Brigitte Thielmann

Der Bindungspartner

Kapitel 1




Endlich Ruhe, Ivon ist im Bett und mein Freund unterwegs, bei Freunden.

Was mach ich zuerst, etwas Musik hören und sehen, oder mit dem Hund raus? Ich glaube ich gehe erst mal mit Toby raus. Der läßt mich sonst sowieso nicht in Ruhe.

So schön wie es auch ist zu merken das man gebraucht wird, aber die schupsende Hundeschnauze ist schon sehr störend wenn man sich auf die Musik konzentrieren will.

Die Musik kann auch noch etwas warten. Dem Gehüpfe des Hundes nach zu urteilen, er nicht.




Toby lass mich doch mal die Schuhe anziehen, wenn deine Pfoten drin sind passen meine Füße wirklich nicht mehr rein.

Komm du Geck und raus mit dir. Frauchen hat heute noch was anderes vor, bevor dein Herrchen nach Hause kommt.

Zieh nicht so, so lange Arme brauch ich auch wieder nicht.




Während ich so mit dem Hund lief schweiften meine Gedanken mal wieder ab.

Es wäre doch herrlich wenn jetzt ein Auto anhalten würde und der Fahrer würde sagen Mensch Birgid ist es schön dich endlich wieder zu sehen. Wir haben dich so gesucht aber du warst nicht zu finden. Schön wäre es auch, wenn es Ivons Vater wäre. Ich mich an alles erinnern könnte was jetzt vor fast 7 Jahren und die ganze Zeit davor passiert ist.

Denn ich weiß immer noch nicht was ich Ivon erzählen soll wenn sie anfängt nach ihrem Vater zu fragen.

Lange wird das bestimmt nicht mehr dauern bis sie erfährt das Gerd nicht ihr Vater ist. Ich müßte es ihr selber erzählen. Aber was soll ich ihr erzählen? Das ich es selber nicht weiß. Das ich noch nicht mal weiß wer ich bin und das ich mich seit einiger Zeit nach jemanden sehne, von dem ich noch nicht mals weiß ob es ihn gibt.




Ganz schlimm ist es wenn ich die Lieder von Gillian Willis höre, und dann sieht der Type auch noch so toll aus das man sich glatt in ihn verlieben könnte.

Könnte??? Ich glaub das hab ich schon sofern man sich in eine Stimme und Tolles aussehen verlieben kann.

Seine Lieder richten in mir ein gefühlkaos an, wie bei einem Teenager. Dabei bin ich schon 35 Jahre. Also wie man so schön sagt eine reife Frau.

Nur gut das Gerd davon nichts weiß. Das wäre wohl eine zimliche Entäuschung für ihn. Dabei ist er so lieb und kümmert sich ganz toll um Ivon.




Noch so was komisches an meinen Vornamen und Geburstdatum kann ich mich erinnern. Aber sonst nichts. Verdammt nochmal ich will aber alles Wissen! Die Ärzte meinen ich solle mich in Geduld fassen. Wenn ich Glück hätte kämen die Erinnerungen wieder. Geduld, haben die nee Ahnung. Sind fast sieben Jahre nicht schon genug Geduld.




Mitten in meinen Gedanken hörte ich von irgendwo eine Stimme die rief:„Hallo, kannst du mal kommen. “

„Ja muß nur erst mal meinen Hund beruhigen, sonst kommt keiner näher als zwei Meter an mich ran. Er ist namlich zimlich eifersüchtig.“

„Komm Toby, sei friedlich die werden mich schon nicht gleich fressen. Ausserdem sieht er doch ganz nett aus. So und jetzt hörst du erst mal auf zu knurren.“

„Hey Leute wollt ihr was bestimmtes?“

Das gibt's doch nicht der sieht ja aus wie Gillian Willis. Hoffentlich mach ich jetzt nicht so ein dummes Gesicht wie ich vermute.

„Ich heiße Gillian und wollte dich nur was Fragen: Hast du Lust nächste Woche auf ein Konzert von mir nach New York zu kommen?“ fragte er mich, mit einem Blick der einem wirklich verrückt machen kann.

„Bist du sicher das du mich nicht verwechselst? Wir kennen uns doch gar nicht? Woher willst du denn wissen das ich deine Musik überhaupt mag.“ fragte ich. Versuchte dabei so normal wie möglich zu klingen, was mir ein bischen schwer viel.

Oh man,oh Mann in Wirklichkeit sieht er ja noch besser aus als auf den Videos.

„Das weiß ich nicht.“antwortete er mir. „Würde mich aber freuen wenn du kämmst. Das mit dem Kennenlernen kann man dann ja nachholen, wenn du willst? Oder bist du verheiratet und traust dich deshalb nicht? Dann mußt du ihn halt mitbringen. Sonst kannst du auch gerne mit einer Freundin kommen.“ Irgendwie schien er bei der Aussicht das ich einen Ehemann mitbringen würde, nicht mehr so begeistert von der Idee zu sein.




„Nein, ich bin nicht verheiratet, aber selbst wenn ich kommen wollte, New York liegt nicht gerade um die Ecke...“

„Wenn du dir nur darum Sorgen machst, du brauchst nur zum Flughafen Köln-Bonn zu kommen, dort wartet dann mein Flieger auf dich? Um Hotelzimmer wird sich auch gekümmert. Kommst du?“

„Ich werde es versuchen, versprechen kann ich noch nichts. Ich lebe nämlich nicht alleine.“

„Wann weißt du Bescheid? Ich ruf dich an, wenn du mir deine Telefonnummer gibst.“

„OK, wenn du mir etwas zum Schreiben gibst, schreib ich sie dir auf. Hier, bitte.“

„Gillian, wir müßen weiter wenn du wenigstens halbwegs pünktlich sein willst“ meinte der Fahrer des Wagens

„Du hast es gehört, ich muß leider weiter. Hier hast du zwei Eintrittskarten.

Wir telefonieren...ja?“ fragte er mit hoffnungsvollen Gesichtsausdruck

„Ja, morgenabend müßte ich eigentlich bescheid wissen. Bye“

„Warte mal, wie heißt du eigentlich?“

„Birgid Falkner“

„Tschüß.“




„Mensch Toby das glaubt mir kein Mensch. Ich würds ja selber nicht glauben wenn ich die Karten nicht hätte?

Ich könnte im Moment die ganze Welt umarmen. Ich weiß auch schon wehn ich mitnehme. Biene, die wird sich freuen. Vielleicht bekommt sie auch noch ein Interview.So und jetzt aber zacki


Kapitel 2




„Gerd, bist du schon da, ich muß dir was erzählen!“ Keine Antwort und diese Ruhe, er ist wohl noch unterwegs.




Nun dann werde ich Biene mal anrufen. Vielleicht ist sie ja zu Hause.

Besetzt, nach einer Stunde hatte ich sie endlich erreicht.




„Hallo Biene, mit wem hast du denn die ganze Zeit telefoniert? Ich versuch seit einer Stunde dich zu erreichen.“

„Ich hab bis gerade fern gesehen und wollte dabei nicht gestört werden. Es kam gerade eine Aufzeichnung von heute Nachmittag. GillianWillis ist in Köln und hat einen Preis für das beste Video des letzten Monats verliehen bekommen.

Das hättest du sehen müßen, er sah echt Toll aus. Wäre gerade das richtige für eine alleinstehende Frau wie mich, oder was meinst du?“

„ Ob er das richtige für dich ist kann ich dir nicht sagen. So gut kenn ich ihn nicht.

Aber weshalb ich eigentlich anrufe: Hast du am Freitag Zeit, so für 3 Tage?

Ich habe hier zwei Konzertkarten, von Gillian Willis.

In New York, am Samstag. Du weißt was Gerd von Gillians Musik hält. Ausserdem würde ich lieber mit dir fliegen“

„Ich würd echt gerne. Bin nur leider zur Zeit so pleite das ich mir keinen Flug und Aufenthalt in den Staaten erlauben kann.“

„Och, das macht eigentlich gar nichts. Für Flug und Unterkunft ist gesorgt, du müstest nur pünklich auf dem Flughafen Köln-Bonn auftauchen. Meinst du das du das finanziell noch hinbekommst?“

„Hast du im Lotto gewonnen?“

„Nein, hab ich nicht... Weißt du was Biene da kommt Gerd, wir können auch morgenfrüh noch weiter Quatschen. Dann hab ich noch ein bisschen Zeit für Gerd, eh wieder Schlafenszeit ist. Ich melde mich bei dir OK?“

„OK, dann viel Spass noch ihr zwei und grüß Gerd von mir.“

„Mach ich, Tschüß“




Wieso verliebte sie sich nur.

Gerd sah mit seinen nicht ganz, 90 Kg und einer Köpergröße von 1m 85 super aus, sie wußte den Vollbart hatte er nur noch ihr zuliebe. Andere Frauen würden sich an seiner Seite keinen anderen verlieben. Aber es war bereits geschehen, warum bloß? Vielleicht würde dieser Traum ja am Wochenende platzen wie eine Seifenblase. Wenn nicht, was sie im Moment hoffte, würde sie Gerd wohl sehr weh tun, was ihr auch nicht gefiel.

Aber ihn betrügen das war nicht ihre Art.




„Na, mein Schatz. Wie war dein Tag? War vor zwei Stunden schon mal hier, aber ihr wart alle ausgeflogen“ hörte sie ihn sagen, mit einem Blick der gleichzeitig fragte, wo wart ihr?

„Da war ich mit Ivon bei deinen Eltern, wo sich mal wieder tüchtig ausgetobt hat. Hast du uns vermisst?“

„Ein bisschen schon.“

„ Kennst du dieses Ding?“ und zeigte auf mein Handy „ Damit kannst du mich fasst jederzeit erreichen. Ich habe es von meinen Freund und es nennt sich Handy“ meinte ich grinsend.

„ Hör auf mich zu verappeln, nachher meinst du noch ich wollt dich kontrolieren. Das will ich ganz bestimmt nicht.“

„Komm her und küß mich endlich, oder werde ich heute nicht mehr begrüßt?“ Nach einem langen und zärtlichen Kuss fragte er sie: „Was hältst du von einem gemütlichen Essen beim Griechen? Ich müßte mit dir auch noch was besprechen.“

„ Beim Griechen essen gehen hört sich gut an. Das andere weniger.“

„Mach dir keine Sorgen es ist nichts schlimmes, muß nur mal wieder für nee Zeitlang weg.

Was macht eigentlich dein Führerschein?“

„Heute Nachmittag erfolgreich bestanden. Morgen wollte ich mir eigentlich mit dir eine Maschine ansehen. Laut ihrem jetzigen Besitzer ist es ein niedrigeres Motorrad wie die üblichen. Es war mal für seine Frau. In guten zustand und er will es verkaufen, weil sie keine Lust mehr hat es zu fahren.

Das beste daran dieses Motorrad könnte ich mir gerade noch leisten. Hab nämlich gestern den Scheck für die eine Page bekommen.“




„Weißt du was, lass das Essen doch kommen und wir machen uns einen gemütlichen Abend zu zweit. Dann kannst du mir auch alles erzählen.“

„OK, bleiben wir hier. Ich ruf mal beim Griechen an.“

„Ich hol uns mal was leckeres zum trinken, wir müssen ja auf mein bestandene Führerscheinprüfung anstoßen.“ Auf dem Weg zum Weinregal hörte ich gerade noch wie Gerd rief:

„Wenn du schon auf bist bringst du mir dann mal das Telefon, bitte?“




„Man ich bin satt zum Platzen. Das Essen war so lecker. Aber jetzt fühle ich mich als wäre ich im siebten Monat schwanger. So und jetzt rück mal mit der Sprache raus, wo mußt du wieder hin?“ fragte ich ihn während er die Flasche Wein aufmachte und einschüttete.

„Ich muß morgen für drei bis vier Wochen in die Schweiz. Bei einer Schwesterfirma von uns und das Computersystem in Ordnung bringen. Das Auto kannst du hier behalten ich hab für die Zeit einen Firmenwagen.“

„Drei bis vier Wochen“ fragte ich ihn ungläubig

„Ja, das ist doch nicht das erste Mal. Ich hoffe ihr werdet mich in der Zwischenzeit wenigstens ein bisschen vermissen. Ausserdem können wir ja telefonieren. Bist du böse?“ fragte er mich. Mit so lausbübischen Gesichtsausdruck, das man ihm einfach nicht böse sein konnte. Selbst wenn ich es gewesen wäre. Aber das war nun mal sein Job und im Moment traf es sich ganz gut, wo ich ja auch weg wollte.

„Nein, ich bin dir nicht böse. So, dann lass uns noch ein Glass Wein auf die bestandene Prüfung trinken. Dann werd ich dir alles packen was du brauchst.

Das Motorrad werde ich mir halt mit meinem Fahrlehrer anschauen, er hat mehr Ahnung davon wie ich. Ehe jemand meint er müßte mich übers Ohr hauen.

Prost mein Schatz.“




„ Deine Koffer ist gepackt. Du brauchst morgen nur noch die Sachen aus dem Bad einstecken. Was hälst du davon wenn wir ein bisschen Schlafen gehen. Wie ich dich so kenne willst du morgen bestimmt früh aufstehen, oder?“

„Wo du recht hast, hast du recht, komm lass uns hoch gehen. Wie wärs mit ein bisschen kuscheln?“

„Kuscheln, hört sich nicht schlecht an mal sehen was sich so machen lässt...?“




Brr ist das hier kalt. Hier soll ich die Nacht verbringen? Nee bestimmt nicht.

„Gerd rutsch mal, bei mir kann man nicht schlafen hier ist es einfach zukalt und wenn mich nicht alles täuschst hast du bestimmt noch ein plätzchen für eine einsame, halberfrorene Frau oder?“

„Ich hab schon geglaubt du wolltest heute gar nicht mehr kommen. Ohh bist du kalt, wo warst du? Im Bett kann man nicht so kalt werden.“ meinte er, nachdem er bekanntschaft mit meinen kalten Füssen gemacht hatte.

„Wenn ich es mir so recht überlege war ich nirgendwo ausser im Bett neben dir. Also muß man doch im Bett so kalt werden können. Achso das hab ich dir ja noch gar nicht erzählt. Ich bin am Wochenende mit Biene zu einem Konzert. Muß nur noch Ivon unterbringen und Toby nach Elke.“




Halb schlafend hörte ich ihn nur noch sagen, dann viel Spass am Wochenende. Richtig warm und gemütlich war es so nah an ihn gekuschelt.

„Gute Nacht mein Schatz weck mich wenn ich morgenfrüh mit aufstehen soll.“

„Das schaff ich schon alleine, schlaf du mal. Ivon wird dich schon früh genug wecken.“




„Mama,Maammaa ...“

auch ne Art geweckt zu werden.“ Moment mein Schatz ich komm ja schon.“

„Komm, Ivon mach nicht so einen Krach ich bin ja schon da.“

„Mama, wo ist Papa?“

„Papa ist für eine Zeitlang weg. Du mußt also mit mir vorlieb nehmen. Was meinst du sollen wir gleich mal die Oma besuchen. Und für den Fall der Fälle steck ich noch ein paar Sachen ein. Bei dir weiß man ja nie ob du wieder mit nach Hause willst oder lieber einige Tage bei Oma und Opa bleibst.“




„Mensch, Toby was machen wir zwei beide denn jetzt so. Wo Ivon bis zum nächsten Wochenende bei Gerd´s Eltern ist.

Ich weiß, es erst mal Biene anrufen und nachhören ob sie mit kann.Wen nicht fahre ich auch alleine.“




„Mensch, Biene bist du krank das man dich direkt ans Telefon bekommt.“

„Nein ich warte nur schon eine zeitlang auf deinen Anruf. Jetzt erzähl mal wieso hast du Karten für ein Konzert von Gillian in New York und kannst mich auch noch mitnehmen ohne das ich was dabeitun soll?“

„Das glaubst du mir nie. Ich hab ihn...“

„Wen Gillian Willis??“ hörte ich Biene ganz aufgeregt fragen.

„Ja hab ich. Von ihm habe ich auch die Karten. Wir?? Du kommst doch mit, oder? Wir fliegen auch mit seinem Jet in die Staaten. Für Zimmer wollte er auch sorgen.Was sagst du dazu?“

vor lauter erzählen hatte ich gar nicht mitbekommen das am anderen Ende der Leitung absolute Ruhe eingekehrt war. Was mir jetzt mit einem mal richtig bewußt wurde.

„Biene, bist du noch da? Sabine, hallo“

„Ja, ich bin noch da. Hast du ein Glück sowas müßte mir mal passieren. Ich komme auf jeden Fall mit. Meinst du wir sehen ihn auch außerhalb des Konzerts?“

„Weiß ich doch auch nicht. Aber wir werden es heraus bekommen. Er scheint auch privat ein dufter Typ zu sein. Wenn ich mich auch nur 5 Minuten mit ihm unterhalten habe, er mußte leider weiter. Er will mich heute Abend anrufen um nachzuhören ob ich komme und ob ich noch jemanden mitbringe.“

„ Wenn du heute Abend mit ihm telefoniert hast, mußt du mich unbedingt anrufen, hörst du?“

„Ja mach ich, wenn er überhaupt anruft. Wart es erst mal ab.“

„Was hat Gerd eigentlich dazu gesagt?“

„Wenn ich ehrlich bin ab ich ihm nur gesagt das ich mit dir am Wochende zu einem Konzert will.Er ist jetzt sowieso erst mal für drei bis vier Wochen in der Schweiz.Sonst hat er mir nur viel Spass am Wochenende gewünscht. Du, ich muß Schluß machen. Muß noch weg.“




Einige Stunden später sieht man sie mit einem verträumten Gesichtsausdruck mit ihrem Hund spazieren gehen. Trotz des Regens der auf sie niederprasselt.

Nachdem sie den Hund gründlich trockengemacht hat legte sie sich das Sofa um bisschen Musikvideos zu sehen. War aber nach ein paar Minuten eingeschlafen. Bis sie vom einem andauerendem Klingeln geweckt wurde. Noch halb schlafend griff sie zum Handy.




„Hallo!“

„Hallo Birgid bist du das? Hier ist Gillian!“

„ Ja ich bin´s. Bin auf dem Sofa eingeschlafen. Muß erst mal richtig wach werden.“

„Ich hab schon gedacht du würdest nicht rangehen. Tut mir leid das ich gestern so schnell weg mußte. Hatte hier aber noch einen wichtigen Termin. Hätte mich gern noch mit dir unterhalten.“

Diese Stimme der könnte sie unendlich lauschen. Ihr Herzschlag hatte sich mindestens verdoppelt, zumindest kam es ihr im Moment so vor.

„Nunja, unterhalten können wir uns ja auch am Telefon. Nur kann man sich dabei leider nicht ansehen. Aber vielleicht hast du ja etwas Zeit für uns wenn wir nach New York kommen. Dann können wir unser Gespräch ja fortsetzen.“

„Heißt das, das du kommst?“ es hörte sich so an als würde er sich darüber freuen

„Ja, mit meiner Freundin. Konnte hier alles managen, das ich für ein paar Tage weg kann. Wenn das Angebot noch besteht?“

„Ja, aber sicher doch. Ich freu, mich schon drauf. Bist du eigentlich verheiratet?“

„Nein, ich lebe aber mit einem Freund zusammen und habe ein Kind. Deshalb konnte ich auch nicht direkt sagen ob ich komme.“

Hatte ich nur das Gefühl oder war es wirklich so das Gillian nachdem ich ihm gesagt hatte das ich nicht verheiratet war, erleichtert aufgeatmet hatte. Enpfand er etwa das selbe für mich, wie ich für ihn. Nun diese Frage würde sich wohl in New York klären. Hoffentlich.

„Am Samstag ist das Konzert, soll ich euch schon am Freitag den Flieger schicken? Dann hätten wir noch ein bisschen Zeit und ich könnte euch noch etwas von New York zeigen?“

„Das wäre toll. Aber nur wenn du wirklich Zeit hast. Wenn du keine Zeit hast können wir die Stadt ja auch alleine erkunden. Zumindest einen Teil, mit dir wäre es aber bestimmt schöner. Hat deine Freundin eigentlich nichts dagegen?“

„Ich habe dich ja auch nicht gefragt was dein Freund dazu sagt das du ohne ihn in die Staaten fliegst? Wenn du meine Freundin wärst, wäre ich davon mal nicht begeistert.“

„Er hat mir nur viel Spass gewünscht. Ausserdem ist er für die nächsten Wochen ja auch ohne mich in der Schweiz.“

„Wie kommst du eigentlich auf die Idee, das ich eine Freundin hab. Ein bisschen schwierig bei dem Leben das ich führe. Bin nunmal viel Unterwegs. Bis jetzt habe ich noch keine getroffen, der diese Leben gefallen würde.“

„Vielleicht triffst du ja noch die richtige. Gilian es tut mir leid aber ich muß Schluß machen. Das andere Telefon klingelt, und mit zwei Mann gleichzeitig telefonieren ist ein bisschen umständlich.

Wir sehen uns ja bald. Ich freu mich schon drauf.“

„OK, dann bis übermorgen. Der Flieger ist um 10 Uhr am Flughafen. Tschüß“

„ Bye, bye „ und in Gedanken fügte sie hinzu, Ich liebe dich.




Mensch du blödes Telefon mußtest du ausgerechnet jetzt klingeln, ich war gerade soo glücklich. Wer auch immer am anderen Ende ist kann warten. Ich will jetzt nicht. Werd jetzt einfach noch ein bisschen träumen. Von Gillian und mir. Auch wenn es vielleicht nichts wird. Aber träumen wird man ja wohl noch dürfen.




Kapitel 3




Auf einem Flughafen sah man ja allerhand Leute rumlaufen, aber eine junge Frau in Motorradkluft kam auch hier nicht so oft vor. So drehten sich auch etliche Leute um und schüttelten ungläubig den Kopf.

„Biggi, das darf doch nicht war sein? Machst du jetzt auf Rockerbraut?“ hörte ich Sabine rufen.Die mich anschaute als ob ich nicht mehr ganz bei trost war.

„Hallo Biene, nein eigentlich nicht, tut mir leid hab mich verspätet. Ist Gillian´s Flieger noch da?“ fragte ich ganz ausser Atem. Also ein Dauerlauf durch den Flughafen war nicht so ganz meine Stärke.

„Ja glaub schon, aber beeil dich. An Bord kannst du dich, bestimmt umziehen. Denn ich nehme doch an, das du nicht in dieser Montur in den Staaten erscheinen willst?“ fragte sie mit einem Kopfschütteln

„Nee eigentlich nicht. Ich glaub da zu diesem Terminal müssen wir.“ sagte ich ihr und zeigte nach rechts

„Guck mal Birgid! Das glaub ich nicht, da ist Gillian selbst. Um uns abzuholen?“ fragte Biene und schaute ganz erstaunt in seine Richtung.

„Frag ihn doch selber. Er wird dich schon nicht fressen. So hungrig sieht er eigentlich nicht aus, eher etwas wütend. Ich nehme an das, das auf mein Konto geht.

Komm Biene nicht stehenbleiben und Bauklötze staunen sondern in Bewegung setzen. Ewig wird er bestimmt nicht warten.“ endlich erwachte Biene aus ihrer Erstarrung und wir gingen so schnell es ging, ohne noch mehr aufzufallen wie es so schon der Fall, war zu ihm. Er schaute mich an , als ob er es nicht fassen konnte das ich in Motorradkleidung vor ihm stand. Also irgentwie hatte ich heute das Gefühl das man hier in Motorradkleidung nicht so beliebt war.

„Hey, Gilian tut mir Leid das du warten mußtest. Ich steckte auf der Autobahn wegen eines Unfalls fest.“ endschuldigte ich für meine Verspätung. Denn eigentlich war ich sonst eher überpünktlich. „Mit dem Auto wäre ich bestimmt noch nicht hier. Mit dem Motorrad ist man zum Glück etwas wendiger und kommt noch weg wenn die Autos feststecken.

Das ist übrigens meine Freundin Sabine Rausch.“

„Hallo Sabine, ich bin Gillian. Kommt ihr Zwei, hier lang. Vielleicht schaffen wir es ja hier weg zu kommen bevor ich entdeckt werde.“ meinte er nur, während der wütende Blick von einem lächelnden ersetzt wurde. Was mir sehr viel besser gefiel.

Sabine benahm sich zum Glück auch wieder normal. Wenn sie auch etwas ruhiger war als üblich.

Zu mir gewand sagte er wärend er die Gangway zu seinem Flieger hoch ging. „Du siehst süß aus in der Motorradkluft.“

„Danke, schön zu hören, obwohl sie eigentlich einem anderen Zweck dient.Toll, hier drin ist`s schön warm. Ich bin richtig durchgefroren.“ Leicht zitternt vor Kälte schaute ich mich an Bord um. Etwas geräumiger und gemütlicher als in den Flugzeugen die sonst so kannte.

„ Wollt ihr einen Drink, zum Aufwärmen?“

„Zum Aufwärmen brauche ich eigentlich nichts. Aber gegen einen Drink hätte ich trotzdem nichts.“erklärte Biene ihm mit leicht gerötetem Gesicht.

„Ich hätte lieber einen Kaffe oder Tee, wenns geht?“

„Wird alles erledigt.“ Noch im gehen meinte er wir sollten unsere Sachen irgentwo hinlegen und uns einen gemütlichen Platz suchen.

Biene saß schon, an einem Fensterplatz und ich setzte mich ihr gegenüber. So konnte man sich besser unterhalten.

„Weißt du hier sitzt es sich einfach bequemer als auf meinem Motorrad. Vor allen Dingen ist es wärmer. Ich hab das Gefühl das ich gar nicht mehr Auftaue. Aber die Fahrt war herrlich.

Nur hatte ich die ganze Zeit das Gefühl als müsse jemand bei mir sein. Besonders stark war das Gefühl als ich dann richtig Gas gegeben hab um mich nicht noch mehr zu verspäten.“während ich ihr dieses erzählte bemerkte ich gar nicht das meine Augen glasig wurden. Ich kam mir vor als ob ich in eine andere Welt abtauchen würde.

Von weit her hört ich Biene fragen: „Wer sollte denn bei dir sein?“

„Mike, mit ihm bin ich so oft um die Wette gefahren. Aber diesmal war ich alleine und mußte wohl nur gegen die Zeit fahren. Ich muß immer noch an das letzte mal denken als Piet dabei war.




Da hab ich mich mit der Maschine überschlagen. Als ich Mike überholen wollte bin ich leicht an sein Motorrad gekommen oder er an meins. Zu allem Überfluß ist dieses doofe Ding auch noch auf mir gelandet.

Da hättest du Piet sehen sollen. Erst hat er Mike angemeckert. Als ob er was dafür konnte. Dann kam er zu mir gerannt und sah aus ob er mich umbringen wollte. Er war so wütend das kann sich keiner vorstellen. Also große Brüder können nee Qual sein wenn sie meinen, auf einen aufpassen zu müssen. Der hat mich vielleicht angemault, zum Glück nachdem er das Motorrad von mir runtergenommen hat. Dabei hatte ich doch nur Prellungen und Kratzer.“

„Und wer ist Mike?“

„Mein anderer Bruder, mit ihm kann man allhand Unfug anstellen. Wo sind die beiden eigentlich, warum sind sie nicht hier?“ kaum war dieser Gedanke da, merkte ich auch schon das ich wieder in der Realität zurück gekehrt war.

„Upp`s was war denn das? Mensch Biene ich hab mich wieder an etwas erinnert.“

Wenn ich auch etwas traurig war weil ich jetzt merkt das die zwei mir fehlten.Aber auch wiederum glücklich darüber zu wissen , das ich zwei Brüder habe. Vielleicht kommt der Rest der Erinnerungen ja doch noch.

Als ich hoch schaute bemerkte ich wie Gillian mich irgendwie erstaunt anschaute, mit Getränken in den Händen. Da ich mit ihm jetzt nicht über meine Vergangenheit sprechen wollte, versuchte ich mich schleunigst aus dem Staub zu machen.

„Ist der Kaffee für mich? Es ist doch Kaffee, oder?“ fragte ich ihn ehe auf das Thema von vorhin zu sprechen kam

Etwas verwirrt meinte er ja der ist für dich.

„Danke gibt es hier irgenteinen Platz wo ich mich umziehen kann?“

„Ja, gleich da vorne“

„Bin gleich wieder da und macht nichts was ich nicht auch tun würde.“ versuchte ich zu scherzen obwohl mir eigentlich nicht nach scherzen zumute war. Ich hätte eher jemanden gebraucht der mich in den Arm nimmt und ein wenig tröstet. Nunja man kann nicht alles haben.




„Hier dein Drink Sabine. Wir kennen uns doch irgentwo her kann das sein, du kommst mir so bekannt vor.“

„Ja, wir haben uns vergangenes Jahr für ein Interview getroffen. Ich bin die Leiterin von deinem deutschen Fanclub...“

„Stimmt jetzt erinnere ich mich wieder, das war doch in Köln nicht war.“

„Ja. Gibst du eigentlich auch mal wieder in Deutschland ein Konzert?“

„Bestimmt, ich weiß nur so aus dem Kopf nicht wann. Was war das eigentlich da vorhin mit dir und Birgid?“

„Ich könnte es dir zumindest zum Teil erzählen, aber ich glaube nicht das es ihr recht ist. Frag sie lieber selber, die Antwort ist nicht so einfach. Glaub mir die ganze Geschichte kennen nur Biggi und Gerd, ihr Freund.“

Mit dieser Antwort war er zwar nicht zufrieden. Mußte sich aber mit abfinden. Denn sie hatte nicht vor ihm mehr zu erzählen. Würde er Birgid eben selber fragen, wenn sie heute nochmal wieder kam.

„ Und vielen Dank noch für die Einladung zu deinem Konzert. Kann ich nachher noch ein paar Fotos von dir machen für deinen deutschen Fan´s?“ hörte er Sabine fragen, mit seinen Gedanken war eigentlich ganz wo anders.

„Ja, sicher.“ sagte er mit einem Nicken.

Birgid war gerade wieder aufgetaucht und sah in langen hellen Hose und der schwarzen Bluse bedeutend besser aus als vorhin. Fand zumindest Sabine.

Der Blick mit dem Gillian, Birgid anschaute sagte für Sie alles. Wie es aussah war Gerd bald wieder solo. Die zwei scheinen sich über beide Ohren in einander verliebt zu haben.

Mal gespannt wie lang es dauert bis sie es selber bemerken.




„Habt ihr zwei noch etwas Platz für mich“ fragte Biggi, die sich wieder ein bisschen berappelt hatte.

„Wenn du willst, hier neben mir ist noch genug Platz und bissig bin ich auch nicht.“ meinte Gillian mit einem lächeln zu mir und zeigte neben sich.

„Würde ich dir auch nicht raten, ich beisse nämlich zurück“ bekam er grinsend zu hören.

„Auch wenn es neugierig klingt, erzählst du mir was das da vorhin war!“

„Nein lieber nicht, ich spreche nicht so gerne über dieses Thema. Wenn wir uns etwas besser kennen werde ich dir alles oder sagen wir mal das wichtigste dazu erzählen.“

„Aber..“ er machte eine kurze Pause als müsse er erst überlegen was er sagen sollte „Gerd, ich meine dein Freund, weiß alles nicht wahr?“

„Ja denn ohne ihn säße ich jetzt sehr wahrscheinlich nicht mehr hier oder sonst wo. Bitte hör auf zu fragen. Es tut weh darüber zu sprechen. Ich kenne dich nicht gut genug, um mich mit dir darüber zu Unterhalten.

Wenn mich nicht alles täuscht sind wir jeden Moment da. Sei mir nicht böse, denn das ist das letzte was ich möchte. Denn ich mag dich sehr.“

„Mehr nicht?“ fragte er enttäuscht

„Lass uns doch etwas Zeit, du Kindskopf. Du bist ja fast genauso ungeduldig wie meine Tochter. Wir kennen uns doch kaum. Wenn du eine Frau suchst die immer das sagt und tut was du möchtest und dir zu Füssen liegt, mußt du dich nach einer anderen umsehen.

Glaub mir davon gibt es in deinem Fall sehr viele. Du brauchtest nur was zu sagen und sie kommen angelaufen. Aber ich bin dafür nicht zu gebrauchen. Denk darüber nach und triff dann deine Entscheidung.

Ich glaub ich werd mal Biene wecken. Flugzeuge scheinen auf sie wie Schlaftabletten zu wirken. Nachher wird sie wütend auf sich selbst sein, weil sie in deiner Gegenwart eingeschlafen ist. Erwähne es besser nicht wenn sie zuhört, sonst hat sie den Rest des Tages schlechte Laune.“

Sie beugte sich zu ihrer Freundin und fasste sie leicht an die Schulter: „Biene, wach werden wir sind da.“





Kapitel 3


Auf einem Flughafen sah man ja allerhand Leute rumlaufen, aber eine junge Frau in Motorradkluft kam auch hier nicht so oft vor. So drehten sich auch etliche Leute um und schüttelten ungläubig den Kopf.

„Biggi, das darf doch nicht war sein? Machst du jetzt auf Rockerbraut?“ hörte ich Sabine rufen.Die mich anschaute als ob ich nicht mehr ganz bei trost war.

„Hallo Biene, nein eigentlich nicht, tut mir leid hab mich verspätet. Ist Gillian´s Flieger noch da?“ fragte ich ganz ausser Atem. Also ein Dauerlauf durch den Flughafen war nicht so ganz meine Stärke.

„Ja glaub schon, aber beeil dich. An Bord kannst du dich, bestimmt umziehen. Denn ich nehme doch an, das du nicht in dieser Montur in den Staaten erscheinen willst?“ fragte sie mit einem Kopfschütteln

„Nee eigentlich nicht. Ich glaub da zu diesem Terminal müssen wir.“ sagte ich ihr und zeigte nach rechts

„Guck mal Birgid! Das glaub ich nicht, da ist Gillian selbst. Um uns abzuholen?“ fragte Biene und schaute ganz erstaunt in seine Richtung.

„Frag ihn doch selber. Er wird dich schon nicht fressen. So hungrig sieht er eigentlich nicht aus, eher etwas wütend. Ich nehme an das, das auf mein Konto geht.

Komm Biene nicht stehenbleiben und Bauklötze staunen sondern in Bewegung setzen. Ewig wird er bestimmt nicht warten.“ endlich erwachte Biene aus ihrer Erstarrung und wir gingen so schnell es ging, ohne noch mehr aufzufallen wie es so schon der Fall, war zu ihm. Er schaute mich an , als ob er es nicht fassen konnte das ich in Motorradkleidung vor ihm stand. Also irgentwie hatte ich heute das Gefühl das man hier in Motorradkleidung nicht so beliebt war.

„Hey, Gilian tut mir Leid das du warten mußtest. Ich steckte auf der Autobahn wegen eines Unfalls fest.“ endschuldigte ich für meine Verspätung. Denn eigentlich war ich sonst eher überpünktlich. „Mit dem Auto wäre ich bestimmt noch nicht hier. Mit dem Motorrad ist man zum Glück etwas wendiger und kommt noch weg wenn die Autos feststecken.

Das ist übrigens meine Freundin Sabine Rausch.“

„Hallo Sabine, ich bin Gillian. Kommt ihr Zwei, hier lang. Vielleicht schaffen wir es ja hier weg zu kommen bevor ich entdeckt werde.“ meinte er nur, während der wütende Blick von einem lächelnden ersetzt wurde. Was mir sehr viel besser gefiel.

Sabine benahm sich zum Glück auch wieder normal. Wenn sie auch etwas ruhiger war als üblich.

Zu mir gewand sagte er wärend er die Gangway zu seinem Flieger hoch ging. „Du siehst süß aus in der Motorradkluft.“

„Danke, schön zu hören, obwohl sie eigentlich einem anderen Zweck dient.Toll, hier drin ist`s schön warm. Ich bin richtig durchgefroren.“ Leicht zitternt vor Kälte schaute ich mich an Bord um. Etwas geräumiger und gemütlicher als in den Flugzeugen die sonst so kannte.

„ Wollt ihr einen Drink, zum Aufwärmen?“

„Zum Aufwärmen brauche ich eigentlich nichts. Aber gegen einen Drink hätte ich trotzdem nichts.“erklärte Biene ihm mit leicht gerötetem Gesicht.

„Ich hätte lieber einen Kaffe oder Tee, wenns geht?“

„Wird alles erledigt.“ Noch im gehen meinte er wir sollten unsere Sachen irgentwo hinlegen und uns einen gemütlichen Platz suchen.

Biene saß schon, an einem Fensterplatz und ich setzte mich ihr gegenüber. So konnte man sich besser unterhalten.

„Weißt du hier sitzt es sich einfach bequemer als auf meinem Motorrad. Vor allen Dingen ist es wärmer. Ich hab das Gefühl das ich gar nicht mehr Auftaue. Aber die Fahrt war herrlich.

Nur hatte ich die ganze Zeit das Gefühl als müsse jemand bei mir sein. Besonders stark war das Gefühl als ich dann richtig Gas gegeben hab um mich nicht noch mehr zu verspäten.“während ich ihr dieses erzählte bemerkte ich gar nicht das meine Augen glasig wurden. Ich kam mir vor als ob ich in eine andere Welt abtauchen würde.

Von weit her hört ich Biene fragen: „Wer sollte denn bei dir sein?“

„Mike, mit ihm bin ich so oft um die Wette gefahren. Aber diesmal war ich alleine und mußte wohl nur gegen die Zeit fahren. Ich muß immer noch an das letzte mal denken als Piet dabei war.




Da hab ich mich mit der Maschine überschlagen. Als ich Mike überholen wollte bin ich leicht an sein Motorrad gekommen oder er an meins. Zu allem Überfluß ist dieses doofe Ding auch noch auf mir gelandet.

Da hättest du Piet sehen sollen. Erst hat er Mike angemeckert. Als ob er was dafür konnte. Dann kam er zu mir gerannt und sah aus ob er mich umbringen wollte. Er war so wütend das kann sich keiner vorstellen. Also große Brüder können nee Qual sein wenn sie meinen, auf einen aufpassen zu müssen. Der hat mich vielleicht angemault, zum Glück nachdem er das Motorrad von mir runtergenommen hat. Dabei hatte ich doch nur Prellungen und Kratzer.“

„Und wer ist Mike?“

„Mein anderer Bruder, mit ihm kann man allhand Unfug anstellen. Wo sind die beiden eigentlich, warum sind sie nicht hier?“ kaum war dieser Gedanke da, merkte ich auch schon das ich wieder in der Realität zurück gekehrt war.

„Upp`s was war denn das? Mensch Biene ich hab mich wieder an etwas erinnert.“

Wenn ich auch etwas traurig war weil ich jetzt merkt das die zwei mir fehlten.Aber auch wiederum glücklich darüber zu wissen , das ich zwei Brüder habe. Vielleicht kommt der Rest der Erinnerungen ja doch noch.

Als ich hoch schaute bemerkte ich wie Gillian mich irgendwie erstaunt anschaute, mit Getränken in den Händen. Da ich mit ihm jetzt nicht über meine Vergangenheit sprechen wollte, versuchte ich mich schleunigst aus dem Staub zu machen.

„Ist der Kaffee für mich? Es ist doch Kaffee, oder?“ fragte ich ihn ehe auf das Thema von vorhin zu sprechen kam

Etwas verwirrt meinte er ja der ist für dich.

„Danke gibt es hier irgenteinen Platz wo ich mich umziehen kann?“

„Ja, gleich da vorne“

„Bin gleich wieder da und macht nichts was ich nicht auch tun würde.“ versuchte ich zu scherzen obwohl mir eigentlich nicht nach scherzen zumute war. Ich hätte eher jemanden gebraucht der mich in den Arm nimmt und ein wenig tröstet. Nunja man kann nicht alles haben.




„Hier dein Drink Sabine. Wir kennen uns doch irgentwo her kann das sein, du kommst mir so bekannt vor.“

„Ja, wir haben uns vergangenes Jahr für ein Interview getroffen. Ich bin die Leiterin von deinem deutschen Fanclub...“

„Stimmt jetzt erinnere ich mich wieder, das war doch in Köln nicht war.“

„Ja. Gibst du eigentlich auch mal wieder in Deutschland ein Konzert?“

„Bestimmt, ich weiß nur so aus dem Kopf nicht wann. Was war das eigentlich da vorhin mit dir und Birgid?“

„Ich könnte es dir zumindest zum Teil erzählen, aber ich glaube nicht das es ihr recht ist. Frag sie lieber selber, die Antwort ist nicht so einfach. Glaub mir die ganze Geschichte kennen nur Biggi und Gerd, ihr Freund.“

Mit dieser Antwort war er zwar nicht zufrieden. Mußte sich aber mit abfinden. Denn sie hatte nicht vor ihm mehr zu erzählen. Würde er Birgid eben selber fragen, wenn sie heute nochmal wieder kam.

„ Und vielen Dank noch für die Einladung zu deinem Konzert. Kann ich nachher noch ein paar Fotos von dir machen für deinen deutschen Fan´s?“ hörte er Sabine fragen, mit seinen Gedanken war eigentlich ganz wo anders.

„Ja, sicher.“ sagte er mit einem Nicken.

Birgid war gerade wieder aufgetaucht und sah in langen hellen Hose und der schwarzen Bluse bedeutend besser aus als vorhin. Fand zumindest Sabine.

Der Blick mit dem Gillian, Birgid anschaute sagte für Sie alles. Wie es aussah war Gerd bald wieder solo. Die zwei scheinen sich über beide Ohren in einander verliebt zu haben.

Mal gespannt wie lang es dauert bis sie es selber bemerken.




„Habt ihr zwei noch etwas Platz für mich“ fragte Biggi, die sich wieder ein bisschen berappelt hatte.

„Wenn du willst, hier neben mir ist noch genug Platz und bissig bin ich auch nicht.“ meinte Gillian mit einem lächeln zu mir und zeigte neben sich.

„Würde ich dir auch nicht raten, ich beisse nämlich zurück“ bekam er grinsend zu hören.

„Auch wenn es neugierig klingt, erzählst du mir was das da vorhin war!“

„Nein lieber nicht, ich spreche nicht so gerne über dieses Thema. Wenn wir uns etwas besser kennen werde ich dir alles oder sagen wir mal das wichtigste dazu erzählen.“

„Aber..“ er machte eine kurze Pause als müsse er erst überlegen was er sagen sollte „Gerd, ich meine dein Freund, weiß alles nicht wahr?“

„Ja denn ohne ihn säße ich jetzt sehr wahrscheinlich nicht mehr hier oder sonst wo. Bitte hör auf zu fragen. Es tut weh darüber zu sprechen. Ich kenne dich nicht gut genug, um mich mit dir darüber zu Unterhalten.

Wenn mich nicht alles täuscht sind wir jeden Moment da. Sei mir nicht böse, denn das ist das letzte was ich möchte. Denn ich mag dich sehr.“

„Mehr nicht?“ fragte er enttäuscht

„Lass uns doch etwas Zeit, du Kindskopf. Du bist ja fast genauso ungeduldig wie meine Tochter. Wir kennen uns doch kaum. Wenn du eine Frau suchst die immer das sagt und tut was du möchtest und dir zu Füssen liegt, mußt du dich nach einer anderen umsehen.

Glaub mir davon gibt es in deinem Fall sehr viele. Du brauchtest nur was zu sagen und sie kommen angelaufen. Aber ich bin dafür nicht zu gebrauchen. Denk darüber nach und triff dann deine Entscheidung.

