Wilhelm Westerkamp

Der Umgang mit den neuen Medien

Die Leute heute, möchten gerne unserer leistungsorientierten Gesellschaft gerechtwerden, durch ein sportives Aussehen, dem „Mainstream“ zu entsprechen, in einer über informierten Gesellschaft, durch Medien, Fernseher und Internet, schritthalten zu können, die Informationen aber, seien sie seriös oder weniger, kaum Einhalt zugebieten ist und unsere Welt zu einer Macht der „Information“ degeneriert, die uns blind machen wird, weil sie in einer derartigen Massierung und Wucht auftritt, die kein Mensch, auch kein Journalist oder Schriftsteller mehr verarbeiten bzw. gebrauchen kann und erst bei genauerem Hinsehen, die gesicherten Informationen abgreifen kann, die einen gewissen seriösen Aussagewert haben und für den Autor als wertvoll bezeichnet werden kann. Aber nicht nur Autoren verzweifeln zunehmend an der Flut an Informationen, sondern auch der User oder die Online-Leser, haben immense Schwierigkeiten aus der Vielzahl von Informationen, gerade im Netz, die für sie richtigen und passenden zu finden, wenn jene beispielsweise durch „Feeds“ bombadiert werden, als würde ein „Informationskrieg“ im Internet toben- wenn man es aus der ironischen Perspektive sieht- so dass dies Geschilderte für Niemanden gut sein kann. Die Befürworter dieser „einmalig neuen Technik“, irgendwelche Informatik-Professoren, mit gestähltem Körper und dicken Muskeln, dass man meinen könnte, sie hätten ihren akademischen Intellekt, mit ihren körperlichen Attributen verwechselt oder in einer atemberaubenden Symbiose, beides, zusammengefügt haben, um ihren spröden Geist, einen mehr als „gesunden Körper“ entgegen zu setzen, so dass die menschliche Seite derartiger Informatiker, dabei im radikalem Ausmaß abgetötet wird.

Das Internet, welches mit Emotionen wirbt, von Unternehmen, die ihren „genialen Produkten“ eine Emotion verleihen, die aber nur im virtuellen Netz, als „humanistisches Produkt“ veräußert wird, „wie eine echte Frau im richtigen Leben“, dennoch nur virtuell „lebendig“ wird, der User aber von all den Emotionen, die das Produkt aussendet, überrumpelt wird und es nicht auszuschließen ist, das er jenes Produkt trotz aller moralischen Schranken, mit bedingt emotionalen Charakter erwerben wird, die Frau an seiner Seite jedoch, niemals ersetzen kann und ein Produkt bleiben wird und nie den Menschen, als Partner oder Freund paroli bieten kann und es auch gar nicht erst versuchen sollte.


© Wilhelm Westerkamp, Mai 2011

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