Markus Michael Kapp

Interview mit einem Erzengel Part 11







Einer der Angreifer machte sich an dem Rucksack Robespierre zu schaffen
als zwei Schüsse die Stille der Nacht durchbrachen.  Ihre Angreifer fielen neben
Sara zu Boden. Erschreckt blickte sich Sara um, konnte aber in der Dunkelheit niemand erkennen. Sie erhob sich noch sichtlich unter Schock und stürmte in die Arme Robespierres. Nachdem sie sich beruhigt hatte erhob sich Robespierre und näherte sich ihren leblosen Angreifern. Er zog ihnen die Skimasken vom Gesicht um an ihrer Halsschlagader zu prüfen ob sie noch am leben waren. Beide waren tot. Er griff nach Saras Hand um auf dem schnellsten Weg wieder in ihr Hotel zurück zu kehren. Dort angekommen beschlossen sie einen raschen Aufbruch da sie um ihr Leben fürchteten.
Er wollte auch unter keinen Umständen mit den Toten in Verbindung gebracht werden.
Sie fuhren direkt nach Salisbury in die Milford Street  um sich ein Doppelzimmer im
Cathedral Hotel zu nehmen da der Weg zur Kathetrale zu Fuss zu bewerkstelligen war.
Übermüdet fielen sie auf ihr Bett um kurze Zeit später in einen tiefen Schlaf zu fallen.
 
Bevor sie das Hotel betreten hatten versteckte Robespierre die Schwertscheide in einem Tuch unter der Rücksitzbank seines Rovers. Der Sigelring zierte inzwischen seinen Ringfinger, da er ihm wie an gegossen passte, sehr zum Widerwillen Saras die meinte er würde damit zu viel Aufsehen erregen. Auf der Fahrt von Glatonbury nach Salisbury
hatten sie zu ergründen versucht wer ihnen am Brunnen das Leben gerettet hatte aber
es fiel ihnen kein brauchbarer Gedanke dazu ein auch nicht wer ihnen die Angreifer auf den Hals geschickt hatte. Am nächsten Morgen, nachdem sie ausgiebig geduscht hatten,
beschlossen sie nicht im Hotel zu Frühstücken sondern sich in einem der umliegenden
Cafes  einem ausgiebigen Morgenmahl zu widmen. Nachdem sie ihren ersten Schluck des schwarzen Goldes genossen hatte blickte Sara ihrer grossen Liebe tief in jene stahlblauen
Augen die auf eine grosse Intelligenz schließen ließen die sich bei Robespierre dadurch auszeichnete das er bevor er etwas unternahm jedwede Möglichkeit eines vorhersehbaren Endes in Betracht zog. Sara nahm liebevoll seine Hand in die ihrige
um das Wort an Ihn zu richten: „ Was denkst du über die gestrigen Ereignisse?
Wo wird dein- unser Handeln enden? Eins ist doch wohl gewiss, irgend jemand da draußen hält seine Hand schützend über uns beide. Aber aus welchen Gründen?
Was ist sein Interesse?  Es gibt aber auch noch die Möglichkeit das man dich missbraucht,
als Werkzeug, um Excalibur zu finden und abzuliefern. Woraus sich die nächste Frage,
die wohl auch die wichtigste ist, ergibt welcher Seite dienst du der „Guten“ oder der „Bösen“?  Bevor er antwortete küsste er sie flüchtig um sie zu beruhigen.
„Ich denke ich diene in erster Linie dem allmächtigen Vater und es wäre doch wirklich
ignorant zu denken das irgend jemand auf unserem Planeten auch nur diese Tasse anheben könnte ohne das es Gottes Wille ist, ist absolut absurd denn wenn es ihn gibt
den großen Baumeister dann hat er auch einen Schöpfungsplan der alle Handlungen
die ein Mensch während seines Lebens vollbringt beinhaltet. So ist jede Entscheidung
jede Handlung vorherbestimmt. Da alles Wirken auf der Erde der Polarisation unterworfen ist sind also auch die so genannten dunklen Taten sein Wille und von Nöten da sie den guten Dingen erst die Möglichkeit geben zu existieren.
Lass die Vorkommnisse der letzten vierundzwanzig Stunden hinter dir und uns  nur noch auf die bevorstehenden Ereignisse konzentrieren... unseren Besuch in der Kathethrale um einen Weg in die Katakomben zu finden.“
 