Ich glaub ich werd mal Biene wecken. Flugzeuge scheinen auf sie wie Schlaftabletten zu wirken. Nachher wird sie wütend auf sich selbst sein, weil sie in deiner Gegenwart eingeschlafen ist. Erwähne es besser nicht wenn sie zuhört, sonst hat sie den Rest des Tages schlechte Laune.“

Sie beugte sich zu ihrer Freundin und fasste sie leicht an die Schulter: „Biene, wach werden wir sind da.“




Dieses Hotelzimmer war echt herlich. Naja mit dem nötigen Kleingeld konnte man sich schon so was leisten. Als Webmasterin verdiente man nicht so viel, um sich so eine Hotelsuite leisten zu können.

Nachdem Gillian sie ins Hotel gebracht hatte mußte er zur Probe. Er meinte für so zwei Stunden. Biene war mitgefahren um sich die Probe anzusehen. Ich wollte lieber ein bisschen bummeln gehen und mir vielleicht ein neues Kleid für heute Abend kaufen.

Dann würde sich meine Stimmung bestimmt wieder bessern. Irgendwie war mir seit diesem Vorfall im Flugzeug so komisch, fast zum heulen zumute. Meine Stimmung mußte sich einfach bessern, sonst würde der heutige Tag ein totaler Flopp. Dabei könnte alles so schön werden. Gillian war eigentlich schon enttäuscht genug darüber das ich nicht mit zur Probe wollte. Sein langes Gesicht war nicht zu übersehen. Obwohl er versuchte so zu machen als würde es ihm nichts ausmachen, aber ich glaube es war besser so. So und jetzt wird schoppen gegangen.




Derweil an einem anderen Ort.

Bei der Probe für das morgige Konzert. Hier wollte eigentlich nichts so richtig klappen.

Als sie ein und das selbe Stück mal wieder zum wievielten mal wiederholen mußten, plazte Marc, dem Gitaristen, der Kragen.Er fuhr Gilian an: „Mensch Gillian, konzentrier dich endlich oder brich die Probe ab. Aber das hier bringt uns allen nichts. Wo bist du mit deinen Gedanken. Ich habe eigentlich noch was anderes vor, als hier immer ein und das selbe zu machen. So geht es nicht weiter!“

Irgendwie wurde die Stimmung immer schlechter.

„Vielleicht hast du recht und wir sollten für heute Schluß machen. Was haltet ihr davon wenn wir uns morgen mittag nochmal zum Proben trefffen ?“

Die anderen schienen erleichert aufzuatmen, das dieser Krampf endlich beendet war, denn anders konnte man diese Probe nicht bezeichnen. Gillian ging noch kurz zu Sabine.

„Tut mir leid, aber irgendwie lief´s heute nicht so gut. Ich geh mich noch umziehen und können wir gehen? Weißt du wo Birgid hinwollte?“

„Nein, wie sollte ich. Sie hat zu mir das selbe gesagt wie zu dir. Das sie bummeln gehen wollte und dazu gibt es hier ja wohl viele Möglichkeiten. Aber wir wollten uns doch nachher im Hotel treffen und gemeinsam Essen gehen. Ein und für sich ist sie auch pünktlich, nicht wie heute morgen.“ meinte sie lachend.

„Na gut dann bis gleich, wartest du hier?“ ohne eine Antwort abzuwarten verschwand er irgendwo hinter der Bühne.

Im Hotel angekommen, war von Birgid noch nichts zu sehen oder hören,so sehr sie sich auch umschauten.

Moment mal, mein Handy klingelt.




„Hier Sabine Rausch“

„Hallo Biene, ich bins. Kann leider doch nicht mit euch essen oder ihr müßtest noch etwas auf mich warten. Komme hier leider im Moment nicht weg, wußte nicht das das so lange dauert. Was ist das eigentlich für ein Gekreische bei dir im Hintergrund?“ fragte Biggi neugierig

„Gillian ist von einer Schar Mädchen entdeckt worden, jetzt hat er Autogrammstunde. Was ist das denn, was so lange dauert?“ wollte Biene wissen.

„Etwas ganz Tolles, glaub mir. Mehr verrate ich nicht.Weißt du was, hast du keine Lust mich abzuholen?“

„Lust schon, wo bist du denn?“

„Wenn du aus dem Hotel kommst gehst du nach rechts und auf der rechten Seite geht's du dann in dritte Strasse und das Zweite Haus auf der linken Seite, dort bin ich. Bringst du mir bitte mein weißes Dreickstuch mit?“

„Gut ich sag Gillian nur bescheid das ich dich abhole, wenn ich bis zu ihm hinkomme. Man wird der arme Kerl belagert. Oder vielleicht doch nicht so arm? Er sieht eigentlich ganz zufrieden aus, nicht so frustriert wie vorhin auf der Probe. Na gut , dann bis gleich.“

Wie soll ich denn jetzt zu ihm kommen. Diese verrücken Weiber lassen einen ja nicht durch. Aber wofür gibt's denn Pagen?

„Hallo du, kannst du Gillian Willis eine Nachricht von mir bringen? Ich komm jetzt beim besten Willen nicht zu ihm durch!“

„Ja sicher wird gemacht.“ schnell schrieb ich ihm eine Nachricht das ich Birgid abhole, und dann sofort wieder komme. Wenn er wolle könnte er ja auf uns warten. Aber so wie´s aussah würden wir eher da sein, wie er mit seinen Fan´s fertig war oder seine Fan´s mit ihm. So dann will ich mal sehen das ich Biggi finde.




Was ist denn das für ein Laden Body-Painting.Was hat sie denn hier zu suchen? Da ist sie ja.

„Hey, Biene bin gleich fertig. Wie gefällt es dir?“ wurde sie von Birgid begrüßt.

„Ich würde sagen gewöhnungsbedürftig. Bin dich nicht gewöhnt mit aufgemalten Flügeln auf dem Rücken. Wenn man sich dran gewöhnt hat sieht es bestimmt gut aus.“ meinte Sabine skeptisch.

„Willst du auch? .“

„Nein Danke. Man das Kleid ist echt toll, vorne hochgeschlossen als ob man was verstecken müßte und hinten alles frei mal gerade der Po bedeckt!“

„Das hab ich vorhin entdeckt, eigentlich wollte ich es nur anprobieren. Dann konnte ich es einfach nicht mehr ausziehen, ausserdem passt es wie angegossen.“

„Weißt du was, wenn du läufst, sieht es aus, als ob die Federn auf deinem Rücken echt wären. Das ist ja das reinste Kunstwerk. Was hat der Spass eigentlich gekostet?“

„Frag nicht, du willst es wirklich nicht wissen.“ meinte Biggi schmunzelnd und sich ein wenig verlegen im Nacken kratzen.

„Komm lass uns ein bisschen schneller gehen ich hab Hunger, du nicht“

„Doch, irgendwie ist das Frühstück schon lange her, mein Magen ist die ganze Zeit schon am knurren.Was meinst du ob Gilian noch da ist?“

„Sollte mich sehr wundern wenn nicht, obwohl du ihn für heute schon lange genug hast warten lassen.“

„Wie war eigentlich vorhin die Probe? Interessant?“

„Ich würde sagen wenn er ein bisschen weniger an dich gedacht und ein bisschen mehr an seine Arbeit gedacht hätte, wäre sie besser gelaufen.“ den Rest des Weges gingen die zwei schweigend zum Hotel.




Wieder im Hotel angekommen.

„Gibt´s denn so was, er ist ja immer noch mit seinen Fan´s beschäftigt. Biene was hältst du davon uns einen schönen Platz zum Essen zu suchen. Am besten in einer versteckten Ecke, du weisst schon warum. Und ich versuche ihn da loszueisen.“

„Ja machen wir. Viel Spass beim loseisen.“ mit diesem Satz trennten sich die Freundinnen und gingen in entgegengesetzten Richtungen auseinander.




Da nur drei junge Frauen ein Autogramm wollten stellte sie sich einfach geduldig an ohne von ihm bemerkt zu werden und fragte : „Bekomme ich auch ein Autogramm? Habe nur leider nichts zum Schreiben dabei oder hättest du Lust mit mir Essen zu gehen?“ Wie er auf schaute, sah er endlich die Frau auf die er schon die ganze Zeit gewartet hatte, ihn glücklich anlächeln.

„Also gegen etwas zu Essen hätte ich nun wirklich nichts und um das Autogramm können wir uns ja dann später kümmern, oder was meinst du“ noch während er dies sagte, zog er sie vorsichtig immer näher zu sich hin. Bis er sie endlich in Ruhe küssen konnte.

„Hast du´s immer so eilig?“ fragte sie ihn nachdem sie endlich wieder Luft bekam.

„Nein eigentlich nicht. Aber bei dir muß man aufpassen sonst bist du gleich wieder verschwunden.“

„Ich verschwinde auch jetzt, ich hab nämlich Hunger. Du wolltest doch mitkommen,oder? Sonst meint Biene noch wir wollten nicht mehr kommen. Komm schon oder ich verhungere.“ zur Bestätigung fing ihr Magen an zu knurren. Als ob er sagen wollte, wird auch langsam Zeit.

„Das kann ich wirklich nicht zulassen, dann lass uns mal was essen gehen. Mein Schatz“ Arm in Arm sah man zwei frisch verliebt zum Speiseraum schlendern.




Kapitel 4




Im Speiseraum angekommen sahen sie Sabine heftig winken, damit sie sie auch entdeckten.

Das Abendessen so konnte man es wohl eher nennen als ein Mittagessen. Da es schon früher Abend war, verlief ruhiger als Birgid erwartet hatte. Nun vielleicht lag es auch daran, das man Gillian auch kaum sah. Es hätte jemand schon zimlich nah an ihnen vorbei gehen müßen um ihn zu entdecken und die Leute die hierhin kamen wollten eigentlich eher essen als Autogramme.So konnten die drei ihr Essen in aller Ruhe geniessen.

Als sie fertig waren fragte Birgid: „Was haltet ihr von ein bisschen tanzen gehen? Da hätte ich jetzt so richtig Lust zu.“

„Ja warum eigentlich nicht, aber dann muß ich mich erst mal ein bisschen frisch machen.“ meinte Sabine.

„Was machen wir jetzt, während Biene sich fertig macht? Aus Erfahrung weiß ich, das, das seine Zeit dauert. Was hälst du davon wenn wir hoch in mein Suite gehen, und uns einen Drink, nur zu zweit genehmigen?“ fragte sie Gillian mit einem halb verführerischen und halb schüchteren Blick. Als ob sie selbst nicht, genau wußte, was sie wollte oder wie weit sie gehen sollte.

Nach einem kurzen Disput wer die Rechnung bezahlen solle, verschwanden die beiden in ihrer Suite.

Wenn Gillian sie sich betrachtete fand er sie sehr hübsch. Man sah ihr wirklich nicht an das sie zehn Jahre älter war wie er. Vielleicht lag es auch daran das sie sich nicht so viel schminkte und einen einfachen langen Haarschnitt trug. Sie sah einfach natürlich und nicht so aufgedonnert aus wie die meisten Frauen und Mädchen aus, die er sonst so traf. Irgendwie war sie ganz anders. Noch ganz in Gedanken hörte er sie fragen: „Was möchtest du trinken? Die Bar scheint ganz gut bestückt zu sein.“

„Gib mir bitte einen Cognac.“ sie selbst nahm sich einen Wisky mit Orangensaft. „Was machst du eigentlich so wenn du keine Konzerte besuchst?“ versuchte er etwas über sie heraus zu finden. Denn wenn er es sich so recht überlegte wusste er gar nichts von ihr. Im Gegensatz zu anderen Frauen erzählte sie so gut wie nichts von sich.

„Normalerweise führe ich für Gerd und meine Tochter Ivon den Haushalt und versuche mich so nebenbei als Webmasterin. Damit verdiene ich auch meinen Lebensunterhalt. Ist zwar noch nicht so viel, aber es dauert halt so seine Zeit bis man Angebote erhält die sich lohnen.

Ausserdem beschäftige ich mich so viel es geht mit Ivon und meinem Hund.“

„Ja, an den kann ich mich noch gut erinnern er sah auf der Straße so aus als wollte er mich zerfleischen wenn ich dir zu nahe gekommen wäre“ meinte er und in Gedanken sah er den wütend knurrenden und zähnefletschenden Hund vor sich.

„Das hätte auch ohne weiteres passieren können. Aber glaube mir wenn du näher gekommen wärst hatte er schon einen anderen Befehl erhalten und danach ist er einundfürsich sehr friedlich. Er ist ja dazu da um auf mich und die Kleine aufzupassen. Das klappt nicht wenn er jeden schwanzwedelnd begrüßt.“ Während sie ihm dieses erzählte strich sie immer wieder die langen dunkelblonden Haare aus dem Gesicht.

„Und was gibt es über dich zu erzählen?“ fragte sie ihn. Erleichtert nichts mehr von sich erzählen zu müßen.

„Komm her zu mir und ich erzähl dir was von mir“ meinte er und zeigte neben sich „Du läufst rum wie ein aufgescheuchtes Huhn.

Ich bin hier in den Staaten aufgewachsen. Habe drei Geschwister, Jamie der älteste von uns. Dann meine Schwester Sarah und meinen jüngeren Bruder Julian. Seit so ungefähr 5 Jahren wohne ich nicht mehr zu Hause. Ich habe auch keine feste Beziehung, falls es dich interessiert.

Wie alt ist eigentlich deine Tochter?“

„Ivon ist im Mai sechs Jahre alt geworden und um deiner nächsten Frage zuvor zukommen. Gerd ist nicht ihr Vater. Ihn hab ich, oder besser gesagt er ich kennengelernt wie ich schon schwanger war.“ Nach einem Blick auf die Uhr erklärte sie ihm ich muß Ivon anrufen, sonst bekommen Gerd´s Eltern sie nicht ins Bett. Sie ist das so gewöhnt. Wenn ich weg bin das ich wenigstens einmal am Tag anrufe. Ganz nah an ihn gekuschelt, telefonierte sie mit ihrer Tochter.

Er fand es herrlich sie so im Arm zu halten. Er würde sie am liebsten nicht mehr loslassen.

Wenn da blos der andere nicht wäre. Darüber mußte er sich noch mit ihr unterhalten. Denn sie empfand das selbe für ihn, wie er für sie. Das wusste er und er merkte es ganz deutlich.Aber jetzt war einfach nicht der richtige Zeitpunkt dafür.




Der Abend war herrlich gewesen. Sie hatten fast die ganze Zeit nur getanzt und sich unterhalten. Jetzt waren sie auf den Weg zu ihrem Zimmer. Würde er die Nacht mit ihr verbringen oder wie schon so oft alleine? Was nuzten einem die ganzen Fan´s wenn doch keine dabei war die wirklich ihn und nicht nur der Star wollte. Er wollte keine Frau für nur ein oder zwei Nächte. Obwohl manchmal war auch das ganz schön.

Aber was er wirklich wollte war eine feste Freundin. Etwas für ein ganzes leben lang. Er hatte das Gefühl das sie die richtige für ihn war. Nur hatte sie schon einen Freund. Aber zum Glück war sie nicht verheiratet. Bei ihr kam er sich auch nicht wie ein Objekt zum Angeben vor. Sie schien da ganz anders zu sein als seine letzten Freundinnen.Die schienen ihn eher als Sprungbrett für ihre Karriere gebraucht zu haben.Nun mit ihnen war es auch schön gewesen. Aber irgentwie hatte etwas gefehlt.

„Wenn du willst komm doch mit zu mir. Ich glaube wir wissen doch beide was los ist, oder hast du keine Lust.“ meinte sie vor ihrem Zimmer zu ihm.“Ich würde mich sehr freuen. Ausserdem brauche ich dich und ich liebe dich, mehr wie vielleicht gut für mich ist.“ Auf einmal verlor sie irgendwie den Boden unter den Füssen und sie fand sich in seinen Armen wieder. Wie sie feststellte war er auf diekten Weg zum Bett.

Lachend und es sichtlich geniessend fragte sie ihn: „Du bist doch wohl nicht müde, oder?“

„Am liebsten würde ich dich gar nicht mehr loslassen.“hörte sie ihn sagen, mit einem Blick in der wahnsinng viel traurigkeit lag „Vor allen Dingen wenn ich dran denke, das ich dich übermorgen wieder nach Deutschland zurück bringen muß.“

„Was würdest du sagen wenn ich wieder zurück komme, sobald ich mit Gerd gesprochen habe? So wie die Dinge im Moment stehen kann und will ich nicht mehr mit ihm zusammenleben. Damit würde ich weder Gerd noch mir einen Gefallen tun!“aber besonders begeistert schaute sie nicht aus. Ihr wurde schon mulmig, bloss bei dem Gedanken an diese Aussprache. Aber sie konnte doch nicht so einfach tun als wäre nichts geschehen. Sie hatte sich, wie man so schön sagte bis über beide Ohren in ihn verliebt und Gerd hatte ein Recht auf die Wahrheit auch wenn sie ihm nicht gefallen würde.




„Wenn dann bringe ich aber Ivon und Toby mit. Zum Glück brauch ich keinen Arbeitsplatz zu wechseln, meinen Computer kann ich nämlich auch einfach mitnehmen. Ich müßte mir nur eine Wohnung suchen. Was meinst du dazu?“ als er sie erstaunt anguckte bemerkte er das sie es völlig ernst meinte und ihn erwartungsvoll anschaute.

„Das ist eine toll Idee. Eine Wohnung brauchst du dir nicht zu suchen. Mein Haus ist groß genug für uns alle.“ meinte er während er anfing sie langsam aber sich auszuziehen.

„Hallo, mein Freund wer hat denn was von ausziehen gesagt? Und über das Thema Wohnung müssen wir uns auch noch unterhalten?“ kam ein schwacher Protest von ihr während sie seine Berührungen sichtlich genoss.

„Aber doch nicht jetzt, oder.“ meinte er nur.







Was war das blos für ein Lärm den sie da die ganze Zeit hörte? Eigentlich war sie noch müde und wollte nicht aufwachen. Aber dieses Klopfen hörte einfach nicht auf.

„Aufhören, ich komm ja schon, immer mit der Ruhe!“ brummte sie. Als sie aufstehen wollte bemerkte sie das sie ja gar nicht alleine war. Auf einmal war die Erinnerung an gestern Abend wieder da.

Es war so schön gewesen. Vorallen Dingen an seiner Brust geschmiegt einzuschlafen.




„Wer will denn jetzt schon was von dir?“ hörte sie Gilian neben sich fragen. Gleichzeitig merkt sie wie er sich zu ihr drehte um sie festzuhalten. Während sie sich aus seinen Armen löste meinte sie:

„Schlaf du weiter, werd mal nachgucken was da los ist“ Und ging an die Tür.

„Biene? Was willst du denn so früh schon hier?“ fragte sie ihre Freundin ganz verdutzt.




„Wieso früh, wir waren für halb neun verabredet, schon vergessen?“ fragte Sabine sie. Hellwach und topfit.

Biggi die wirklich noch nicht ganz wach war und eher so aussah als ob sie lieber wieder im Bett verschwinden würde. Vor allen dingen wo sie wußte, das Gillian dort auf sie wartete. Schaute sie etwas verwirrt an. Aber da viel es ihr wieder ein, sie hatte Biene ja versprochen das sie heute morgen ein bisschen bummeln gehen würden.

Denn das sich das mit Gillian so entwickeln würde hatte sie nicht geahnt.




„Weißt du was.“ meinte sie zu Sabine „Bestell uns im Kaffee schon mal einen starken Kaffee zum wach werden. Zumindest für mich. Ich mach mich gerade fertig dann komm ich.“

„So ein Mist, das hatte ich ja ganz vergessen“ mit diesen Worten erschien sie wieder im Schlafzimmer.




„Was hast du vergessen?“ fragte Gilian sie und zeigte auf den leeren Platz im Bett neben sich.

„Ich hatte mit Biene ausgemacht das wir heute morgen ein bisschen schoppen gehen würden. Wenn ich ehrlich bin hab ich dazu eigentlich keine große Lust. Könnte mir was besseres vorstellen“ der Blick mit dem sie ihn dabei ansah sagte mehr als tausend Worte.

„Aber es hilft nichts wie sagt man so schön, versprochen ist versprochen.“ sagte sie und verschwand mit einem Schulterzucken im Bad.

Ohne das sie es bemerkte war er hinter ihr her gekommen und legte seine Arme um sie, man hatte fast das Gefühl er würde sie am liebsten nicht mehr loslassen.

“Ooh, Gillian wenn du mich so fest hälst werd ich nie fertig. Ich will zu deiner Probe pünktlich wieder zurück sein.“ sagte sie. Dachte aber halt mich fest, so fest das ich nicht weg kann. Ich soll morgen nach Hause fliegen. Wie soll ich das bloss schaffen.

Wenn ich nur dran denke vermisse ich ihn jetzt schon. Besser nicht dran denken sonst werd ich noch verrückt. Wie kann man sich in so kurzer Zeit nur so verlieben.

„Ich verspreche dir auch um 12 Uhr bei der Probe dabei zu sein und dann geh ich heute nicht mehr ohne dich weg? Was hälst du davon? Aber jetzt muß ich weg! Tschüß! Ich liebe dich vergiß das nicht.“ sagte sie während sie sich aus seinen Armen befreite.




„Komm ja. Sonst bist du schuld wenn wieder alles schief läuft.“

„Gillian schau mich nicht so an, ich bin pünktlich.Aber wieso bin ich dafür verantwortlich wenn bei dir auf der Pobe alles schief läuft.Ich steh doch auf der Bühne?“ fragte sie ihn kopfschüttelnd.

Ging aber ohne eine Antwort abzuwarten.

Nachdem sie verschwunden war, stellte er bei einem Blick auf die Uhr fest das er ja noch ein bisschen schlafen konnte und sich dann fertig machen mußte.

Was solls sie war mal wieder verschwunden. Sollte nochmal jemand sagen er hätte keine Zeit für Freunde. Biggi schien ja noch schlimmer wie er zu sein.







Kapitel 5




„Hey, Biene“ meinte sie bei Sabine angekommen. „Wie siehts aus? Können wir?“

„Wolltest du nicht noch einen Kaffee trinken? Er wird gleich gebracht. Hast aber schwer lange gebraucht? Wußte gar nicht das so weit bis hier hin ist?“ schaute Biene sie schmunzelnd an.

„Nein eigentlich nicht, war nur ein bisschen schwierig fort zu kommen und zur ersten Frage ja du hast recht den Kaffee brauche ich wirklich. Wir haben nicht ganz so viel Zeit wie du vielleicht möchtest. Ich habe Gillian versprochen pünktlich zur Probe dazu sein. Du weißt doch noch wo es ist oder? Ich nämlich nicht.“ meinte sie während sie den Kaffee, der gerade gebracht worden war, stehend austrank.




„Ja zum Glück weiß ich wo es ist. Sonst müsstest du doch glatt noch mal auf dein Zimmer gehen und nachfragen? Wer weiß ob du dann noch mal runter kommen würdest, oder?“ meinte Sabine sie verschmitzt ansehend „ Frag mich nur warum ihr zwei Zimmer habt. Eins würde vollkommen reichen. So und nun lass uns gehen. Sonst brauchen wir wiklich nicht mehr zu gehen.“.




Der Vormittag war dann doch besser wie sie gedacht hatte und Biene hat sich einen wunderschönen Hosenanzug für´s Konzert gekauft und jetzt waren sie auf dem Weg zur Probe.

„Biene, sind wir hier wirklich richtig? Soweit wie ich weiß sagte Gillian etwas von Probe? Nicht von Vorstellung. Schau dir doch mal diesen Betrieb an, das kann doch nicht normal sein.“

„Hast du schon mal was von Fan´s gehört?“ antwortete Biene ihr grinsend „Die wollen Fotos und wenn sie Glück haben ein Autogramm oder ein Küsschen von ihrem Star.




An so etwas wirst du dich wohl gewöhnen müssen wenn du mit ihm zusammen bleiben willst. Also mein Ding wäre das nicht, ich wollte meinen Freund nicht mit anderen Teilen.“

„Wieso teilen, das ist sein Job.“ nahm sie ihn in Schutz. „Er kann ja auch nichts dafür das sich die meisten benehmen als ob er nur für sie da wäre. Ich wüßte nur gerne wie ich jetzt da rein komme, ohne das die gleich alle hinter mir her rennen. Denn da rein wollen die bestimmt auch.“

„Du kannst ja hier warten. Gillian wird dich schon irgendwie reinlotzen. Aber ich habe keine Lust hier zu bleiben. Geh lieber New York noch ein bisschen unsicher machen.“ meinte Sabine und verschwand im New Yorker Strassengetümmel.




Während Birgid noch unendschloßen am Straßenrand stand und überlegte wie da wohl am besten reinkommen sollte, hörte sie jemanden ihren Namen rufen. „Meinst du mich?“ fragte sie.

„Ja, wenn du Birgid Falkner heißt.“ Da stand ein junger Mann mit langen braunen Haare. An ihn konnte sie sich beim besten Willen nicht erinnern. Aber das sollte in ihrem Fall nicht viel heißen.

Er hatte wohl ihren fragenden Blick bemerkt und sagte: „Du kennst mich nicht. Gillian schickt mich, ich soll dir rein helfen. Komm hinten rum. Hier ist ein Eingang der noch nicht belagert wird. Anscheinend kann die Probe erst los gehen wenn du da bist. Scheinst ihm ja ganz gut den Kopf verdreht zu haben.“ meinte er während er versuchte sie einzuschätzen.“Übrigens ich heiße Marc.“

„Meinen Namen kennst du ja schon. Wenn du willst kannst du mich ruhig Biggi nehnen.“ bot sie ihm an während er sich rein führte. „Setz dort irgendwo hin“ sprachs und verschwand um sich seine Gittarre zu nehmen und mitzumachen.




Bei sich dachte sie. Herrlich fast wie eine Galavorstellung nur für sie. Biene wuste gar nicht was sie verpasste. Wenn Gillian heute bei dem Konzert genauso auf der Bühne rumtobte, bin ich ja mal gespannt wie der restliche Abend wird. Also ich wäre danach für nichts mehr zu gebrauchen. Aber bei ihm, das wußte sie nicht.

Bei dem Song hockte Gillian auf einmal vor ihr und wollte sie mit auf die Bühne nehmen.Da hielt sie aber absolut nichts von, denn sie schaute ihn lächelnd aber bestimmt an und schüttelte heftig den Kopf.

„Nun komm schon, stell dich nicht so an,ich pass schon auf dich auf.“ meinte er nachdem er das Mikro abgeschaltet hatte.

„Nein das muß ganz bestimmt nicht sein. Für die Bühne bist du zuständig nicht ich“ protestierte sie. Aber das schien ihn gar nicht zu Interessieren. Denn er nahm sie kurzerhand hoch und setzte sie vorne auf die Bühne und setzte sich hinter sie. Um mit ihr im Arm das Lied nochmal zu singen und es war nicht zu übersehen das es ihr auch gefiel, sehr sogar.

Irgendwie hatte sie auf einmal einen ganz verträumten Ausdruck in den Augen und wünschte sich er würde nie mehr aufhören. Aber wie es so ist, jedes Lied hört einmal auf so auch dieses.




Und er fragte sie: „Was war denn daran so schlimm?“

„Nichts, es war einfach toll. Nur könntest du mir einen gefallen tun? Ich möchte nicht immer wenn ich nicht so will wie du durch die Landschaft getragen werden.“ Dabei wußte sie ganz genau, selbst wenn er jetzt zustimmen würde, würde er sich nicht lange dran halten.

„Mal sehen was sich da so machen läßt. Mußt du halt noch ein Stück wachsen, dann geht es nicht mehr so leicht.“ Zu den Anderen gewand meinte er dann: „Was meint ihr, reicht es? Dann hätten wir alle noch etwas Zeit bis zur Abendvorstellung.“

„Warum eigentlich nicht, hat ja alles gut geklappt und ein bisschen relaxen könnte jedem von uns nicht schaden. Ich würde sagen wir treffen uns 18 Uhr wieder hier. Pünklich, wenn ich bitten darf.“ erklärte Marc und wie es schien waren alle damit entlassen.




„Komm mit ja, will mich nur ein bisschen frischmachen, dann können wir auch gehen.“ meinte er zu mir gewand und ging mich an der Hand fassend zur Gaderobe.

Wie er jetzt so vor mir stand, frisch geduscht und noch nicht ganz angezogen, könnte man glatt auf andere Gedanken kommen. Aber wenn ich nur daran dachte doch einer von seinen Fan´s hierher kommen würde, fand ich es besser zu warten bis wir im Hotel waren.




Wieder im Hotel angekommen.

Meinte er komm wir gehen auf mein Zimmer ich will dir was zeigen.

Als wir fast bei seiner Suite waren dachte ich nur: Das fast der Mensch doch nicht. Woher wissen die denn schon wieder das er jetzt kommt. Denn seine Suite wurde von einigen jungen Frauen, man konnte schon fast sagen belagert.




Aber für ihn schien es völlig normal zu sein. Fast als schien er mich zu vergessen. Verteilte Autogramme und Küsschen. Nach einiger Zeit hört ich ihn sagen, so mein Damen das wars ich muß mich noch ein bisschen ausruhen, denn ihr wollt ja nachher eine gute Schow sehen, oder. Und so nach und nach gingen sie, wenn auch etwas wiederwillig, und ich war wieder mit ihm allein.

Naja an so was werde ich mich wohl gewöhnen müssen wenn ich mit ihm zusammen bleibe. Also ich kann aber nicht sagen das es mir besonders gefällt. Aber vielleicht gewöhne ich mich ja daran, der Mensch soll ja ein Gewöhnungstier sein.




Biggi, kommst du“ fragte er mich „Oder willst du hier auf´m Flur bleiben bis wir wieder fort müssen?“

„Nein, ich komm ja schon. War nur ein bisschen in gedanken.“ erklärte ich ihm.

„Und worüber hast du nachgedacht.“ fragte er mich während ich sachte immer näher an ihn herangezogen würde. Mensch, küssen kann er, das glaubt man nicht und nicht nur das.

„Sag mal Gil, ist es eigentlich möglich mit dir zusammen zu sein ohne das einem so ein schwarm Mädchen folgt. Das ist ja nervig so auf die Dauer.“ Ihr Gesichtsausdruck bei dieser Frage gefiel ihm überhaupt nicht, es schien ihr gar nicht zu gefallen.

„Das ist nun mal der Nachteil wenn man berühmt ist. Die Mädchen gehen ja noch. Schlimmer ist es wenn eifersüchtige Männer auftauchen. Weil sie meinen ich wollte ihnen die Frau oder Freundin ausspannen. Glaub mir das ist schon manches mal mehr wie unangenehm gewesen und dann ist es gut wenn man nicht alleine ist. Dabei bist du die einzige bei der ich das wirklich will.

Aber bei mir zu Hause haben wir unsere Ruhe du müßtest nur mitkommen.“ am liebsten hätte er ihr gesagt das es nur ganz selten so war, aber es hätte nichts genutzt. Wenn sie mit ihm mehr zusammen war würde sie es sowieso bemerken. So konnte er nur hoffen das sie damit klar kam, wenn nicht, wußte er auch noch nicht wie es weiter gehen sollte. Er war auf gar keinen Fall bereit sie aufzugeben und ohne seine Musik? Mensch das würde schwer.




„Was hälst du davon, wenn wir nach dem Konzert für ein paar Tage zu mir auf die Insel fliegen. Dort sind wir auch alleine, wir könnten am Strand faulenzen, schwimmen gehen, surfen oder ein bisschen Reiten. Kannst du eigentlich reiten?“




„Ich weiß es nicht. So weit ich weiß wolltest du uns doch morgen zurück nach Köln zurück bringen, oder hab ich da etwas falsch im Kopf? Obwohl ein paar Tage nur mit dir das wäre auch nicht zu verachten.“

„Nicht zu verachten“ fragte er sie entrüstet, „Bin ich für dich nur ein kurzer Urlaubsflirt?“

„Hallo mein Freund krieg dich wieder ein. Hätte ich dann angeboten, mir hier, mit Kind und Hund, eine Wohnung zu suchen.“ versuchte sie ihn wieder zu beruhigen. „ Die Trennung von Gerd wird auch alles andere wie einfach. Dafür hat er mir zuviel geholfen. Aber das erzähl ich dir wenn wir mehr Zeit haben. Mal sehen ob du dann immer noch mit mir zusammen sein willst.“




„Was hälst du davon wenn du uns etwas Musik anmachst und dann noch etwas zu mir kommst, oder willst du dich lieber noch ein bisschen aufregen und auf die Frage mit dem Urlaubsflirt bekommst du keine Antwort, du kennst sie selber, wenn nicht tust du mir echt leid.“




„Was hälst du davon wenn wir Sabine morgen mittag nach Köln fliegen und starten dann direkt durch nach Hawai zu mir? Ich hab jetzt ein paar Tage Zeit muß nur ab und zu zum Dreh für meinen neuen Videoclip. Komm gib dir einen Ruck und sag ja?“ wenn er wüßte das sie ihm nichts abschlagen konnte wenn er sie so anschaute. Für diese Augen müßte man eigentlich einen Waffenschein brauchen, er würde bei ihr damit alles durchkriegen.

“Mensch Gillian guck mich nicht so an, als ob dich einer am Quälen wär. Ich werd Elke gleich anrufen und fragen ob sie noch ein paar Tage länger auf Toby aufpaßt. Dann habe ich noch bis zum nächsten Wochenende Zeit. Gut? Bist du dann zufrieden?“ fragte sie ihn glücklich. In Erwartung auf ein paar herrliche Tage.




„Besorgst du mir einen Kaffee und ich telefoniere in der Zeit mit Elke und frage sie ob sie noch länger auf meinen Hund aufpasst.“

Nach ein paar Minuten war alles geklärt. Sie unterhielt sich zwar noch mit ihrer Freundin. Aber er wußte das sie mit nach Hawai kommen würde. Es war für ihn die schönste Nachricht des Tages nun konnte konnte wirklich nichts mehr schief gehen.




„Was wolltest du mir eigentlich zeigen?“ erinnerte sie ihn. „Stimmt, hatte ich fast vergessen. Setz dich gemütlich hin und hör zu.“ sagte er zu ihr und holte seine Gitarre hervor um ihr sein neuestes Lied vorzuspielen. Mit geschlossenen Augen genoss sie es ihm zu zuhören. Auf einmal, er war zum Glück kurz vorher fertig geworden klopfte es. Nachdem er die Gitarre weggestellt hatte und ihr einen Kuss gegeben hatte, ging er zur Tür um zu sehen wer jetzt schon wieder störte.




„Hallo Gillian, ich wollte eigentlich nicht stören, bin nur schon einige Zeit auf der Suche nach Birgid. Weißt du zufälliger Weise wo sie ist? Das Lied was du gerade gespielt hast war spitze wenn ich das mal sagen darf.“ meinte eine etwas verlegen aussehende Sabine.

„Sie ist bei mir. Geh nur rein.“

„Ich wollte euch nicht stören.“ meinte Sabine und kam sich völlig fehl am Platz vor.

„Mensch Biene komm schon und stell dich nicht so an. Sonst bist du doch auch nicht so.“ etwas leiser so das nur Biene sie hören konnte fügte sie hinzu. „Stell dich nicht so an als ob du uns noch nicht zusammen gesehen hättest. Da wirst du dich dran gewöhnen müßen.“

„Biggi, kommst du mit mir oder kommst du später nach?“ fragte er sie „Wenn du mit mir kommst müsstest du dich fertig machen, denn ich werd so in knapp einer Stunde abgeholt.“

„Ich werde etwas später mit Biene zusammen kommen.“ meinte sie zu ihm und gab ihm einen Abschiedskuß. „Bis nachher mein Schatz und lass die anderen Frauen in Ruhe“ drohte sie ihm scherzhaft.




So etwa 2 Stunden später standen die zwei mit vielen anderen am Eingang und warteten darauf reingelassen zu werden.

„Hast du schon gesehen unsere Plätze sind ganz vorne direkt bei der Bühne, wir können alles genau sehen.“ erklärte Biene nachdem sie die Karten studiert hatte.

„Ja dort habe ich heute mittag auch gesessen. Hoffentlich holt er mich nicht wieder auf die Bühne bei den ganzen Leuten die zuschauen. Ich glaube dann rutscht mir das Herz in die Hose.“ hörte Biene, Biggi sagen.

So nach und nach füllten sich die Platze, anscheinend war alles ausverkauft. Einige der Zuschauer meistens junge Frauen manche sogar in Begleitung ihrer Freunde oder Männer waren schon ganz

aus dem Häuschen und fingen bei der geringsten bewegung auf der Bühne an zu kreischen und rissen ihre Plakatte auch mit Aufschriften wie oder < Ich habe nur auf dich gewartet> in die Höhe.

Endlich ging die Show los und das Publikum wurde ruhig um dem Gesang zu folgen. Noch während er sang und tanzte war er mit seinen Fan´s am Flörten und sprang auch sehr zum Leidwesen des Sicherheitsteams über die Absperrung um seinen Fan´s näher zu sein, aber nicht für sehr lange.

Auf einmal drangten sich ganz viele Mädchen nach vorne an die Absperrung. Denn jetzt wurde eine von ihnen ausgewählt die zu Gillian auf die Bühne durfte.




Er führte sie zu einem Stuhl auf dem sie sich setzen sollte und er kniete vor ihr, ein Liebeslied singend. Das Publikum war wie hingerissen, die meisten beneideten diese junge Frau zweifellos und wären gerne an ihrer Stelle. Was den dazu gehörenden Männern wohl gar nicht gefiel.




In Birgid schien ein Gefühlskaos zu herrschen, einerseits war sie froh nicht da oben zu sein und andererseits schien sie vor Eifersucht fast verrückt zu werden. Bildete sie es sich nur ein, oder tat ihr das Herz wirklich weh, wenn sie den beiden zusah.

Sie war sichtlich erleichtert wie das Lied zu ende war und die junge Frau nach einem kurzen Kuss wieder im Publikum verschwand.




Noch zwei oder drei Lieder und er würde wieder nur zu ihr gehören. Noch wußte sie nicht wie sie das auf die Dauer durchstehen würde. Obwohl sie wußte das es nur Show waren, sein Job.

Sie würde mit der Zeit lernen ihre Eifersucht unter Kontrolle zu halten. So das es keiner merkte.

Mit Gerd war alles viel einfacher, warum mußte sie sich nur in Gillian verlieben? Aber darauf würde ihr wohl keiner eine Antwort geben können.

So war das einfach mit der Liebe, schön und gleichzeitig so furchtbar.

So ganz in Gedanken versunken, seine Stimme im Hintergrund hörend, hatte sie gar nicht mitbekommen das die Show eigendlich schon zu Ende war und das Publikum gemeinsam Zugabe, Zugabe riefen.

Wie nicht anders zu erwarten kam er noch mal auf die Bühne und fragte welches Lied wollt ihr denn hören? Fast einstimmig wollten sie den Song ganz in der Hoffnung das nochmal jemand zu ihm durfte und diejenige träumen könnte, er würde dieses Lied nur für sie singen. Ob sie wollte oder nicht das konnte Biggi nur allzugut verstehen. Nun sollte er sich ruhig eine aussuchen um ihr das Lied zu singen sie würde einfach woanders hinschauen und nur an heute mittag denken. Aber dann hatte er für ihren Geschmack auch genug mit anderen geflörtet und ihnen den Kopf verdreht.




Noch während sie überlegte warum wird denn jetzt schon die Absperrung weggeräumt, stand er auf einmal vor ihr „Dieses Lied ist ab jetzt nur für dich, deshalb mußt du auch mitkommen!“ grinste er sie an und nahm sie einfach mit. Es half nichts, wenn sie nicht heraus bekommen wollte ob er sie wieder hochtragen würde, müßte sie wohl mitgehen. Aber wie sie ihn so ansah, vergaß sie vollkommen das sie beide nicht alleine waren und es war genauso schön wie schon ein paar Stunden zuvor. Alle mal besser als zu wissen das jemand anderes bei ihm war und sie mehr oder weniger alleine dort unten saß.

Als der Song zu Ende war meinte er zu ihr: „Bleib hier wir gehen gleich zusammen von der Bühne. Sollen sie nur alle wissen das du zu mir gehörst. Einverstanden“ Sie nickte nur und wartete das er wiederkam um mit ihr hinter der Bühne zu verschwinden.

„Komm, Biggi laß uns verschwinden.“ hörte sie ihn nach kurzer Zeit zu ihr sagen und dann gingen sie Hand in Hand in seine Gaderobe.




Als sie nach gut einer Stunde zum Hinterausgang rausgingen wo schon ein Wagen auf ihn wartete, waren nur noch ein paar ganz hartnäckige Fan`s da, die ein paar Autogramme wollten und sie konnten sich endlich auf den Weg zum Hotel machen.




Kapitel 6




Im Hotel angekommen, gingen wir direkt in meine Suite, denn seine würde bestimmt wieder belagert. Mich kannte ja noch keiner, also war hier auch niemand und wir würden den restlichen Abend für uns haben. Ich glaube heute Abend werde ich ihm alles über meine Vergangenheit erzählen. Zumindest das was ich weiß.




Er lag langgestreckt auf dem Bett und war sich, bei Musik die aus dem Fernseher, am entspannen. Oder war er eingeschlafen? Konnte sie schlecht sagen wie er so mit geschlossenen Augen da lag. Wenn sie ihn so betrachtete: groß,schlank, eigentlich zu groß für sie, er war mindestens 30 cm größer wie sie. Wenn sie es sich so recht überlegte reichte sie ihm mal gerade bis zur Schulter. Schwarze kurze Haare die ihm immerwieder ins Gesicht fielen, braune Augen die aussahen als könnten sie nicht lügen, mit denen er einen richtig Verzaubern konnte und eine Tätowierung auf dem rechten Oberarm. Sie konnte gut verstehen warum sich so viele Frauen in ihn verliebten, sie eingeschlossen.




„Willst du mich noch länger nur ansehen oder kommst du endlich ein bischen zu mir“ fragte er sie „Hier ist noch ganz viel Platz für dich, ich glaub ein bisschen liebevolle Geselschaft habe ich mir heute verdient, oder?“

„Ja mein Schatz ich komme gleich, ich bestelle und nur noch etwas zum Trinken. Ich glaube eine Flasche Champagner wäre nicht schlecht? Ausserdem wollte ich dir gleich noch etwas zu erzählen“, nun war es raus und es gab kein zurück mehr.Sie mußte über diese verhasste Thema sprechen. Wenn sie mit ihm zusammenbleiben wollte hatte er ein Recht darauf es zu erfahren. Warum fiel es ihr nur so schwer darüber zu reden. Es war jetzt doch schon so viele Jahre her.

Sie legte das Telefon auf den Tisch, und kam zu ihm. Ihren Kopf auf seiner Brust, schien sie einfach seine Nähe zu brauchen. So lag sie noch da wie der Page den Champagner brachte, einschenkte und sich diskret wieder zurück zog.




Auf einmal schien wieder Leben in sie zu kommen: „Das erste Glas ist auf deine tolle Show heute Abend und auf uns beide.“mit einem Zug trank sie das ganze Glass aus, als wollte sie, sich Mut antrinken.

