Peggy schüttelte den Kopf und stotterte:"Nein, es ist... Es ist... Julian..."
"Peggy! Was ist denn los? Habt ihr euch getrennt?"
"Nein, wir nahmen nur eine Auszeit aber er hat 'ne Andere."
"Was für ein Blödsinn! Wer hat dir das erzählt?"fragte Herr Ebner.
"Johan hat gesagt... Tante Marianne auch!"sagte Peggy und weinte.
"Marianne?! Dieses Miststück! Marianne!"schrie Frau Ephesus wütend und verlas das Zimmer.
"Hey, du musst mit ihm reden, sonst misverstehst du noch alles,"sagte Herr Ebner und setzte sich auf Peggys Bett. Er nahm Peggy auf den Arm und versuchte sie zu beruhigen. "Wie wär's, wenn du ihn jetzt anrufst?"
"Wir nahmen eine 2 Wochen lange Auszeit aber er hat schon eine Andere! Ist doch nur die Hälfte der Auszeit vergangen aber er... Er hat 'ne Andere!"
"Blödsinn! Hat er bestimmt nicht. Komm' schon! Rufe ihn an!"sagte Herr Ebner und zog sein Handy raus aus der Tasche. Peggy schüttelte nur den Kopf. Sie war nicht überzeugt, dass sie Julian anrufen darf.
"Ich kann nicht, Jan,"flüsterte Peggy und umarmte ihn.
 
"Warum hast du ihr diesen Blödsinn erzählt?"schrie Hiet Johan an, als er nach Hause kam. "Du bist ein Idiot! Peggy zerbrichst sich bestimmt den Kopf über diese blöde Sache."
"Beruhige dich! Du solltest dich besser bei mir bedanken, Bruderherz,"sagte Johan und setzte sich hin.
"Bei dir bedanken? Spinnst du jetzt total?!"
"Nein, ich bin nicht blind und sehe, was du zu ihr fühlst."
"Johan, du spinnst ja. Du und Julian, ihr beide seid total verrückt. Wir sind Freunde! Wir sind die besten Kumpels! Ich liebe Peggy wie eine Schwester und Punkt!"
Es wurde an die Tür geklopft und Frau Saint-Cyr betrat das Zimmer. Sie schien verärgert zu sein. "Alexis! Johan! Was soll das heissen? Warum schreist du hier rum, Alexis?"fragte sie wütend.
"Mama, es tut mir leid aber Johan ist so ein Vollidiot!"Hiet strich mit der Hand durch die Haare.
"Wie redest du denn?"sprach Frau Saint-Cyr und erhebte ihre üblich leise Stimme. "Er ist dein Bruder und du -"
"Mama, frag doch ihn, was er angestellt hat,"unterbrach Hiet seine Mutter.
"Johan, was hast du schon wieder angestellt?"fragte Frau Saint-Cyr ihren älteren Sohn.
"Nichts,"antwortete Johan und grinste. Hiet warf sich auf seinen Bruder und sie fielen zum Boden. Ein Kampf begann. Frau Saint-Cyr gab einen Schrei von sich und dann kam Herr Saint-Cyr, der sie von einander löste.
"Was soll das?"fragte Herr Saint-Cyr. Er war ein sportlich gebauter, grosser Mann mit einem stechenden Blick. "Alexis?"
"Ich hab' nichts gemacht! Johan hat absichtlich Peggy Unsinn erzählt, was überhaupt nicht wahr ist, und sie damit verletzt,"sagte Hiet.
"Johan?"
"Vater, ich... Ich hab' es nur für Hiet getan,"antwortete Johan.
"Wir werden morgen darüber reden und jetzt ab ins Bett! Es ist schon spät. Und schaut zu, dass diese Szene sich nicht wiederhohlt. Gute Nacht,"sagte Herr Saint-Cyr und verlas das Zimmer mir seiner Frau.
"Halt die Klappe, Johan! Wir sind von diesem Moment an auf Kriegsfuss bis du Peggy gesagt hast, dass du dir diese Sache nur ausgedacht hast. Verlas jetzt mein Zimmer,"sagte Hiet ernst und schaute seinen Bruder wütend an.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 27.05.2006. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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