Christoph Hinze

Die Straßenlaterne

Nebel wallt durch die engen Gassen. Alles ist dunkel. Alles... bis auf den kleinen Bereich der von der Straßenlaterne erleuchtet wird. Sie ist irgendwie außergewöhnlich. Eben anders als die anderen. Sie scheint nicht hierher zu gehören, in diese dunkle, nebelige, fensterlose Gasse. Sie ist klein und schwarz lackiert, eine Gasflamme erleuchtet, ein wenig flackernd, sie, mit ihren verschnörkelten Armen, und ihre Umgebung.
Ich bin fasziniert von ihr, dennoch, ich muss weiter. Dies ist nicht die richtige Umgebung für Leute, wie mich. Ich gehe langsam weiter. Meine Schritte schluckt der Nebel und Dunkelheit umfängt mich. Ich drehe mich um. Die Laterne ist nicht mehr zu sehen. Ich laufe weiter... weit weg von der Laterne. So einen dichten Nebel habe ich noch nie gesehen. Da vorne... ein Lichtschein, wie von einer... Laterne! Sie sieht genau gleich aus, wie die letzte und steht auch in einer engen, fensterlosen Gasse. Hinter mir höre ich jemanden schnell und flach atmen. Ich wirble herum... nichts... nur Nebel. Dem Atem nach müsste die Person jetzt ungefähr zwei Meter vor mir stehen, aber ich sehe den Atmenden nicht. Angst überkommt mich, kalte Schauer laufen mir über den Rücken, ich fange an, zu rennen... immer weiter. Nach kurzer Zeit bemerke ich, dass ich einen Schuh verloren habe, doch ich renne, von einer übernatürlichen Angst getrieben, immer weiter. Da vorne... ein Licht! ... Eine Straßenlaterne. Sie ist schwarz lackiert und... sie sieht genau gleich aus, wie die vorigen.Ich will weiterrennen, da sehe ich einen braunen Gegenstand auf dem Boden liegen,... mein Schuh!!! Eine kalte Hand legt sich auf meine Schulter...


 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 10.06.2007. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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