Im Zimmer auf und ab gehend versuchte sie einen Anfang zu finden „Wenn ich nur wüßte wie ich anfangen soll.“ wieder einige minuten Pause.




„Gerd hat mich vor 7 Jahren in Deutschland in einen Straßengraben gefunden. Weggeschmissen wie ein Sack Müll. Mehr Tod wie Lebendig. Verprügelt mit etlichen Knochenbrüchen und zu allen Unglück auch noch schwanger und ohne Gedächniss. Deshalb weiß ich auch nicht wer der Vater meiner Tochter ist.

Die Ärzte versuchen mir immer noch einzureden das ich mich an nichts erinnern kann, weil ich es tief im Innern einfach nicht will. Aber das glaube ich nicht. Denn dann müßte ich mich doch wenigstens an meine Kindheit oder Jugend erinnern. Am Anfang wußte ich nur das ich Birgid heiße und am 27.Mai 1966 geboren bin.




Wenn er mich nicht gefunden hätte wäre ich jetzt wohl nicht hier oder sonst wo. Er hat mich jeden Tag im Krankenhaus besucht und versuchte mir wieder etwas Lebenswillen zu geben.

Aber ich glaube ohne das Kind in mir, hätte er es nicht geschaft.

Ich weiß noch heute das ich am liebsten aufgegeben hätte. Aber ich weiß ich das ich noch eine wichtige Aufgabe im Leben habe und wenn es nur die ist, den oder die fertig zu machen die das mit mir und indirekt auch Ivon angetan haben.

Dafür muß ich meine Erinnerungen erst mal wieder haben. Die kommen leider nicht so schnell zurück wie ich es gerne hätte.




Nachdem ich mich wieder so weit erholt hatte das ich nicht mehr im Krankenhaus bleiben mußte, bin ich zu Gerd gezogen. Ich brauchte eine Wohnung und einen Freund.

In Gerd hatte ich einen wirklichen Freund gefunden und mit der Zeit wurde aus dieser Freundschaft Liebe.

Eine andere Liebe wie ich sie zu dir empfinde. Aber auch Liebe, ich kann es nicht näher beschreiben. Mit uns beiden ist es irgendwie ganz komisch. Ich bin eigentlich nicht der Typ Frau der sich Hals über Kopf ihn jemanden verliebt.“




Sie hatte die Wanderschaft im Zimmer beendet und saß jetzt im Sessel. Die Beine hochgezogen und mit den Armen umschlossen.

Ihrem Gesichtsausdruck nach zu Urteilen war sie jetzt weit weg. Obwohl er sie am liebsten zu sich geholt hätte um sie zu trösten und ihr zu sagen das so etwas nicht wieder passieren würde, weil er auf sie aufpassen würde, merkte er mehr als deutlich das sie das jetzt nicht wollte.




Da fing sie wieder an zu erzählen: „Ich hatte jahrelang jede Nacht wahnsinnige Albträume. Wenn ich wach wurde wußte ich zwar nicht mehr was ich geträumt hatte. Hatte aber unwahrscheinliche Angst und war am Weinen wie ein kleines Kind.
Was leider hin und wieder immer noch passiert. Nur heute bin ich meistens dazu in der Lage es zu überspielen. So das jemand der mich nicht so gut kennt, es nicht bemerkt.




Wie ich dann vor gut zwei Jahren wieder anfing ab und zu allein wegzugehen. Ich konnte ja doch nicht immer nur an Gerd kleben. Auch wenn es nur Spaziergänge waren oder seine Eltern mit der Kleinen besuchen.

Brachte Gerd mir eines Tages nach der Arbeit einen jungen Schäferhund mit und meinte zu mir der wird demnächst auf dich und Ivon aufpassen, wenn ich nicht da bin. Glaub mir das hat sich der Hund anscheinend gut gemerkt.

Wenn jemand näher als einen Meter versucht an mich ranzukommen ohne das ich was sage hat er den Hund an der Kehle. Aber gebissen hat er noch nicht. Denn jeder bleibt dann instinktive ruhig stehen und ich kann Toby wieder zu mir holen.




Die letzte und auch einzige Erinnerung danach hatte ich vergangen Freitag bei dir im Flieger. Seit dem weiß ich das ich zwei ältere Brüder habe.Vielleicht werden die ja eines Tages hier auftauchen und ich werde meine Familie wiederfinden. Das wäre schön.




Jetzt weiß ich auch warum mein Fahrlehrer sich so gewundert hat das ich so gut Motorrad fahren konnte. Nun ich bin viel mit Mike gefahren, sehr zum Leidwesen von Piet. Denn wir waren selten vorsichtig, einer wollte immer den anderen übertrumpfen. Piet war dann immer damit beschäftig die Reste aufzusammeln. So hat er sich immer ausgedrückt und uns wieder zusammen flicken zu lassen.

Du kannst dir gar nicht vorstellen wie ich die beiden vermisse, manchmal fühle ich mich so einsam, obwohl ich nicht alleine bin.

Vielleich bin ich ja auch mit Ivons Vater verheiratet, aber ich glaube es nicht. Aber wissen tu ich es nicht. Jetzt weißt du alles, zumindest das was ich weiß. Wie es weiter geht, wir werden es erleben, oder auch nicht.“




Langsam kam sie auf ihn zu setzte sich die Kante des Bettes und schaute ihn an. Während sie ihn das erste mal wieder bewusst wahrnahm.

Leise hörte er sie fragen, als habe sie Angst vor seiner Antwort: „Und, willst du jetzt immer noch mit mir zusammen sein? Ich kann dir nicht versprechen das es einfach wird. Ich weiß auch nicht was passiert wenn ich mich irgendwan an alles erinnern kann. Vielleicht gehe ich ja dann weg und lasse dich alleine. Ich weiß es einfach nicht.“

Da saß sie nun auf dem Bett wie ein häufchen Unglück und schaute ihn so traurig an das man es kaum beschreiben kann.

„Sicher will ich das du bei mir bleibst und alles was kommt wird sich schon irgendwie regeln. Wenn du irgendwann vielleicht weggehst werde ich darüber bestimmt nicht glücklich sein. Aber wir hatten wenigsten eine Zeitlang für uns. Wenn mir auch lieber wäre du würdest für immer bei mir bleiben.“ und bei sich dachte er wie kann man einem Menschen das antun, ihr im Besonderen.




Sie schaute ihn an und versuchte zu lächeln, aber irgentwie schien das nicht klappen zu wollen. Die Erinnerung an das Erzählte war noch zu stark.

Als er sich ganz nah neben setzte um sie in seine Arme zunehmen, bemerkte er das sie am ganzen Körper zitterte. Sie saßen schon eine ganze Weile so da, bis er endlich merkte das sie wieder ruhiger wurde.

Er reichte ihr ein Glass Champagner. „Hier trink das vielleicht geht es dir danach wieder besser.“

„Danke, es ist gleich wieder vorbei. Jetzt weißt du auch worum ich darüber die ganze Zeit nicht reden wollte.“ versuchte sie ihm zu erklären. Während sie diesmal an dem Champagner nur nippte „Weißt du, das ich dieses Zeug eigentlich gar nicht mag. Habe ihn eigentlich nur kommen lassen damit wir etwas passendes zum Anstossen haben.“ grinste sie ihn dabei schon wieder halbwegs normal an. „Ich könnte mit dir ewig so hier liegen bleiben. Da kann man das von vorhin glatt vergessen, zumindest für ne Zeitlang.“

„Dann bleib doch einfach hier, ich hatte heute sowieso nichts mehr vor. Ausser mich ein bisschen um dich zu kümmern und morgen werd ich dir meine Insel zeigen einverstanden?“ meinte er sie zärtlich festhaltend.

„Ja das machen wir. Ich freu mich schon drauf.“

Jetzt lag sie ganz nah an ihn gepresst, er konnte jeden Atemzug merken und wußte das sie ihn einfach nicht mehr verlassen durfte, zumindest nicht für länger. Wie konnte eine Frau ihn nur so verrückt machen. Eigentlich war er doch derjenige der die Frauen verrückt machte.




Kapitel 7




Am nächsten morgen wurde er davon wach das es so unruhig um ihn herum war. Stimmt er war ja nicht alleine. Aber was machte sie blos zu früh?

„Hallo mein Schatz auch schon wach? Ich wollte dich nicht wecken!“ meinte sie zu ihm, als sie merkte das er wach war. „Wollte nur meine Sachen packen und dann noch für eine halbe Stunde zu Biene verschwinden.“

„Nein Madam, daraus wird nichts. Zur Strafe weil du mich geweckt hast, bleibst du jetzt hier“, als sie versuchte ihm zu entwischen, wurde sie lachend festgehalten.

„Du weißt gar nicht wie froh ich bin das es dir wieder besser geht. Wenn du jetzt noch ein weilchen bei mir bleibst, lass ich dich gleich auch zu Sabine gehen.“

„Der Herr haben heute wohl seinen großzügigen Tag“ versuchte sie ihn zu necken. Kuschelte sich aber sehr bereitwillig an ihn, um seine Nähe ganz in sich aufzunehmen.

„Was hälst du davon wenn du dich fertig machst und packst, während ich bei Biene bin? Anschließend können wir dann ja zusammen Frühstücken.

Du wolltest mir doch noch deine Insel zeigen und im Dunkeln kan ich mal nicht sehr viel sehen. Kann mich leider noch nicht in eine Eule verwandeln.“ meinte sie nach mal gerade fünf Minuten.




„Mensch du bist ja richtig stressig. Gut ich mach ja schon. Wer weiß was dir sonst noch einfällt. Dann können wir ja direkt nach Deutschland durchstarten.“ Kapitulierte er und schüttelte nur noch den Kopf. Bekam von ihr noch einen Kuss zugeworfen und schon war sie verschwunden.

Eine Stunde später sah man sie alle zusammen im Speisesaal frühstücken. Nunja eigentlich frühstückten nur die beiden Frauen.

Gillian versuchte mal gerade bei einem Kaffee wach zu werden.

Denn das war ganz bestimmt nicht seine Zeit. Normalerweise hätte er jeden angemotzt, der es gewagt hätte, ihn jetzt schon zu wecken.




Auf dem Flughafen Köln-Bonn angekommen.

„Biggi bist du dir sicher das du noch weiter willst?“ fragte Sabine ihre Freundin. Denn sie war der Meinung, Birgid sollte das erst mit Gerd klären, ehe sie eine neue Beziehung einging. Obwohl jeder im Flugzeug wußte, das dieses Liebesverhältniss nicht mehr eingegangen werden mußte, sondern schon bestand.

Sie gönnte es den beiden von Herzen, aber man sollte eigentlich erst eine Beziehung beenden, ehe man eine neue einging. Aber wie üblich ging Biggi mal wieder den schwierigeren Weg.




„Ja ich werde noch ein paar Tage mit Gillian verbringen, was soll ich denn zu Hause. Gerd ist sowieso erst in ein bis zwei Wochen da und du erwartest doch nicht, das ich ihm das alles am Telefon erkläre. Das hat er ganz bestimmt nicht verdient.“ versuchte Biggi sich zu rechtfertigen „Ich melde mich wenn ich wieder zu Hause bin.“

Nicht sehr glücklich über diese Situation stieg Sabine alleine aus. Nachdem sie sich von den beiden verabschiedet hatte, und machte sich auf den Heimweg. Was sollte sie machen, Birgid war alt genug und mußte selber wissen was sie tat.




Derweil im Flugzeug

„Biggi, was sagtst du dazu, wir sind allein und du kommst wirklich mit mir. Merkst du wir starten gerade. So hab ich mich noch nie auf zu Hause gefreut.“ überglücklich nahm er sie hoch und tanzte mit ihr durch´s Flugzeug. „Ein bisschen weniger wild. Sonst meint dein Pilot noch du wolltest das Flugzeug zum Absturzen bringen.“ meinte sie anscheinend genauso zufrieden wie er „Ausserdem könnte dir sonst passieren das du gleich Bekanntschaft mit meinem Frühstück machst.“

Nur durfte sie nicht an das kommende Wochenende denke. Aber wer wollte das von den beiden jetzt schon. Sie hatten eine ganze herliche Woche nur für sich.




„Na gut wenn dir das zu wild ist, weiß ich noch was anderes. Legte sie auf eine Sitzbank, die gerade groß genug für für sie war. Fing an sie auszuziehen und sie mit seinen Küssen verrückt zu machen.

„Komm schon endlich, sonst dreh ich noch durch“ hörte er sie nach kurzer Zeit stöhnen.




Auf einmal ertönte von irgentwo eine Stimme. „Ich wollte euch nur sagen das wir in fünf Minuten zur Landung ansetzen.Danke.“

„Warte hier ich muß mal nach vorne zu, Rick. Er will bestimmt wissen, wann ich ihn das nächste mal brauche.“




Das Flugzeug landete auf einer kleinen Insel. Von oben gesehen sah sie aus wie gemalt. Mit ihrem Strand und den Palmen. Das reinste Urlaubsparadies.




„Komm ich muß dir jemanden vorstellen“ meinte er als sie gerade im Haus angekommen waren.

„Mamusch, wo bist du. Ich bin wieder zu Hause.“ Aufeinmal kamen zwei riesige Irische Wolfshunde auf ihn zugerannte. Stürzten sich auf Gillian, als hätten sie ihn Jahre nicht gesehen. Sie sprangen um ihn herum, wie es Toby immer tat, wenn sie mal ein oder zwei Tage ohne ihn fort war. Nur diese Zwei waren noch eine ganze Ecke größer. Sicherheitshalber blieb sie ein Stück entfernt von ihn stehen, um die Hunde nicht zu reizen. Man wuste ja nie wie die beiden reagieren wenn sie meinten das sie ihren Herrn zu nahe kam.




„Seit wann hast du Angst vor Hunden?“fragte er erstaunt „Du hast doch selber einen.“ auf einmal huschte ein grinsen über sein Gesicht. Denn ihm schien wieder einzufallen, wie ihr Hund auf Fremde reagierte, die ihr zu nahe kammen. „Die tuen nichts. Sie wollen nur spielen. Mich wundert nur das sie nicht im Zwinger sind. Mamusch läßt sie sonst eigentlich nicht raus wenn sie weiß das ich jemanden mitbringe.“




Einer von den zweien sprang an ihr hoch und versuchte ihr quer durchs Gesicht zu lecken, nachdem er sie ausgiebig beschnuppert hatte „Aufhören du Geck. Die Küsse von deinem Herrn sind mir wirklich lieber. Auf Hundeküsse stehe ich nicht so.Die sind mir einfach zu nass. Ich streichle euch auch so“ meinte sie nur. Als sie nun von beiden Hunden umringt war. Die wenn sie hochstiegen größer waren als sie selbst.

„Mensch Gillian du scheinst ja mal ein Mädchen gefunden zu haben das nicht gleich histerisch reagiert wenn deine Hunde sie begrüßen wollen.“ hörte sie eine fremde, aber sehr sympatische Stimme sagen.




Er sah fast aus wie Gillian, etwas älter, ein bisschen kleiner vielleicht und sowas von braun. Als ob er den ganzen Tag nur draussen wäre.

„Jamie was machst du denn hier?“ fragte Gillian sichlich erfreut seinen Bruder zu sehen. „Ich wollte deine neue Freundin kennenlernen und fand die Hunde würden sich freuen dich begrüßen zu dürfen.“ bekam er zur Antwort „Achja und gleichzeitig wolltest du rausbekommen, wie sie reagiert wenn die Hunde auf uns zugestürmt kommen.“

„Hey, ihr zwei hört auf zu streiten. Das ist die ganze Sache nicht wert. Es ist doch nichts passiert. Ausserdem wären das die ersten Hunde, vor denen ich Angst hätte. Du bist Jamie wenn ich das richtig mitbekommen habe. Mein Name ist Biggi oder aber auch Birgid ganz wie du willst.“ mischte sie sich ein und versuchte gleichzeitig die Hunde etwas von sich wegzuschieben. Um wieder etwas mehr bewegungsfreiheit zu bekommen. „So würde mir jetzt mal jemand erklären, wer diese Mamusch ist.“

„Sie wird in der Küche sein um für euch etwas zu Essen zu machen. Sie hat immer Angst das Gillian noch verhungert. Obwohl..“ eine kurze Pause und ein taxierender Blick von Jamie in Gillian´s Richtung „so unrecht hat sie damit ja nicht. Irgendwann kommt nur noch ein Knochengerüst hier an.“ Erst sah es so aus als wollte Gillian ihm nur eine passende Antwort darauf geben.

Besann sich dann aber anders und setzte seinen Bruder nach. Der hatte das kommen sehen und gab Fersengeld.

Nun saß Biggi alleine da mit den Hunden, die keine Anstalten machten ihrem Herrn beizustehen. „Woll ihr ihm nicht helfen, ihr seit vielleicht Wachhunde.“ unterhielt sie sich mit ihnen und bemerkte nicht wie jemand beladen mit einem Tablett erschien. „Und hier soll ich mit Ivon und Toby hinziehen. Na darüber ist noch nicht das letzte Wort gesprochen.“

„Oh, hallo ich bin Birgid. Ich bin mit Gillian gekommen.“ sagte sie als sie bemerkte das sie nicht alleine war. Anscheinend mußte man sich hier überall selbst vorstellen, das ging ja noch, wenn sie gewußt hätte wen sie da vor sich hatte. „Gillian und Jamie sind gerade wie ein paar wilde richtung Strand gerannt.“ versuchte sie die Situaton zu erklären.

„Ja das ist normal, wenn die sich mal eine Zeitlang nicht gesehen haben, hat man das Gefühl als würden sie wieder zu kleinen Jungs. Komm stetz dich zu mir, glaub mir die zwei werden schon wieder auftauchen. Gillian´s Hunde scheinen dich zu mögen, sonst sind sie immer da wo rumgetobt wird.“

„Ach endschuldigung ich bin Sita. Ich kümmere mich ein bisschen um Gillian´s Haushalt und seine Hunde.

Magst du Kaffee oder lieber Tee? Es ist beides da.“

„Ein Tee wäre echt toll, Kaffee kann ich schon bald nicht mehr sehen.“




Aufeinmal

„Mamusch, du wirst von mal zu mal hübscher“ wurde sie von Gillian freudig begrüßt. Als er sie umarmen wollte, hielt sie ihn aber auf abstand.

Biggi schaute ihn erstaunt an und fragte: „Wie siehst du denn aus. Duscht man hier draussen und in den Sachen, oder was habt ihr gemacht?“

„Ist ja schon gut, ich geh mich umziehen aber du,“ er zeigte, wie sollte man anders erwarten auf Biggi „kommst mit.“

„Wieso, kannst du das schon nicht mehr alleine. Dann wird es aber Zeit das du das endlich lernst.“ bekam er lachend zur Antwort.




Wenn sie dachte das Thema wäre damit erledigt hatte sie sich geirrt. Sie nahm an, das er sich seine Tasche nehmen wollte. Aber denkste auf einmal beugte er sich von hinten über sie und drückte sie so an sich, das sie jetzt genauso nass war wie er.

„Mensch Gillian das mußte doch bestimmt nicht sein.“ meinte sie nur, aber zum Weglaufen war es einfach zu spät. Wenn er sie einmal festhielt, gab kein endkommen mehr. Vielleicht, wenn sie es ernsthaft gewollt hätte.

„Na so wies aussieht hast du ja jetzt doch erreicht was du wolltest, jetzt muß ich ja mitkommen.“ sie nahm sich ihre Tasche und sah gerade noch wie er Jamie zuzwinkerte, als wollte er sagen siehst du so macht man das. Für sich dachte sie, oh warte mein Freund das gibt Rache.




„Was machen wir jetzt? Wozu hättest du Lust?“ fragte er sie als sie wieder trockene Sachen an hatten.

„Ich hätte jetzt so richtig Lust zum Schwimmen.“ meinte sie ohne lange zu überlegen. „Gut wer als erster am Pool ist.“ und wollte gerade losstürme, als er sie im letzten Moment noch hörte „Du glaubst doch nicht, das du mich in den Pool bekommst, wo es hier so einen herrlichen Strand gibt. Wenn du lieber in den Pool willst, gehe ich eben alleine an den Strand oder vielleicht hat dein Bruder ja auch Lust mich zu begleiten.“

„Willst du mich ärgern?“

„Nein, wieso“ fragte sie ganz scheinheilig und schaute ihn an als käme ihr so etwas nie in den Sinn.

„Hör mal, könnte es sein das du es faustdick hinter den Ohren hast.“ Sie lächelte ihn nur vielsagend an und setzte sich Richtung Strand in bewegung, um schnellstens in den Fluten zu verschwinden.

Es war ein tolles Gefühl mal wieder im Meer zu schwimmen und sich von den Wellen tragen zu lassen. So könnte sie ewig weiter schwimmen, bis ans Ende der Welt, so kam es ihr zumindest mal vor.

Als sie sich gerade überlegte wo ist Gillian eigentlich geblieben, bemerkt sie ihn neben sich. „Kannst du mir mal sagen wo du hin willst, wir sind schon zimlich weit vom Strand weg und nur so nebenbei bemerkt, so hin und wieder tauchen hier schon mal Haie auf. Deshalb fände ich es echt nett von dir, wenn wir wieder etwas näher an den Strand schwimmen könnten. Ich habe dich nicht hierhin gebracht damit du als Haifischfutter dienst.“ versuchte er sie leicht besorgt, zurück zu dirigieren. „Mach dir keine Sorgen ich bin schon viel zu alt und zäh mich mag kein Hai. Vor allen Dingen nicht, wenn du neben mir schwimmst. Dann traut sich keiner an mich ran.

Aber gut wenn du möchtest, kehren wir wieder um. Ein bisschen faul am Strand liegen ist auch nicht zu verachten.“




Wir hatten es uns gerade bequem gemacht als Jamie kam und meinte: „Sita schickt mich, sie braucht für heute Abend noch ein paar Steaks. Ob wir nicht mal an Land fahren könnten um ihr welche zu besorgen.“

Etwas unwillig brummend konnte man Gillian zustimmen hören. Noch im aufstehen wollte er mich mit hochziehen, damit ich mitkam. Dazu hatte ich jetzt aber gar keine Lust: „Gillian was hälst du davon, nur mit Jamie zu fahren, ich würde jetzt eigentlich lieber hier liegen bleiben.“ ich wollte mich einfach nur ein wenig ausruhen. Denn wenn ich ehrlich bin, war ich kein bisschen mehr in Form. Irgendwie hatte ich das Gefühl das mir das Früher nichts ausgemacht hätte. „Ich lauf dir auch nicht weg.“ was wohl auch ein wenig schwer wäre, wenn man bedenkt das ich auf einer Insel war.




Nicht besonders begeistert davon mich hier zu lassen, machte er sich aber trotz allen mit Jamie auf den Weg, um schnellstmöglich wieder zurück zu sein.

Zu seinem Bruder gewand meinte er: „Ich wüßte mal gerne warum sie nie das tut was ich möchte, die ist ein richtiger Sturkopf.“

„Vielleicht weil sie einfach anders ist, wie die anderen Mädels die sonst um dich rum sind. Bist du dir sicher, das sie nie das macht, was du möchtest?“ bekam er zur Antwort „Könnte es sein das es gerade diese Eigenschaft ist, weshalb du dich so in sie verliebt hast?“ Nun über diese Frage mußte er erstmal nachdenken. Aber wenn er ehrlich zu sich selbst war, hatte Jamie recht.

Er war diese Mädchen einfach Leid die ihm immer nur gefallen wollten, oder ihn brauchten um bekannt zu werden und da war Biggi wirklich anders. Sie schien diesbezüglich wirklich keine Interessen zu haben.





Kapitel 8




Nachdem sie sich eine Zeitlang ausgeruht hatte, beschloss Birgid die Insel ein bisschen auszukundschaften.

An einer Koppel angekommen, sah sie einen wunderbaren schwarzen Hengst. Den sie auch mit ein bisschen Geduld zu sich locken konnte, und fing an, sich mit ihm zu Unterhalten, während sie ihn überall streichelte.

Besonders gut schien es ihm zu gefallen, zwischen den Ohren gekrault zu werden. „Na mein Großer, warum bist du denn so alleine hier. Weißt du, das du fast so aussiehst wie Black Devil, bei mir zu Hause. Nur das er die Ohrenspitzen weiß hat, aber du bist wirklich ganz schwarz.“ Ihre Stimme war mehr ein Sing Sang wie ein sprechen. Aber dem Hengst schien es zu gefallen, denn er prustete ihr ganz liebevoll in den Nacken, als wolle er sagen nur nicht aufhören.




„Was meinst du, hilfst du mir beim Insel erkunden? Wenn du mich trägst, sehe ich viel mehr als wenn ich allein durch die Gegend streife und du bekämst auch etwas Bewegung“ im Stall angekommen fand sie auch schnell einen Sattel, der ihr zusagte. Aber dem Hengst anscheinend nicht.

Er legte die Ohren an und fing ganz nervös an rumzutänzeln. Sie schaute ihn mit schiefgelegten Kopf an und fragte ihn „Magst du keine Sattel, oder nur diesen nicht? Na gut tun wir ihn eben weg. Es geht auch ohne. Aber dann müßen wir uns einen Podest suchen, damit ich etwas größer werde, sonst komm ich nicht auf dich drauf.

Denn im Verhältniss zu mir bist du echt riesig.“

Sie führte ihn zu einem Felsen, von den aus sie bequem auf seinen Rücken steigen konnte.

„So, jetzt wollen wir mal sehen wie wir miteinander klar kommen, so ohne Sattel und nur mit Zaumzeug. Aber da du ja ein ganz Lieber bist wird das schon klappen, nicht wahr und rieb ihr Gesicht ganz sachte an seinem Hals.

Wüßte nur mal warum Gillian dich hier so alleine stehen läßt, denn wenn mich nicht alles täuscht habe ich etwas weiter noch eine Koppel mit Pferden gesehen? Oder verträgst du dich mit den anderen nicht?“

Nach ein zwei Runden auf der Weide bei denen er genau das getan hatte was sie wollte, ritt sie mit ihm zu Gatter um es, halb an dem Pferd runterhängend, zu öffnen.




So jetzt zeig mir mal wie schnell du bist, schnalzte einmal mit der Zunge und der Hengst schoss los, wie von der Tarantel gestochen. Es war ein schönes Bild, die zwei sahen aus wie eine Einheit. Denn sie lag mehr auf ihm, als das sie saß und genoss den Wind der um sie wehte.

„Mensch du bist ja schnell wie der Blitz. Ich könnte mir vorstellen das man mit dir, bei ein wenig Training, Rennen gewinnen könnte.“ erzählte sie dem Hengst der aufmerksam mit den Ohren spielte um ja alles mitzukriegen was sie so sagte. „Weißt du es ist herrlich mit dir so durch die Landschaft zu Fliegen. Anders kann man es nicht nennen.“




Während sie sich so mit dem Pferd unterhielt bemerkte sie gar nicht das sich Gillians Jacht wieder der Insel näherte.

„Verdammt, Dad´s Hengst ist mal wieder ausgebüxt.“ hörte Gillian seinen Bruder sagen. Als er in die Richtung schaute die Jamie ihm zeigte und wurde auf einmal kalkweiß. Denn in diesem Moment hatte Biggi sie ebenfalls bemerkt und winkte ihnen heftig zu, was sie ihnen zurief konnte er leider nicht verstehen.

„Oh, mein Gott ist die denn jetzt ganz durchgeknallt, sich auf dieses Teufelspferd zu setzen. Wenn er ihr was tut, hat die letzte Stunde von diesem Tier geschlagen und wenn sich Dad noch so aufregt.“ Jamie der gerade dabei war die Jacht an die Anlegestelle zu steuern versucht ihn zu beruhigen. „Gil, reg dich ab. Er scheint sie doch zu Akzeptieren und es sieht auch eher so aus als hatte, Blacky endlich seinen neuen Herrn oder besser gesagt Herrin gefunden. Oder hast du schon mal gesehen das er jemanden auf sich geduldet hat ausser seiner Vorbesitzerin?“

.

„Hallo,ihr beide schön das ihr wieder da seit, ein spitze Pferd hast du hier, Gillian.“ wurden sie an Land von Biggi begrüßt, die inzwischen auch am Steg angekommen war.




„Biggi kommst du bitte da runter?“ bemerkte Gillian als er seine Freundin näherkommen sah.

„Hatte ich eigentlich nicht vor, es ist nämlich etwas schwierig wieder auf ihn raufzukommen so ohne Sattel. Was hälst du denn davon zu mir hoch zukommen. Bis zu seinem Stall schafft er uns auch beide.“ und hielt ihm ihre Hand hin um ihm raufzuhelfen. Aber davon hielten weder das Pferd noch Gillian viel.

Als der Hengst immer unruhiger versuchte sie ihn wieder zu beruhigen: „Komm mein Großer sei friedlich. Gillian tut dir nichts. Er ist genauso lieb wie du und ich möchte gerne mit ihm auf dir reiten. Ist doch nicht weit bis zu deinem Stall. Tu mir diesen Gefallen und lass ihn hoch. Ich reib dich gleich auch selber ab und morgen reiten wir auch wieder aus. Wenn du jetzt aber weiter so rum bockst kannst du zusehen wer mit dir morgen ausreitet, dann hab ich, dazu keine Lust.“




Es kam Gillian fast so vor als hatte dieser Satansbraten alles verstanden. Denn auf einmal stand er ganz friedlich da und schaute ihn an als wollte er sagen, aber nur dieses eine Mal, weil sie es will.

„Nun komm schon Gillian, oder muß ich dir genauso zureden wie diesem Pferd. “ und streckte ihm wiederum die Hand hin.

„Mein Arm wird lahm, bitte. Sonst reite ich alleine los.“ Nun das wollte er auf gar keinen Fall, also blieb ihm nichts anderes übrig als hinter ihr aufzuspringen, in der Hoffnung das der Hengst ihn nicht wie üblich gleich wieder runterbefördern würde. Aber er blieb stehen als wäre es das normalste von der Welt, das Gillian auf ihm saß. Im gemütlichen Schritt ritten sie zu seinem Stall. Gillian war froh wie er und Biggi wieder von Blacky runter waren, irgendwie traute er dem Frieden nicht.

Wenn er nur daran dachte, wie sie den letzten Jokey nur mit Mühe und Not vor seinen Hufen retten konnten und sie, ritt auf ihm spazieren als wäre es das normalste auf der Welt.

Was hatte er sich da nur für eine Frau angelacht, langweilig würde es mit ihr mal nicht werden das wußte er jetzt schon.




„Kannst du mir mal sagen warum du dir ausgerechnet dieses Pferd ausgesucht hast und nicht irgend ein anderes?“ fragte er sie. Da hörte sie kurz auf Blacky zu striegeln und sagte nach kurzem Überlegen: „Weil ich ihn zuerst gesehen habe und weil er mich so an Black Devil erinnert hat. Hoffentlich hat der Arme jetzt wenigstens einen der sich traut ihn zu Reiten. Piet und Mike machen immer einen großen Bogen um ihn. Nachdem er einmal meinte mich vor Piet beschützen zu müßen. Das hättest du sehen mußen wie er hoch stieg und mit den Hufen ausschlug.“ und mit einen lächeln in den Augen meinte sie. „Glaub mir das hat Piet überhaupt nicht gefallen.“

Das konnte er sich gut vorstellen. „Aber warum es damals ging weiß ich auch nicht mehr.“

Nach einiger Zeit, sie war schon fast mit dem Striegeln fertig fragte sie ihn: „Warum wolltest du vorhin eigentlich nicht mit zu mir aufsteigen?“ „Weil dieses Teufelspferd mich schon so oft abgeworfen hat, wie ich es geschaft habe auf ihn drauf zukommen und so toll finde ich es eigentlich nicht vor meiner Freundin vom Pferd runterzufliegen. Vor allen Dingen wo er bei dir anscheinend alles macht was du willst.“

„Hattest wohl Sorge, das dein Ego darunter leiden könnte, glaub mir man wird um so liebenswerter wenn man auch zu seinen Schwächen steht. So viele Fehler kannst du gar nicht haben, das ich dich nicht lieben könnte.“ antwortete sie ihm.




Seine Freundin im Arm haltend, es sah fast so aus als wolle er sie nie mehr loslassen, sprach er zu ihr: „Es geht ja gar nicht so sehr darum das dieser Teufelsbraten mich abgeworfen hat,aber du wärst nicht die erste auf die er mit seinen Hufen losgeht. Den letzten Jokey konnten wir nur mit Mühe und Not vor seinen Hufen retten.“ Er bemerkte ihren erstaunten Blick nicht. „Glaub mir ich weiß nicht was ich getan hätte wenn er dir etwas passiert wäre. Ich bin vor Schreck vorhin auf dem Schiff fast gestorben, weißt du das?“

„Nein das wußte ich nicht, sonst hätte ich ihn nicht geritten.“ erwiederte sie sich ganz nah an ihn schmiegend. „Ich wollte dir ganz bestimmt nicht weh tun.“




„Komm lass uns essen gehen, sonst macht sich Mamusch noch Sorgen und schickt Jamie uns suchen. Ausserdem habe ich wenn ich ehrlich bin hunger auf ein saftiges Steak, du nicht?“ „Ein Steak mit einem leckeren Salat wäre nicht zu verachten, vielleicht geht's danach meinem Magen wieder besser.“ bekam er zur Antwort, während sie gemeinsam zurück gingen.




„Ich bringe Jamie zum Flughafen, was hälst du davon, wenn wir dann noch ein bisschen ausgehen. Ein bisschen Musik hören und wenn du Lust hast etwas tanzen.“ „Das hört sich gut an. Vielleicht hab ich dich ja mal den ganzen Abend für mich.“ bei dieser Vorstellung lächelte sie übers ganze Gesicht. „Wann geht's los?“

„Gleich, ich warte nur noch auf Jamie. Komm wir gehen schon mal zur Jacht.“










Einige Zeit darauf, betraten die zwei eine Bar oder eine Disco, eher ein zwischending. Richtig schummrig hier, bis auf die übliche Discobeleuchtung. Gerade als Birgid dachte bei dieser Beleuchtung könnten ich ja Glück haben, das ihn keiner erkennt und ich ihn wirklich mal einen ganzen Abend für mich habe. Hörten sie eine Stimme die rief: „Mr. Willis, schön sie zu treffen. Sie haben doch bestimmt kurz für mich Zeit, für das versprochene Interview. Nochmal lass ich mich nicht abwimmeln. Es dauert auch nicht lange.“

„Biggi, sorry. Aber der läßt uns sonst den ganzen Abend nicht in Ruhe, den kenn ich schon. Nicht böse sein.“ versuchte er ihr zu erklären. „Warum sollte ich böse sein, gib du mal ruhig dein Interview. Ich werde bestimmt jemanden finden der etwas Zeit für mich hat. Kann man mit dir eigentlich auch mal ausgehen, ohne das irgentwer stört?“ sie war wirklich nicht böse. Sie war am kochen. Sie rauschte davon um sich an der Bar erstmal etwas zu Trinken zu holen. Sie brauchte jetzt etwas um nicht vor Wut zu platzen.

Leise und nur für sich selber bestimmt hörte man sie sagen: „Von wegen schöner Abend zu zweit. Da kann man ja direkt alleine weggehen.“




Wie sie so an der Bar stand und noch überlegte was sie trinken sollte, wurde sie von einem jungen Mann angesprochen. „Hast du Lust zu Tanzen?“ „Ja eigentlich schon, aber erst mal brauch ich was zu trinken, ich weiß nur nicht was ich nehmen soll.“

„Warte ich bestell dir was“ wandte sich kurz zu dem Barkeeper um und hatte schon kurze Zeit etwas zu trinken für sie.

„Probier mal, kenn eigentlich keine Frau der das nicht schmeckt.“ Es sah zwar nicht lecker aus, so giftgrün, schmeckte ihr aber wieder erwarten sehr gut.

„Mmh, das tut gut. Jetzt können wir ein bisschen tanzen, wenn du noch möchtest.“ Er tanzte wirklich sehr gut und machte Spass mit ihm über die Tanzflächen zu toben. Denn irgendwie müßte sie ihre Wut ja los werden. Gleichzeitig hoffte sie das Gillian sie sehen würde und das Interview etwas schneller hinter sich brachte. Nach einigen Tänzen meinte sie: „Komm las uns noch was an die Bar gehen. Wie heißt du eigentlich, ich bin Birgid.“

„Ich bin der Martin. Machst du hier Urlaub?“

„Ja, aber leider nur für diese Woche. Am Wochenende muß ich wieder nach Hause.“




So im Gespräch vertieft merkte sie gar nicht, wie Gillian aufeinmal hinter ihr stand.

Martin meinte plötzlich: „Mensch Gillian, wüßte gar nicht das du wieder im Lande bist. Darf ich dir jemanden vorstellen hab ich vorhin kennengelernt...“

„Ja, habe schon gesehen das ihr euch gut amüsiert habt. Ich hoffe du hast ihre schlechte Laune vertreiben können. Sie war vorhin reichlich wütend“ unterhielt er sich mit Martin und schaute mich mit einem Blick an, der wohl heißen sollte, sei wieder lieb, ich kann doch auch nichts dafür.

„Soll das etwa heißen du gehörst zu ihm?“ fragte er mich. „Zu ihm gehören? Nun ich würd eher sagen ich gehör zu mir. Aber ich bin mit ihm hier. Wenn er dann mal Zeit hat und nicht wieder etwas dazwischen kommt.“ Und der sarkastische Ton in ihrer Stimme sagte den zweien alles.

„Aber kann mir mal jemand sagen warum alle hübschen Mädchen immer zu ihm gehören.“ fragte er mit gespielter verzweiflung. „Das will ich doch wohl nicht hoffen? Uumindest nicht heute Abend, oder?“ und schaute Gillian fragend an. Nachdem sie in der Bar etlich Frauen gesehen hatte die bedeutend hübscher, vor allen Dingen jünger waren wie sie. Das fand ich zumindest war ein großer Vorteil für die anderen.

„Wollt ihr zwei mich etwa ärgern, dann fahre ich direkt wieder nach Hause. Aber dich nehme ich mit Madam. Nicht das du meinst du könntest dich hier mit Martin amüsieren.“ drohte er.

„Gillian weißt du was ich hab eine viel besser Idee, was hälst du von ein bisschen Tanzen.“ und zu Martin gewand „Gillian und ich sind den Rest des Abends beschäftigt und zog ihn mit mir auf die Tanzfläche.“ um endlich glücklich und ungestört in seinen Armen über die Tanzfläche zu schweben, fast wie im siebten Himmel und ob mans glaubt oder nicht, wir hatten den Rest des Abends wirklich nur für uns.

Nach reichlich vorgerückter Stunde fragte er, besser gesagt meinte er: „Komm mein Schatz lass uns nach Hause fahren ich weiß da noch etwas viel besseres als tanzen.“

Nun so eine Einladung kann man ja wohl schlecht abschlagen. Zumindest ich nicht, mal nicht von ihm.Wenn ichs mir so recht überlege, das konnte doch nicht normal sein, das man so verückt nach einem Mann war. Er bringt mich noch um das letzte bisschen Verstand.

Wie sollte das nur weitergehen.





Kapitel 9




Es ist herlich so von der Sonne geweckt zu werden. Vor allen Dingen wenn man bedenkt das es jetzt in Deutschland kalt und nass war, und ich dieses Wetter hasste. Es war einfach wunderbar hier, vielleicht würde ich ihm seinen Willen doch lassen und mit Ivon zu ihm ziehen. Sie würde begeistert sein von diesem Strand mit seinen Palmen. Im Sand zum spielen ohne Ende..

Aber würden wir miteinander auskomme, wenn man bedenkt das ich meine 6 Jahre alte Tochter und einen Hund mitbringen würde. Eine gewaltige Umstellung, was anderes als hier alleine oder ab und zu mit Freunden zu Leben.

Wir würden wohl bald entscheiden müßen wie es weiter ging aber zum Glück nicht heute. Der Gedanke daran hier irgentwo in einer Stadt zu leben und ihn nur ab und zu, zusehen gefiel mir auch nicht.




Ganz leise stand sie auf um ihn nicht zu wecken und zu sehen, ob schon jemand ausser ihr wach war.

„Guten Morgen Sita, darf ich dir ein wenig Gesellschaft leisten? Ich darf doch Sita sagen?“ fragte sie, die Küche betretend.

„Aber sicher. So früh schon ausgeschlafen? Möchtest du Frühstück haben?“

„Ein Glass Orangensaft reicht vollkommen. Ich werde nachher mit Gillian was Essen, aber erst würde ich noch gerne mit Blacky etwas ausreiten.“ ihren Saft trinkend fragte sie „ Sita, nur für den Fall das es nicht zu neugierig ist, warum nennt dich Gillian eigentlich Mamusch? Ein reichlich komischer Name.“

Lachend erzählte Sita ihr wie zu diesem Namen gekommen war, den auch nur Gillian benutzt: „Nach der Scheidung, seiner Eltern habe ich die Kinder fast alleine großgezogen und Gillian nannte mich am Anfang immer Ma. Vielleicht versuchte er so damit fertig zu werden, das seine Mutter aufeinmal nicht mehr für ihn da war, er war mal gerade drei Jahre alt. Nachdem ich ihm immer wieder gesagt hatte ich wäre doch nicht die Ma, wurde da irgentwann einfach die Mamusch und da konnte ich ja nichts gegen sagen. Die anderen haben mich nur ganz kurz so genannt, aber Gillian hat damit bis heute nicht aufgehört, irgentwo ist ein immer noch ein reichlicher Kindskopf.

Vielleicht schafst du es ja ihn wenigstens etwas erwachsen zu bekommen. Oder bist du auch nur so ein Mädel für ein paar Tage?“

„Ich würde gerne für immer oder wenigstens länger mit ihm zusammen sein. Denn ich liebe ihn wirklich, aber ich habe so ein Gefühl das daraus nichts wird und glaub mir es liegt nicht an ihm. Solche Probleme kommen meist von mir. Ich bin ein Meister in Kaos verbreiten. Auch wenn ich es gar nicht will.“ versuchte sie zu erklären und sie sah dabei alles andere wie glücklich aus. „Vielleicht wäre es auch besser gewesen erst gar nicht mit hierhin zu kommen. Aber ich konnte nicht anders. Mein Gefühl hat mir gesagt geh mit, auch wenn dein Verstand etwas anderes sagt. Aber Sita glaub mir ich brauche ihn genauso wie er mich. Selbst wenn ich ihn irgendwann verlassen werde, fällt es mir bestimmt nicht leicht. So und jetzt gehe ich reiten, damit ich auf andere Gedanken komme.“




Sita schaute Birgid nach und dachte bei sich irgend wie ein komisches Mädchen, aber ganz anders als die anderen die Gillian ihr bisher vorgestellt hat. Mein Junge wenn du dir bei ihr mal nicht ganz gehörig die Finger verbrennst und machte sich an die Vorbereitungen für die Feier am Abend.




Sie verbrachten den Tag mit Schwimmen, faul am Strand liegen und reiten. Die Feier am Abend war auch herlich, sie lernte die anderen seiner Band kennen.




Aber irgentwie wurde sie immer nervöser, sie wüßte nur nicht warum. War es etwa ein siebter Sinn, wie man so schön sagte, der sie vor etwas warnen sollte? Aber hier gab es wirklich nichts gefährliches oder wovor man sonst gewarnt werden sollte.




Morgen würden sie alle zusammen nach Miami fliegen. Zum Dreh für seinen Videoclip und sie würde die Geschäfte ein bisschen unsicher machen, also auch nichts warum man so kribbelig sein sollte.

Mit Ivon war auch alles in Ordnung, denn mit ihr hatte sie heute nachmittag noch telefoniert.




In Maimi angekommen, sie verabschiedete sich gerade von den anderen, wurde sie das Gefühl nicht los das sie beobachtet wurde. Fing sie jetzt schon an ganz durch zudrehen, hier war doch keiner der sie kannte, oder doch? Sie hasste dieses oder doch, diese Ungewissheit.




Auf einmal wurde sie von hinten angesprochen: „Na, Comander, kannst du dich wieder an mich erinnern? Hast du schon vergessen was ich dir in punkto Partner gesagt habe?“ Als sie sich umdrehte und ihn anschaute sagte ihr sein Gesicht erst gar nichts,aber sie bemerkte das sich in ihr Angst breit machte.

Bis auf einmal, da war die Erinnerung wieder. Er war ein Frog, aber was machte er hier auf Terra, er durfte gar nicht hier sein.

„Was wollen sie hier? Wenn sich in den letzten Jahren nicht so viel verändert hat, ist dieser Planet für ihr Volk verboten.“ fuhr sie ihn an, in der Hoffnung das er nicht merkte, wie sie versuchte einen Weg zu finden um sehr viel Abstand zwischen sich und ihn zu bringen. Sie wüßte auch das sie in seiner Nähe auf gar keinen Fall an Gillian denken durfte. Sonst hatte sie ganz verloren und es würde sich alles nochmal wiederholen was mit Sam passiert war. Sie mußte hier weg und zwar so schnell wie möglich.

„Wie ist es Comander Hinz, kommen die Erinnerungen wieder? Mein Mittelchen scheint besser zu sein wie ich erwartet hatte. Eigentlich wollte ich dich hier fertig machen aber so wie es aussieht bist du noch nicht wieder so weit. Du mußt dich erst mal wieder an alles erinnern können, dann macht es effektiv mehr Spass.

Ich geb dir vier Wochen Zeit dann treffen wir uns auf Fokir wieder, am selben Platz wie beim letzten mal. Versetz mich nicht, sonst such ich mir deinen Bindungspartner und ich glaube nicht das er irgend welche Chancen gegen mich hat. Wie konntest du dir nur einen Einheimischen aussuchen? Aber das bestätigt mal wieder unsere Ansicht über über euch Birnanesen, ihr nehmt wirklich alles was ihr finden könnt.“ schaute mich schadenfroh an und verschwand.




Jetzt wußte ich auch warum ich mich so Hals über Kopf in Gillian verliebt hatte. Er war mein Bindungspartner und dieser Frog hatte es bemerkt. Vielleicht wußte er nicht genau wer er war. Hoffentlich, wenn ich jetzt keinen Kontakt mehr zu Gillian aufnahm würde er es auch nicht raus bekommen.




Warum mußte ausgerechnet ich meinen Partner auf Terra haben? Wir hatten doch officell noch gar keinen Kontakt mit ihnen. Ich wußte das, das ganze dadurch nicht einfacher würde.

Wie meinte Dad immer , er scheint mal wieder wie so üblich recht zu haben.








Kapitel 10




Erst mal muß ich hier weg, hoffentlich haben diese Frogs, Ivon noch nicht entdeckt. Dann muß ich zusehen das wir auf die Sunshine kommen. Da sind wir erst mal in Sicherheit.

Während sie versuchte ihren nächsten Schritte zu planen lief sie in Richtung Strand um dort einen ruhigen Ort zu finden. Sie mußte sich beruhigen und ihre nächsten Schritte planen.

Aber so wie sie sich jetzt fühlte kamen keine gescheiten Lösungen dabei heraus, in ihr herschte nur Panik.




Ob man es glaubte oder nicht, trotz der vielen Menschen die hier herumliefen, fand sie noch einen Ort, an dem sie alleine sein konnte. Sie wußte das sie jetzt nur wieder ruhiger wurde, wenn sie es schaffen würde, wenigsten eine halbe Stunde zu meditieren. Das hatte ihr früher schon öfters geholfen die Angst oder Panik zu besiegen.

Würde jetzt ein Spaziergänger vorbei kommen sah es für ihn so aus, als ob Birgid im sitzen schlafen würde. Wie Biggi nach ca. einer halben Stunde wieder die Augen öffnete, konnte sie wieder halbwegs klar denken.

Nach einem Anruf zum Flughafen erfuhr sie das in zwei Stunden ein Flieger nach Deutschland abflog und es waren noch ein paar Plätze frei. Wenn sie bei Ivon war würde sie alles weiter planen.




Jetzt kam das schwierigste. Wie sollte sie Gillian klar machen das er sie vergessen sollte. Das sie nicht mehr zu ihm zurückkam.

Sie durfte gar nicht daran denken, sie würde ihn nie wiedersehen. Nur bei dem Gedanken daran bekam sie einen dicken Kloss im Hals und die Tränen traten ihr in die Augen.

Benahm sich so ein Comander der Raumflotte,versuchte sie sich selbst ins Gewissen zu reden, nein aber sie war auch nur eine Frau die Liebte und jetzt von ihm für immer weggehen müßte.

Wenn sie daran dachte was erst vor drei Tagen zu ihm gesagt hatte: vielleicht werde ich dich verlassen wenn meine Erinnerungen wiederkommen.

Warum mußte es nur wirklich so kommen, obwohl es keiner von ihnen wollte. Nachdem sie sich etwas zum Schreiben besorgt hatte fing sie an einen Brief zu schreiben. Zu ihm hingehen durfte sie nicht, sie wußte nicht ob vielleicht noch ein Frog in ihrer Nähe war und sie würde sie bestimmt nicht zu Gillian führen. Andererseits konnte sie ihm dabei auch nicht in die Augen sehen wenn sie ihm sagte das sie ihn verlassen würde. Er würde bestimmt versuchen sie zu überreden hierzu bleiben. Sie wußte nicht ob sie dann noch stark genug war um wegzugehen, eher nicht.




Vielleicht wenn das mit dem Frog, ihr fiel im Moment noch nicht mal sein Name ein, erledigt war. Wenn sie dann noch lebte. Was mehr als fraglich war. Würde sie versuchen wieder zurück zu kommen. Aber gegen ihn hatte sie schon mal total versagt, er war einfach besser als sie.







Hallo Gillian




Wenn du diesen Brief erhälts werde ich schon auf den Weg nach Hause sein. Ich meine damit nicht Deutschland sondern mein richtiges zu Hause. Ich habe hier jemanden getroffen, jemanden den ich nie wiedersehen wollte. Glaub mir ich muß weg und werde nie wieder kommen. Wenn du mich wirklich liebst tu mir bitte noch einen Gefallen. Such dir eine andere Freundin, eine die einfacher ist wie ich, und vergiß mich. Es ist besser so, in meiner Nähe gibt es sowie immer nur Ärger.




Birgid




Viel lieber hätte sie ihm die ganze Wahrheit geschrieben oder erzählt. Das sie ihn liebte und ihn bestimmt nicht vergessen würde. Aber bei der letzten Begegnung mit Huron, ja so hieß dieser Frog. War Sam ihr damaliger Freund und Vater von Ivon gestorben und sie irgentwie, auf der Erde gelandet und Sam war ein erfahrener Kämpfer gewesen.




Sie ging zu den Studio´s in denen Gillian seinen Videoclip drehete und sprach den Pförtner an: „Können sie diesen Brief Gillian Willis geben, wenn er für heute Schluß macht. Er ist sehr wichtig. Aber bitte nicht eher.“

„Aber sicher doch. Wenn sie wollen können sie auch zu ihm rein. Habe Anweisung sie auf alle Fälle zu ihm zu lassen.“ antwortete er ihr und wollte ihr schon den Weg zum richtigen Studio zeigen. „Nein ich will nicht zu ihm. Übergeben sie ihm bitte nur diesen Brief. Er ist wirklich sehr wichtig.“

Nachdem sie ein paar Meter gegangen war, drehte sie sich nochmal um, in der Hoffnung das jemand zu ihr sagte, du kannst hierbleiben und ich bring das in Ordnung, aber es kam keiner. Wie sollte auch, das mußte sie selber in Ordnung bringen.

Dabei sehnte sie sich jetzt schon nach ihm, wie sollte sie ihn nur Vergessen. Hoffentlich würde es für ihn etwas einfacher.




Obwohl sie schnell gegangen war bekam sie ihren Flieger soeben noch. Den Gedanken an ein Taxi hatte sie schnell aufgegeben. Denn die standen zur Zeit mehr wie sie fuhren.




Im Flugzeug angekommen setzte sich sich und war für ihre Umwelt nicht mehr ansprechbar, es war als ob sie sehr weit weg war.

Gut das sie in Deutschland nicht am Zoll angehalten wurde, sie war nicht in der Stimmung sich mit jemanden zu Unterhalten.




Zu Hause angekommen, setzte sie sich auf einen Sessel und versuchte sich auf ihre Brüder zu konzentrieren. Denn so konnte sie Kontakt mit ihnen aufnehmen und ihnen mitteilen wo sie war, damit sie sie abholten. Es hatte auch seine Vorteile, wenigstens teilweise Telepatin zu sein. Teilweise heißt sie kann mit ihren Bindungspartnern, Eltern, Kindern und Geschwister, über Gedankenbasis komunizieren konnte. Man mußte sich nur genug Konzentrieren, was im Moment reichlich schwierig war. Da ihre Gedanken immer wieder abschweiften.

Nach einigen vergeblichen Versuchen merkte sie das Piet sie empfing. Sich freute das sie noch am Leben war und sie gab ihm so gut es ging ihren Standort an damit er oder jemand anderes sie und ihre Tochter abholen konnte.




Wie gerne hätte sie auf diese Weise auch mit Gillian kontakt aufgenommen und ihm gesagt das es ihr gut ging und sie ihn vermisste. Aber das schien ihr keine gute Idee.

So nahm sie sich eine Tasche um für Ivon alles einzupacken was sie auf der Sunshine brauchen würde.




So bemerkte sie gar nicht wie jemand zur Haustür reinkam.

Erst als Gerd hinter ihr stand und sie fragte: „Willst du mich etwa verlassen ohne wenigsten mit mir zu Reden? Hab ich kein Recht auf eine Erklärung, hat er dir so den Kopf verdreht?“

„Ja du hast recht, ich habe mich über beide Ohren in einen anderen verliebt. Aber deshalb gehe ich jetzt nicht. Ich nehme an das einer meiner Brüder Piet oder Mike oder mein Vater mich bald abholen kommen. Vorher muß ich aber noch Ivon und Toby holen, ich nehme die zwei mit. Oh, Gerd es ist alles so furchtbar ...“ stellte die Tasche weg und setzte sich zu ihm.




Nachdem sie sich wieder etwas gefangen hatte fing sie an ihm alles zu erzählen:

„Ich stamme nicht von der Erde mein Heimatplanet ist Birna. Aufgewachsen bin ich mit meinen Brüdern auf der Sunshine. Dem Raumschiff meines Vaters und auf der Farm meiner Großeltern. Mein Name ist Birgid Hinz.




Es hat alles damit Angefangen das ich mit Sam, Ivons Vater, nach Fokir geflogen bin. Ein unbewohnter Stern, dort wollten wir uns mit einem Frog treffen der Informationen für uns hatte, hinter denen wir schon lange her waren. Wenn ich´s so recht bedenke hätten wir eigentlich wissen müssen das es eine Falle ist. Denn welcher Frog gab schon freiwillig Informationen an Birnaresen raus.

Birna ist der Heimatplanet meines Vaters und eigentlich auch meiner.




Aber auf Fokir ging alles schief. Wir wurden von einigen Frogs gefangen. Die sich dafür rächen wollten das wir einen ihrer Brüder im Kampf umgebracht hatten.

Nachdem sie Sam bewußtlos geschlagen hatten hingen sie ihn an einen, sowas ähnliches wie einen Baum auf, mit den Füssen voran. Ich mußte vor ihm Knien, so das ich ihm direkt in die Augen sah, wenn er wieder zu sich kam. Da wußte ich noch nicht was sie vorhatten, aber ich sollte es bald herausbekommen.




Ich höre noch heute seine Gedanken in mir als er wieder zu sich kam: Mensch, Kleines hier kommen wir nicht mehr lebend raus. Dabei hab ich deinem Dad doch versprochen auf dich aufzupassen,das du keinen Unsinn mehr machst.




Ich glaube, er ahnte schon was die Frogs vorhatten, ich nicht. Erst als sie mir ein Messer in die Hand drückten und ich ihre Gedanken in meinem Gehirn warnahm, fing ich an mich zu wehren. Aber es waren nur ein paar klägliche versuche, denn ich hatte nie richtig gelernt mich gegen Gedankenbeeinflußung zu schützen. Ich hatte keine Kontrolle mehr darüber was ich tat. Ich sah nur noch wie ich Sam, meinen Freund die Halsschlagader durchschnitt.

Du kannst dir gar nicht vorstellen wie schrecklich es ist, zu sehen mußen wie dein Bindungspartner vor deinen Augen verblutet und du nichts dagegen tun kannst, obwohl du ihm diese Wunde selbst zugefügt hast.

Diese Schweine haben zwischendurch immer wieder für kurze Zeit die Blutung gestoppt damit es nicht zu schnell geht, frag mich nicht wie sie es gemacht haben. Ich mußte die ganze Zeit zusehen.

Das Ganze hat vielleicht nur ein paar Minuten gedauert, aber mir und Sam kam es wie eine Ewigkeit vor. Ich habe mir damals nichts sehnlicheres gewünscht als mit ihm zu sterben.




Mich haben sie leben gelassen, weil ich schwanger war und es den Frogs total wiederstrebt werdendes Leben zu töten. Da warten sie lieber bis der oder diejenige groß ist und nehmen ihn sich dann vor.




Dafür haben sie mir Dongentasiv gespritzt, es löscht das gesammte Erinnerungsvermögen für unbestimmte Zeit, wenn man Pech hat auch für immer.

Unsere Ärzte benutzen es auch, um bestimmte Krankheiten zu heilen. Aber dann in geringeren Dosen und auch nur wenn der Bindungspartner dabei ist. Damit derjenige mit den Schmerzen, die dieses Zeug verbreitet nicht alleine ist.

Meinen Bindungspartner hatten sie aber vorher durch mich umgebracht und so kam es mir vor als ob jemand mein Gehirn verbrennen würde.

Aber davor sagten sie mir, wenn ich das nicht nochmal mitmachen wollte, sollte ich mir keinen Bindungspartner mehr suchen und heute morgen hab ich Huron in Miami wieder getroffen. Während ich mit Gillian zusammen war und er ist urkomischerweise mein Bindungspartner.

Wenn sie herausbekommen wer er ist werden sie ihn vielleicht auch umbringen und das halt ich kein zweites mal mehr durch. Obwohl diesmal bin ich nicht schwanger, da haben sie auch keinen Grund mich Leben zu lassen. Deshalb muß ich auch schnellstens zurück.

Alles weiter weißt du, wie ich hier nach Terra gekommen bin kann ich nur vermuten. Ich weiß es nicht.“




Nach einigen Minuten fragte sie ihn: „Woher weißt du eigentlich das ich mich verliebt habe? Ich kann mir nicht vorstellen das ich vorhin so glücklich ausgesehen habe.“

Es dauerte einige Zeit bis sie eine Antwort bekam denn er war das noch am verarbeiten was er gerade gehört hatte: „Weißt du nicht das Ausschnitte von dem Konzert in New York im Fernsehen übertragen würden, auch das Lied welches seine Fan´s wohl am liebsten hören . Die Frau die mit ihm auf der Bühne saß haben sie genauso genau gezeigt wie ihn. Ich hätte der Sache ja nicht besonders viel Bedeutung zugefügt, wenn ich nicht einige Kommentare von anderen Frauen gehört hatte. Die meinten das muß seine richtige Freundin sein, denn sonst würde er nicht einfach so hinter ihr sitzen und sie nur, nur in Anführungszeichen,festhalten. Du konntest sein verliebten Blick dabei ja nicht sehen, aber ich und der sagte mir alles.




Aber ich glaube das ist jetzt zweitrangig. Am besten legst du dich ein wenig hin. Ich hab auch noch etwas von deinen Beruhigungmittel, dann kannst du vielleicht etwas schlafen, du siehst nämlich nicht gut aus. Ich hole in der Zeit dann Ivon und Toby nach Hause. Was glaubst du wann deine Leute da sein werden?“

„Wenn sie sich beeilen in vielleicht drei oder vier Stunden. Gut gib mir dieses doofe Beruhigungsmittel etwas schlafen kann nicht schaden. Wer weiß wann ich das nächste mal dazukomme.“




„Mr. Willis, ich habe hier einen Brief für sie.“ wurden Gillian angesprochen, als er gerade an der Pförtnerloge vorbei ging um sich auf die Suche nach Biggi zu machen. Er hatte eigentlich damit gerechnet das sie im Laufe des Nachmittages auftauchen würde. Aber anscheinend fand sie einkaufen genauso interessant wie alle anderen Frauen.

„Na, Gillian mal wieder einen Liebesbrief von einem Fan, schau nur das Biggi ihn nicht sieht. Ich glaube nicht das sie davon sehr begeistert sein wird.“ hörte er Marc sagen.

„Marc, sie ist weg und sie wird nicht mehr wiederkommen.“ alamiert von der geschokten Stimme seines Freundes, drehte er sich zu ihm um und fragte: „Wer ist weg und kommt nicht mehr wieder?“

„Biggi, hier lies selber? Heute morgen war doch noch alles in Ordnung, ich versteh das nicht? Warum?“ und reichte, fix und fertig, Marc den Brief.




Hallo Gillian




Wenn du diesen Brief erhälts werde ich schon auf den Weg nach Hause sein. Ich meine damit nicht Deutschland sondern mein richtiges zu Hause. Ich habe hier jemanden getroffen, jemanden den ich nie wiedersehen wollte, glaub mir ich muß weg und werde nie wieder kommen. Wenn du mich wirklich liebst tu mir bitte noch einen Gefallen. Such dir eine andere Freundin, eine die einfacher ist wie ich, und vergiß mich. Es ist besser so, in meiner Nähe gibt es sowie immer nur Ärger.




Birgid




„Ich brauche sie doch, da kann sie doch nicht einfach weggehen und mir schreiben ich soll mir eine andere suchen. Was glaubt sie denn wer ich bin? Jemand der die Freundinen wechselt wie einen alten Hut?“ fragte Gillian seinen Freund, wütend. Als Marc ihn ansah wußte er das das wütende fast nur Schau war. Dieses Mädchen hatte es geschaft ihn zu verletzen wie es bisher keiner gelungen war.

„Versuch doch bei ihr anzurufen, vielleicht bekommst du dann wenigstens eine gescheite Erklärung“ und drückte Gillian sein Handy in die Hand.

Als Gillian nach 10 Minuten immer noch nichts erreicht hatte ausser mit der Mailbox zu sprechen, hörte Marc, der immer noch neben ihm stand, wie er Rick bescheid gab voll aufzutanken er wollte nicht nach Hause fliegen sondern nach Deutschland.

„Marc, kannst du mir in Deutschland ein Auto buchen, du kannst besser Deutsch wie ich? Ich werde sie zurück holen.“ Nach einer kurzen Pause: „Sie kann doch nicht einfach so mir nichts dir nichts verschwinden, das werde ich nicht zulassen.“

„Weißt du überhaupt wo sie genau wohnt? Selbst so ein kleiner Ort kann groß sein wenn man eine einzelne Person sucht.“

„Nein aber Biene ihre Freundin wird es wissen und die werde ich jetzt erst mal anrufen.“

Nach vielleicht fünf Minuten.
„Marc hast du das mit dem Auto erledigt, ich weiß ihre Adresse. Wenn ich mich beeile erwische ich sie noch bevor sie ganz verschwindet. Es weiß doch keiner wo sie ursprünglich herkommt.

Weiß sie denn nicht das ich ohne sie nicht leben kann? Hat sie das denn nicht bemerkt?

Sag den anderen, die Proben für den Videoclip fallen erst mal aus. Da kommt ja schon mein Taxi.“ und wollte gerade einsteigen.

„Du glaubst doch nicht das ich dich in deiner Verfassung alleine fahren lasse. Kannst du mir mal sagen wer in Deutschland das Auto fahren soll. Dein Führerschein gilt in Europa nicht.“ aber wie er Gillian so ansah wußte er das ihm das mit dem Führerschein zimlich egal war. Er wollte seine Freundin einfach wieder haben, ehe sie auf nimmer wiedersehen verschwand.

Verstehen konnte er es auch, denn er würde bestimmt nicht anders handeln, wenn seine Frau ihn einfach so verlassen sollte und setzte sich einfach neben ihn um ihn zu begleiten.

Vera, seine Frau konnte er auch aus dem Taxi anrufen und er wußte das sie ihn verstehen würde. Er konnte Gillian nicht alleine nach Deutschland fahren lassen, wer weiß was passierte wenn er zu spät kam und Birgid schon fort war. Dann würde er jemanden brauchen, damit er nicht irgend welchen Unsinn anstellte.




Gerd hatte Ivon ins Bett gebracht und saß jetzt neben Biggi die auf dem Sofa lag und eigentlich schlafen sollte aber sie hatte wieder diese Albträume,dabei hatte er gedacht das das vorbei war. Sie würde nachher geräderter aufwachen wie sie eingeschlafen war. Das Beruhigungsmittel schien diesmal nicht zu wirken.

Er ließ sie schlafen, dabei hatte er so viele Fragen und hätte zu gerne gewußt wie es weiter gehen sollte. Sie würde ihm fehlen und vor allen Dingen Ivon. Für ihn war die Kleine wie seine Tochter. Er war bei der Geburt dabei gewesen und hatte sie mit Biggi bis jetzt großgezogen. Hoffentlich würden die Zwei nicht ganz aus seinem Leben verschwinden.

So in Gedanken hätte er bald die Klingel überhört, aber zum Glück schlug Toby an, nur kurz aber es reichte um ihn wieder in die Realität zurück zu holen.

„Komm Toby, sei leise laß dein Frauchen noch ein bisschen schlafen“ und ging mit dem Hund an die Tür.

Er brauchte nicht lange um zu wissen wer da vor ihm stand. „Guten Abend Mr. Willis. Was kann ich für sie tun?“ Gillian schaute ihn irritiert an meinte dann aber: „Ich möchte mit Biggi sprechen. Sie ist doch noch da, oder?“ „Ja sie ist noch da, wird aber mit niemanden Sprechen. Ich habe ihr ein starkes Beruhigungsmittel gegeben und sie wird hoffentlich schlafen bis ihr Vater kommt.

Glauben sie mir, sie sind ihr überhaupt nicht bekommen. Wie ich vor nicht ganz zwei Wochen in die Schweiz gefahren bin, ging es ihr wieder richtig gut und jetzt....

Es ist fast wieder so, wie an dem Tag als ich sie gefunden habe. Wer weiß was passiert wenn ich sie zu ihr lasse.“ warum fuhr er diesen jungen Mann nur so an. Er wußte ja das er nichts dafür konnte, vielleicht brauchte er nur jemanden an dem er seine Wut auslassen konnte und Gillian kam ihm da gerade recht. Irgentwie machte er ihn für diese Situation verantwortlich, auch wenn er vielleicht nichts dafür konnte. Aber ohne ihn wäre alles noch in Ordnung und Biggi würde ihn nicht mit Ivon verlassen.




„Bitte Mr. Falkner, ich liebe sie. Sie darf nicht gehen.“ hörte er Gillian reichlich verzweifelt sagen. Der gleichzeitig versuchte an Gerd vorbei in die Wohnung zu kommen. Gab den Versuch aber schnell auf, als vor ihm, ein Hund zähnefletschend und wütend knurrend auftauchte, da kam er nicht vorbei. Er hatte schon genug von Biggis Hund gehört und wollte nicht rausbekommen ob er wirklich nicht biss.

„Mr. Willis glauben sie mir es ist besser wenn sie jetzt gehen. Ich werde Biggi sagen das sie hier waren, wenn sie wieder wach wird.“ Gillian hätte wohl noch nicht aufgegeben wenn Marc ihn nicht zurück ins Auto geholt hätte. „Gillian, kapier doch es hat jetzt keinen Sinn der Typ läßt dich nicht zu ihr. Oder willst du etwa so lange warten bis er die Polizei ruft. Also komm erst mal ins Auto, es wird uns schon etwas einfallen.“




Gerd hatte gerade die Tür zugemacht als es schon wieder klingelte und entsprechend wütend fauchte er seinen Gegenüber an in der Annahme, Gillian stand wieder da: „Gillian,verschwinde ich laß dich nicht zu ihr. Sie braucht jetzt Ruhe.“

„Endschuldigung ich bin nicht Gillian, mein Name ist George Hinz und ich bin Birgid´s Vater, würden sie mich bitte zu meiner Tochter bringen.“ etwas perplex schaute Gerd ihn an meinte dann aber „Ja, kommen sie. Sie schläft, ich habe ihr ein Beruhigungsmittel geben, denn es ging ihr nicht gut wie ich nach Hause kam.“ irgentwie hatte er das gefühl, sich rechtfertigen zu müssen, dafür das Biggi schlief.

„Schon gut junger Mann, ich kenne sie und weiß das sie sehr stressig sein kann“ und drehte sich richtung Kleinbus mit dem er gekommen war. „Pieter, Percy kommt ihr bitte. Percy bring deine Ausrüstung mit, es geht ihr nicht gut, aber ich muß kurz mit ihr reden, bevor wir hier wieder verschwinden.“

Der den Birgids Vater Percy nannte untersuchte sie kurz und spritzte ihr etwas und meinte dann: „Sie wird gleich für ein paar Minuten zu sich kommen, mehr will ich ihr nicht geben ohne sie genau Untersucht zu haben. Comodore“

„Kleines, wach werden, ich muß kurz mit dir reden, ehe wir nach Hause fliegen. Wach auf, mein Schatz!“

„Daddy, bist du das?“ wurde er, noch nicht ganz wach von ihr gefragt.

„Ja , wir nehmen dich mit nach Hause. Gibt es etwas was ich wissen müßte bevor wir uns auf den Heimweg machen.“

„Es sind Frogs auf Terra und ausserdem kannst du normal reden, Gerd weiß bescheid. Hey Piet, schön dich wieder zusehen, du weißt gar nicht wie ich euch vermisst habe. Wo ist Mike?“ und schaute sich suchend um.




„Auf der Sunshine, ich wollte eigentlich keinen Familienausflug machen, sondern nur meine Tochter wieder nach Hause holen.“ bekam sie von ihrem Vater zur Antwort.

Auf einmal entdeckte Birgid Ivon die sich hinter Gerd versteckte. „Ivon komm mal her zu mir. Keine Angst es tut dir niemand etwas, du brauchst dich nicht hinter Papa zu verstecken.

Der Mann der so grimmig guckt ist dein Opa. Aber glaube mir der schaut nur so grimmig in Wirklichkeit ist er ganz lieb. Ausserdem weiß ich das er sich schon lange eine Enkeltochter gewünscht hat. Geh ruhig mal zu ihm. Du weiß doch wenn dir jemand was tun will bekommt er krach mit Papa und mit Toby, glaubst du das traut sich jemand?




Laßt ihr mich ein paar Minuten mit Gerd alleine?“

„Ja, aber wirklich nur ein paar Minuten. Piet kommt dich dann holen.“ antwortete ihr Vater und ging mit Ivon an der Hand zum Auto.

„Jetzt ist es wohl Zeit um auf wiedesehen zu sagen. Ich wollte dich noch etwas wichtiges fragen ohne das meine Familie es erfährt. Ich hab in vier Wochen eine Verabredung und weiß nicht ob ich davon wieder zurück komme. Ich würde Ivon gerne vorher zu dir bringen, denn hier ist sie zu Hause und nicht bei meiner Familie. Wenn ich dabei bin ist es etwas anderes. Möchtest du?“ fragte sie ihn während sie seine Hände hielt. „Sicher ich freue mich immer wenn sie bei mir ist, du weißt das sie für mich wie meine Tochter ist. Was hast du wieder vor. Was gescheites doch bestimmt nicht.“

„Was gescheites ist es nicht , aber etwas was sein muß.“ antwortete sie ihm: „Es fällt mir viel leichter wenn ich weiß das Ivon bei dir ist. Pass gut auf sie auf wenn ich nicht wieder komme und danke für alles.“ zur Tür schauend rief sie „Piet du kannst rein kommen, hilfst du mir zum Auto, meine Beine wollen noch nicht so richtig.“




„Komm her Kleines wollte dich schon immer mal auf Händen tragen.“ meinte er grinsend und nahm sie hoch „So gehst du uns wenigstens nicht wieder verschütt.“

„Piet du hast in den letzten Jahren kein bisschen verändert, du bist immer noch son Kindskopf wie früher.“ meinte sie zu ihrem Bruder wärend sie ihre Arme um seinen Hals legte und sich raustragen ließ „Weißt du was Piet, es ist schön einen großen Bruder zu haben, auch wenn ich öfters über dich schimpfe.“




Piet war mit ihr fast beim Auto angekommen als sie Gillian hörte: „Biggi, bitte...“

„Gillian was machst du hier, du solltest nicht hier sein.

Piet laß mich bitte los, es dauert noch etwas.“ Mit leicht schwankenden Schritten ging sie auf Gillian zu.




„Was ist mit dir, hast du getrunken?“ fragte er sie erschreckt über ihren Gang

„Nein keine Sorge, das sind nur die Beruhigungsmittel. Morgen ist alles wieder vorbei. Halt mal bitte ganz kurz still.“

Erstaunt verfolgte er was sie nun machte.




Sie legte ihre Zeigefinger an jeweils eine Schläfe von ihm und führte sie dann ganz zärtlich zu seinen Nasenflügeln wie er auf einmal ihren Bruder rufen hörte: „Birgid nein tu es nicht.“ ihre Augen sah aus als ob sie Blitze auf ihren Bruder schießen würde, der auch sofort einige Schritte zurück ging und nur sagte: „Dann mach doch was du willst.“ Danach wendete sie sich ihm wieder zu und wiederholte das Ganze nochmal, an seinen Nasenflügeln angekommen führte sie ihre Zeigefinger zu seinem Mund um sie unterhalb seines Mundes wieder zu vereinen. Gab ihm noch einen langen zärtlichen Kuss als ob sie etwas besiegeln wollte und schaute ihn traurig an als sie ihm sagte: „Es tut mir leid, aber ich muß jetzt gehen. Wir werden uns sehr wahrscheinlich niemals wiedersehen, Verzeih mir.“ als er sie gerade in die Arme schließen wollte, war ihr Bruder wieder da und trug sie ins Auto.

Um anschließend mit ihr davon zu fahren, als ob er gar nicht da war.








Kapitel 11




Am nächsten Morgen auf der Sunshine.

Bei einem Gespräch zwischen Birgid und ihrem Bruder Mike.

„Mike du mußt mir helfen. Ich kann nicht hier bleiben. Ich muß nach Kirling. Hilfst du mir? Denn wenn Dad davon etwas mitbekommt, bevor ich fort bin, gibt es ein Unglück.“

Mike schaute ihr schon die ganze Zeit zu, wie sie vom Sessel immer wieder zu ihrem Schreibtisch maschierte. Langsam machte sie ihn genauso nervös, wie sie anscheinend schon war.

„Was willst du in Kirling“ und schaute sie erstaunt an „Du willst dich doch jetzt nicht deine Ausbildung als Kriegerin fertig machen. Du bist doch gerade mal wieder auf der Sunshine angekommen. Mensch Kleines setzt dich endlich mal hin, du machst einen ja noch verrückt und erzähl die Reihe nach. Wir werden schon eine Lösung finden. Das haben wir doch bisher immer. Zumindest wenn wir drei zusammen gearbeitet haben.“

„Nein ich will nicht Kriegerin werden ....“ druckste sie herum. „Nun sag schon, was ist los! Ich bin dein Bruder, ich werd dir schon helfen wenn es sein muß.“

„Du weißt das ich nie gut in Gedankenbeeinflußung war und in knapp vier Wochen habe ich, wie man auf Terra so schön sagt ein Date. Mit einem Frog und meine Überlebenschancen sind etwas höher, wenn ich vorher etwas dazu lerne und mich ein bisschen in Form bringe. Sonst habe ich wieder keine Chance gegen ihn.“ Es war ihr anzusehen, das sie versuchte ihre Angst vor diesem Treffen, nicht zu deutlich zu zeigen.

„Warum bleibst du nicht einfach auf der Sunshine? Hier kommt er bestimmt nicht hin und wenn würde es ihm nicht bekommen. Ganz bestimmt nicht wenn die Crew erfährt das er hinter dir her ist. Wir sind doch alle froh das du wieder bei uns bist und zwar einigermaßen Fit.“

„Es geht aber nicht nur um mich alleine.“ Sie hatte ihre Wanderung endlich beendet . War dafür aber mit den Knöpfen an ihrem Schreibtisch beschäftigt und Mike wartete nur darauf das bald alle Abteilungen zuhören konnten. Aber so feste drückte sie dann doch wieder nicht zu.

„Wenn ich nicht da bin, wird er sich meinen Bindungspartner vornehmen und er ist Terraner.“ Mike glaubte erst nicht richtig zu hören. Sie hatte einen Bindungspartner auf Terra? „Ich kann mir nicht vorstellen das er große Chancen gegen einen Frog hat. Außerdem hat dieser Frog Sam umgebracht. Zwar durch mich, aber ich werde ihn Rächen das ist das mindeste was ich tun kann. Mit ein bisschen Glück geht es mir dann auch wieder besser.“ versuchte sie ihm zu erklären.

Begeistert war er von ihrer Idee nicht.




„Hast du gerade gesagt du hättest einen Bindungspartner? Warum ist er dann nicht hier? Das müßtet ihr zusammenerledigen.“ und schaute seine Schwester an, die ihn traurig und kopfschüttelnd ansah.

„Mike er ist Terraner und weiß von all dem nichts. Außerdem was glaubst du wohl was passiert, wenn ich einfach, einen Terraner mitgebracht hätte? Du kennst unser Vorschriften und in diesem Punkt waren unser Vorgesetzten schon immer sehr genau. Dad würde mir da noch nicht mal helfen können. Ich höre sie schon sagen .“ und ahmte die Stimme und Gestik ihres Onkels nach, der in diesem Ausschuß vertreten war.




„Gut, ich helfe dir aber Dad darf zumindest officel davon nichts erfahren. Denn wir stehen in Friedensverhandlungen mit den Frog´s und es sind alle kriegerischen Handlungen verboten.“ wärend er ihr dieses sagte beobachtete er sie genau um heraus zubekommen was sie von diesen Verhandlungen hielt. Aber sie ließ sich nicht anmerken ob sie es gut hieß oder nicht, bekam aber zur Antwort: „Ich habe auch nicht vor die Verhandlungen zu stören, ich werde nur in vier Wochen, egal wie, meine Verabredung einhalten.“




„Kleines bist du dir sicher das er dein Bindungspartner ist und .... nicht einfach nur jemand in den du dich verliebt hast.“

„Ja Mike da gibt es gar keinen Zweifel, ich spüre es mit jeder Faser in meinem Körper. Aber das tut jetzt nichts zur Sache das hier muß ich alleine durchstehen und wie´s dann weiter geht, wir werden es sehen.




Achso ich wollte Ivon und Toby wärend ich auf Volan bin bei dir auf der Sunshine lassen. Kurz bevor ich mich mit Huron auf Fokir treffe werde ich sie zu ihrem Vater auf die Erde bringen.“

Erstaunt fragte er sie: „Ich habe gedacht Sam wäre ihr Vater?“

„Ja ist er auch, aber sie kennt nur Gerd und er war immer wie ein Vater zu ihr und wird es auch weiter sein, und das kann keiner verbieten. Denn ein Kind hat ein Recht auf einen Vater.

Wie sieht es jetzt aus hilfst du mir?“

„Ja sicher. Ich laße gleich mal deiner Flyer, ein Flyer ist ein Miniraumschiff für 2 bis 3 Personen extrem wendig und schnell, durchchecken.

Wenn mich nicht alles täuscht wollte Dad nachher mit dir und Ivon zu Großvater und Großmutter. Aber wenn du dich noch nicht wohl fühlst wird er mit Ivon bestimmt auch alleine fliegen. Du mußt ihm nur plausibel machen das es dir nichts ausmacht und du nachkommst. Mußt ihm ja nicht unbedingt sagen wann.




Wenn du auf Volan bist bestellst du Grandma von mir schöne Grüße und sag ihr, wenn meine Schwester wieder ihr Aufgaben wahrnehmen würde hätte ich auch wieder Zeit sie zu besuchen.“




Es hatte auf der Sunshine auch alles so geklappt, wie die zwei es sich vorgestellt hatten und Biggi saß jetzt in einem gemütlich eingerichteten Zimmer auf Volan und wartete auf ihre Großmutter, die Leiterin dieses Klosters war.




Kein Kloster wie es sie auf der Erde gibt sondern mehr ein Ausbildungslager für Mädchen und junge Frauen die Kriegerinnen werden wollten. Den es war seit vielen Jahren üblich das die Mädchen speziell ausgebildet wurden um sich besser verteidigen zu können. Das stamte aus der Zeit als ihre Partner oft fort waren und sie alleine für die Sicherheit von Haus und Kinder zuständig waren.




Wie ihre Großmutter reinkam war Birgid mit ihren Gedanken weit fort auf der Erde. Da sie eine von Gillian CD´s hörte war es auch nicht weiter verwunderlich.

„Birgid was willst du hier?“ wurde sie von ihrer Großmutter gefragt. Einer schon älteren Volanerin. Ihre braunen kurzen braunen Haare pasten gut zur hellgrünen Hautfarbe die jeder Volaner hatte. „Wenn mich mein Gefühl nicht all zusehr täuscht gehörtest du zu jemanden anderen, oder hast du ihn mit nach Volan gebracht? Dann würde ich ihn gerne kennenlernen.“

„Hallo Großmutter, schön dich wiederzusehen. Ich soll dir Grüße von Mike bestellen und sagen < das wenn ich wieder meine Aufgaben wahrnehmen würde hätte er auch wieder Zeit dich zu besuchen >.“ ihre Großmutter nickte „ und zu deiner nächsten Frage.

Ich bin alleine und Gillian ist auf Terra. Er ist Terraner, also könnte ich ihn nicht mitbringen selbst wenn ich wollte, du kennst doch unsere Gesetze.“ erklärte Birgid ihr. Sie schaute ihre Enkeltochter an und fragte sie: „Hast du bei uns damals eigentlich gar nichts gelernt?“

„Wieso, ich versteh dich nicht?“

„Du weißt doch das dieses Gesetz, wie du so schön sagst, nicht mehr gilt, wenn es hier mindestens ein Kind von ihm gibt. Du müßtest doch schon bemerkt haben das du schwanger bist, oder kontrolierst du das nicht mehr regelmäßig.“

„Wenn ich ehrlich bin, gar nicht mehr. Wie hast du das so schnell bemerkt, ich selber wußte es ja noch nicht mal. Aber du hast Recht, du kannst dir gar nicht vorstellen wie gerne ich jetzt bei ihm wäre. Ich brauche ihn mehr als irgend jemanden anderen, aber leider geht es im Moment nicht anders. Ich habe in nicht ganz vier Wochen ein Treffen mit dem Frog der Sam umgebracht hat und wenn ich nicht erscheine, wird er sich Gillian vornehmen und er hat nicht die Ausbildung die ich habe. Er weiß doch nicht mal das es die Frogs, Volaner, Birnanesen und all die anderen gibt.




Deshalb werde ich mich diesem Kampf auch alleine stellen müßen. Wenn ich nur daran denke was mit Sam passiert ist und das selbe sollte ich nochmal mit Gillian erleben, glaube mir das halt ich nicht mehr durch, das schaff ich einfach nicht mehr.“ hörte ihre Großmutter sie tonlos sagen und diese Stimme sagte ihr mehr als alles was Biggi ihr erzählen würde.




„Aber nur für den Fall das ich diesen Frog besiegen werde, würde ich gerne mit Gillian zusammen leben und ein ganz normales Leben führen. Nur für ihn, seine und meine Kinder dasein. Mit viel Glück wird dieser Traum ja auch mal wahr.“ Biggi bekam nur bei den Gedanken daran einen glücklichen Ausdruck im Gesicht und schien sich irgendwie zu verändern.

„Warum soll dieser Traum denn nicht wahr werden?“ wurde sie von ihrer Großmutter unterbrochen „Wir werden dir hier schon alles beibringen um gegen diesen Frog zu gewinnen. Denn ich möchte auch mal Zwillingsenkelkinder haben, denn das haben nur die wenigsten. Hast du denn wenigstens ein Foto von ihm mit? Damit ich mir ein Bild von ihm machen kann?“

„Nein aber ganz viele Lieder, die er singt. Er ist Sänger, hier ist eine CD von ihm. Schau ich hab doch ein paar Bildern von ihm zwar nicht mit mir zusammen, aber du weißt immerhin wie er aussieht.“ und reichte ihr eine von den CD´s, die Gerd ihr eingepackt hatte.

„Ich muß wieder was tun, Cheila wird dich gleich abholen und dir zeigen wo du die nächsten Wochen schlafen wirst, für viel mehr wirst du keine Zeit haben. Aber ich glaube das ist auch besser so. Versuche die nächste Zeit nicht an ihn zu denken, du mußt dich auf das hier und jetzt konzentrieren.“

Biggi schaute ihrer Großmutter noch nach wie sie ging um sich dann wieder ihrer, oder besser gesagt seiner Musik zu zuwenden.

Ganz in Gedanken war sie mit der Kette um ihren Hals am spielen und mußte gerade daran denken wie sie ihm gestern morgen die Kette einfach stiebitzt hatte und nun war es das einzige Persönliche was sie von ihm hatte.




Nach einiger Zeit ging die Tür auf und eine junge Frau trat ein, das Ebenbild von Biggi. Nur hatte diese Frau kurze Haare und ihre Hautfarbe ging ein bisschen ins grünliche. „Hallo Birgid schön dich auch mal wiederzusehen,“ wurde sie erfreut von ihrer Zwillingsschwester begrüßt „Wir hatten schon geglaubt dich nie wieder zu sehen, nachdem die Frogs uns Sams Leiche übergeben hatten. Wo warst du?“

„Ich, auf Terra. Konnte mich aber bis vor zwei Tagen an so gut wie nichts erinnern. Wenn es nach mir ging wäre es immer noch so. Denn die letzte Woche auf der Erde war einfach traumhaft. Aber so wie´s jetzt aussieht bekomme ich mal wieder die Rechnung dafür präsentiert, das es schön war.“

„Ach Kleines komm schon her, so schlimm wird´s schon nicht sein. Du hast schon so viel geschaft da wirst du das auch noch durchstehen. Warst du schon bei Billy, er hat dich wahnsinnig vermisst, auch wenn er so gemacht hat als ob ihm das gar nichts ausmacht. Ich glaube seit ein paar Wochen hat er auch eine Freundin, was sagst du dazu?“

„Ja vielleicht sollte ich ihn mal besuchen, aber andererseits wenn ich jetzt zu ihn gehen freut er sich mich wiederzusehen und es wird nur um so schlimmer wenn ich es auf Fokir nicht schaffe und nicht wiederkomme.“schaute Cheila an und meinte: „Glaub mir manchmal ist es einfacher keine Familie und Freunde zu haben. Dann wäre es mir ehrlich egal ob ich den Kampf mit Huron überlebe, solange der Mistkerl dabei draufgeht.“ Schockiert über die Aussage ihrer Schwester fragte sie: „Seit wann bist du so verbittert, das passt nicht zu dir?“

„Wieso past das nicht zu mir, wenn hat Mutter mit zwei Jahren abgeschoben, warum auch immer. Ich schätze ich war ihr nicht gut genug.

Auf der Sunshine durften wir zwar so ziemlich alles machen was wir wollten, aber du glaubst doch nicht das Dad viel Zeit für uns hatte, was auf eine Art ja auch verständlich war. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie ich die anderen Kinder beneidet habe, wenn sie erzählt haben was sie mit ihren Eltern unternommen haben. Was meinst du wohl warum ich der jüngste Comander der Raumflotte war, ja am Anfang fand ich es auch ganz toll, aber glaube mir ich hätte das gerne gegen ein normales Elternhaus eingetauscht. Du und die Jungs hattet wenigstens noch ab und zu Mutter, aber ich war ihr erst wieder gut genug als ich alt genug war um verheiratet zu werden. Um eine Verbindung zwischen den Brings und den Hunreds zu schaffen, damit dieser Familienkrieg endlich aufhört. Eigentlich ja nicht schlecht aber weißt du was Molan für ein altmodischer Volaner ist. Für ihn hat die Frau auch heute noch keine Rechte, sie hat zu gehorchen und zu machen was er will. Ja, so was gibt es auch heute noch und glaub mir, er ist nicht der einzige der hier so denkt.

Du kannst dir gar nicht vorstellen wie ich die Beziehung zu Sam nach dieser Verbindung mit Molan genossen habe, aber den haben die Frogs ja umgebracht und ich hab noch tatkräftig mitgeholfen, Spitze nicht.

Und der Klou vom Ganzen kommt noch. Ich habe auf Terra meinen Bindungspartner getroffen und was tue ich? Sag ihm er soll sich eine andere suchen und haue einfach ohne eine Erklärung ab. Dabei habe ich auf der Erde das erste mal eigentlich richtig erlebt das es auch noch etwas anderes wie kämpfen im Leben gibt .

Glaub mir es hat mir sehr gut gefallen und ich gäbe wer weiß was dafür wenn ich es fortsetzen könnte. Aber nein da müßen ja wieder meine Lieblinge die Frogs auftauchen. Vielleicht verstehst du jetzt warum ich verbittert bin, obwohl ich eher endtäuscht bin, von mir und was aus meinem Leben geworden ist.

Aber durch mein gejammere wird auch nichts besser. Zeigst du mir mein Zimmer, vielleicht schaffe ich ja mein Leben nach dem Kampf in den Griff zu bekommen, denn glaub mir vom Kämpfen hab ich die Nase voll.“

Auch wenn sie vom Kämpfen die Nase voll hat,mußte sie sich die nächsten drei Wochen durch ein hartes Programm durch.




Es gab speziell entwickelte Roboter die ganz hervorragent auf die Gedanken der Schülerinnen zugreifen konnten. Am Anfang sah man bei fast allen wie sie machten was die Roboter ihnen befahlen, bis sie so nach und nach lernten sich so zu konzentrieren, um nicht mehr das zu tun was die Roboter wollten. Sondern ihren eigenen Willen behielten. Nach der ersten Woche hatte Birgid das Gefühl hier Gehirn wäre von jemanden anders besetzt, andauernd machte sie etwas was sie nicht vorhatte und sie war mehr als glücklich das es nur Schulungsroboter waren und keine feindlichen Frogs. Aber so nach und nach bekam sie es in den Griff.




Die nächste Stufe bestand darin die Roboter auf Gedankenbasis dazu zu bekommen, das sie machten was man von ihnen wollte. Erst nur kleinigkeiten bei denen auch von einem Menschlichen Gegner nicht viel Wiederstand kommen würde, aber irgentwie hatte sie es sich einfacher vorgestellt. Wie oft hatte sie Abends das Gefühl ihr Kopf würde platzen, war in letzter Zeit sogar zu fertig um mit Mike kontakt aufzunehmen um nachzuhören wie es Ivon ging. Sogar Gillian und alle anderen von der Erde schienen aus ihren Gehirn verschwunden zu sein, aber das war auch besser so, denn Ablenkung konnte sie keine gebrauchen.

Die meisten hörten nach dieser Stufe auf oder gönnten sich zumindest eine längere Erholungspause, aber einige machten wie Birgid weiter, das waren diejenigen die später Ausbilden würden oder gegen die Frogs oder ähnliche Lebewesen eingesetzt würden und das waren auch diejenigen die andere Lebewesen nur Kraft ihrer Gedanken Töten oder verletzen konnten. Es gab nicht viele die diese Technik wirklich beherschten. Deshalb waren diese Kriegerinnen auch sehr begehrt und genossen ein hohes Ansehen. Aber es gab nur wenige die das lange mitmachten,denn es war ein mehr als gefährlicher und grausamer Job.

Auch wenn die Friedensverhandlungen erfolgreich verliefen würde man davon ausgehen müßen das es auf beiden Seiten immer wieder Kämpfe gab. Wirklichen Frieden gab es leider nie so schnell und es gab immer wieder irgendwelche Querköpfe die sehr oft erfolgreich zum Kampf aufrufen würden und dann würden diese speziellen Kriegerinnen gebraucht.




Nach etwa drei Wochen Ausbildung war Biggi wiedermal bei ihrer Großmutter, aber diesmal um sich von ihr zu verabschieden. Sie wollte sich noch kurz mit ihrem Sohn treffen und dann Ivon zu Gerd bringen.








Kapitel 12




Als Gillian am nächsten Tag wach wurde glaubte er erst nur schlecht geträumt zu haben, aber so nach und nach viel ihm alles wieder ein. Er verstand immer noch nicht warum sie fort war? Vor allen Dingen weshalb für immer? Das konnte doch nur ein Witz sein.

Obwohl er genau wußte das es kein Witz war. Sie hatte es todernst gemeint, warum nur? Man hätte bestimmt mit ihrem Vater reden können. Die Zeiten in denen bestimmt wurde mit wem die Töchter zusammen waren, waren doch schon lange vorbei.

Wie er sich so im Zimmer umsah entdeckte er ihre Tasche und stand auf um sie fortzustellen. Denn so hatte er immer das Gefühl sie müßte jeden Moment reinkommen und zu ihm sagen, .




Er nahm das Foto welches direkt oben auf lag in die Hand und müßte inmittelbar lächeln. Sie schaute ihn, naja wohl eher den Fotografenan und streckte ihm frech die Zunge raus, aber ihre Augen lachten dabei. Es schien so als ob sie und ihre Tochter ihn verappeln wollten.




Er saß immer noch so auf dem Bett, in das Foto vertieft, so das er gar nicht bemerkte wie Sita ins Zimmer kam, um alles in Ordnung zu bringen. „Oh, Gillian ich wußte gar nicht das ihr noch hier seit. Ihr wolltet doch heute schon früh wieder in Miami sein.“ etwas stimmte hier nicht, so wie er da saß, das Gesicht in seinen Händen vergraben. Als sie auf ihn zuging um nachzuhacken was passiert war, hob er sein Gesicht und schaute sie an. Da sah Sita wie ihm die Tränen über die Wangen liefen. „Sie ist fort, Mamusch. Hat mich hier einfach allein gelassen, als ob ich ihr nichts bedeuten würde. Aber das kann nicht stimmen. Das weiß ich. Sie soll gefälligst wiederkommen, hier gehört sie hin und nicht zu ihrem Vater oder sonst wem.“




So verstört hatte sie Gillian erst einmal gesehen als sein Vater mit den Kindern, ohne die Mutter, nach Terra gekommen war. Amanda Willis hatte sich geweigert ihren Mann nach Terra zu begleiten und hatte statt dessen die Trennung eingereicht. Sie hatte zwar gehofft das die Kinder wieder zu ihr kamen, aber Bob, der Vater, hatte dafür gesorgt das die Kinder auf Terra aufwuchsen, bis auf Julian der erst geboren worden war wie seine Eltern schon nicht mehr zusammen waren.




Wie er jetzt so da säß hätte sie ihn am liebsten wieder in die Arme genommen, wie sie es früher öfters getan hatte, als er noch ein kleiner Junge war, um ihm zu trösten. Aber die Zeiten waren vorbei. Er würde mehr oder weniger alleine darüber hinweg kommen müssen.




„Mamusch was hälst du davon ein paar Tage frei zu nehmen? Ich werde mich selbst um alles hier kümmern, ich brauche ein paar Tage nur für mich. Einfach eine Auszeit und zum Überlegen, wie es weiter gehen soll.“ sagte er reichlich fertig zu ihr und sie merkte das es jetzt besser war ihn allein zu lassen, wenn auch nur ungern.




Die nächsten Tage vergingen ohne das er es eigentlich zur Kenntnis nahm. Er ging viel spazieren und unterhielt sich mit Blacky, der Birgid anscheinend genauso vermisste wie er.







„Weißt du Vera, manchmal versteh ich die Frauen nicht“ sagte Marc zu seiner Frau. Vera die sich gerade ein Buch zur Hand genommen hatte schaute ihren Mann erstaunt an und fragte dann: „Die Frauen im allgemeinen oder eine bestimmte. Mich meinst du doch hoffentlich nicht.“

„Nein dich meine ich eigentlich nicht, aber manchmal habe ich bei dir auch so meine Probleme“ und setzte sich zu ihr

„Eigentlich mehr Birgid, Gillians Exfreundin. Sie hat ihn einfach sitzen lassen, obwohl ich schwören könnte das sie ihn wirklich geliebt hat, oder sogar immer noch liebt. Du hättest sehen sollen wie sie sich von ihm verabschiedet hat, zumindest nehme ich an das es sowas sein sollte,“

Neugierig geworden, wollte Vera jetzt doch wissen was in Deutschland vorgefallen war.

Denn Marc hatte nur gesagt das Birgid weg sei und er Gillian auf seine Insel gebracht hatte. Seit dem hatten sie von ihm auch nichts mehr gehört bis auf ein paar kurze Gespräche wenn sie angerufen hatten und er hatte sich nicht gerade gut angehört.

„Was hat sie denn gemacht?“ fragte sie neugierig.So machte er die Bewegungen mit seinen Fingern nach, die er bei Biggi gesehen hatte. Wie er bei Vera an der Nase angekommen war hielt sie ihm die Hände an der selben Stelle fest, an dem Biggis Bruder dazwischen gerufen hatte.

„Mach nicht weiter, bevor du nicht weißt was diese Gesichtszeichnung bedeutet. Ich nehme an du wolltest deine Zeigefinger wieder unterhalb meines Mundes wiedervereinen, nicht war?“ erstaunt darüber das sie wußte wie es weiter ging, fragte er sie: „Und was hat es zu bedeuten?“

„Damit schwörst du mir, keine andere Frau als mich zu lieben und zu begehren, bis einer von uns stirbt. Hat sie diesen Schwur mit einem Kuss abgeschlossen?“

„Ja, aber woher weißt du das?“

„Du weißt doch das ich während eurer letzten Tournee auf der Hochzeit von meinem Bruder war. Er hat eine Volanische Kriegerin geheiratet und da ist es heute noch Brauch am Schluß der Hochzeit sich so die gegenseitige Treue zu schwören, aber da machen es beide Partner.

Hat sie diese Zeichnung auch mit Gillian bei sich vorgenommen?“

„Nein, wie sie ihm den Kuss gegeben hat ist sie gegangen.“

„Mmh, wußte gar nicht das es diesen Brauch auch auf Terra gibt. Ist dir sonst noch etwas aufgefallen. War ihre Familie dabei?“ fragte sie Marc.

„Ja, ihr Bruder war dabei und dem schien das gar nicht zu gefallen. Das hättest du sehen müßen, wie sie ihn angeschaut hat,als er nur den Versuch machte sie dabei zu Unterbrechen, man hätte glauben können sie wollte ihn mit ihren Augen umbringen. Vielleicht nicht umbringen aber irgentwie ganz komisch. Ihm schien das auch nicht zu gefallen, er ist einige Schritte zurück gegangen und hat nur noch gesagt, dann mach doch was du willst.“

Wie er Vera ansah um zu sehen wie sie reagierte, war er froh das er saß. Denn sie schaute ihn auf einmal genauso an, wie Birgid es mit ihrem Bruder gemacht hatte. Aber nur ganz kurz und dann lächelte sie ihn wieder an als sie seinen Blick bemerkte. „Keine Angst ich kann nur so schauen, der Blick hat bei mir keine Auswirkungen ich kann damit nichts anrichten.

Dieser Blick ist auch eigentlich nur eine Wahrnung, die man zumindest bei einer Kriegerin ernst nehmen sollte.

Seit ihr eigentlich mal auf die Idee gekommen das Birgid nicht von der Erde ist, sondern eine von uns ist?“

„Nein, ein und für sich nicht, denn dann wird die suche nach ihr ja noch schwieriger.“

„Das würde ich nicht sagen“ klärte Vera ihn auf: „Wenn sie Kriegerin ist muß sie in einem Kloster ausgebildet worden sein. Dort kann man euch zumindest ihren Namen mitteilen. Bei den meisten von ihnen wissen sie sogar den Aufenthaltsort oder den Wohnort der Eltern und dann dürfte es doch nicht mehr so schwierig sein sie zu finden.

Das würde auch erklären warum sie fortgegangen ist, obwohl sie ihn liebt, zumindest wenn sie Gillian für einen Terraner hält, obwohl wenn man es recht bedenkt ist er wirklichkeit schon mehr ein Terraner als Birnarese. Wie lange lebt er eigentlich schon hier?“

„So weit ich weiß wurde sein Dad nach Terra, als Beobachter, versetzt als er mal gerade drei Jahre alt war. Also schon über zwanzig Jahre.

Die drei Jahre Ausbildung auf der Akademie kann man ja kaum zählen und ein zwei Jahre später war er wieder hier, als er die entgültige Absage von der Sunshine bekommen hat. Naja eine Zeitlang wollte jeder auf diesem Schiff verpflichtet werden.“ erzählte er ihr „Ich, hab es auch versucht aber leider war ich nicht gut genug. Aber im nachhin ein gesehen gefällt mir mein jetziger Job sowieso besser und ungefährlicher ist er auf alle Fälle.“ „Warum wollten denn so viele zu dieser Zeit auf die Sunshine?“ wollte sie von ihm wissen: „ es gibt doch so viel Raumschiffe, mit den selben Aufgaben wie die Sunshine.“

„Das schon, aber sie hatten alle nicht den jüngsten weiblichen Comander der Raumflotte und es ist immer was los auf der Sunshine. Nach Erzählungen soll Comander Hinz auch noch toll aussehen und wer kann da schon nein sagen. Ich weiß noch das Gillian unbedingt dort hin wollte, aber zum Glück, finde ich mal, hat es nicht geklappt.




Und weißt du was mein Schatz, ich werde ihn morgen wieder hierhin zurück holen. Er hat sich jetzt genug bedauert, ehe es zum Dauerzustand wird. Denn das Leben geht weiter er muß es nur kapieren. Aber wenn du das nächste mal nach Volan kommst oder deine Schwägerin triffst kannst du ja mal nachhören ob sie etwas weiß. Ich besorg dir auch ein Foto von Biggi.“











Kapitel 13




Sie hatte es erst nicht glauben wollen, als ihre Großmutter ihr erzählte das Billy die Akademie nach kurzer Zeit verlassen hatte, um Schauspieler zu werden. Wie es auch schien mit großen Erfolg. Da Birgid selbst sehen wollte wie gut er war, war sie jetzt im Theater um ihm zu zusehen.




Sie freute sich diebisch wenn sie an Molan dachte, er war bestimmt wütend darüber das Billy nicht die Tradition fortsetzte und sich der Raumfahrt widmete.

Sie fand es gut so, sollte der Junge doch machen was er wollte und was ihm Spass machte. Soweit sie es beurteilen konnte war er auch sehr gut. Zumindest gefiel ihm seine Arbeit, denn er sah sehr glücklich aus und sie war stolz auf ihn, das er es geschaft hatte sich gegen seinen Vater durchzusetzen.




So bemerkte sie gar nicht wie auf einmal ein kleines Mädchen zu ihr gelaufen kam, bis sie rief: „Mama, Mama. Opa hat mir gar nicht erzählt das du hier bist! Bleibst du jetzt bei uns?“

„Oh, Ivon wo kommst du denn her. Ich wäre bald zu dir gekommen, aber leider muß ich dann noch einmal weg. Danach bleiben wir aber wieder zusammen, fast so wie früher. Weißt du wer das da oben ist?“ fragte sie Ivon, überglücklich darüber, gleich beide Kinder bei sich zu haben. „Der Opa sagt das ist mein großer Bruder, toll nicht wahr. Ich habe mir schon immer einen großen Bruder gewünscht“ auf einmal stutzte die Kleine und schaute ihre Mutter vorwurfsvoll an. „Warum hast du mir nie erzählt, das ich einen Bruder habe.“

„Ivon, du weißt doch das ich mich an viele Sachen nicht mehr erinnern konnte. So und versuche jetzt mal eine zeitlang leise zu sein, wir wollen Billy doch zusehen und zuhören, oder?“ Ivon rutschte gerade auf ihren Schoß um noch festzustellen.“Aber man kann doch seine Kinder nicht vergessen?“ Biggi legte ihren Zeigefinger auf die Lippen um Ivon klar zumachen das sie jetzt still sein sollte. Denn die Zuschauer um sie herum fingen schon an zu murren, sie wollten schließlich das Stück verfolgen und nicht der Unterhaltung von Mutter und Tochter.




„Komm, mein Schatz wir warten noch bis alle anderen Zuschauer raus sind und dann suchen wir deinen Bruder. Vielleicht weiß dein Opa ja auch wo wir ihn finden.“erzählte Biggi ihrer Tochter, die sie ganz fest an sich drückte und sah dabei ihren Vater, der auf dem Weg zu ihnen war. Was nicht so ganz einfach war, da alle anderen in die entgegen gesetzte Richtung von ihm wollten.




„Hallo Kleines, wie ich sehe ist dir Kirling gut bekommen. Du siehst wieder viel besser aus als vor ein paar Wochen.“ Sie wußte er wollte eine Erklärung haben warum sie einfach so abgehauen war, mal gerade zu Hause angekommen. „Daddy es tut mir Leid, kannst du mir nochmal verzeihen?“ wie sollte sie ihm das alles im Beisein ihrer Tochter erklären. „Laß es gut sein, ich weiß schon bescheid. Mike hat mir alles erklärt, aber ich habe gedacht du hättest etwas mehr Vertrauen zu mir, oder meinst du ich könnte dich nicht verstehen. Für den Fall das du Billy suchst er wird in seiner Gaderobe sein, gleich hinter der Bühne.“ Etwas verlegen sagte sie zu ihrem Vater: „Danke Dad, aber kommst du nicht mit zu ihm?“ „Nein, ich habe noch eine Besprechung und ich glaube wenn er dich sieht braucht er seinen alten Großvater nicht.“




„Komm Ivon dann wollen wir mal schauen ob wir deinen Bruder finden.“ Da es nur ein kleines Teather war, hatte sie seine Gaderobe auch schnell gefunden. Als nach ihrem Klopfen ein herein zu hören war öffnete sie die Tür, als sie Billy in den Armen seiner Freundin sah, zumindest nahm sie das an. Wollte sie sich für eine Zeitlang wieder zurück ziehen. Aber Pech gehabt, Ivon war unter ihren Armen durchgeschlüpft und fragte ihn ziemlich altklug: „Bist du mein Bruder? Du bist schon so alt?“ Erstaunt darüber das ein kleines Mädchen ihn in seiner Gaderobe aufsuchte, eigentlich waren sie sonst etwas älter, ließ er Miri los um sich den Störenfried näher zu besehen. „Wie kommst du darauf das ich dein Bruder bin, ich glaube da vertust du dich. Vielleicht sehe ich ihm nur ähnlich.“ versuchte er etwas mehr aus Ivon heraus zubekommen und bemerkte dadurch nicht das noch jemand gekommen war. „Nein Billy sie vertut sich nicht, sie ist wirklich deine kleine Schwester“ hörte er eine Stimme sagen, die ihm sehr bekannt vorkam. „Ma, bist du es wirklich“ er konnte es nicht fassen das sie wieder da war. Wo doch jeder gesagt hatte sie kommt nicht wieder, aber er hatte es gewußt irgentwann würde seine Mutter wieder auftauchen.

Da stand sie nun und wüßte anscheinend nicht was sie machen sollte. Um ihn einfach in die Arme zu nehmen war er einfach schon zu groß,er kam ihr so erwachsen vor. Aber andererseits waren ja auch sieben Jahre vergangen seit sie ihn das letzte mal gesehen hatte und in der zwischenzeit war aus dem Jungen den sie kannte, ein erwachsener junger Mann geworden, nur ein paar Jahre jünger als Gillian.

„Mensch Ma, wo warst du nur so lange, aber jetzt bist du ja wieder da“ überglücklich, nachdem uns seine Freundin allein gelassen hatte, nahm er sie hoch und wirbelte sie durchs Zimmer. „Billy bitte laß mich wieder runter und nimm lieber deine Schwester zum rumwirbeln. Mir bekommt das im Moment nicht so gut. Es ist schön dich wiederzusehen.“ freute sie sich und dachte : Äußerlich scheint er seinem Vater immer ähnlicher zu werden groß, schlank aber nicht dünn und der rote Krauskopf. Seine Hautfarbe hat er aber von mir kein bischen grün. Wenn sie bedachte das er jetzt schon 21 Jahre alt war, naja Kinder werden halt erwachsen, das war auch so wenn man als Mutter nicht dabei war.

Das mit Kindern schien bei ihr sowieso so eine Sache zu sein, demnächst würde sie vier Kinder haben, was eigentlich schon ungewöhnlich genug war, aber dann auch noch von drei Vätern. Was solls, sie konnte es nicht mehr ändern.

„Bist du sehr endtäuscht weil ich nicht mehr auf der Akademie bin, um vielleicht irgentwann einmal die Sunshine zu übernehmen? Dad ist ist fast geplatzt vor Wut und hat mich anschließend rausgeschmissen.“ „Nein, Billy warum sollte ich. Ich freue mich viel mehr darüber das du das machst, was dir Spass macht und mit der Sunshine, zur Zeit hat dein Onkel Mike sowieso das Komando. Ich weiß auch gar nicht ob ich sie jemals wieder voll übernehmen werde, denn ich bin wieder schwanger. Aus eigener Erfahrung weiß ich das Kinder erziehen und ein Raumschiff zu komandieren, nicht gut geht.“ Erfreut über den Familienzuwachs fragte er seine Mutter: „Wie lange dauert es noch? Wo werdet ihr leben? Auf Volan, oder bei Großvater?“ auf einmal schaute er sie an und fragte: „Wo ist eigentlich der Vater, von dem Kind, welches du erwartest. Ich nehme an das Sam ihr Vater war?“ Da wurde er aber sehr energisch von Ivon unterbrochen, die sich vor ihn auf die Zehenspitzen stelle, und trotzig meinte: „Mein Papa ist Gerd und der ist ganz lieb. Die Mama und ich werden wieder zu ihm zurück gehen, sie muß nur noch etwas erledigen. Nicht wahr?“ Daraufhin schauten beide sie erwartungsvoll an. „Nun auf eine Art hat Billy recht und Sam ist dein Vater, aber Gerd auch, denn er hat dich lieb wie eine Tochter und sorgt auch für dich, was dein richtiger Papa nicht mehr kann, weil er Tod ist.

Aber glaub mir, da brauchst du nicht traurig darüber sein, denn du hast ja Gerd und mich. Sam würde es bestimmt nicht gefallen wenn du jetzt darüber sehr traurig wärst. Aber ich muß dich leider enttäuschen, wir werden nicht mehr zum Papa ziehen. Wenn du möchtest kannst du jederzeit zu ihm, auch für länger glaub mir. Ich werde aber nicht mehr bei ihm wohnen.“

„Nun, die Kinder die jetzt in mir wachsen, sind von einem Mann den ich sehr lieb habe. Ja, Ivon mehr wie den Papa. Den aber keiner von euch kennt. Vielleicht lernt ihr ihn ja eines Tages kennen, glaubt mir das wäre auch für mich ganz toll.“ und nahm Ivon auf den Arm um sie zu trösten, mehr wohl darüber das sie nicht mehr eine richtige Familie sein würden wie früher, als darüber das ihr richtiger Vater nicht mehr lebte. Andererseits kann man darüber streiten wer in Ivon Fall wirklich ihr richtiger Vater war. Der Mann, der sie gezeugt hatte und den sie geliebt hat, oder Gerd der immer für die Ivon da war und wohl auch immer für sie da sein würde.

„Billy, weißt du hier in der Nähe einen Ort an dem Ivon etwas mit anderen Spielen kann und wir uns etwas unterhalten können, denn in einem hat sie recht ich muß nochmal für ein paar Tage weg. Ich möchte das du diesmal bescheid weißt.“

Er schaute seine Mutter verständnisslos an, ging dann aber mit den zweien zu einem Park ganz in der Nähe, hier gab es alles mögliche für kleinere und auch größere Kinder, die auch gleichzeitig betreut wurden , während die Erwachsenen ihren eigenen Angelegenheiten nachgehen konnten. Ivon die zum Glück auch direkt Anschluß fand war schnell mit einigen anderen Kindern verschwunden.

„Ma, das ist doch nicht dein Ernst das du wieder weg willst, oder?“ fragte er sie „Wollen eigentlich weniger, aber wenn ich nicht will das Huron, den Vater meiner zukünftigen Kinder umbringt, muß ich wohl. Er hat schon Sam umgebracht und das muß ja nicht nochmal passieren.“ Leise fragte er sie: „Huron ist nicht zufälligerweise ein Frog, oder.“

„Doch.“ bekam er zur Antwort „Aber, er hat mir gesagt wenn ich nicht auftauchen würde, würde er sich meinen Bindungspartner vornehmen und dieser ist Terraner. Jetzt sag bloss nicht, ich dürfte dich und Ivon nicht wieder allein lassen, denn du bist in der Zwischenzeit erwachsen geworden und Ivon bringe ich gleich zu Gerd auf Terra. Ich möchte dich nur bitten ab und zu nach deiner Schwester zu sehen falls ich nicht wiederkomme, machst du das?“ leicht war es ihr nicht gefallen ihm das zu sagen, denn er hatte sich so sehr gefreut das sie zurück gekommen war. „Billy, bitte glaube mir ich werde alles mir mögliche tun um wieder zukommen, und dann wird sich mein Leben sehr warscheinlich auch ziemlich ändern.

Ich habe vor dann ein ganz normales Leben zu führen, aber wenn ich in drei Tagen nicht auf Fokir bin kann ich das alles vergessen. So weit müßtest du mich kennen,

du weißt das ich nicht der Typ bin der erstens andere seine Kämpfe austragen lässt und zweitens mich nicht immer verstecken kann und will, dann lieber so.“ als sie seinen traurigen Blick sah, bekam sie zwar ein schlechtes Gewissen, aber eine andere Lösung fiel ihr nicht ein. „Billy bitte schau mich nicht so an. Ich kann es doch auch nicht ändern, und wenn du mir die Daumen drückst geht es bestimmt gut. Wir müßen nur dran glauben.“ Im Moment wußte sie nicht ob es vielleicht besser gewesen wäre sie mit Ivon direkt zu Gerd geflogen, aber andererseits war er alt genug um mit der Wahrheit zu Leben. Da stand sie auf nahm ihn in den Arm und gab ihm einen Kuss auf die Stirn, es war ihr aufeinmal egal wie erwachsen er war. In erster Linie war er ihr Sohn und sie wäre gerne öfters mit ihm zusammen gewesen, aber es hatte nicht so sein sollen und damit mußten sie beide zurecht kommen.

„Ist schon gut Ma, ich drück dir beide Daumen und wenn es sein muß noch alle Zehen dazu, aber komm bitte wieder.“
„Ich werde mein bestes tun, glaub mir. Tschüß mein Schatz und ärgere deinen Vater noch ein bisschen von mir.“ in Gedanken fügte sie noch hinzu: Tut mir leid Billy das ich dich schon wieder allein lassen muß. Und machte sich auf die Suche nach Ivon um mit ihr zu Gerd zu fliegen.

Endlich hatte sie sie gefunden und als sie Ivon fragte ob sie Lust hätte mit zu Papa zufliegen war die Kleine hellauf begeistert.

„Mama mit dem kleinem Flugzeug fliegen wir doch nicht zu Papa?“ irgentwie schien sie von Biggis Flyer nicht so begeistert zu sein. „Warum denn nicht, für uns reicht der Platz vollkommen, oder meinst du die Sunshine fliegt jetzt extra zur Erde bloss weil wir beide dahin wollen. Pass mal auf es wird dir schon Spass machen. Wenn du möchtest kannst du auch mal selbst fliegen. Was meinst du?“

„Darf ich wirklich mal fliegen?“ Ivon konnte es kaum fassen „Richtig im All?“

„Ja wo denn sonst das ist ein richtiges kleines Raumschiff, damit bin ich schon viel weiter geflogen, als nur von Volan bis zur Erde. Nun komm ab rein mit dir.“ Nach so ca drei Stunden Flug wovon Ivon eine halbe Stunde auch mal das Steuer in der Hand hatte kam die Erde in Sicht. „So Ivon jetzt setz dich bitte ganz friedlich neben mich und schnall dich bitte an. Ich muß jetzt schauen das wir einen Landeplatz finden wo man nicht so schnell gegen den Flyer rennt.“ Ivon schaute sie als würde sie an dem Verstand ihrer Mutter zweifeln und sagte: „Mama so klein ist dein Flyer ja auch nicht, das man einfach so gegen ihn rennt.“ Biggi grinste ihre Tochter an und erklärte ihr während sie auf einer Wiese landete, auf der sie schon oft mit Toby spazieren gegangen war. Der war übrigens bei ihren Großeltern auf der Farm, sehr warscheinlich am Hühner scheuchen.

„Ich habe den Flyer getarnt das heißt er ist für keinen anderen zu sehen, ausser er hat dieses kleine Gerät,“ und zog etwas aus ihrer Tasche was für Ivon aussah wie eine Fernbedienung. Komm jetzt machen wir noch einen kleinen Spaziergang und dann sind wir bei Papa.

Sie sah ein klein wenig wehmütig aus als sie so mit Ivon auf dem Weg zu ihrem früheren zu Hause war. Eigentlich fand sie, das es hier eine sehr schöne Zeit gewesen ist und wenn sie es jetzt so bedachte hatten die Ärzte damals doch recht gehabt, sie wollte sich gar nicht erinnern. Denn toll fand sie ihr jetziges Leben wirklich nicht mehr, vielleicht wäre alles anders wenn Sam noch Leben wäre oder Gillian kein Terraner war, aber so wie es zur Zeit war, fühlte sie sich eigentlich nur sehr einsam. Das war halt der Nachteil davon das sie zur Hälfte Volanerin war, Volaner waren selten allein, eigentlich nur bis zu dem Zeitpunkt an dem sie ihren Bindungspartner trafen und dann machten sie alles wichtige gemeinsam. Zumindest sollte es so sein.

Aber es gab auch Nachteile bei dieser Geschichte es kam sehr oft vor, das ein Partner mit dem Tod eines Bindungspartner, nur Liebespartner, nicht fertig wurde und starb oder in eine nicht vorhandene Scheinwelt flüchtete.

Da war es schon besser man traf seinen Bindungspartner oder Liebespartner, wie er auch oft genannt wurde, erst gar nicht, was immer öfters vorkam. Denn man konnte ja keinen vermissen den man nicht kannte.




Ivon freute sich wahnsinnig ihren Vater wiederzusehen, aber Biggi schien nicht so recht zu wissen wie sie sich verhalten sollte.

„Hey Gerd, schon dich wiederzusehen! Dürfen wir rein kommen?“ fragte sie ihn, um ihre Unsicherheit zu überspielen.

Er schaute sie lächelnd an und meinte nur: „ Aber sicher doch. Geh mal durch ins Wohnzimmer ich habe Besuch über den du dich auch freuen wirst“ und ging mit Ivon in ihr Zimmer.

Im Wohnzimmer angekommen hörte man Biggi freudig sagen: „Biene, schön dich zu sehen.“ Kurz darauf lagen sich die beiden in den Armen. „Mensch es kommt mir wie eine Ewigkeit vor als wir dich am Flughafen abgesetzt haben.“ Ihr wurde richtig wehmütig zumute als sie an die letzten Tage auf der Erde dachte. Biene schob sie ein Stück von sich fort und meinte: „Besonders gut siehst du ja nicht gerade aus. Vermisst du Gillian?“ Erst nickte Sie nur meinte dann aber: „Ja sehr. Aber ich kann jetzt noch nichts dran ändern. Hast du was von ihm gehört?“ den letzten Satz hatte sie fast geflüstert. Ängstlich schaute sie Biene an und wartete auf eine Antwort. „Nach dem du ihn verlassen hast, hat er sich für 2 Wochen auf seiner Insel vergraben und die Gerüchteküche hat gekocht.

Jetzt ist er in Mexiko auf Turnee. Ich hab mir zwar Karten besorgt, bin dann aber doch nicht geflogen, wollte lieber mit Gerd zusammen sein, er hat sich überraschend für ein paar Wochen Urlaub genommen. Ich bin jetzt öfter mit ihm zusammen und ich glaube ich liebe ihn.“ wärend sie Biggi dies eröffnete versuchte sie herauszubekommen wie ihre Freundin dazustand. „Das freut mich für euch, wirklich. Ich hoffe ihr werdet glücklich mit einander,“ weißt du so hab ich auch nicht son schlechtes Gewissen Gerd gegenüber.“ „Was hast du jetzt vor, Gerd sagte etwas davon das du Ivon zu ihm bringst weil du vielleicht nicht mehr wiederkommst? Was soll das denn bedeuten?“




„Das soll bedeuten... nun ich hab übermorgen ein treffen mit demjenigen, der für diesen ganzen Schlamassel hier verantwortlich ist,“ druckste sie herum „Und von diesem Treffen wird nur einer zurückkehren. Jetzt sag bloss nicht da geh doch einfach nicht hin, denn so leicht ist das nicht.“ ihr Gesichtsausdruck sagte Biene genug um nicht weiter nachzufragen meinte dann aber: „Biggi, willst du meine Karte für Gillians Konzert haben, vielleicht überlegst du es dir dann ja doch noch, wenn du ihn siehst.“

„Deine Karte werd ich sehr gerne nehmen, aber ich werde es mir nicht anders überlegen, glaub mir es geht nicht anders. Da muß ich noch durch, aber danach werde ich ein ganz normales Leben wie viele andere führen, ich hab es Billy und Ivon versprochen und ich hab auch keine Lust mehr dazu mein bisheriges Leben fortzuführen.“ Biene die gerade dabei war eine neue Cd in den Player zu tun, hielt mit ihrer Tätigkeit inne und fragte: „Wer ist Billy, ein neuer Freund?“ im Moment traute sie ihrer Freundin alles zu, obwohl das eigentlich auch wieder nicht. Biggi schien sich sehr verändert zu haben. Wenn sie früher eher etwas schutzbedürftig gewirkt hatte schien sie jetzt eher sehr selbstbewußt.

Birgid grinste sie spitzbübsch an und klärte sie auf: „ Nein ich habe keinen neuen Freund, wie sollte ich, ich liebe Gillian mehr als alles andere. Billy ist mein Sohn und Ivons Halbbruder, beruhigt sie Sabine.“

Als sie sah wie Biene erleichtert aufatmete wußte sie das sich ihre Freundin immer noch Sorgen um Gillian machte. Er hatte die Trennung wohl doch nicht so gut weggesteckt wie sie gehofft hatte, ob er sie genauso vermisste wie sie ihn?

Als Gerd sich zu ihnen gesellte wechselten sie ihn zu liebe das Thema und sprachen noch über dies und das. Als es schon spät war ging Biggi zu ihrem Flyer nachdem sie sich von den Beiden und Ivon verabschiedet hatte, sie wollte lieber alleine sein um ihre Gedanken zu ordnen. Wie immer wenn die Rede auf Gillian kam, schien sich auch diesmal, ein völliges Kaos in ihr breit zu machen.

Trotzdem freute sie sich darauf ihn morgen nochmal zu sehen, wenn auch nur bei einem Konzert, vielleicht würde ja bald alles anders und sie wäre wieder mit ihm zusammen.




Endlich hatte sie einen Platz der ihr zusagte und sie hatte noch eine junge Frau glücklich gemacht, als sie ihren Logenplatz gegen einen Platz in der hintersten Reihe getauscht hatte. Denn sie wollte ihn zwar sehen, aber nicht gesehen werden und falls sie es nicht mehr aushielt, konnte sie von hier hinten auch verschwinden ohne großartig zu stören. Wie sie ihn jetzt so auf der Bühne sah, viel es ihr unwahrscheinlich schwer auf ihrem Platz zu bleiben und nicht nach vorne zu ihm zu gehen. Jetzt merkte sie erst richtig wie sie ihn vermisste.

Auch wenn er auf der Bühne herumtobte hatte sie das Gefühl das es diesmal mehr noch wie in New York Show war, diese Vermutung fand sie auch bestätigt als sie sein neuestes Lied < leave and alone > hörte. Dieser Song war wohl an sie gerichtet, aber er traf auf sie auch zu. Denn ihr ging es nicht besser wie ihm, nur kam bei ihr noch ein schlechtes Gewissen dazu. Als er dann noch ihr Lied sang und so alleine auf der Bühne saß, sah er wirklich verlassen und allein aus. Jeder der sie nur ein bisschen kannte und sie jetzt hier sah, wußte das sie so auf keinen Fall lange weitermachen konnte, besser gesagt keiner von beiden.

Als sie ihn so traurig da sah, merkte sie gar nicht wie intensive sie an ihn dachte: Oh mein Schatz du weißt gar nicht wie gerne ich jetzt bei dir wäre, aber ich kann doch nicht. Ich vermisse dich genauso wie du mich, mein Gott wenn ich dir das nur sagen könnte. Ich liebe dich und werde dich nie vergessen. Tschüß Gillian, ich halt das hier nicht mehr aus. Wünsch mir Glück, vielleicht haben wir dann ja noch eine Chance. Verdammt noch mal wenn du nur kein Terraner wärst, sondern einer von uns, dann wär alles viel leichter.




Und ohne nochmals in seine Richtung zu sehen, verließ sie vorzeitig das Konzert. Der Pförtner der sie fix und fertig rausgehen sah dachte bei sich: Schon wieder jemand der sich hoffnungslos in diesen Willis verliebt hat. Wie machte dieser Junge das nur? Und sah ihr kopfschüttelnd nach wie sie das Theater verließ.

Was drinnen passierte bemerkten nur ein paar Menschen die Gillian sehr gut kannten. Er stockte mitten im Lied und es wurde auf Playback umgeschaltet damit die Show weiterging. Denn was Biggi nicht wußte und vielleicht auch nie erfahren würde, er hatte ihre Gedanken empfangen und wußte nun das sie hier irgendwo war, konnte sie aber nirgends entdecken.

Als er nach der Vorstellung den Pförtner ein Foto von ihr zeigte meinte dieser zu ihm: „Ja ich habe sie gesehen, sie ist so eine Viertelstunde vor Schluß gegangen.“ Endtäuscht dachte er warum hast du mich wieder allein gelassen und wozu soll ich dir Glück wünschen? Mensch Mädel warum kannst du nicht einmal bei mir bleiben?








Kapitel 14




Auf einmal, er unterhielt sich gerade mit Marc, wurde ihm bewußt was sie zuletzt gedacht hatte. und meinte noch überlegend zu seinem Freund: „Könnte es sein das Birgid keine Terranerin ist? Das würde auch erklären warum ich ihre Gedanken empfangen kann und weshalb ich sie mehr vermisse, wie jedes andere Mädchen....aber wenn das der Fall ist müßte es ihr doch genauso gehen. Oder was meinst du? Wie ist das eigentlich wenn man einen Bindungspartnern hat. Ich glaub ich brauch ein paar Informationen darüber“
Marc drehte sich zu ihm und erinnerte sich an das Gespräch mit Vera das er vor ein paar Wochen geführt hatte: „Nun das würde zumindest einiges erklären. Hast du dich eigentlich nicht darüber gewundert was Biggi gemacht hat, als sie sich von dir verabschiedet hat? Vera meint das würde Volanische Kriegerinen machen. Bei ihnen ist es ein Treueschwur, nur machen es da beide Partner. Wenn sie dich für einen Terraner hält, was ja wohl nicht so abwegig ist, wird sie dir auch nichts davon erzählen wer sie wirklich ist.
Du weißt was das für Ärger und Schwierigkeiten gibt.
Aber wenn du was über Bindungspartner erfahren willst erkundigst du dich am besten auf Volan, in einem dieser Kloster. Ich glaube dort werden die Traditionen noch am meisten befolgt, also müßten sie auch noch am meisten darüber wissen. Lebt deine Mutter nicht auf Volan?“
„Nein, eigentlich nicht sie ist nur zur Zeit bei einer Freundin zu Besuch, auf Volan. Ich glaube ich werde sie mal wieder besuchen, vielleicht kann sie oder ihre Freundin mir einige Antworten geben. Ob du es mir nun glaubst oder nicht, ich habe das Gefühl das Biggi meine Bindungspartnerin ist. Aber bei uns galt so etwas als total überholt und wir haben eigentlich nie erfahren wie man seinen Bindungpartner erkennt.“ entgegnete er und nahm sich fest vor wenn er diese Tournee, die zum Glück nur kurz war, beendet hatte nach Volan zu fliegen. Die anderen konnten dann ja endlich Urlaub machen und mal wieder nach Hause fliegen und er würde Biggi suchen. Irgentwo mußte sie ja schließlich sein.

Was die beiden nicht wüßten, Birgid saß nicht weit von ihnen entfernt in ihrem Flyer und versuchte sich auf den bevor stehenden Kampf vorzubereiten. Was ihr so schwer viel wie noch nie zuvor. Nicht das sie früher keine Angst gehabt hätte, nein das nicht, denn etwas Angst schärfte die Sinne und konnte von Vorteil sein. Aber diesmal schien es schon mehr Panik zu sein. Ausserdem hatte sie einfach keine Lust mehr zu Kämpfen, sie wollte einfach nicht mehr. Vielleicht weil Huron sehr stark war oder vielleicht auch weil sie wußte das sie diesen Kampf nicht alleine ausführen sollte. Denn dafür hatten sie Bindungspartner und sie kannte ihren. Es war Gillian, auch wenn sie es nicht verstand. Denn eigentlich verstanden sich Bindungspartner nicht nur Gefühlsmäßig, sondern sie hatten auch noch einen ganzen anderen Teil Gemeinsamkeiten und dazu würde in ihrem Fall gehören das er wie sie kämpfen konnte.

So saß sie jetzt alleine im Flyer und unterhielt sich mit ihren beiden ungeborenen Kindern:
„Mann, was hab ich hier nur wieder angerichtet, gut das ihr euren Dad noch nicht sehen konntet. Er sah so traurig aus vor allen dingen bei dem neuen Song < leave and alone (Verlassen und allein)>. Ich hoffe für euch das, wenn ihr mal groß werdet, niemanden so weh tut wie es eure Mutter mit eurem Dad macht. Denn ich glaube nicht das es nur Show war. Es wäre vielleicht besser gewesen ich hätte ihn nie kennengelernt. Aber dann wärt ihr jetzt nicht bei mir“ und als ob sie die beiden in ihr beschützen wollte, legte sie ihre Hände auf ihren Bauch.
„Was soll ich bloss machen, ich habe so ein ganz dummes Gefühl, das wir das letzte mal auf der Erde sind und nicht nur auf der Erde..... Aber nach Fokir müßen wir, ob ich will oder nicht und wenn es das letzte ist was ich mache. Dabei könnten wir ein so schönes Leben führen, euer Dad lebt und ich wäre so gerne bei ihm, mit euch. Ich glaube es würde im gefallen euch groß werden zu sehen.“

Startete die Maschine um sich auf den Flug zu einem Treffen zu machen, zu dem sie eigentlich nicht wollte, aber warum sollte es ihr anders gehen wie so vielen anderen Menschen auch.

Da war er nun dieser kleine Planet noch etwas kleiner als Terra, seine ursprünglichen Bewohner hatten, wie so viele anderen Rassen, sich sehr wahrscheinlich selbst vernichtet.Es war anzunehmen das sich die Technik schneller weiter entwickelt hatte, als die Vernunft der Bevölkerung. Das war halt das Problem welches viele Planeten und ihre Bewohner hatten.
Aber das spielte für Birgid und Huron jetzt wohl keine Rolle, für die beiden ging es jetzt nur darum wer von ihnen diesen Planeten wieder lebend verlassen würde.

Als Biggi auf Fokir landete war von Huron noch weit und breit nichts zu sehen, aber das hieß nicht unbedingt etwas. Denn wenn er schon da war hatte er seinen Schiff bestimmt getarnt, damit sie nicht gleich seinen Standort erkannte.Sie kam aus ihrem Flyer um sich hinter einigen Felsen zu verbergen in der Hoffnung nicht gerade vor ihm zu sein.
„Hallo Comander, schön das du den Weg noch gefunden hast. Nun wie ich sehe diesmal alleine.“ hörte sie Huron lachend rufen. „Ja, tut mir Leid hab dir diesmal keinen mitgebracht den du umbringen kannst, ausser mir selber. Aber ich glaube ich reiche dir auch oder? Hast du eigentlich noch einen letzten Wunsch was ich mit deinem toten Körper nachher machen soll?“
Jetzt wußte sie wo er steckte, denn nicht weit von ihr entfernt kam aus einer Ruine seine Antwort: „Du glaubst doch nicht das du diesen Kampf gewinnst. Warst du schon am Grab von deinem Expartner “ und lachte sich fast schief nur bei diesem Gedanken daran, bis ihm auf einmal die Luft wegblieb, als ob ihm jemand die Kehle zudrückte. Während Birgid glaubte ein Felsen hätte sie getroffen, so war die Wucht seines Schlages. Sie stürzte nach hinten und konnte ihren Kopf gerade noch so drehen das sie nicht auf einem Felsen aufschlug und das alles wenn man bedachte das dieser Kampf zur Zeit noch ganz auf gedanklicher Basis stattfand. Durch den Sturz hatte sie seine Kehle wieder loslassen müßen und suchte ihn jetzt. Sie wußte wenn sie Augenkontakt zu ihm hatte würde es für sie leichter aber wo war er? Nach einigen Minuten hörte sie ein leises rascheln vor sich, da war er also. Sollte er ruhig kommen, so wie es schien wußte er noch nicht wo sie war. Endlich mal ein kleiner Pluspunkt für sie.
Erfreut beobachtete sie wie Huron sich immer näher einem rutschigen Abgrund näherte, wohl in der Annahme, das sie sich dort irgentwo versteckt hielt. Hielt er sie etwa für so blöd? Als ob sie sich an diesem Abgrund verstecken würde, so ein Anfänger war sie auch wieder nicht.
Als er sich gerade etwas runterbeugte um besser sehen zu können, gab sie ihm gedanklich einen Stoß. Da sie ihre ganze Wut und Verzeiflung mit dazu packte war sie selbst erstaunt über die Wucht mit dem er getroffen wurde und den Abgrund hinunterstürzte.
Unten angekommen blieb er regungslos liegen, mit ziemlich verrenkten Gliedern. Da sie nicht wußte ob er den Sturz überlebt hatte oder nicht, machte sie sich ebenfalls auf den Weg nach unten.
Sie mußte Gewissheit haben, nicht das er irgendwann wieder vor stand.

Ausserdem kam es ihr einfach zu leicht vor, mehr rutschend wie kletternd kam sie schließlich neben ihm an. Ihm einen Tritt in die Rippen gebend fragte sie: „Na du Mistkerl lebst du noch, oder hast du dir endlich dein Genick gebrochen. Das wäre ehrlich eine gute Nachricht für die restliche Bevölkerung.“ Während sie damit beschäftigt war sein Gehirn zu übernehmen, konnte sie gerade noch aus den Augenwinkeln wahrnehmen wie er etwas in den Händen hielt und damit auf ihr Gesicht sprühte. Nicht sehr lange, denn da merkte er das sein Herz nicht mehr so konnte wie es sollte, denn Biggi hatte ihre Taktik ganz schnell geändert und drückte mit ihrer ganzen Kraft darauf ein, um es am Schlagen zu hindern. Sie wußte, sie mußte es nur einige Minuten durchhalten, denn das würde auch kein Frog überleben, sie mußte sich dabei so anstrengen das sie die Schmerzen in ihren Augen gar nicht wahr nahm, noch nicht. Ganz langsam merkte sie wie sein Wiederstand nach ließ und sich dann gar nicht mehr wehrte, er war Tod, sie hatte es geschafft.

Aber jetzt kam ihr zu Bewußtsein das sie fast nichts mehr sah und wahnsinnige schmerzen in den Augen hatte. Als ob sie verbrennen würden und brach die Hände gegen die Augen gepresst zusammen. So merkte sie auch nicht wie sie unbewußte nach Hilfe rief.

Kurze Zeit spater tauchten in der Umlaufbahn von Fokir zwei große Raumschiffe auf, erst die Sunshine und dann die Moonlight da ihr Weg etwas weiter war.
Als Piet auf Fokir landete untersuchte Percy Birgid schon und meinte: „Eigentlich hat sie keine besonderen Verletzungen. Von ihren oder was davon noch übrig ist, Augen mal abgesehen. Bis auf die Erschöpfung, ich nehme an das kommt von dieser für sie ungewohnten Kampfweise. Dieser Kampf hier wurde sehr wahrscheinlich zu achzig Prozent auf mentaller Basis ausgefochten. Ich wußte gar nicht das sie das kann?“ und schaute Mike und Piet fragend an. Piet zuckte nur mit den Schultern und kniete sich zu seiner Schwester runter, die immer noch kein Lebenszeichen von sich gab.
„Sie war jetzt erst für drei Wochen in Kirling um das zu lernen, wenigstens hat sie das gesagt.“ hörten sie Mike.
Entsetzt schaute er sich Biggis Augen an oder das was davon noch da war und fragte, eigentlich keine Antwort erwartend: „Was ist mit ihren Augen geschehen, es ist ja fast nichts mehr da?“

„Sie hat etwas von diesem Zeug in die Augen bekommen, es ist ätzend.“ und zeigte auf die Sprühflasche neben Huron. „ Kommt Jungs wir müßen sie auf die Sunshine bringen, vielleicht kann ich ja dann noch etwas retten“ forderte Percy sie auf. „Denn die Kleine blind, möchte ich mir lieber nicht vorstellen. Ich glaube dafür reicht meine Fantasie nicht.“
„Mike, pass auf sie auf, wenn sie wieder zu sich kommt. Ich werde Huron´s Leiche seiner Familie übergeben und Dad holen. Wir sehen uns dann auf der Sunshine wieder.“ Wenngleich er genauso fertig war wie die andern zwei, hatte er sich doch etwas schneller wieder gefangen: „Und Percy, wie auch immer lass dir etwas einfallen. Ich glaube es will ihr keiner sagen das sie nie mehr sehen kann, denn dann haben wir ein Probleme. Wie ich sie kenne wird sie die künstlichen Augen noch nicht einmal in Betracht ziehen.“
Beugte sich nochmal zu Birgid runter und meinte zu ihr: „Schlaf noch ein bisschen, ist vielleicht besser so. Wir werden schon einen Weg finden, hoffe ich mal. Lass dich nur nicht unterkriegen.“ nahm sie hoch und übergab sie Mike. Damit er und Percy mit ihr auf die Sunshine fliegen konnten.

Nachdem der Flyer mit den dreien gestartet war, wendete er sich Huron zu. Zog ihn hinter sich her um ihn in seiner Flyer zubringen. „Am liebsten würde ich dich hier einfach verrotten lassen, konntest du sie nicht in Ruhe lassen. Aber du hast wohl nicht damit gerechnet das du verlierst. Naja sie war schon immer für eine Überraschung gut.“ und fand es schade das er nicht mehr lebte, sonst hätte jemanden gehabt an dem er seinen Zorn auslassen konnte, so konnte er ihn nur der Regierung von Zulon übergeben und die würden dafür sorgen das er seiner Familie überstellt würde. Nicht gerade etwas was seine Wut milderte.











Kapitel 15




Etwa vier Wochen später auf der Krankenstation der Sunshine. George Hinz, Birgid´s Vater, war gerade mal wieder eingetroffen, da er wußte das Dr. Percy Cloudy, Biggi aus dem künstlichen Koma holen wollte. In das man sie versetzt hatte, nachdem sie das erste Mal wieder zu sich gekommen war und total ausgerastet war, als sie begriff das sie blind war.

„Comodore, sie wird so in ca. einer halben Stunde wieder zu sich kommen. Wollen wir hoffen das sie nicht wieder ausflipt, wenn sie bemerkt das sie immer noch nicht sehen kann. Die Schmerzen von den Augen müßten eigentlich so gut wie fort sein.“

George Hinz schaute ihn zweifelnd an und meinte: „Haben du irgendwelche vorstellungen wie länge es noch dauert bis die neuen Augen, im Labor nachgewachsen sind. Bestehen überhaupt Hoffnungen in dieser Art?“

„Aber sicher doch, in den letzten Jahren hat sich sehr viel in der Augenforschung getan. Sie muß nur Akzeptieren das seine Zeit dauert. Ohne Rückschläge im günstigsten Fall ein halbes Jahr. Mit Rückschlägen....ich weiß es nicht. Aber es ist wirklich nur eine Frage der Zeit. Nur habe ich das Gefühl, das sie uns das nicht glauben wird.“ und setzte seine Untersuchungen an ihr fort, um zu sehen ob auch alles reibungslos verlief. „Wir brauchten jemanden dem sie unbedingt vertraut. Hat Piet ihren Bindungspartner immer noch nicht gefunden, so groß ist Terra doch gar nicht.“

„Nein Percy, das versteht auch keiner, er scheint spurlos verschwunden zu sein. Wie der Rest seiner Band.“ bekam er zur Antwort. „Ich könnte mir vorstellen, das sie eher bereit wäre weiter zu machen, mit ihm. Ich habe so das Gefühl, das sie das hier alleine nicht schafft, wenn auch nur weil sie nicht mehr will. Wenn sie diesmal wieder ausrastet werde ich mich mit meiner Schwiegermutter auf Volan in Verbindung setzen.
Vielleicht weiß sie eine Lösung. Denn ich glaube wir müßen mehr in Betracht ziehen das sie zur Hälfte Volanerin ist und auch noch Kriegerin dazu. Aber jetzt wollen wir erst mal das beste hoffen. Wie lange kannst du sie eigentlich noch im künstlichen Koma lassen ohne den Kindern zu schaden?“ Wie er so neben seiner jüngsten Tochter stand und ihr übers Haar streichelte kam er sich wie ein sehr alter Mann vor. Was nützten einem alles Geld und Macht wenn er hier wo es drauf ankam nichts tun konnte und ihr Bindungspartner nicht auffindbar war.
So in Gedanken versunken, hörte er Percy: „Sir, ich glaube sie kommt wieder zu sich.“




„Hallo mein Schatz, wie geht es dir? Ich bin´s Daddy“ hörte ich meinen Vater sagen. Konnte ihn aber nicht sehen, während ich mich noch fragte warum ich auf der Krankenstation war und diese auch noch dunkel war, kehrten langsam die Erinnerungen zurück an Fokir und Huron. „Dad warum machst du eigentlich kein Licht an, ich seh doch gar nichts.“ Bei dem Gedanken an Sehen viel es mir wieder siedendheiß ein. Ich würde nie wieder etwas sehen, Huron hatte mir die Augen genommen besser gesagt weggeäzt, und wo nichts mehr war konnte Percy auch nichts mehr heilen. Das Märchen vom letzten mal glaubte ich ihm ganz bestimmt nicht, das es ein Verfahren gab bei dem man die Augen, funktionstüchtig, nachwachsen lassen konnte. Diese Märchenstunde konnte sie sich für jemanden anderen aufbewahren.

„Kleines hier ist es hell,“ hörte ich meinen Vater sagen und merkte das er mir schonend versuchte beizubringen, das ich für immer blind sein würde. Oder würde er wieder bei dieser Märchenstunde ankommen vonwegen nachwachsender Augen. Ich hatte früher genug Brichte darüber gesehen und gelesen um zu wissen das diese Augen nicht funktionierten und weil ich das nicht wollte, drehte ich mein Gesicht in die Richtung in die ich ihn vermutete: „Es ist mir wieder eingefallen, das ich ja keine Augen mehr habe. Aber glaube mir an meiner Einstellung dazu hat sich nichts und wird sich auch nichts ändern. Ich werde so nicht weiter leben, das ist doch kein Leben es ist ein Krampf.

Nichts kann man mehr alleine machen,“ ich versuchte so ruhig wie möglich zu bleiben, merkte aber wie mir auf einmal die Tränen übers Gesicht liefen. Wischte sie weg, denn ich wollte nicht das Dad sie sah. Denn er würde schon schwer genug an dem Brocken zu schlucken haben den ich ihm jetzt mitteilen würde: „Dad warum lasst ihr mich nicht einfach in Ruhe? Ich möchte so nicht weiterleben, kapiert es doch ich will nicht mehr.“ Schrie ich ihm an, das mit dem ruhig bleiben wollte einfach nicht klappen und bedeutend leiser fast flüsternd sagte ich: „Ausserdem kann ich auch nicht mehr. Ich bin am Ende, auch wenn das keiner von euch glauben will. Lasst mich doch endlich sterben.“ Es war heraus und er würde schon irgendwie damit klar kommen, wie war mir ehrlich gesagt egal. Drehte ihm meinen Rücken zu, für mich war die Unterhaltung beendet und hoffte er würde es endlich akzeptieren und mich alleine lassen. Ich wollte einfach nur in Ruhe gelassen werden und wenn es ging sterben.

Aber damit schien er gar nicht einverstanden zu sein. Denn ich hörte ihn trotz zugehaltener Ohren sagen: „Was soll der Mist von sterben, selbst wenn du immer blind sein würdest und die künstlichen Augen nicht magst, geht das Leben weiter. Denk doch nur an deine Kinder und an die Zwillinge in dir. Haben die denn kein Recht auf ein Leben mit ihrer Mutter, dann bist du nicht besser wie Silvia. Ich glaube den Satz noch zu hören wenn ich mal Kinder habe werde ich immer für sie da sein. Nennst du das etwa immer für sie da sein, wenn du jetzt einfach aufgibst.“

„Einfach aufgeben,“ fauchte ich ihn an „Hast du eine Ahnung! Ausserdem ist Billy erwachsen und brauch mich eigentlich nicht mehr und Ivon ist bei ihrem Vater sehr gut aufgehoben und so wie es aussieht wird Sabine ihr irgentwann mal die Mutter ersetzen.Ich werde also nicht unbedingt hier gebraucht.“

„Achja, das glaubst du doch wohl selber nicht? Was ist mit den Zwillingen und mit ihrem Vater? Du weiß das er dich auch braucht, wenn ihr wirklich Bindungspartner seit.“ Mußte er mich jetzt auch noch an Gillian erinnern, es war doch auch so schon schlimm genug, auch ohne das ich an ihn dachte. Blos bei der Erwähnung seines Namens stellte sich dieser Druck in der Herzgegend wieder ein. Vielleicht wäre das alles irgentwie zu ertragen wenn er da wäre. War er aber nicht und so würde ich bestimmt nicht zu ihm gehen, selbst wenn ich könnte, das konnten sie sich abschminken. Nicht mit mir.




Da merkte ich nur noch einen kurzen Piks und wußte das ich wieder für eine Zeit meine Ruhe hatte und nur schlafen würde, auch gut. Hoffentlich würde ich nicht wieder wach werden, dann wäre dieses Leben endlich ausgestanden, ich würde ihm keine oder so gut wie keine Träne nachweinen. Die Zwillinge würde ich einfach mitnehmen, damit würde ich ihnen so ein Leben ersparen.




„Percy fandest du es nicht etwas früh, ihr jetzt schon die Spritze zu geben“ fragte Comodore Hinz „Nein Sir, es hatte keinen Sinn. Wenn ich sie nicht wieder schlafen geschickt hätte, wäre mir nur die Möglichkeit sie mit stärkeren Medikamenten ruhig zu stellen geblieben und die wären den Zwillingen überhaupt nicht bekommen. Das nächste mal werde ich die Beiden erst in die künstliche Gebährmutter tun. Dann konnen wir Birgid etwas länger wach halten, aber sie wissen auch, das wenn sie unbedingt sterben will, ich nichts dagegen machen darf. Ich müßte ihr jetzt schon ihren Willen lassen, aber vielleicht findet sich ja noch eine Lösung. Ich hoffe nur das mich niemand in Birgid´s Namen daran erinnert, das sie nicht mehr Leben will.“ Erschrocken schaute Biggis Vater ihn an: „Und wer sollte das bitte sein.“

„Ihre Mutter,auch wenn die zwei sich nie verstanden haben. Aber Bindungspartner sind sie immer noch und sie müßte also wissen wie es der Kleinen geht und vor allen dingen merken das sie nicht mehr Leben will. Das wäre für Silvia die die Chance ihre Tochter endlich los zu werden und Sir, sie hätten dieses Mal keine Möglichkeit etwas dagegen zu machen. Laut ihrem Testament kann nur ihr Bindungspartner das Verhindern und ich glaube den Satz hat sie nur auf Sam´s drängen reingeschrieben.“

Als Comodore Hinz sich Percy bei dieser Eröffnung so an sah, wußte er, das dieser ihr die Spritze geben würde, wenn auch sehr wiederwillig. Er hatte nun Mal geschworen das Leben zu erhalten oder wenn sein Patient im Leben keinen Sinn mehr sah, ihm zu einen schnellen und schmerzfreien Tod zuverhelfen.

George konnte sich wohl nur ansatzweise vorstellen, wie schwer es Percy fallen würde, vorallen dingen wenn man bedachte das Percy, Mike, Piet und Birgid hier an Bord wie Geschwister aufgewachsen waren.




Wie er noch so darüber nachdachte wie er das alles verhindern konnte sah er erstaunt was Percy da machte: „Percy, was machst du da? Du glaubst doch nicht wirklich das es etwas nützt.“ „ Doch und wenn es ihr nur hilft etwas ruhiger zu werden. Ich weiß das sie seine Musik liebt und manchmal kann sie Wunder bewirken.

Ich habe so das Gefühl das wir ein Wunder brauchen oder diesen Gillian Willis. Aber der scheint ja nicht auffindbar zu sein. Oder wissen sie etwas besseres als ihr die Lieder vorzuspielen die sie die letzte Zeit immer wieder gerne gehört hat, ich leider nicht? Sie spricht ja auf nichts an.“ und man sah Percy, der mit hängenden Schultern neben Birgid stand, in diesem Moment genau an wie schwer es für ihn sein würde ihr Purex zu spritzen.




Kapitel 16




Etwa zur selben Zeit auf Terra.

„Mamusch hast du alles gepackt, auch deine Sachen? Ich hol den Flyer und bring dich dann erst nach Birna, bevor ich nach Volan zu Mutter weiterfliege. Bin gleich wieder da.“ hörte Sita Gillian, der es anscheinend sehr eilig hatte. „Ja Gillian ich bin gleich so weit, mach du man.“ Etwas stimmte nicht, das hatte Sita direkt bemerkt.

Es war noch nie vorgekommen das er nach einer Tournee direkt irgentwohin wollte. Er war auch so seltsam nervös und unruhig.
Das Verschwinden von Birgid schien er immer noch nicht verkraftet zu haben. Dabei waren sie doch nur ein paar Tage zusammen gewesen und sie war jetzt auch schon wieder fast acht Wochen weg. Irgendwie schien es, mit ihr etwas ernsthafteres gewesen zu sein zumindest für ihn.




Auf dem Weg nach Birna.
„Gillian jetzt erzähl mir mal was mit dir los ist? Zeit genug haben wir ja im Monent, aber tu mir einen Gefallen und flieg nicht wieder so wild, ich bin keine Zwanzig mehr wie du.“ Er schaute sie an und meinte: „Warum nicht. Kannst du dich noch an Biggi, ich meine Birgid erinnern?“
„Ja sicher doch, sie ist doch das Mädchen das zuletzt für ein paar Tage bei uns war, nicht wahr. Seit dem habe ich das Gefühl das mit dir etwas nicht stimmt.“ also hatte ihr Gefühl sie doch nicht betrogen.
„Bis vor kurzem habe ich geglaubt, das sie Terranerin ist. Aber so wie es jetzt aussieht ist sie sehr wahrscheinlich Birnanesin. Oder Volanerin, aber dagegen spricht ihre Hautfarbe.



Als Marc, Vera erzählt hat, wie sich Biggi von mir verabschiedet hat. Meinte sie das Biggi vielleicht eine Volanische Kriegerin sei und ich glaube das sie meine Bindungspartnerin ist. Es kann mir aber auch keiner sagen wie man merkt ob sie wirklich mein Bindungspartner ist. Vera meinte nur das kann einem keiner sagen, man merkt es einfach.
Und die Gesichtszeichnung, zumindest nennt Marc´s Frau es so, bedeutet auf Volan einen Treueeid unter Bindungspartnern.
Wenn es aber wirklich ein Treueid ist oder einer sein soll, warum ist sie dann vor ca. vier Wochen bei dem Konzert in Mexiko nicht zu mir gekommen. Sie war da, ich konnte sogar ihre Gedanken empfangen, frag mich bloss nicht wie. Nach dem Konzert hab ich dann erfahren das sie kurz vor Schluß gegangen ist und glaub mir, das versteh ich nicht. Einerseits liebt sie mich, zumindest sagten ihre Gedanken das und andererseits läuft sie mir immer wieder weg.“ nach dieser Eröffnung schaute er Sita an und sie sah wie verzweifelt er wirklich war. Die ganzen letzten Wochen hatten sie anscheinend nur eine Maske von ihm zu sehen bekommen.
„Deinen Erzählungen nach zu Urteilen ist sie wirklich deine Bindungspartnerin zumindest spricht einiges dafür. Das du wie verrückt nach ihr bist und mehr noch das du ihre Gedanken empfangen kannst. Das können sonst nur reine Telephaten, und das bist du nicht, oder Bindungspartner untereinander. So wie es aussieht hatt sie es gelernt Telephatischen Kontakt herzustellen, im Gegensatz zu dir.

Aber davon wollte euer Vater ja nie etwas wissen! Er hält das ja alles für Humbuck und so wie es jetzt aussieht kannst du die Suppe auslöffeln. Denn wenn du gelernt hättest mit deinem Partner in Kontakt zu treten wäre dieses Kaos hier erst gar nicht endstanden. Wenn ich es recht überlege hat sie dir mindestens zweimal eine Chance gegeben ihr mitzuteilen das du ihr Partner bist. Einmal bei der Gesichtszeichnung und das andere Mal auf dem Konzert. Woher sollte sie denn wissen das du diese Zeichen nicht kennst. Oder nur nicht antworten kannst, mal nicht so wie sie es wohl erwartet hat. Aber das ist noch nicht alles oder?“ und schaute ihn fragend an.
„Nein. Erst habe ich sie einfach nur vermisst, was ja schon schlimm genug ist. Aber seit ein paar Wochen. Ich glaube es hat kurz nach dem Konzert in Mexiko angefangen, glaube ich das es ihr gar nicht gut geht und sie mich braucht. Sogar sehr, es ist so ein komisches Gefühl in mir, kaum zu beschreiben, es ist schon fast eine Gewissheit. Aber ich weiß einfach nicht wo sie ist und das macht die Sache so schwierig. Ich weiß nicht was passiert wenn ich zu spät komme, wozu auch immer.“
„Gillian, vertrau deinem Gefühl, ich könnte mir vorstellen das es dich am ehesten zu ihr führt. Wenn es ihr wirklich nicht gut geht wird ihr Unterbewußtsein um Hilfe rufen und dieser Ruf müßte dich eigentlich zu ihr führen. Es hört sich für dich sehr wahrscheinlich komplizierter an als es ist, denn auf diese Art und Weise haben sich schon viele Bindungspartner wiedergefunden. Also lass den Kopf nicht hängen und folge mal nur deinem Gefühl oder besser gesagt deinem Herzen, dann müßtest du sie schon finden.“
den Rest des Fluges legten sie mehr oder weniger schweigend zurück.


Nachdem er Sita auf Birna abgesetzt hatte war er jetzt auf den Weg zu Volan. In der Hoffnung dort etwas mehr von Biggi zu erfahren, wenn er wenigstens ihren richtigen Namen kennen würde, dann wäre die Suche schon etwas einfacher, aber so.




Auf Volan angekommen fand er auch schnell das Haus in dem seine Mutter zur Zeit bei einer Freundin zu Besuch war. Silvia Wendt, er kannte sie nicht, aber das tat auch nichts zur Sache. Kurz nachdem er geläutet hatte öffnete ihn eine Frau, so um die siebzig. Für eine Terranerin wäre sie alt gewesen aber als Volanerin war sie wie man so sagte im besten Alter. Schwarze kurze Haare und ein sanftes Gesicht, aber ziemlich klein wenn sie mal ein Meter sechsig war, war sie groß fast so klein wie Biggi. Was er nicht wußte er hatte Birgid´s Mutter vor sich.




„Hallo ich bin Gillian Willis, könnte ich bitte Amanda Willis sprechen. So weit mir bekannt ist, ist sie zur Zeit bei ihnen zu Besuch.“

Sie lächelte in freundlich an und meinte zu ihm: „Geh nur durch, dann wirst du sie finden. Ich gehe mal in die Küche und mache uns was zu trinken.“




In so einer Art Wohnzimmer angekommen.

Ein sehr heller Raum mit riesigen Fenstern und einer Hintertür die zu einem künstlich angelegten See führte.

Auch das Innere des Zimmers war eigentlich sehr geschmackvoll eingerichtet mit Möbeln aus einheimischen Hölzern. So was fand man auf Volan sehr selten. Da es verpönt war die eigenen Bäume zur Möbelherstellung zu nutzen. Aber es waren auch Sitzkissen da, die so gut wie alle Birnanesen liebten.

„Hi, Ma schön wieder bei dir zu sein ist schon lange her das wir uns das letzte mal gesehen haben.“ begrüßte er seine Mutter, es war nur zu gut zu bemerken das er sich freute sie wiederzusehen. Er nahm sie so in die Arme das sie fast das Gefühl hatte er wollte sie zerdrücken. „Mensch Gil, nicht so fest, sonst bleibt von mir ja nichts mehr über oder du hast gleich zwei Teile von mir.“ schob ihn etwas von sich um ihn besser betrachten zu können und was sie sah gefiel ihr nicht besonders. Das sah man ihrem besorgten Gesichtsausdruck an. „Gil was ist los mit dir,du siehst nicht gerade gut aus? Könnte es sein das du einen längeren Urlaub brauchst?“ Er zuckte kurz mit den Schultern und meinte: „ Urlaub wäre nicht schlecht, aber das ist nicht der Grund. Mir ginge es schon viel besser wenn ich eine bestimmte Frau wiederfinden würde.“ und griff in seine Jackentasche, um seiner Mutter das Foto von Biggi und ihrer Tochter Ivon zu zeigen. „Wer ist die Frau, mein Junge?“
„Das ist ja das Probleme ich weiß nur ihren Vornamen Birgid oder Biggi genannt. Habe sie auf Terra kennengelernt und hielt sie für eine Terranerin.

Als sie aber dann verschwunden ist haben Nachforschungen ergeben, das sie eigentlich nur Birnasin sein kann. Ausserdem nehmen Marc und ich an das sie eine Volanische Kriegerin ist, auserdem scheind sie ist meine Partnerin zu sein.“ „Gillian komm setz dich mal zu mir, wenn du da steht und auf mich herab blickst wird es auch nicht besser. Gibst du mir noch mal das Foto?“ zog eins der Sitzkissen neben sich und schaute sich das Foto genauer an: „ Bist du sicher das die Farbe auf dem Foto in Ordnung ist.“

Er zog die Augenbrauen hoch und schaute seine Mutter erstaunt an: „Wie kommst du drauf das die Farbe des Fotos nicht stimmt?“

„Nunja Silvia hat eine Tochter, die sieht der Frau auf deinem Foto zum Verwechseln ähnlich. Nur hat sie wie alle Volanerinnen eine hellgrüne Hautfarbe und das hat deine Freundin auf dem Foto nicht.“ Amanda war mehr als erstaunt über diese Ähnlichkeit, wenn da nur nicht die falsche Hautfarbe gewesen wäre. „Du kannst das Foto ja gleich mal Silvia zeigen. Vielleicht kennt sie sie ja, sonst begleitest du mich morgen mal nach Kirling. Ich wollte mir das Kloster, in dem ich zwei Jahre verbracht habe mal wieder ansehen, vielleicht weiß da ja jemand wer sie ist.“ versuchte sie ihm Mut zu machen als sie seine Enttäuschung sah.

Vielleicht hatte sie ja recht und er würde jemanden finden der Biggi kannte und auch noch wüßte wo sie war. Das wäre echt spitze, denn irgendwie hatte er das Gefühl das ihm nicht mehr viel Zeit blieb.

„Gillian weiß du eigentlich das deine Lieder schon bei uns gehört werden? Ich muß sagen sie gefällen mir sehr gut. Du müßtest dir mal überlegen ob du nicht mal eine Tournee hier starten möchtest. Wenn es dir wieder besser geht, du hättest bestimmt einen großen Erfolg“ verblüfft schaute er seine Mutter an und fragte: „Wie sollen sie denn hierhin gekommen sein?“

„Frag doch nicht so dumm, du weißt doch selber wie viele von uns in der zwischen Zeit immer wieder auf Terra sind und so verschieden sind wir nun mal nicht von den Terranern. Da ist dann auch mal schnell eine Cd mit zu uns gekommen. Die Verbreitung geht dann fast wie von selbst.“

Während ihrer Unterhaltung hatten sie gar nicht mitbekommen wie Silvia sich zu ihnen gesellt hatte, bis sie gefragt wurden wer möchte denn etws trinken, ich habe frischen Tee gebrüht, keinen aus dem Automaten.

„Ja mir kannst du einen Tee einschütten. Schaust du dir dann mal das Foto an. Gillian sucht sie. Vielleicht kennst du sie ja, sie sieht Cheila sehr ähnlich. Ihr fehlt ein und für sich nur die grüne Hautfarbe.“ und hielt Silvia das Foto von Biggi und Ivon hin.

Fast hätte sie den Tee der für Gillian bestimmt war verschüttet so erstaunt war sie auf dem Foto ihre jüngste Tochter zu sehen sagte aber: „Nein tut mir leid. Sie hat wirklich sehr viel Ähnlichkeit mit Cheila,aber ich kenne sie nicht. Wie heißt sie denn?“ wandte sie sich an Gillian. „Ich kenne nur ihren Vornamen Birgid. Ich muß sie aber finden, denn ich habe das Gefühl das sie in schwierigkeiten steckt. Schade das sie sie nicht kennen, aber vielleicht haben wir morgen in Kirling ja mehr Erfolg.“ die Enttäuschung war seiner Stimme nur zu gut anzuhören.

Fast hätte sie gesagt das Birgid immer in irgendwelchen Schwierigkeiten steckte und das ganz normal für sie war, konnte es aber gerade noch lassen. Denn damit hätte sie sich verraten. Also hatte ihr Gefühl sie doch nicht betrogen und Biggi schien hilfe wirklich zu brauchen, aber nicht seine, sondern ihre.

Wenn sie es sich so recht überlegte wenn Birgid sterben wollte warum sollte sie ihr dann nicht dabei helfen. Sie hätte vielleicht eher auf ihr Gefühl hören sollen, aber sie hatte wie immer versucht die geistige Präsenz ihre jüngsten Tochter zu ignorieren.

Die wohl nach wie vor unter dem Schutz von George stand. Aber diesmal war es mehr als deutlich zu spüren das Birgid nicht mehr leben wollte.

Warum auch immer, es interessierte sie nicht

Die auf der Sunshine würden nur alles endlos hinaus ziehen also würde sie morgen hinfliegen und dafür sorgen das Dr. Cloudy endlich das tat was er tun mußte.

Sie freute sich schon auf das dumme Gesicht von George, der nichts dagegen machen konnte.

Der einzigste der es verhindern konnte, wußte nicht wo sie war.

Sie unterhielten sich noch ein bisschen, wobei eigentlich nur Amanda ganz bei der Sache war. Gillian war mit seinen Gedanken mehr bei Biggi und Silvia war den morgigen Tag am Planen.

Sie hoffte sehr das George nicht an Bord war, denn das würde die Sache doch erheblich erschweren.

Gingen dann aber zeitig zu Bett, weil sie am nächsten morgen schon früh aufstehen wollten.




Wie Silvia am Morgen in die Küche kam war sie ganz erstaunt, dort schon jemanden vorzufinden. „Guten Morgen Gillian so früh schon auf, wußte gar nicht das ihr so zeitig weg wolltet?“ „Nein“ meinte er kopfschüttelnd: „Mutter schläft noch, sie wird aber auch bald kommen. Ich kann nur die letzte Zeit sehr schlecht schlafen. Höre im Traum Biggi immer wieder nach mir rufen, weiß aber leider nicht zu ihr hinzukommen. Fast wie in Wirklichkeit, schon komisch. Ich glaube wenn ich sie finden würde, ginge es uns beiden besser.“ Wie er so total fertig und übernächtig da saß, tat er Silvia wirklich leid. „Ich wünsche dir das es dir bald wieder besser geht. Geb nur die Hoffnung nicht auf.“ und bei sich dachte sie nächste Nacht wird sie nicht mehr rufen, das kannst du mir glauben und dann wird es dir auch wieder besser gehen.

„Gillian könntest du deiner Mutter bestellen das ich fort muß. Ich bin aber spätestens heute Abend wieder da. Dir wünsch ich noch alles gute falls wir uns nicht mehr sehen und mach dir nicht zuviel Gedanken wegen deiner Freundin, es wird sich schon jemand finden der ihr hilft.“ Gerade als er sie fragen wollte wie das denn gemeint war, hatte sie das Haus schon verlassen.




Nicht ganz eine Stunde später waren sie in Kirling und er schaute die junge Frau, die sie reingelassen hatte genauso erstaunt an wie sie ihn. Sie sah fast wie ein Spiegelbild von Biggi aus, nur das sie kurze Haare und eine grüne Hautfarbe hatte. Cheila konnte es nicht fassen das er hier vor ihr stand, da konnte Piet ja lange auf der Erde nach ihm suchen.

Amanda der das Ganze nun doch ein bischen komisch vorkam fragte: „Könnt ihr mir mal erzählen warum ihr euch so anstarrt? Bei Gillian kann ich mir das schon vorstellen, du siehst seiner Freundin wirklich zum Verwechseln ähnlich. Aber Cheila du kennst ihn doch gar nicht?“ bekam aber dann von Cheila zur Antwort: „Nicht persönlich, aber Piet mein Bruder sucht ihn schon seit Wochen... und zwar auf Terra. Die Kleine hat gesagt das er Terraner ist, wie konnte sie sich nur so vertun. Du bist doch Gillian Willis nicht wahr?“ und schaute ihn an, ganz in der Hoffnung das er es war. „Ja das bin ich. Wieso siehst du Biggi äh Birgid so ähnlich, das ist ja schon unnormal das sich zwei Menschen so ähnlich sind.“ er sah aus als hätte er einen Geist gesehen. Er hatte das Gefühl Biggi vor sich zu sehen mit nur viel zu viel Schminke im Gesicht. Wurde aber von Cheila aufgeklärt: „Du müßtest doch Zwillinge kennen. Auf Terra soll es die ja öfter geben, weil es dort nicht üblich ist wie hier den zweiten Zwilling zu töten. Komm wir gehen zu meiner Großmutter, sie wird dir alles erklären können und ich packe ein paar Sachen, dann können wir gleich zur Sunshine starten.“ und wollte die beiden schnellstens zu ihrer Großmutter bringen, damit sie zur Sunshine kamen. Was würden die Jungs und Percy für Augen machen wenn sie ihn mitbrachte.

„Cheila? Du heißt doch Cheila nicht war? Wenn ihr Zwillinge seit, warum hat deine Mutter gesagt das sie Birgid nicht kennt als ich ihr das Foto gezeigt habe und mir nur gesagt hat es wird sich schon jemand finden der ihr hilft?“

Auf einmal wurde Cheila kalkweiß und fragte nur: „Mutter weiß wenn du suchst, auch das sie deine Bindungspartnerin ist?“

„Wenn ich sie suche ganz bestimmt, das mit der Bindungspartnerin vielleicht,“ irgentwie verstand er den ganzen Zusammenhalt nicht mehr. Cheila sagte ihm das Biggi ihre Zwillingsschwester wäre, aber ihre Mutter kannte sie nicht, wie sollte er das verstehen, komische Familie.

Warum war Cheila bloss so blass geworden als er ihr gesagt hatte das ihre Mutter wußte das er Birgid suchte. Hilfesuchend schaute er seine Mutter an, aber sie sah genau so verwirrt aus wie er. „Ich weiß das das für dich ziemlich kaotisch ist. Aber wir werden es später aufklären, wir müssen schnellstens zur Sunshine, zum Glück liegt sie gleich in unserer Umlaufbahn. Amanda könnten sie bitte alleine zu meiner Großmutter gehen und ihr mitteilen, das ich mit Gillian zur Sunshine bin. Und das Mutter sehr wahrscheinlich auch dort sein wird. Sie wird dann schon bescheid wissen.“

Packte Gillian am Arm um ihn hinter sich herzuziehend, schnellstenst zum Flyer zu bekommen. Drehte sich kurz zu ihm und meinet nur: „Wenn du sie lebendig wiedersehen willst dann beeile dich bitte, werde gleich versuchen ein Sicherheitsteam auf die Krankenstation zu schicken, glaub aber nicht das sie viel ausrichten können. So wies aussieht bist du der einzige der das Ganze noch aufhalten kann, hoffentlich.“ Er verstand gar nichts mehr, wenn die ganze Familie so war, schien er mit Biggi ja noch das unkomplizierteste Familienmitglied erwischt zu haben.

Das Cheila sehr eilig hatte merkte auch die Maschine des Flyers, die wirklich bis zum Anschlag gequällt wurde. „Cheila, glaubst du das wenn du den Flyer zu Schrot fliegst, wir eher auf der Sunshine sind. Warum ist Biggi auf der Sunshine und wieso willst du ein Sicherheitsteam auf die Krankenstation schicken?“ er hat ein äusserst ungutes gefühl im Bauch, denn eigentlich brauchte man kein Sicherheitsteam auf einer Krankenstation.

Cheila schaute ihn irgentwie erstaunt an, als könne sie es nicht fassen diese Fragen zu hören: „Bist du sicher ihr Bindungspartner zu sein? Du weißt ja gar nichts von ihr. Sie ist der Komandant und Besitzer der Sunshine, wo sollte sie also anders sein wenn es ihr nicht gut geht als auf der Sunshine. Nun das mit dem Sicherheitsteam kann ich mir sparen die werden sowieso nichts machen können, da Mutter diesmal ja in ihrem Namen handelt, es wird sich schon auf dem ganzen Schiff rumgesprochen haben das sie so nicht mehr weiterleben will,“ in der Zwischenzeit waren sie auf der Sunshine angekommen und Cheila hatte es sehr eilig zur Krankenstation zu kommen. „Alles weitere erklär ich dir nachher, jetzt müssen wir uns beeilen. Wie ich meine Mutter kenne wird sie Percy schon bearbeiten.“ Während er sich immer wieder fragte warum sie sterben wollte, folgte er Cheila denn er wußte auf so einem großen Schiff wie der Sunshine hatte man sich schnell verlaufen wenn man sich nicht auskannte.

Was war nur passiert nach dem sie in Mexiko auf seinem Konzert war?




Endlich waren sie auf der Krankenstation der Sunshine angekommen, er hatte Biggi noch nicht entdeckt da hörte er Cheila verzweifelt rufen: „Percy bitte nicht, gib ihr nicht die Spritze. Glaub mir sie will es nicht, egal was Mutter sagt.“ sie war stehen geblieben und schob Gillian vor sich was eigentlich nicht nötig war, den so groß wie er war konnte man ihn auch gut hinter ihr sehen. „Percy, bitte.......schau wenn ich mitgebracht habe und es ist bestimmt nicht mehr im Sinne der Kleinen wenn du ihr jetzt noch die Spritze gibst.“

„Tochter, du kommst zu spät! Eine hat sie schon und die zweite wird Percy ihr auch noch geben, sie hat selbst verlangt zu sterben und da hat keiner ein Recht dazu es ihr zu verwehren, schau in ihr Testament.“ als er Silvia Wendt so neben Biggi sitzen sah merkte er sofort das sie wohl die einzigste war die wollte das ihre Tochter starb, aber warum?
„Doch er hat es!“ und zeigte auf Gillian der noch immer neben ihr stand und versuchte hier durchzuschauen „und das weißt du. Deswegen hattest du es auch so eilig nicht wahr.“ und zu Gillian gewand sagte sie „ Du bist ihr Bindungspartner und wenn du Percy nicht sagst das er die Spritze weglegen soll, wird deine Partnerin und meine Schwester gleich sterben, denn er wird ihr ein schmerzfreies aber tötendes Gift spritzen. Die erste Spritze wird ihr nicht viel tun. Wenn mich nicht alles täuscht ist es nur ein starkes Beruhigungsmittel, nicht wahr Percy,“fragte sie ihn ängstlich und hoffte darauf das dieser ihr zustimmen würde, sonst wären sie zu spät.




Da merkte Percy wie sich eine sehr kräftige Hand um seinen Arm schloss, selbst wenn er wollte könnte er Birgid das Gift nicht mehr spritzen. „Gib mir die Spritze oder ich werd dir die Hand brechen glaub mir, das du ihr das Gift spritzt werde ich nicht zulassen. Das sie sterben will, soll sie mir schon selber sagen.“ und nahm ihm die Spritze aus der Hand um sie in einer Schüssel zu zerbrechen. Schaute die anderen herausfordernd an und meinte: „Reicht das nun oder muß ich sie mitnehmen?“ Woraufhin er von Percy zur Antwort bekam: „Es hätte auch gereicht wenn du gesagt hättest das du das nicht willst.
Denn diese Spritze hätte ich ihr bestimmt nicht gerne gegeben.
Aber du könntest uns an Bord einen Gefallen tun, falls so etwas nochmal vorkommt etwas eher zu erscheinen. Diese Art von Dramatik liebe ich nämlich gar nicht. Keiner hier auf der Sunshine. Aber es ist ja geradeso nochmal gut gegangen. Ich kann euch beruhigen in der ersten Spritze war wirklich nur ein Beruhigungsmittel, wenn auch ein sehr starkes, hoffentlich nicht zu stark für die Zwillinge.“

„Gar nichts ist gut gegangen, sie wollte sterben und du Percy hast deine Pflicht nicht erfühlt,“ hörten sie Biggis Mutter histerisch kreischen der klar wurde das ihre Tochter wieder einmal gewonnen hatte. Wenn auch diesmal ohne es zu wissen.

Ich werde dich wegen unterlassener Sterbehilfe verklagen. Auch hier auf der Sunshine gelten unsere Gesetze und diesmal kann sie euch nicht helfen, wenn mich nicht alles täuscht hat sie auch ohne ihre Blindheit genug Probleme und das wißt ihr.“

Percy drehte sich zu ihr: „Dieser Anklage kann ich ganz gelasen entgegen sehen, denn wie sie selbst mitbekommen haben, hatte ihr Bindungspartner etwas dagegen. Und er hatte als einziger das Recht dazu es zu verhindern. Ich glaube auch nicht das die Kleine sich viel Gedanken über die restlichen Probleme macht oder machen wird. Ich glaube ihr einzigstes ernsthaftes Problem sind und bleiben immer sie.“


Kapitel 17

„Cheila, könnte man bitte dafür Sorgen das Silvia nicht mehr in Biggis nähe kommt. Mal zumindest nicht bis sie wieder voll bei Bewustsein ist?“ fragte Gillian der neben Birgid´s Bett hockte und sich besorgt über seine Freundin beugte. „Warum hat sie den Verband über den Augen und überhaupt kann mir mal einer erzählen was mit ihr passiert ist, seit sie von der Erde verschwunden ist?“

„Ja das werde ich dir erklären. Ich nehme an das du Gillian bist.“ hörte er eine fremde Stimme sagen. „Wie ich die Kleine kenne werden wir genug Zeit dazu haben und übrigens ich bin Mike, ihr Bruder.

Cheila warum begleitet ein Sicherheitsteam Mutter zu ihrem Flyer. Ich nehme an das du dafür verantwortlich bist?“

„Ja bin ich. Sie hatte Percy fast dazu gebracht Birgid das Gift zu geben, du weißt schon welches.“ erklärte Chaila mit belegter Stimme.

„Wir sind quasi in letzter Sekunde hier erschienen um es zu verhindern. Staunst du denn gar nicht wenn ich mitgebracht habe?“ über etwas mehr Lob von Mike hätte sie sich wirklich gefreut, aber so so waren er und Piet nunmal. Die Kleine konnte machen was sie wollte und wurde immer in Schutz genommen und sie mußte wirklich um jedes bisschen Anerkennung kämpfen wenn Birgid in der Nähe war.

Eigentlich konnte Chaila nicht verstehen warum ihre Mutter die Kleine so hasste. Nunja Kleine war gut, dabei war Birgid nur fünf Minuten später geboren wie sie.




Chaila hoffte nur das Birgid nicht auch an diesen Aberglauben glaubte und einen ihrer Kinder töten würde. Aber andererseits war das schlecht vorstellbar, wo sie ihn ja oft genug zu spüren bekommen hatte.

Wenn man nur bedachte das es wissenschaftlich bewiesen war das dieser Aberglauben absoluter Quatsch war. Man hatte eindeutig festgestellt, das es bei Zwillingen genauso war wie bei allen anderen Menschen. Jeder hatte seine guten wie schlechten Eigenschaften. Aber da war ihre Mutter wie die meisten Volanerinnen anderer Ansicht.




„Cheila weißt du was, du bist wirklich ein Schatz,“ hörte sie Mike sagen. „Aber wo hast du ihn gefunden?“

„Nicht ich, sondern er hat mich gefunden.“ mußte sie wohl oder übel zugeben. Aber das war auch egal. Hauptsache er war da. Jetzt mußte Birgid nur noch, wenigstens etwas von ihrem alten Kampfgeist wiederfinden.




In diesem Augenblick betraten noch zwei Personen die Krankenstation, es waren Lydia Wendt die Großmutter der Hinz Kinder. Wenn man sie noch so bezeichnen konnte und Gillians Mutter. Die auf dem Flug hierher erfahren hatte weshalb Cheila es auf einmal so eilig gehabt hatte.

Als Amanda ihren Sohn sah der sich über eine junge Frau beugte, befürchtete sie schon das er zu spät gekommen war. „Gillian,“ sprach sie ihn an „Wie geht es ihr, wart ihr noch früh genug?“ Er schaute sie an und sagte: „ Das Gift hat er ihr nicht gespritzt, wenn du das meinst. Aber alles andere müßen wir abwarten, im Moment schläft sie nur. Sagt zumindest ihr Arzt. Jetzt können wir nur abwarten und das beste hoffen.“

„Gillian ich bin ihre Großmutter läßt du mich mal zu ihr?“ etwas zögernd stand er auf um Lydia Platz zu machen. „Nun mein Junge schau mich nicht so an Wunder kann ich auch keine vollbringen, ich will nur sehen wie es ihren Kindern geht. Weißt du eigentlich das es deine sind, ein Zwillingspärchen.“
Ein Strahlen ging über sein Gesicht. „Ich werde Dad? Sind sie sich da sicher?“ im Moment hätte er alle umarmen können. Aber irgendwie verging ihm die Freude völlig wie er Biggi so da liegen sah. „Warum will sie blos sterben? Es könnte alles so schön sein? Biggi, warum nur?“

„Nun ich glaube die Antwort kann ich dir, zumindest teilweiße geben.“ antwortete ihm ihre Großmutter. „Sie hat bevor sie nach Terra kam ihren Bindungspartner verloren und das ist schon alleine schwer zu verkraften. Aber für sie als Volanische-Kriegerin ist es noch schwieriger. Sie braucht einen Bindungspartner mit dem sie jederzeit in Verbindung treten kann. Sei es weil sie hilfe braucht oder einfach nur damit sie weiß wofür sie kämpft.

Er ist quasi ihre Verbindung zu ihrer Heimat. Sie hat es einmal ohne Bindungspartner gemacht, warum auch immer. Ich hab es nie herausbekommen.

Bei diesem Auftrag ist sie nur mit sehr viel Glück mit dem Leben davon gekommen.

Ihr hat sowieso nie viel am Leben gelegen. Das hat sich erst geändert als sie mit Sam zusammen war. Ich glaube sie hat es auch nicht verkraftet das sie dir mitgeteilt hat, du sollst dir eine andere suchen. Denn sie wird zu diesem Zeitpunkt schon gewußt haben, das sie dich braucht. Dann hat sie bei ihrem letzten Kampf auch noch das Augenlicht verloren und glaub mir das war einfach zu viel.

Oder wie man bei euch so schön sagt: Der berühmte Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt.“

Und zu Percy gewandt meinte sie nach einer kurzen Untersuchung: „Mußtest du ihr so ein starkes Beruhigungsmittel geben, den Zwillingen ist es mal nicht besonders bekommen sie sind zu ruhig, das ist nicht normal für zwei Kinder.“




„Verdammt noch mal Mrs. Wendt da kann ich doch nichts für, mir blieb nur die Möglichkeit mit dem Beruhigungsmittel oder ihr direkt Purex zu spritzen.

Aber dann bräuchten wir uns weder um sie noch um die Kinder gedanken zu machen.“ entgegnete er äusserst genervt. Glaubte sie denn er wußte das alles nicht. „Nur mit der Ruhe Percy, ich glaube wir sind alle ein bisschen gestresst, komm lassen wir die drei alleine. Gillian mach dir nicht alzuviel Sorgen, sie und die Kinder werden es schon schaffen. Sie ist stärker wie so mancher hier denkt.“

So sicher war er sich da nicht.




Da bemerkte er seine Mutter die hinter ihm stand und ihn beobachtete. „Glaub mir, sie bemerkt das du da bist auch wenn es nicht so aussieht. Du mußt dich nur mit ihr unterhalten.

Mach alles was du sonst auch machst wenn sie bei dir ist. Wenn mich nicht alles täuscht weiß ihr Unterbewußtsein jetzt schon das sie diesen Kampf nicht mehr alleine auskämpfen muß. Denn soviel weiß ich von Lydia, das sie die meiste Angst vor ihrer Blindheit hat und vor dem Alleinsein. Und allein ist sie nicht mehr würde ich sagen und Blind wird sie auch nicht immer bleiben es bestehen gute Aussichten das sie irgendwann wieder sehen kann, das solltest du versuchen ihr klar zu machen,“ und lächelte ihrem Sohn aufmunternd an. „Du, wirst sehen das klappt schon.“




„Ma ich werde damit schon klar kommen ich habe nur eine wahnsinns Angst davor das sie zu sich kommt und immer noch sterben will. Dann weiß ich wirklich nicht was ich machen soll. Ich liebe sie mehr wie du dir vorstellen kannst.“ gestand er ihr.

„Ich kann mir nicht vorstellen das sie das immer noch will. Sie wird wissen das du da bist, lass ihr einfach die Zeit die sie braucht.“

Dachte bei sich hoffentlich habe ich recht und an Gil gewand sagte sie: „Gillian brauchst du mich noch, sonst werde ich Cheila fragen ob sie mich nach Hause fliegt.“

„Nach Hause oder zu ihrer... Mutter?“ und der Hass in seiner Stimme sagte alles. Vorallendingen verstand er nicht wie seine Mutter so eine Freundin haben konnte. „Nach Hause das mit Silvia muß ich erst mal verdauen, selbst wenn sie gezwungen wurde den Zwilling zu behalten, ist dieser Hass nicht mehr normal. Vorallendingen wenn man bedenkt das die zwei sich so gut wie nie gesehen haben. Da hat George ihr Vater schon für gesorgt.

Achso Gillian ich hab dir deine Sachen mitgebracht, auch deine Gitarre. Wie ich dich kenne wirst du sie brauchen, nicht wahr?“

„Danke Mom.“ stellte aber alles zimlich achtlos an die Seite nachdem seine Mutter, nach einiger Zeit gegangen war.




Als Percy wieder auf die Krankenstation kam sah er ihn vor Biggis Liege sitzen und ihre Hände haltend während er auf sie einsprach: „Biggi warum willst du nur Sterben. Du hättest doch nur zu mir kommen müßen. Du müßtest doch eigentlich wissen das ich dich Liebe und auch brauche. Mehr wie irgend jemanden anderes. Glaubst mir es stört mich nicht das du Blind bist, selbst wenn es für immer wäre. Hauptsache ist doch das wir zusammen sind. Ja du hast recht es ist einfacher wenn du sehen kannst. Aber so geht es auch und ausserdem wirst du irgentwann wieder sehen können. Glaub mir!!
Und jetzt hör endlich auf mit diesem Mist von wegen Bewustlosigkeit oder Koma, ich will dich mit nach Hause nehmen. “


Während Percy ihn so beobachtete dachte er: Hoffentlich ist er stark genug für sie, sonst bringt sie eines Tages sich und ihn um.

Zu Gillian gewand meinte er: „Hilfst du mir mal ich will ihr den Verband von den Augen nehmen. Wenn du ihren Kopf etwas hoch hälst geht es etwas einfacher.“ „Aber sicher doch, Doktor.“ und hob ihren Oberkörper mit so viel leichtigkeit an als würde sie nichts wiegen.
„Du kannst ruhig Percy zu mir sagen, warst du nicht auch dort wo wir die Kleine von Terra abgeholt haben.“ Er nickte und sagte nach kuzer Zeit: „Ja das war ich. Wenn ich nur daran denke wie ihr damaliger Freund mich angefahren hat und gemeint hat ich wäre nicht gut für sie. Ich bekäme ihr schlecht, da sollte er sie jetzt mal sehen. Sie hätte bei mir bleiben sollen, dann ging es ihr ganz bestimmt besser.“
„Das ist nicht unbedingt gesagt,“ hörten sie Mike´s Stimme. Es hatte gar keiner bemerkt wie er reingekommen war. „Gillian ich wollte dir ihr Quartier zeigen. Du kannst es benutzen während du auf der Sunshine bist. Ausserdem wollte ich dir ja noch erzählen was mit ihr die letzte Zeit passiert ist. Kommst du, sie ist hier in guten Händen.“

„Das kann schon sein, ich würde aber trotzdem lieber noch bei ihr bleiben.“ bekam Mike sehr bestimmt zur antwort. „Auch gut bleiben wir halt bei ihr, vielleicht auch besser so.“ gab er nach und versuchte ihm einen Eindruck von Birgid zu geben:

„Als Dad sie hierher gebracht hatte ging es ihr eigentlich auch noch ganz gut. Sie war nur etwas wie soll ich es sagen, überdreht und versuchte damit fertig zu werden, das sie sich dem Kampf mit Huron alleine stellen mußte.

Sie hatte eine riesen Angst davor. Kann ich mir mal vorstellen. Gesagt hat sie mal nicht viel. Aber Sam und sie sind mit Huron schon mal zusammen getroffen und kurze Zeit später hat man uns Sam´s Leiche überstellt. Und wir wußten jahrelang nicht wo Birgid war.

Aber das ist ja schon länger her und tut jetzt nichts zur Sache. Hier auf der Sunshine war sie nur ein paar Stunden dann ist sie, für so drei Wochen, weiter nach Kirling. Um zu lernen sich gegen Gedankenbeeinflußung schützt und es anscheinend auch selber zu lernen. Wärst du dort ein paar Wochen eher gekommen hättest du sie dort noch heil und gesund angetroffen.....“




„Nein, nicht!!!! Aufhören...

Laßt ihn...ich will nicht!!!!!
Neinn“ hörten sie Birgid rufen. Die auf einmal senkrecht im Bett saß.

Es sah aus als ob sie etwas sah was sonst keiner im Zimmer mitbekam. Mit ihren geballten Fäusten schien sie zu versuchen auf jemanden einzuschlagen. Den sie aber anscheinend nicht erreichen konnte.




Was Mike und Percy im Gegensatz zu Gillian wußten, das sie wieder diesen Träume hatte.

Gillian schoß wie von der Tarantel gestochen hoch. „Biggi, du brauchst nicht zu kämpfen. Du bist auf der Sunshine. Glaub mir hier passiert dir nichts.“ und versuchte sie in die Arme zunehmen. Anscheinend war er der Meinung das sie zu sich gekommen war und jetzt nur nicht wusste wo sie war. Hatte aber einiges zu tun um ihren Fäusten auszuweichen. In der trotz ihrer Bewußtlosigkeit noch einiges an Kraft steckte.




„Oh Biggi endlich,ich dachte schon es würde länger dauern bist du wieder zu dir kommst,“ erst jetzt bemerkte er das sie gar nicht auf das reagierte was er sagte oder tat. Weil sie eigendlich immer noch nicht bei Bewustsein war, sie träumte nur. Endtäuscht setzte er sich zu ihr aufs Bett und nach einiger Zeit schafte er es tatsächlich sie in die Arme zu nehmen. Um sie zu beruhigen und zu trösten. Aber sie wehrte sich immer wieder verzweifelt gegen seine Umarmung und versuchte ihn von sich weg zu schieben, während sie immer wieder rief: „Nein laßt uns doch in Ruhe ... Nein Aufhören. Sam, Sam du darsft nicht sterben. Das wollte ich doch nicht. Du hast doch versprochen auf mich aufzupassen. Du mußt bei mir bleiben!“ konnte man sie immer leiser werdend rufen hören.




Erst als er ihr zum wievielten mal versichert hatte das sie in Sicherheit sei und ihr nichts passieren konnte, wurde sie wieder ruhiger. Nur zu sich kam sie nicht.




Als sie wieder ruhig in seinen Armen lag bemerkte er das Percy mit einer Infusion neben ihm stand, er konnte sich auch nur zu gut vorstellen für wenn die bestimmt war. Dieser legte sie aber wieder fort als er bemerkte das sie sich auch so wieder beruhigt hatte.
„Siehst du Percy ich hab ich nicht gesagt das alles ein wenig einfacher wird wenn wir ihren Bindungspartner finden. Kenn doch die Kleine. Dieser Sturkopf.“ hörte er Mike fröhlich sagen und von Percy kam zur Antwort: „Ja aber jetzt kommt sie auch um ihre Musikstunde, hoffentlich ist sie damit einverstanden,“ war aber sichtlich erfreut darüber das er ihr kein Beruhigungsmittel geben mußte.




Reichlich erstaund fragte Gillian nach, um welche Musikstunde sie denn jetzt gekommen ist. Grinsend bekam er von den zweien einen CD Player und einige CD´s von sich präsentiert. „Das gibt's doch nicht und das hat gewirkt“ das man seine Musik zu medizinischen Zwecken einsetzte war ihm auch noch nicht vorgekommen. „Mit einem leichten Beruhigungsmittel zusammen, ja,“ mußte Percy zugeben. „Sie war schon immer eine sehr eigenwillige Patientin. Ich kann mich noch gut daran erinnern das Dad manches mal fast verzeifelt ist, weil sie, Mike und Piet auf fast nichts so ansprach wie es üblich war. Aber soviel erfahrungen hat ja auch noch keiner mit Birnanesen die zur Hälfte Volaner sind.“ kratze sich verlegen am Hals um sich dann wieder seiner Arbeit zuzuwenden.

„Percy, aber eines versteh ich nicht? Wieso liegt sie im Koma? So schlimm scheint es mit ihren Augen doch nicht mehr zu sein. Mal abgesehen davon das sie mit diesen Dingern nicht sehen kann. Es gibt doch heute schon künstliche Augen die fast so gut sind wie echte. Warum hat sie nicht solche?“

Pery schaute ihn an und meinte dann: „Das mußt du sie schon fragen. Ich durfte ihr diese „Künstlichen Dinger“, wie sie sie nennt, nicht einsetzen. Sie hat gedroht sie beim nächsten Arzt wieder rausholen zu lassen.

Aber bei mir ihm Labor bin ich gerade dabei ein paar Augen aus ihrer DNS nachwachsen zu lassen. Die wird sie wohl annehmen. Denn die sind ja nicht künstlich.

Aber du hast recht nur wegen der Augen liegt niemand im Koma.“

„ Sie liegt im Koma, weil sie es mehr oder weniger so will.“ erklärte Mike. „ Sie vermisst Sam. Denn dieser Albtraum von vorhin, nunja es muß ein Teil von dem sein was sich damals auf Fokir zugetragen hat. Ich nehme an das sie nicht damit fertig wird das sie Sam umgebracht hat.“

„Das glaub ich nicht? Sie hat ihren eigenen Bindungspartner umgebracht? Diesen Witz finde ich nicht lustig!“ hörte man Gillian geschockt sagen.

„Nicht so wie du denkst. Aber es ist auch kein Witz.“ fuhr Mike fort. „ Sie ist über Gedankenbeeinflußung dazu gezwungen worden. Ich glaube das sie damit nicht fertig wird und deshalb versucht sie jetzt ihrem Leben ein Ende zu setzen. Sie hat ganz einfach Angst davor das sie nochmals jemand dazu zwingt.“ und nach einer kurzen Pause fragte er Gillian: „Du weißt nicht zufällig wie man mit seinem Partner eine gedankliche Verbindung herstellt?“

„Nein bis vor kurzen hab ich ja noch nicht mal gewußt das es sowas wie Bindungspartner überhaupt noch gibt.“

„Schade.. Aber das hatte ich mir schon gedacht. Nun so wie es aussieht wird sie es sogut wie alleine schaffen müßen. Denn uns blockt sie ab. Ich würde sagen sie wartet auf jemanden anderes. Obwohl sie ja eigentlich wissen müßte das du das nicht kannst.“

„Wie und wo lernt man so etwas?“ Mike schaute ihn kopfschütteld an und meinte nur: „Dafür ist es jetzt zu spät. Das lernt man von seiner Mutter bis man so ca. acht Jahre alt ist. Oder aber später von seinem Bindungspartner.“ Leise hörte Mike ihn sagen, so als ob er sich verteidigen wollte: „Zu dieser Zeit war ich auf Terra und Mutter auf Birna und wir haben sie nur selten gesehen.“

Etwas zögernt antwortete Mike ihm: „Wenn deine Mutter es unbedingt gewollt hätte wäre es auch gegangen ohne das ihr zusammen gewesen seit. Aber leider wird es den Kindern immer seltener beigebracht. Nun die meisten denken wohl, das so etwas in der heutigen Zeit nicht mehr gebraucht wird. Mach dir keine Vorwürfe, das nutzt jetzt auch nichts mehr.“




Nach einer ganzen Zeit fragte Gillian.

„Und was ist nach Kirling passiert? Das muß dann so um die Zeit gewesen sein als sie in Mexiko war?“ wollte er, Biggi immer noch festhaltend, erfahren.


„Dann weiß ich nur noch das sie bei Billy, Ivon getroffen hat und sie anschließend zu Gerd gebracht hat. Am Tag danach hatte sie das Treffen mit Huron.“ Mikes Gesicht konnte man ansehen das er über das was Gillian jetzt gerne wissen würde nicht reden wollte. Zu gut hatte er den Anblick seiner Schwester nach dem Kampf noch in erinnerung. Auch wenn man ihr äusserlich davon nichts mehr ansah. Die künstlichen Augen funktionierten zwar nicht, sahen aber wenigstens echt aus. So erzählte er ihm auch nur das sie Birgid kurz darauf gefunden hatten neben Huron, der Tod war und das sie seitdem hier auf der Sunshine war.
Gerade als Gillian fragen wollte wer dieser Billy sei tönte aus einem nicht zu sehenden Lautsprecher eine Stimme: „Comander Hinz kommen sie bitte auf die Brücke dringend!“

Mike erhob sich und meinte noch: „Die Pflicht ruft, wir werden ein andermal weiterreden. Ich schick dir aber noch jemanden der dir Birgids Quartier zeigt.“ und machte sich schnellen Schrittes auf den Weg zur Brücke.




„Man Biggi so hatte ich mir das aber wirklich nicht vorgestellt. Was ist nur auf Fokir passiert, wenn du doch nur was gesagt hättest. Dann wären wir vielleicht schon wieder auf der Erde und ich müßte nicht hier sein und darauf hoffen das du wieder zu dir kommst. Nunja zumindest hab ich dich gefunden, wenigstens ein Anfang. Den nächsten Schritt mußt du tun, aber glaub mir ich bleibe bei dir. Wer weiß was sonst wieder passiert, du läufst mir mal nicht wieder weg!“ gab ihr einen Kuß und nahm sich die Gitarre zur Hand denn ihm half die Musik genauso wie ihr.

Wenn es auch erst nur ein bisschen geklimpere war entstand so nach und nach eine Melodie und der passende Text, auch wenn es mal wieder eher ein trauriges Lied würde. Es entsprach im Moment mehr seiner Stimmung und so wurden halt auch seine Lieder.




Als einige Zeit später ein junger Officier erschien um ihn zu Birgids Quartier zu bringen, war er neben Biggi eingeschlafen und Percy schickte ihn wieder weg mit der Bemerkung: „Lassen wir ihn schlafen, wenn er aufwacht zeig ich ihm den Weg.“ und dunkelte die Krankenstation etwas ab. Da die zwei die einzigsten hier waren war das auch kein Problem.

So war es reichlich dunkel als Gillian mit leichten Kreuzschmerzen wach wurde. Ein Sessel war halt nicht der richtige Schlafplatz.

Im ersten Augenblick wußte er gar nicht wo er war. Bis er das geblinke der Anzeigen über Biggis Liege sah, da viel ihm alles wieder ein.
„Na auch wieder wach“ wurde er von Percy begrüßt. „Was hälst du von einem Kaffee?“ „Einen Kaffee, eigentlich nicht ich brauch eher noch etwas schlaf,“ meinte Gillian, herzhaft gähnend. Wie mir scheint kann ich das erste mal nach langer Zeit wieder richtig schlafen, ohne das Gefühl zu haben am falschen Ort zu sein.“

„Ok dann komm mit, in Birgids Quartier bekomme ich einen anständigen Kaffee und du ein bequemes Bett.“




Er hatte sich ihr Quartier anders vorgestellt nicht so groß.

Aber Percy erklärte ihm das Biggi die drei Kinderzimmer zu ihrem Bereich erklärt hatte und wenn hätte es stören sollen. Piet hatte die Moonlight. Mike war zu dieser Zeit immer unterwegs gewesen und hatte auch noch ein Haus auf Birna. So hatte damals eigentlich jeder das was er wollte.

Ein Zimmer war zu einer gemütlichen Wohnküche umfunktioniert worden. In der man anscheinend sogar richtig kochen konnte. Nicht nur dieses Automatenessen was meistens üblich war. Percy schien sich hier auch gut auszukennen. Er wußte sofort wo alles war was er für seinen Kaffee brauchte und erzählte ihm auch das der Kaffee aus Kolumbien auf Terra war. Birgid hatte schon immer eine vorliebe für diesen Planeten gehabt.




Das Zimmer in das sie zuerst gekommen waren war wohl ihr Arbeitszimmer. Mit allen drum und dran was sie halt so brauchte um im Notfall auch von hier die Sunshine kommandieren zu können.

Aber die Sitzecke sah schon wieder sehr nach einem Wohnzimmer auf der Erde aus. Abgegrenzt wurde das ganze von einer Regalwand. Auf der sehr viele Fotos standen und allerlei verschiedener Krimskrams.

Das dritte Zimmer war ein Schlafzimmer mit einem riesigen Wasserbett und einem Schrank drin. Der Boden hier war im Gegensatz zu den anderen Räumen mit einem dicken flauschigen Teppich ausgelegt.




Percy der mit einer großen Tasse Kaffe in der Hand kam meinte nur: „Manchmal frag ich mich was sie blos mit so einem riesigen Bett will. Mir sind die kleineren lieber da kann einem die Freundin nicht so weit abhauen. Sie hat es auf Volan extra anfertigen lassen.“ meinte er und fragte: „Willst du nicht doch nen Kaffee?“

„Nein danke ich würde lieber etwas schlafen. Percy wenn irgendetwas ist, ich meine mit Biggi weckst du mich doch“

„Sicher mach dir mal keine Sorgen,“ bekam er zur antwort „Ich trink nur meinen Kaffee aus dann verschwinde ich auch. Kannst also in Ruhe schlafen gehen.“ Bevor er ging zeigte er Gillian aber noch einen Knopf mit dem er direkt mit der Krankenstation verbunden war.

So wie es aussah konnte sie von hier wirklich alle wichtigen Stationen erreichen wenn es sein mußte.

Morgen würde er sich ein paar von den Fotos ansehen die überall verteilt waren, vielleicht konnte er sich dann eher ein Bild von ihrem früheren Leben machen. Jetzt war er einfach zu müde dazu.




Er fühlte sich herlich ausgeruht als er wieder wach wurde, wie schon lange nicht mehr. Nach langer Zeit hatte er mal wieder durchgeschlafen, aber wo war er? Als er tastend nach einem Lichtschalter suchte und auch einen fand, legte er sich noch mal. Diesen Anblick mußte man einfach geniessen. Es hatte sich quasie ein Fenster geöffnet, nicht ein richtiges Fenster nur eine Kuppel. Jetzt war nur noch eine durchsichtige Scheibe zwischen ihm und dem Weltall. Er konnte sich gut vorstellen das Biggi hier gern lag um die Sterne zu beobachten. Es war einfach ein herlicher Anblick.




Von so einem Quartier auf einem Raumschiff hatte er auch noch nicht gehört. Ein und für sich hatte selbst der Kommand eines solchen Schiffes kein allzugroßes Quartier. Aber was hatte Cheila gesagt es war Biggis Schiff, warum sollte sie also nicht so wohnen wie es ihr gefiel.




Nur in einer Hose und mit feuchten Haaren vom Duschen saß er jetzt an ihrem Schreibtisch und um sich bei Percy nach ihr zu erkundigen. Dieser meinte aber nur, seit er gestern schlafen gegangen war hätte sich nichts geändert. Noch während er sich mit Percy unterhielt stieg ihm Kaffeeduft in die Nase.




Wer war jetzt wohl wieder hier um sich eine Tasse Kaffe zu genehmigen. Ob das auch so war wenn sie hier war?




„Was hältst du davon wenn du dir was überziehst und dann mal zu mir kommst? Ich habe hier etwas, was dich auch Interessieren wird. Ein Film mit Aufnahmen von Birgid.“ wurde er von hinten angesprochen.

„Ich bin George Hinz, ihr Vater.“ er wollte den Freund seiner Tochter mal etwas genauer kennenlernen.

Gerade als Gillian ihm sagen wollte das lieber erst zu Biggi wollte meinte George nur: „Zu der Kleinen kannst du auch später gehen. Ausserdem dem ist Billy jetzt bei ihr. Er scheint sie mehr zu vermissen als er zugibt.“

Schon wieder dieser Billy irgendwie ging ihm dieser Typ auf den Keks, obwohl er ihn gar nicht kannte.

Biggi war seine Freundin er sollte gefälligst seine Finger von ihr lassen.
„Das ist mir egal ich werde jetzt erst mal sehen wie es ihr geht,“ und wollte den anderen auch direkt klar machen das Biggi zu ihm gehörte. Auch wenn dieser Billy sie wohl schon länger kannte.

George drehte sich erstaund über Gillians wütende Stimme um. Als er das funkeln in seinen Augen wahrnahm mußte er lachen.

Gleichzeitig kam ihm ein Gedanke und er fragte mit einem lachen im Gesicht: „Sag mal Gillian kann das sein das du eifersüchtig bist?“

„Ja, wer ist dieser Billy eigentlich?“ brummte er wütend zwischen seinen geschlossenen Lippen hervor.

„Mensch Junge zur Eifersucht besteht wirklich kein Grund. Mal nicht bei Billy. An den wirst du dich gewöhnen müßen.“ nach einer kurzen Pause bei der er Birgid´s Freund genau beobachtete. Nun er schien sie wirklich zu Lieben.

So wie Sam, es würde sich rausstellen.

„Er ist ist Birgids Sohn. Ich hoffe du bist jetzt beruhigt, und nun komm lass uns mal den Film ansehen. Sam hat ihn aufgenommen und ihn mir kurz vor seinem Tod übergeben. Als ob er etwas geahnt hätte.

Aber dann hätte er die Kleine wohl nicht mitgenommen, nehm ich mal an. Nunja sie war schon immer ein Sturkopf, obwohl auf Sam hat sie meistens gehört.“

Während Gillian sich in den nächst besten Sessel fallen ließ fragte er: „Warum nennt sie hier eigentlich jeder Kleine. So klein ist sie nun auch wieder nicht.“




„Nun das hat auch eher etwas damit zu tun das sie die jüngste von meinen Kindern ist. Ich habe Mike und Piet am Anfang immer eingebleut auf die Kleine, damals war sie wirklich noch sehr klein, aufzupassen und so hat sich der Name gehalten. Andererseits kann ich mir auch nicht vorstellen das sie ihn irgentwann mal los wird.

Ausserdem nennt sie nicht jeder so. Nur ihre Familie, ihre Freunde und der Führungsstab der Sunshine. Die letzteren auch nur wenn sie mit ihr alleine sind. Du mußt dabei bedenken das die meisten sie mit aufgezogen haben. Sie hat ihre ersten 10 Jahre so gut wie nur auf der Sunshine verbracht und ich war meistens damit beschäftigt das Schiff zu komandieren. Hatte also nicht viel Zeit für meine Kinder. Aber wenn ich es mir so im nachhinein überlege hat es ihnen nicht geschadet.“




George legte den Film ein den Sam ihm übergeben hatte und hoffte auf ein paar schöne Aufnahmen von seiner Tochter.

Gillian würde es bestimmt auch gut tun sie mal wieder glücklich zu sehen und nicht nur schlafend im Bett liegend.




Er staunte nicht schlecht als er seine Tochter singend und tanzend auf dem Film sah. Vor allen Dingen singend das bekam sonst keiner zu hören und man hörte auch warum.

Was hat sie mal gesagt, ich singe nur wenn ein Saal schnell geräumt werden muß. Glaub mir dann verlassen alle fluchtartig den Raum.

So schlimm war es zwar nicht, aber gut hörte es sich nicht an. Es machte ihr aber anscheinend nichts aus das Sam zuhörte.
„Ich würde gerne wissen wie ihr früherer Freund sie dazu bekommen hat. Für mich hat sie nie gesungen, nicht mal ein Wort.“ hörte er Gillian sagen, der sein lächeln wiedergefunden hatte als er sie so da herumhopsen sah.

Was machte sie denn jetzt, sie fing doch tatsächlich an sich zu einer langsameren Melodie tanzend auszuziehen. Da hätte er stundenlang zusehen können.

Aber plötzlich machte die Kamera eine schlenker und man konnte nur noch den Boden sehen. Kurz darauf hörte er sie mit verführerischen Stimme sagen: Nein Sam nicht, jetzt gibt's nur was zum gucken. Kannst du dir dann anschauen wenn ich mal wieder fort bin. Wenn du vielleicht ein bisschen sehnsucht nach mir hast und drohte dem Kameramann scherzhaft mit dem Finger. Damit du mich dann nicht ganz vergisst.

Das sehend bemerkte er erst wie wenig er eigentlich von ihr kannte. Er wäre liebend gerne an der Stelle des Kameramannes gewesen.

Aber gleichzeitig konnte er sich auch vorstellen das wenn Sam noch leben würde sie ihn wohl gar nicht zur Kenntniss genommen hätte.

Es war wohl Schicksal das alles so gekommen war.




Nun wechselte der Schauplatz und man sah sie auf dem Rücken eines Pferdes, sie wollte doch nicht, doch sie nahm als Jokey an einem Pferderennen teil. Das ganze Rennen war gefilmt worden, ihr Pferd rannte nicht sondern man hatte das Gefühl es flog mit seiner Reiterin dem Ziel entgegen.

Ihr Hengst sah Blacky wirklich sehr ähnlich, kein wunder das sie ihn sofort gemocht hatte.




Man sah noch verschiedene andere Szenen mit ihr und verschiedenen anderen Personen die er nicht kannte.




Bein nächsten mal war sie wieder auf der Sunshine direkt nebenan in ihrer Küche.

So wie es aussah war sie gerade dabei ein Essen zuzubereiten.

Erst viel es ihm überhaupt nicht auf, so war er auf Biggi konzentriert. Aber als sie die Musik lauter stellte spielte sie seine erste CD. Sie mußte gerade auf Terra rausgekommen sein wie kam sie nur schon dazu?

Als er ihre Stimme sagen hörte: hör auf mich zu filmen und hilf mir lieber wendete er seine ganze aufmerksamkeit wieder dem Film zu und fand es sehr iritierend das auf einmal eine Zwiebel auf die Kamera zugeflogen kam.

Sie wurde aber noch schnell genug weggedreht ehe sie treffen konnte.

Dafür hörte man ein Autsch, anscheinend hatte sie den Kameramann getroffen.

Der sich auch gleich beschwerte: Hey, pas doch auf die Kamera geht noch kaputt. Womit soll ich dich dann filmen? Ausserdem willst du doch nicht wirklich das ich dir helfe. Ich dachte wir wollen das anschließend noch essen und nicht wegschmeissen. Kochen kann ich nun wirklich nicht, das ist eher dein Ding.

Ich bekomm schon Hunger wenn ich dir nur zusehe.

Gerade als Birgid etwas erwiedern wollte hörte man ein Klingeln, kein schöner Ton sondern mehr störend.

Sam ich glaube das wars mit Essen machen, wenn das mal nicht Arbeit bedeutet. Und man sah noch wie Biggi zu ihrem Schreibtisch ging um den Anruf entgegen zu nehmen. Kurz darauf hörte er sie in einem ganz fremden Ton und sehr bestimmt sagen: Mensch Sam mach das Ding aus das ist dienstlich und nichts für eine Party. Danach kam nichts mehr, dabei hätte er noch stundenlang zusehen können.




„ Nun von diesem Auftrag den sie da erhalten haben ist Sam nicht mehr lebend zurück gekommen und sie erst vor ein paar Wochen.“ konnte man Biggis Vater traurig sagen hören und nach einiger Zeit meinte er zu Gillian: „Hast du Lust mich zum Essen zu begleiten? Ich könnte mir vorstellen das du auch Hunger hast.“ Gillian nickte nur, sein Magen fühlte sich schon so an als ob er eine ewigkeit nichts mehr bekommen hätte.




Etwas später sah man die beiden gemütlich in der Kantine sitzen und essen. Während Gillian neugierig von den anwesenden Mannschaftsmitgliedern unter Augenschein genommen wurde.

Die schließlich den Neuen von Birgid auch kennenlernen wollten, da er aber mit dem Comodore erschienen war ließ man ihn in ruhe.




Als er nun doch noch in der Krankenstation angekommen waren, merkte er das die Eifersucht wieder in ihm hoch kroch.

Der Typ sollte ihr Sohn sein. Schwer vorstellbar.

Er selbst war ja kaum älter als Billy.

Da mußte sie ja selber noch ein halbes Kind gewesen sein. Der andere der jetzt auf sie einredete, den kannte er. Er war doch mit dabei gewesen als sie Biggi von der Erde abgeholt hatten und dieses Unheil eigentlich erst seinen lauf genommen hatte.




Am liebsten hätte er ihrem Bruder, Piet mußte es sein, gesagt was er davon hielt das er Biggi mit genommen hatte. Sie hätte seiner Meinung nach auf der Erde zu ihm gehört. Vergaß dabei aber ganz das sie fort gewollt hatte.

Piet der bemerkte das er beobachtet wurde drehte sich um, um zu sehen wer da gekommen war.




Als er Gillian´s wütenden Blick bemerkte ahnte er schon was in dem Kopf seines Gegenübers vorging: „Schau mich nicht so wütend an. Ich kann doch auch nichts dafür, das sie jetzt hier liegt und keine Lust mehr zum Leben hat. Wenn du unbedingt einen Schuldigen brauchst nimm Huron, dem ist es sowieso egal. Er ist Tod.

Ausserdem, sie hätte sich durch nichts und niemanden davon abbringen lassen sich mit Huron zu treffen.

Selbst wenn sie den Ausgang gekannt hätte.

Sie ist nämlich falls du es noch nicht bemerkt haben solltest, ein ausgesprochener Sturkopf“

„Das liegt in der Familie. Das mit dem Sturkopf. Glaub mir darin ist einer von ihnen besser wie der andere.“ hörte er eine Frau sagen. Etwa so in Biggis alter, mit einem ziemlich excotischen Aussehen, die gerade herein kam.

„Bea,“ fragt Piet erstaund. „Stimmt etwas nicht, ich denke du bist auf der Moonlight.“ „Wie du siehst nicht? Aber es wäre besser wenn du mitkommen würdest es gibt Ärger im Drugon System und wir sind hinbeordert worden. Wie es hier aussieht ist Biggi bei ihm in guten Händen.

Achso Billy dein Flyer steht im Hangar der Sunshine.“ sie schien es sehr eilig zu haben wieder zurück zukommen. „Piet komm schon, sonst flieg ich alleine und du kannst zusehen wie du zu deinem Spass kommst.“

„Mensch das gibst doch nicht kaum bin ich mal bei der Kleinen da muß man auch schon wieder fort. Können die nicht einen anderen hinschicken? Gillian tust du mir einen Gefallen?“ besonders glücklich sah Piet nicht gerade aus. Eigentlich hatte er vor gehabt einige Tage auf der Sunshine zu bleiben. Aber so ging es einem des öfteren als Als Comander der Raumflotte.

„Kommt drauf an was du willst?“ also ihm wollte Gillian eigentlich keinen Gefallen tun.

„Pass nur gut auf sie auf wenn sie wieder zu sich kommt. Damit sie nicht wieder irgendwelchen Unsinn macht. Denn glaub mir sie wird noch gebraucht und nicht nur von dir. Vielleicht schafst du es ja, ihr das plausibel zu machen. Auf uns hört sie ja nicht.“




Zu Billy gewand meinte er: „Gib deiner Mutter eine Kuss von mir wenn sie es schaft wieder zu sich zu kommen bevor wir zurück sind.“

Dieser schien aber kaum hinzuhören nickte nur geistesabwesend und sagte dann doch noch: „Was soll ich nur machen ich komm einfach nicht durch zu ihr. Die ganzen Jahre früher hatten wir immer kontakt und jetzt blockt sie alles ab. Fehlt nur noch das sie mich rausschmeißt. Warum nur?“

Piet der schon fast raus war kam nochmal zurück. Schaute seinen Neffen ermutigend an und meinte: „Nur nicht aufgeben. Ich gaube ganz fest an euch. Ihr müßtest vielleicht mal zusammenarbeiten, ich würde sagen ihr seit im Moment die wichtigsten Personen für sie. Glaubt mir, ich werde mehr als ungemütlich wenn ich wiederkomme und ihr mir mitteilt das sie es nicht geschaft hat. Ich vertraue euch meine kleine Schwester an, denkt dran.“ blinzelte den zweien nochmal zu und verschwand dann.




Billy und Gillian schauten sich an und keiner wußte was er von dem anderen zu halten hatte. „Kommst du zu ihr durch?“ hörte Gillian ihn fragen und er hatte das Gefühl Billy wäre sehr glücklich über ein ja gewesen. Aber er mußte ihn endtäuschen. „Wenn ich es könnte vielleicht?“

Erstaund schaute Billy ihn an und fragte: „Wenn du was könntest?“ und nach einer kurzen Pause „Du willst damit doch nicht sagen, das du gedanklich keinen Kontakt mit ihr aufnehmen kannst? Sie hat zu mir doch selbst gesagt das du ihr Bindungspartner bist. Das gibt es doch gar nicht.“

Verlegen und schon fast endschuldigend erklärte er: „Nun bis vor ein paar Monaten habe ich noch nicht mal gewußt das es so was wie Bindungspartner überhaupt noch gibt. Wir haben immer gesagt bekommen das das alles Humbuck ist. Das hätte es früher mal gegeben aber heute nicht mehr. Also hab auch nie gelernt mit jemanden gedanklich in Kontakt zu kommen. Du kannst dir gar nicht vorstellen wie erstaunt ich das erste mal war als ich ihre Gedanken empfangen habe, obwohl ich gar nicht wußte das sie da war. Das auch noch mitten auf der Bühne, fast hätte ich die ganze Vorstellung geschmissen.“ Hier schien es ganz normal zu sein das man diese Gedankenverbindung beherschte. Aber am meisten machte ihm zu schaffen, das er Biggi jetzt helfen könnte, wenn er diesen Gedankenkram könnte. Es war zum verrückt werden.

Billy schaute ihn an als könnte er nicht glauben was er gerade gehört hatte meinte dann aber: „Wenn sie es schaft wird sie es dir schon beibringen. Ich bin dazu in deinem Fall völlig ungeeignet. Dann wollen wir mal hoffen das sie es wenigstens mitbekommt das du da bist.

Achso ich hab ihr noch jemanden mit gebracht, ich hoffe du hast keine Angst vor Hunden.“ Klopfte gegen sein Knie und rief leise: „Komm Toby, hier ist jemand den du kennenlernen mußt.“

Er glaubte seinen Augen nicht zu trauen unterm Bett kam gerade Biggis Hund hervor. Knurrte ihn nicht an sondern wedelte sogar noch mit dem Schwanz.

„Das gibt es doch nicht, heute werde ich nicht angeknurrt. Wie hast du das gemacht?“ fragte er. Dieser zuckte nur mit den Schultern und meinte: „Das ist nicht mein Verdienst. Piet hat ihm vorhin als du rein kamst noch den entsprechenden Befehl gegeben. Das heißt du bist für ihn jetzt Tabu, das bedeutet für Toby das du machen kannst was du willst er wird nichts dagegen unternehmen.

So und ich werde jetzt nach Hause fliegen, Miri wird immer wütend wenn sie warten muß. Tschau Gillian, bis die Tage.“

Die nächsten Tage passierte nichts besonderes Biggi machte auch keine Anstalten aufzuwachen und den Kindern ging es gut. Wenigstens etwas positives. Billy kam auch täglich, aber es nuzte einfach nichts.




Wie Gillian mal wieder so alleine neben ihr saß hatte er einen endschluß gefasst und sagte es ihr: „So Madam jetzt reicht es mir. Ich werde dich mit nach Hause nehmen. Denn wenn ich ehrlich bin würde ich hier auch nicht wach werden wollen. Zu Hause müßte das doch was ganz anderes sein. Überleg mal die Sonne scheint, du hörst das Meer rauschen, die Vögel singen und noch mehr solcher schöner Geräusche.

Ich hab auch schon mit Mamusch gesprochen. Ich hole sie gleich ab und dann fliegen wir zusammen zu mir, hast du gehört.




Vorher werde ich aber noch mit Percy reden.

Es wäre gut wenn er zumindest solange mit kommt wie die Sunshine generalüberholt wird.




Bei mir kann dich deine Familie auch besuchen. Ich könnte mir vorstellen das es dir dort viel besser gefällt. Denk nur wie glücklich wir dort waren. Deshalb werde ich dich jetzt auch ein bisschen alleine lassen, mach aber bitte in der Zwischenzeit keinen Unsinn, ich komm ganz bestimmt wieder.“




In der Zeit als er mit Percy und Mike alles klärte, wurde in seinen Flyer eine Liege eingebaut auf die er Biggi nach Hause bringen konnte.

Aber erst wollte er Sita abholen. Deshalb war er nun erstmal auf dem Flug nach Birna. Irgendwann würde er mit Biggi und den Zwillingen hierhin fliegen und ihre Großeltern besuchen. Von denen er wußte das sie hier irgentwo eine Farm hatten.

Sita hatte er zum Glück schnell gefunden. Sie hatte schon äusserst neugierig auf ihn gewartet.

Im Flyer stellte sie erstaunt fest das er alleine war: „Ich denke du wolltest sie mit zur Erde nehmen?“

„Ja aber das machen wir doch auch. Wir fliegen jetzt noch kurz zur Sunshine und holen Biggi, Toby und Percy ab. Er bleibt für die nächsten drei Wochen bei uns. Es wird also etwas eng. Läßt sich aber nicht ändern, aber so weit ist es ja nicht von der Sunshine bis zur Erde. Wir müßten so in drei Stunden zu Hause sein und dann kann ich nur noch hoffen und beten das sie bald wieder zu sich kommt.

Lang steh ich das nicht mehr durch, sie macht mich fix und fertig das kann sich keiner Vorstellen.“




Percy der gerade mit der letzten Untersuchung bei ihr fertig geworden war meinte zu ihm wir können sie jetzt auf deinen Flyer bringen. Als er mit einer Trage und zwei Robotern ankam schüttelte Gillian nur mit dem Kopf und trug sie selber in den Flyer. Percy legte noch ein paar Sachen zusammen und wollte anschließend nachkommen.




Erst glaubte er es sich nur einzubilden das sie sich näher an in schmiegte.

Als er aber ihre fragende Simme vernahm: „Gillian? Bist du das?“ hätte er sie vor freude fast fallen gelassen.

„Ja ich bins.“ mehr konnte er nicht antworten. So glücklich darüber das sie wieder zu sich gekommen war.

Ihre Finger streichelten zärtlich über sein Gesicht und hielten kurz inne als sie die Tränen bemerkten die ihm die Wangen hinunterliefen. „Warum weinst du?“ fragte sie ihn erschreckt.

„Es sind nur Freudentränen mach dir keine Sorgen. Ich bring dich nach Hause, hörst du?“ irgendwie hatte er das Gefühl ihr Geist würde wieder ins irgendwo verschwinden.

„Ja ich höre, mach dir keine Sorgen, bald wird alles wieder gut. Ich bin nur noch so müde. Lass mich noch ein bisschen schlafen“ und geradenoch flüsternd verstand er: „Ich liebe dich.“


Kapitel 18




Falls Gillian aber gehofft hatte sie würde bald wieder zu sich kommen, hatte er sich geirrt.




Es dauerte noch so zwei Wochen bis sie wieder zu sich kam. In der Zwischenzeit hatte er sich schon mal nach einem Blindenhund für sie erkundigt. Die Hündin auch gleich mit gebracht. Obwohl der Hundetrainer nichts davon hielt, denn ein und für sich gaben sie diese Hunde erst an die betreffenden Personen raus, wenn sie wußten das der Blinde und der entsprechende Hund wirklich zusammen passten. Das aber ließ sich in Biggis Fall noch nicht sagen.

Aber andererseits wußte er das sich die neue Hündin mit Toby und seinen Hunden vertrug. Er fand es immer wieder Toll wenn er das kleine Hunderudel so beobachtete und sah wie sie zusammen herumtobten.

Aber er wußte auch das die neue Hündin, Ginny eine Rottweilerhündin, bald nicht mehr soviel Zeit zum Spielen haben würde. Wenn Biggi endlich wach würde und diesmal für immer.


Als er Marc sah schubste er die Hollywood Schaukel noch einmal an, auf der Birgid lag, und begab sich auf den Weg zu seinem Tonstudio. Dort war er schon seit einigen Tagen dabei die Lieder richtig zu vertonen die ihm auf der Sunshine eingefallen waren.




So mitten in der Arbeit. Hier konnte er immer wieder alles um sich rum vergessen, tauchte Sita auf und sagte nur: „Ich glaube Gillian es ist besser du kommst mal raus. Biggi ist wach geworden...“ Er ließ alles stehn und liegen um raus zulaufen, ohne zu bemerken das Sita noch etwas sagen wollte.




Als er fast bei seiner Freundin angekommen war, bemerkte er sofort das etwas nicht stimmte. Das was er jetzt hörte war wohl nicht für ihn bestimmt.




„Percy, kannst du mir mal sagen wieso du noch nicht mal in der Lage bist einen ganz einfachen Befehl zu befolgen, zumal Mutter noch mit dabei saß.

Ist es so schwer das zu tun was ich sage. Falls du es vergessen haben solltest. Hier noch mal zur Erinnerung. Ich bin der Comander der Sunshine und nicht du. So schwer sollte das doch eigentlich nicht sein und das heißt auch, das auch du, meine Befehle zu befolgen hast! Auch wenn sie dir nicht in den Kram passen.“ Percy der ihn kommen sah, gab ihm zu verstehen etwas abseits zu warten. Denn er war der Meinung das das hier endlich geklärt werden mußte. Sonst konnten sie unter Umständen, dieses Thema immer wieder durchkauen, lernte einer mal Birgid kennen.

„Kleines, ich möchte ja nur das du dir das noch mal überlegst, bitte. Die Chancen das du bald wieder sehen kannst sind sehr groß, du mußt nur etwas Geduld haben.“ Nun und da lag das Problem, wenn sie alles mögliche hatte, aber Geduld, damit stand es nicht zum besten.

„Und warum sprichst du nicht erst mal mit Gillian.“

Aha er hatte ihren wunden Punkt erwischt, das war nicht zu übersehen.

Sie zuckte richtig zusammen. Wenn sie gekonnt hätte wär sie ihm jetzt an den Hals gegangen. Aber soweit war sie noch nicht.

Er fragte sich im Moment sowieso wie lange sie das noch durchzog, ehe sie wieder schlapp machte.

Schon eine stolze Leistung nach einigen Wochen Koma so herum zu wettern. Sie war halt eine Kämpfernatur. Man mußte das ganze nur in die richtige Bahn lenken.

„Hör mir nur mit Gillian auf! Immer wenn euch nichts mehr einfällt muß er herhalten. Das hat Dad auch schon versucht. Er ist auf Terra und ich,“ eine kurze Pause.

„Ich weiß noch nicht mal wo ich bin. Halt ein bisschen schwierig seine Umwelt zu erkennen wenn man nichts sehen kann, wie so vieles anderes auch.

Eigentlich brauch ich gar nicht mehr zu Sterben. Ich bin es doch schon längst. Mein Körper und ihr habt es nur noch nicht kapiert.

Ein Teil ist von mir mit Sam gestorben als ich ihn umgebracht habe.

Ja, ich schau mich nicht so an. Ich hab ihm die Kehle durchgeschnitten, sonst keiner und da erwartet ihr das ich weiter mache als ob nichts passiert wäre. Der Rest ist dann gestorben als ich Gillian geschrieben habe er soll sich eine andere suchen. Ein Witz hoch zehn, schreib ihm er soll sich eine andere Suchen und weiß dabei doch das ich ihn mehr brauche wie alles und jeden anderen.

Verdammt noch mal ich kann nicht mehr, das war einfach ein bisschen zu viel.

Schau mich doch an, den Comander Birgid Hinz gibt es nicht mehr nur noch einen mageren Abklasch von ihr.

Ausserdem wäre es nett wenn du aufhören würdest mich mit dieser Geschichte von nachwachsenden, funktionstüchtigen Augen zu langweilen. Die glaubst du doch selber nicht und nochmal auf das andere Thema zurück zukommen.

Was bitte sollte ich Gillian denn sagen: Hallo Gillian ich brauche deine Hilfe. Vorher warst du zwar nicht gut genug für mich, deshalb bin ich auch weggegangen.

Aber jetzt wo ich blind bin mußt du mir helfen.

Das glaubst du doch selber nicht, oder hälst du mich oder ihn für ganz verrückt. Ausserdem wie sollte ich denn so mit ihm zusammen leben? Ich kann ja noch nicht mal einen Schritt machen ohne irgentwo gegen zu rennen. Geschweige von irgend welchen anderen Tätigkeiten.

Mach doch nur mal für zehn Minuten die Augen zu und versuche trotzdem noch deiner Beschäftigung nach zu gehen. Dann weißt du ein kleines bisschen wie es mir geht. Nur bringt es mir nichts wenn ich die Augen wieder aufmache. Ich sehe trotzdem nichts.
Aber andererseits, wenn ich davon ausgehe das du mir Purex partu nicht geben willst und wohl andere Waffen auch aus meiner Reichweite entfernt hast. Brauch ich ja eigentlich nur zu warten bis wieder ein Frog auftaucht und dieser dann die Angelegenheit erledigt. Glaub mir ich werde mich diesmal bestimmt nicht wehren und um die Zwillinge dürft ihr euch dann kümmern. So würden sie mit mir sterben, bestimmt nicht die schlechteste Alternative.“

Ziemlich fertig ließ sie sich wieder auf die Hollywoodschaukel sinken und schloß die Augen um wieder etwas Energie zu sammeln. Sie schien noch nicht fertig zu sein.




Gillian der alles mitbekommen hatte, war bald genauso fertig wie sie. Er hatte es Percy irgendwie nicht glauben wollen das sie nicht mehr wollte. Nur zu sagen das man nicht mehr Leben wollte war etwas anderes. Sie schien bereit zu sein dafür zu kämpfen. Als er in seine Hemdtasche griff, hatte er die Spritze in der Hand die Percy ihm gestern gegeben hatte.




Wie hatte er gemeint wenn nichts mehr geht mußt du ihr die Spritze geben. Aber so das sie merkt das du es bist und nicht irgend jemand anders. Warum unbedingt er?

Er konnte sich noch lebhaft daran erinnern wie er ihm geantwortet hatte: Du glaubst doch nicht das ich sie umbringe und wenn sie es hundertmal will. Das kann und will ich nicht. War dann aber als mehr als erleichtert, als Percy ihn sagte das die Flüssigkeit darin völlig harmlos war.




Percy hoffte sie durch einen entsprechenden Schock wieder dazu zubekommen ihren Lebenswillen wieder zu finden. Jetzt konnte er nur hoffen und beten das in dieser Spritze wirlich nur diese völlig harmlose Flüssigkeit war. Sonst wußte er auch noch nicht was anschließend passieren würde. Aber für Percy würde die Sache bestimmt nicht gut ausgehen.




Sie tat ihm wahnsinnig Leid, wie sie so blass und zitternd auf der Schaukel saß. Auch wenn ihre Stimme vorhin sehr wütend geklungen hatte. War die Angst darin nicht zu überhören gewesen und er sollte ihr jetzt noch den Rest geben.




Er merkte wie sich alles in ihm darin sträubte. Er wollte sie einfach nur in den Arm nehmen und trösten, wie er es damals im Hotel auch so gerne gemacht hätte. Aber gleichzeitig merkte er auch das sie sich in diese fixe Idee, zu sterben, total verrannt hatte und nicht so leicht vom Gegenteil zu überzeugen war.

So setzte er sich schweren Herzens neben sie: „Hallo, Biggi bist du sicher das du die Spritze haben willst? Warum hörst du nicht auf Percy und mich. Ich will nicht das du stirbst. Glaub mir doch, ich möchte das du bei mir bist, sonst nichts. Aber wenn dir das nicht reicht geb ich dir selbst diese Spritze.“ als er sie näher zu sich heran holen wollte wurde er nur unsanft weggeschoben. „Gib mir die Spritze und sonst nichts. Hat Percy doch noch einen dummen gefunden der ihm diese Aufgabe abnimmt. So kann man sich auch um seine Pflichten herum drücken.“ hörte er sie sagen. Jetzt saß sie da mit Tränen in den Augen, zusammengepressten Lippen und versuchte vergeblich zu lächeln. Während er damit beschäftigt war ihr diese Spritze zu geben bemerkte er gar nicht wie intensiv er dachte: Mensch Biggi mach diesem grausamen Schauspiel endlich ein Ende, ich will das hier nicht tun.




Wenn es wirklich Gift gewesen wäre wäre ihre Reaktion zu spät gekommen. Denn auf einmal hörte er sie rufen: „Nein Gillian tu es nicht,bitte. Du bist es doch, oder?“ Er hatte das Gefühl schwerelos zu sein. Er hätte Lachen und Weinen können, alles auf einmal. So glücklich war er das sie es sich noch anders überlegt hatte. Da das aber alles auf einmal nicht ging, schloß er sie nur in seine Arme und bemerkt gar nicht wie alle anderen Anwesenden erleichtert aufatmeten.

„Oh Gott Biggi, mach so was nie wieder mit mir. Versprich mir das. Das hält kein Mensch zweimal aus.“

„Bist du das wirklich? Wo bin ich? Wenn du willst das ich bei dir bleibe, verspreche ich dir das und noch viel mehr. Wenn dieser Albtraum nur endlich vorbei ist.“ hörte er sie erleichtert sagen.




Nach ein paar Minuten, er hatte schon die Befürchtung sie wär wieder bewustlos geworden hörte er sie leise fragen: „Wo bin ich eigentlich und wieso bist du bei mir? An das letzte was ich mich erinnern kann ist, das ich Dad auf der Sunshine angemotzt habe er solle mich endlich in Ruhe lassen. Aber das wir nicht mehr auf der Sunshine sind merke selbst ich. Ich muß wohl die letzte Zeit ein richtiges Ekel gewesen sein, mal gespannt bei wem ich mich die nächste Zeit alles endschuldigen darf.“ und strich sich verlegen die Haare aus dem Gesicht.




Überglücklich darüber das sie wieder ziemlich normal war, erzählte er ihr alles was sich zugetragen hatte, seit er auf der Sunshine war. Bemerkte darüber erst gar nicht, das sie zufrieden an ihn gekuschelt wieder eingeschlafen war.




Als er Percy sah, der gerade auf dem Weg zu ihm war meinte er: „Jetzt ist sie schon wieder eingeschlafen.“

Dieser schaute ihn grinsend an und meinte dann: „ Hat sie dich die letzte Stunde nicht genug genervt? Besonders glücklich sahst du nicht aus, mit der Spritze in der Hand.“

Bei sich dachte er, ich hätte wohl auch nicht besser ausgesehen. Er hat sich gut geschlagen.


„Bei ihr muß man schonmal mit harten Bandagen kämpfen. Aber so wies aussieht hat es gewirkt. Sie geht mit ihrem Umfeld ja auch nicht gerade zimperlich um und das hast du ja schon selber mitbekommen.

Andererseits hat sie mit der selben Energie schon einige Manschaftsmitglieder aus der Patsche geholfen. Denn glaub mir von mir nichts dir nichts wird man nicht so beliebt. Glaube mir auf der Sunshine gibt es so gut wie keinen der sein Leben nicht für sie riskieren würde, mich eingeschlossen.




So und jetzt lass sie schlafen. Dieser Auftritt nach mehr oder weniger sieben Wochen Koma muß erst verkraftet werden. Wenn du sie aber dazubekommst mit der selben Energie dafür zu kämpfen wieder gesund zu werden, wird sie, das kannst du mir ruhig glauben, in einer Woche wieder ziemlich fit sein.




Aber das ist nicht der Grund warum ich gekommen bin. Mike hat mir gerade mitgeteilt das wir übermorgen weg müssen. Der Ärger im Drugon System wird immer schlimmer. Ausserdem hatte er Besuch vom Gerichts-Konzorzium. Sie wollten die Kleine sprechen. Es liegt eine Klage wegen Selbstjustiz und Mord gegen sie vor.

Versuch die ganze Sache so weit wie es geht die nächste Zeit noch von ihr fern zu halten. Es könnte sein, das sie sonst wieder ausflippt und das wäre im Moment noch nicht so gut.




Wenn du dich darauf berufst das sie noch krank ist und du ihr Bindungspartner bist können sie nicht viel machen. Ausserdem wird Mike schon alles ihrer Anwaltin übergeben haben, sie heißt Korina Patlan und ist eine gute Freundin von Birgid.

Ich geb dir gleich noch eine Adresse von einem Arzt, von uns, der sie weiterbehandeln wird, wenn es sein muß.

Ein Speichermodul mit all ihren wichtigsten Daten hab ich dir auf deinen Schreibtisch gelegt.“








Kapitel 19





Mmh, herlich wenn die Sonne einen so weckt. Jetzt müßte ich nur noch wissen wo ich bin. Irgendwie vertrackt jedesmal wenn ich wach werde bin ich wo anderes und kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern wie ich an die betreffende Stelle gekommen bin.
Manchmal glaube ich nicht nur mein Augenlicht sondern auch mal wieder einen Teil meines Erinnerungsvermögens verloren zu haben.
Die Kissen neben mir sind ganz zerdrückt also kann ich mal davon ausgehen diese Nacht nicht allein verbracht zu haben. War es vielleicht doch kein Traum, das ich gestern mit Gillian zusammen war.
Aber wenn wo war er dann jetzt?
Ich wollte gerade versuchen vorsichtig aufzustehen um heraus zubekommen wo ich war, als ich bemerkte das jemand das Zimmer betrat.

"Hey Kleines wie ich sehe geht es dir wieder besser," hörte ich Percys Stimme. Schade ich hatte so gehofft es wäre jemand anderes. Aber es heißt wohl nicht umsonst Träume sind Schäume.
Wiedermal einer geplatzt. mal hörn was er wieder will. "Dann werd ich dich gleich mal durchchecken. Denn heut abend muß ich wieder auf der Sunshine sein und du wirst uns allen einen Gefallen tun und dich richtig erholen."
Wie es mir ging merkte ich schon selber, reichlich wackelig auf den Beinen. Was mich mehr interessierte wie ging es den Zwillingen? Darauf bekam ich auch prompt die Antwort ohne überhaupt gefragt zu haben. Anscheinend stand mir die Frage ins Gesicht geschrieben.

"Die Zwillinge endwickeln sich prima, trotz deines Theaters. Ich schätze du wirst sie bald spüren. Sie scheinen ja die reinsten Ringkämpfe in dir auszuführen. Noch haben sie ja Platz. Was sollte man bei dieser Mutter auch anderes erwarten." hörte ich ihn lachend sagen während er damit beschäftigt war mich zu Untersuchen. "Du könntest uns allen einen Gefallen tun. Geh es mal etwas ruhiger an. Du hast Zeit ohne Ende. also bitte keinen Stress. Der ist jetzt weder für dich noch für deine Kinder gut, Versprichst du mir das?" Irgentwie hatte ich das Gefühl das ich schon das zweite Mal jemanden innerhalb kurzer Zeit was versprechen sollte.
Anscheinend traute mir keiner mehr so recht übern Weg. Aber gut wenn er nur dieses Versprechen haben wollte, das könnte er haben. Mir war nämlich überhaupt nicht nach stress, ich wollte nur meine Ruhe haben.

"Ok dieses Versprechen kann ich dir geben, ich möchte die zwei nämlich auf keinen Fall verlieren." und gerade als ich ihn fragen wollte wo ich eigentlich war wurde die Zimmertür nach einem kurzen klopfen geöffnet. Ich war reichlich erstaunt, aber auch sehr erfreut die Stimme von Korina zu hören.


Anscheinend wußte jeder wo ich war nur ich selber nicht.
"Mensch Birgid bin ich froh das es dir wieder besser geht. Weißt du das du uns alle in Angst und Schrecken versetzt hast?" Kam sie auf mich zu und meinte: "Na wies aussieht hat Percy dich ja wieder gut zusammengeflickt. Da müßtest du ja bald auch wieder Zeit haben etwas zu unternehmen. Du mußt unbedingt sagen wann? Dann lade ich alle unsere Freunde ein und wir lassen eine riesen Fete steigen. Was sagst du dazu?" das war wieder typisch für sie, nur keine fünf Minuten Ruhe halten. Ich hatte so das Gefühl wenn es nach ihr gegangen war hätte sie mich direkt mit genommen und die Fete wäre noch heute gestiegen. "Nun wenn du noch ein bisschen mit deiner Party wartest, hab ich ganz und gar nichts dagegen. Aber zur Zeit bin ich noch ein bisschen wackelig auf den Beinen. Ausser du möchtest das ich nach spätestens einer halben Stunde wieder verschwunden bin."
Wenn ich es so recht bedachte war eine Party mit all meinen Freunden wirklich nicht die schlechtste Idee. Vielleicht würde dieses Leben dann auch wieder etwas mehr Spass machen. Aber im Moment war ich dazu wirklich in der Lage. Ich fühlte mich wie durch einen Fleischwolf gedreht und anschließend wieder zusammen gepuzzelt.



Zur selben Zeit im Eingangsbereich.

Gillian der gerade mit dem Frühstück für sich und Biggi bepackt war, hörte gerade noch wie Sita sagte: " Da können sie nicht so einfach hoch. Was glauben sie denn wer sie sind.
"Wir sind vom Gerichts-Konzorzium und wollen Comander Birgid Hinz sprechen."
"Guten Tag meine Herrn. Ich bin Gillian Willis." und zu Sita gewand "Nimmst du mir bitte das Tablett ab ich glaube das Frühstück muß noch ein bisschen warten."
"So meine Herrn jetzt habe ich Zeit für sie." meinte er zu den drei Männern gewand die wohl geglaubt hatten so einfach zu Birgid zu kommen.
Einer von ihnen meinte: "Da muß ein Irtum vorliegen wir wollen zu Comander Hinz und nicht zu ihnen. Es ist etwas dienstliches."
Gillian machte noch gute Mine zu diesem Spielchen und sagte nur: "Sie glauben doch nicht im Ernst das ich sie jetzt zu ihr lasse. Sie ist gestern erst aus dem Koma erwacht und braucht unbedingt Ruhe. Entweder sie klären das mit mir, ich bin übrigens ihr Bindungspartner oder sie gehen unverrichteter Dinge wieder." aber so einfach wie er es sich gedacht hatte würde es wohl nicht.
"Mr Willis sie können es sowieso nicht verhindern, das wir mit ihr sprechen."
"Nun ob ich dieses Gespräch nicht verhindern kann, da wäre ich an ihrer Stelle nicht so sicher. Ausserdem sind sie hier auf Terra und auf meinem Grund und Boden. Allein deshalb würde ich ihnen schon raten sich zu benehmen.Sonst werde ich dafür sorgen das die örtliche Polizei sie von hier entfernt. Sie müßten doch wissen das sie hier keine Befugnisse haben. Wir sind hier auf Terra und dieser Planet gehört noch nicht zur Planetenvereinigung."

Nach einigen hin und her stand er kurz davor dieses Konsortium kurzerhand von seiner Insel entfernen zu lassen. Als es plötzlich klopfte und eine junge Frau anfang vierzig, etwa eins achzig groß und mit roten langen gewellten Haaren ohne eine Antwort abwartend eintrat. "So wie es aussieht komme ich ja gerade noch rechtzeitig." irgendwie fand er es schon komisch wer auf einemal alles auf seiner Insel war. Sie hatte er mal noch nie gesehen. Bei ihrem Aussehen könnte er sich bestimmt an sie erinnern.
" Mr Willis ich bin Korina Patlan die Anwältin von Birgid. Könnte es sein das sie meine Hilfe brauchen mit diesen Herrn. Sie sind bekannt dafür ziemlich hartnäckig zu sein, um ihr Ziel zu erreichen," er fand ihr Aussehen sehr sympatisch, meinte aber: "Nein ich glaube nicht. Die Herren wollten gerade gehen. Achso meine Herren das Schreiben für Comander Hinz können sie mir ruhig übergeben. Ich werde es ihr zeigen wenn es ihr wieder besser geht, zumal ihre Anwältin ja auch noch dabei ist.
Sie brauchen die nächste Zeit hier auch nicht wieder auf zutauchen. Ich werde schon dafür sorgen das Birgid ihre Ruhe vor ihnen hat.

Wenn es ihr bis zur Verhandlung wieder besser geht werden wir anwesend sein. Sonst aber nicht. Kommen sie ich zeige ihnen den Weg hinaus." Als sie fort waren sah er gerade noch wie Biggis Anwältin die Treppe hoch ging und im Schlafzimmer verschwand.

Als er Sita in der Küche antraf fragte sie ihn: "Kannst du mir mal sagen was das alles für Leute bei Birgid sind. Ich dachte sie bräuchte noch Ruhe."
"Nein Mamusch ich weiß es auch nicht nehme aber an das es ihre Anwältin, Mike ihr Bruder und Percy sind. Werd es aber gleich feststellen und weißt du was ich werd sie alle nach Hause schicken, naja ausser ihrem Bruder und Percy.
Ich habe nämlich jetzt vor nur mit ihr und in Ruhe zu Frühstücken." schnappte sich Tablett und ging energischen Schrittes in sein Schlafzimmer. Wo er eigentlich schon vor einer sein wollte.

Als er endlich ankam, hörte er gerade noch wie Birgid zu einem ihm völlig Fremden, obwohl irgendwo hatte er ihn schon mal gesehen, sagte: "Aber sicher komm ich dich demnächst mal besuchen, aber nicht allein."
"Ach Engelchen die Kinder kannst du gerne mitbringen. Aber dein neuer muß nicht so unbedingt sein. Aber eigentlich bist du mir ganz solo noch am liebsten!" und schaute sie mit so verliebten Dackelblick an das Gillian ihn am liebsten durchs geschlossene Fenster an die frische Luft gesetzt hätte. Das er sich gerade im ersten Stock aufhielt war ihm dabei relativ egal. Was bildete sich dieser Kerl eigentlich ein? Hier bei ihm solche reden zu schwingen.
"Frankie, krieg dich wieder ein. Langsam müßte es sich sogar bis zu dir herum gesprochen haben, ich mag dich wirklich. Aber du bist nun mal nicht mein Typ. Ausserdem bin ich vergeben. So und jetzt gib mir noch einen Kuss und sei wieder friedlich. Ausserdem könnte ich ein bisschen Ruhe gebrauchen."

"So meine Herschaften, die Besuchszeit ist beendet. Unten in der Küche gibt's noch Kaffee und dann hoffe ich für euch, das ihr alle ein eigenes zu Hause habt. Das ist nämlich mein und Biggis zu Hause. Auf wiedersehen." seine Stimme hörte sich alles andere als freundlich an.

Als Fränkie an ihm vorbei ging, bekam er noch leise von Gillian zu hören: "Und du läst gefälligst deine Finger von ihr ausser du willst Ärger haben." und sah gewissen Fränkie dabei alles andere als friedlich an. Wenn er nur wüßte wieso ihm dieser Typ nur so bekannt vorkam.

Irgentwie hatte er das Gefühl, das etwas mit ihr nicht stimmte. So wie sie da saß und Löcher in die Luft starrte. Vorhin hatte sie doch noch ganz normal ausgesehen und jetzt schien schon wieder Ärger in verzug zu sein.

Als ob sie am überlegen war ob sie mit ihm darüber reden sollte oder nicht.
Sie legte das Sandwich welches sie die ganze Zeit eigentlich nur in der Hand gehalten hatte zurück und sagte: "Gillian, versteh mich nicht falsch. Warum hast du mich hier hin gebracht? Du warst es doch, oder? Wenn du ehrlich bist zu dir und mir, kennst du mich doch eigentlich gar nicht.

Diese Birgid Falkner die du kennen gelernt hast gibt es nicht. Mal nicht mehr. Sie war mal eine kurze Episode in meinem Leben und Comander Birgid Hinz," eine kurze Pause. Als ob sie am überlegen wäre was sie sagen wollte.
"Nun glaube mir die gibt auch nicht mehr. Höchstens einen schwachen Schatten von ihr. Warum läßt du mich nicht mit Mike und Percy wieder auf die Sunshine gehen? Das Leben mit mir ist alles andere als einfach. Egal ob ich blind bleibe oder nicht. Meine Leben war schon immer ein Kaos und ich glaube auch nicht das sich daran etwas ändern wird."

Langsam aber sicher wurde er stinksauer, konnte sie nicht mal damit aufhören, mit diesem Selbstmitleid. Er faste sie nicht gerade sanft an ihren Schultern um sie in seine Richtung zu drehen. Wenn sie ihn schon nicht sehen konnte wollte er ihr wenigstens dabei ins Gesicht sehen. Als er ihr Gesicht anhob um ihr in die Augen zu schauen, auch wenn es in ihrem Fall nichts brachte. Sah er nur Tränen und Angst. Warum konnte sie nicht einfach zugeben das sie Angst hatte, dafür hatte doch wohl jeder Verständniss, mal mehr wie für Selbstmitleid.

"Mensch Biggi, mach es dir und mir doch nicht so schwer." sagte er zu ihr. Seine Wut auf sie war wie fortgeblasen.
Er nahm sie ganz zärtlich in seine Arme und wußte das er ihr irgendwie schon verständlich machen würde das sich vor der Zukunft nicht fürchten mußte. Nur würde sie es endlich begreifen das sie nicht mehr alleine war?

Wie hatte Percy gemeint man mußte sie nur dazubekommen mit der selben Energie dafür zu kämpfen Gesund zu werden, wie sie dafür gekämpft hatte zu sterben. Nun wie es aussah war nicht das Gesund werden das Problem, sondern das Leben wollen. "Wie kommst du eigentlich auf die Idee das ich dich nicht kenne? Nun du bist und das kannst du nicht abstreiten, Birgid Falkner und Birgid Hinz. Auch wenn du zu verschiedenen Zeiten verschiedene Namen trugst. Du bist trotzdem du. Ich habe mich nicht in einen Namen verliebt sondern in eine Person. In dich. Mit all deinen guten und schlechten Seiten und ich hab auch nicht vor jetzt aufzugeben.
Wenn du es mir im Moment auch alles andere wie leicht machst. Ich glaube auch nicht das ich dich nochmal wiedersehen würde wenn ich dich jetzt auf die Sunshine lassen würde, oder? Ich kenne dich mehr wie du denkst. Zumindest deine Vergangenheit. Aber wen interessiert die Vergangenheit uns gehört die Zukunft.Du mußt nur ein bisschen vertrauen zu mir haben. Dann schaffen wir das schon und zwar gemeinsam."
Etwas zekptisch schaute sie schon aus als er zur Antwort bekam: "Bist du dir da so sicher? Ich würde dir so gerne glauben. Nur ist, wenn ich so recht überlege immer wieder alles schief gelaufen was ich angefangen habe, zumindest im Privaten bereich. Es wäre zu schön wen das anders würde. Wenn du es wirklich willst, können wir es ja mal zusammen versuchen. Denn wenn ich es mir so recht überlege war ich nie so glücklich wie die eine Woche mit dir und für die Kinder wäre es auch besser. Interessieren die dich eigentlich gar nicht?"

Wenn ichs mir so recht überlege könnte ich mir mehr als gut vorstellen das ich mit ihm sehr glücklich würde. Aber wenn es wieder schief ging? Was dann, und dann wären auch noch zwei kleine Kinder da.
Aber andererseits hatte ich meinen Kindern nicht versprochen ich würde mich ändern und ein normales Leben führen.
Oh Gott, wenn es dich wirklich gibt sorge bitte dafür das es dieses mal gut geht. Enttäuschungen hab ich genug erlebt und mehr werden sehr schwer zu verkraften sein. Dafür liebe ich ihn zu sehr. Aber warum sollte nicht auch bei mir mal alles gut gehen? Vielleicht mußte ich nur darauf und auf ihn vertrauen?

"Biggi kannst du mir sagen wo du jetzt schon wieder mit deinen Gedanken bist?" hörte ich ihn fragen. Hoffentlich konnte man mir nicht ansehen was mir gerade durch den Kopf gegangen war.

"Ich habe nur versucht mir über dieses Gefühlskaos in mir im klaren zu werden."
"Nun mein Schatz die Kinder in dir interessieren mich erst zweitrangig. Erst muß das klar und deutlich mit ihrer Mutter geklärt werden. Die Liebe ich nämlich mehr wie mein Leben auch wenn es sie anscheinend gar nicht interessiert. Obwohl ich mich an eine Zeit erinnern kann da ist sie fast vor Eifersucht geplatzt wenn ich nur mit einer Anderen auf der Bühne war." Sie schaute schon einige Zeit wie starr aus dem Fenster. Obwohl es nicht zu übersehen war das sie zuhörte. Auch wenn sie versuchte zu machen als ob sie das Ganze nichts anging. Als ob er mit jemand anderes sprach, nicht mit ihr. Sollte mal einer die Frauen verstehen und sie im Besonderen. Soviele Frauen wie er schon kennengelernt hatte, aber keine von ihnen war so stur und dickköpfig wie sie. Aber er hatte auch keine so geliebt wie sie.

Jetzt saß er hier neben ihr und wußte einfach nicht mehr weiter. Während er noch überlegte was er tun konnte, sah er wie sie sich wieder ihm zuwendete. Sie so verzweifelt aus wie er sich fühlte. Dabei lag es doch an ihr, dieses Teather hier zu beenden.

"Ha, ich hätte dich sehen wollen wenn ich vor einem Anderen gekniet hätte um ihn ein Liebeslied vorzusingen. Ausserdem finde ich es nicht gut das du deine Kinder als zweitrangig ansiehst.
Selbst wenn unsere Beziehung schief geht sind es auch deine und nicht nur meine." fauchte sie ihn wütend an.

Auf einmal grinste er sie über beide Ohren an und meinte nur: "Kann das sein das du immer noch eifersüchtig bist. Also ist dir doch nicht alles so egal wie du tust. Klär mich mal auf."
Jetzt hatte er mich erwischt vielleicht auch besser so. Eigentlich war ich dieses Spielchen ebenso leid wie er, ich hatte es nur noch nicht gemerkt.
Wenn ich ehrlich zu mir selbst war wollte ich doch mit ihm zusammen sein und so würde ich unsere Beziehung nur kaputt machen. Aber diesmal wäre ich es selbst schuld.
"Ja ich liebe dich, ich habe nie damit aufgehört. Deshalb ist ja auch alles so schwierig." "Also ich weiß gar nicht was daran so schwierig ist." und so ganz nebenbei kam die Frage die ihn, ja gar nicht, interessierte, zumindest schien er mir das Glauben machen zu wollen: "Wer ist eigentlich dieser Fränkie."
Wollte er mich jetzt verulken, oder was hatte er vor. Vorsichtshalber fragte ich noch mal nach: "Meinst du das jetzt im Ernst."
"Ja das meine ich ernst. Ich möchte wissen wer meiner Freundin mit verliebten Augen nachschaut!" Da konnte ich mir ein lächeln wirklich nicht verkneifen, daher wehte der Wind

"Du bist doch nicht eifersüchtig. Dazu gibt es nämlich gar keinen Grund. Ich kenne Fränkie schon Ewigkeiten. Er ist ein Freund von Mike, Piet und mir seit wir Kinder sind. Wann warst du eigentlich das letzte mal auf Birma? Ich meine nicht für eins zwei Tage sondern für länger. Er ist dort Sänger und der Frauenschwarm schlechthin, kommt dir das irgendwie bekannt vor?"
Jetzt hätte ich ihm zu gerne ins Gesicht gesehen so hörte ich ihn nur Antworten: "Sänger ja, aber Frauenschwarm...?"
„Bist du das etwa nicht? Achja ich vergass die Mädchen sind mir nachgelaufen nicht dir. Komisch, komisch. Ich glaube wir müßen mal wieder in einer größeren Stadt spazieren oder einkaufen gehen. Dann wollen wir mal sehen wie das so ist mit dem Frauenschwarm." so neben ihm sitzend merkte ich wie sich ein Gefühl in mir ausbreitete das ich schon ganz vergessen hatte. Ich war ganz einfach glücklich und zufrieden, bei ihm und hier zu sein.
Er hatte gewonnen. Ich würde nochmal versuchen mein Leben in den Griff zu bekommen, aber diesmal nicht alleine. So wies aussah würden wir sogar eine richtige Familie sein. Wenn ich ehrlich war hatte ich mir das doch immer gewünscht.

"Du Gillian eines würde mich noch interessieren bevor wir zu den anderen gehen wie komm ich eigentlich hier hin, ich meine nach Terra. Das letzte an was ich mich wirlich klar und deutlich erinnern kann ist das ich Dad angemotzt habe und das war auf der Sunshine." Er nam mein Gesicht in seine Hände gab mir einen langen Kuss und sagte nur: "Ich hab dich hierher gebracht, was hast du denn gedacht. So und nun lass uns endlich in ruhe Frühstücken und dann gehen wir raus ich muß dir noch jemanden vorstellen."


Jetzt saßen wir hier am Strand. Er hatte mich ganz nah an sich heran gezogen. Ich konnte jeden Atemzug von ihm spüren und es war einfach herlich so von ihm festgehalten zu werden.

Wieso hatte ich nur daran gezweifelt das alles in Ordnung kam. Mit ihm mußte man einfach glücklich sein. Obwohl wenn ich so nachdachte hatte ich ihn die letzten Wochen wohl viel Nerven gekostet.

Nunja wenn ich es mir so recht überlege hatte ich ja auch in wahnsinnigen Schwierigkeiten gesteckt als ich Sam kennengelernt habe. Aber jetzt war es besser nicht an Nostra denken.

Nur bei dem Gedanken an diesem Planeten überviel mich wieder dieser Hass auf seine eingebildete Bevölkerung. Die glaubten doch wirklich allen ernstes das nur sie ein recht auf Leben hätten und alle anderen da wären um ihnen zu dienen.
Wenn ich nur darüber nachdachte, da hatte ich für meine Regierung Informationen ohne Ende eingesammlt und was taten sie. Nichts!! Blos nicht weiter darüber nachdenken sonst würde ich noch vor Wut platzen.

Warum war die letzte Zeit Sam so oft wieder in meinem Bewustsein aufgetaucht. Vielleicht wollte er mich daran erinnern das ich noch immer mit ihm verbunden war. Ich wußte, ich würde mich von ihm lösen müßen oder ihn bis zum Ende seines Weges begleiten müssen.
Aber eigentlich konnte ich mir das gar nicht mehr vorstellen.
Denn wenn ich ehrlich zu mir selbst war liebte ich Gillian mehr wie ich Sam jemals geliebt hatte. Trotz allen wußte ich das es schwer werden würde Sam loszulassen und alleine wieder in die existente Welt zurück zukehren.

Mußte Sam halt noch ein bischen warten, noch war ich nicht stark genug dafür. Ausserdem war es sehr schön sie beide in mir zu spüren, wenn auch ein bischen verrückt. Aber andererseits war ich in meinem Leben jemals normal gewesen? Eher nein.
Jetzt war ich nicht bei Sam, nun so richtig würde ich wohl nicht mehr mit ihm zusammen sein.

Es war Gillian der jetzt bei mir war und ich hatte wieder dieses Kribbeln in mir das ich in seiner Gegenwart meistens verspürte.
"Du Gillian"
"Was ist mein Engel?" hörte ich ihn antworten. Wie konnte man mich nur Engel nennen ich war wohl eher das Gegenteil wenn auch manchmal nicht ganz freiwillig. "Ich wollt mich bei dir endschuldigen. Na du weißt schon für den Stress in der letzten Zeit und so." Nun in endschuldigen war ich wirklich nicht gut. Aber ich hoffte das er sie trotzdem annehmen würde.

"Du brauchst dich nicht zu endschuldigen, höchstens wenn du mir jetzt nicht zuhörst. Ich wollte dich etwas sehr wichtiges fragen." Ich drehte mich zu ihm um. Er hörte sich irgendwie komisch an, nicht so wie sonst. Es gab doch nichts was man mich fragen konnte und man dann auch Angst vor der Antwort haben konnte. Zumindest nicht er. Er nahm mein Gesicht in seine Hände gab mir einen langen unendlich zärtlichen Kuss.
Ich wünschte mir er würde damit nie aufhören, aber da hörte ich ihn sagen: "Ich liebe dich und deshalb möchte ich dich was fragen," aufeinmal hockte er vor mir und ich dachte noch was hat er denn jetzt vor so klein war ich doch auch nicht. Da hörte ich ihn fragen: "Willst du meine Frau werden? Ich kann einfach nicht mehr ohne dich Leben. Ich brauche dich und dein Kaos."

Damit hatte ich nicht gerechnet und war deshalb auch erst mal völlig perplex. Er hatte mir wirklich einen Heiratsantrag gemacht. Ich hielt seine Hände und schaute ihn an. Zumindest hätte ich es gerne getan und antwortet: "Ja ich will. Aber mein Schatz hast du dir das auch gut überlegt. Eine einfache Ehefrau werde ich bestimmt nicht abgeben. Aber bestimmt eine die dich sehr liebt." Hörte ich mich überglücklich, wenn auch ein wenig verwirrt antworten.




Ende des Bindungspartners






Der Nachfolger heißt "Das Attentat" und ist schon in Arbeit. Wollt ihr wissen wie es weiter geht?







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Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Brigitte Thielmann).
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 04.02.2003. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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