Nachdem sie ihr ausgiebiges Frühstück beendet hatten folgten sie  dem Touristenstrom
der sich  wie eine Traube in die Richtung der Kathetrahle schob.
Mächtig erhob sich vor ihnen die Bischofskirche mit dem höchsten Kirchturms Grossbritaniens. Sie betraten es durch ein mächtiges Eingangsportal und durchschritten
das Langhaus mit einer Gesammtlänge von 134,7 Metern und einer Breite von 23,4 Metern  das von zwei Querschiffen unterbrochen wurde. Das Langhaus war dreischiffig
während die Querschiffe nur durch ihre zweischiffige Architektur beeindruckten.
Während sie von dem Touristenstrom immer tiefer in das Innere des Gotteshauses geschoben wurden ergriff Sara plötzlich seine Hand da ihr der Weg von einem Bettler versperrt wurde der keine Anstalten machte auch nur einen Millimeter seiner Position
zu verändern um ihnen Platz zu machen. Sein Äußeres war abstoßend und sein Anblick
wirklich Furcht einflössend. Über seinem rechten Auge trug er eine schmutzige Binde die
halb von seinem noch schmutzigeren Turban verdeckt wurde. Seine Ausdünstung konnte man ohne weiteres als penetrant bezeichnet werden. Sara wendete sich angeekelt ab als er seinen Mund öffnete um zu sprechen und sie auf zwei schwarze Stummel blickte dort wo sich einst seine Zähne befunden haben mussten. Genau dort schlug seine
schwarze Zunge an als er ihnen zu raunte ihm unauffällig zu folgen. Sara blickte etwas irritiert zu Robespierre der ihr mit einem nicken symbolisierte dieser Aufforderung nach zu kommen. Er führte sie vorbei an den wunderbar schwarz polierten Säulenschäften
aus Purbeck-Marmor bis sie in einem Seitengang sich vom Touristenstrom trennten.
Der Bettler hielt plötzlich vor einer der alten Holztäfelungen inne die als Wandverkleidung zwischen den Beichtstühlen diente. Einer dieser Paneelen entpuppte
sich als unsichtbare Tür  die sich wie von Geisterhand zur Seite schob nachdem ein
unsichtbarer Mechanismuss in Gang gesetzt wurde deren Auslöser die rechte Hand des Bettlers war. Er winkte die beiden hinein in die völlig dunkel erscheinende Öffnung um sich mit nachfolgenden Worten zu verabschieden: „ Meine Aufgabe ist nun erfüllt, warten sie bis es Nacht wird bevor sie wieder herauskommen. Die Kathetrahle schliesst
um zwanzig Uhr. Sie müssen sich bis dahin absolut ruhig verhalten. Das was ihr sucht
findet ihr am Ende dieser Treppe die direkt zu den Katakomben führt. Robespierre
bedankte sich und die Tür schloss sich wie von Geisterhand. Sie waren allein. Sara nahm ihren Rucksack ab und suchte nach der Taschenlampe. Nachdem ihre Suche von Erfolg
gekrönt wurde schaltete sie die Taschenlampe an um sofort nach einem Mechanismus zu suchen der ihnen ermöglichen würde die Tür von innen wieder zu öffnen.
 
Sie fand in Augenhöhe einen schwarzen Hebel  der über einen Draht Rollen in Bewegung setzte die die Holzwand über Schienen die sich oberhalb und unterhalb befanden öffnen konnte. Beruhigt setzte sie sich neben Robespierre der gerade auf die Uhr blickte und ihr
mitteilte das sie noch etwa viereinhalb Stunden warten müssten bis die Kathetrahle geschlossen wurde. Eng aneinander geschmiegt schliefen beide ein um nach dreieinhalb
Stunden wieder zu erwachen da ihre Glieder eingeschlafen waren und der Schmerz unerträglich wurde. Sie warteten noch eine Stunde und genossen das Gefühl der Verbundenheit. Endlich hörten sie wie die schwere Eingangstür zugeschlossen wurde
und eilten die Treppe hinunter um sich erneut in ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang zu stürzen. Eine Holztüre versperrte ihnen den Zugang. Robespierre schob den schweren Riegel zur Seite und öffnete sie unter lautem Knarren. Dahinter verbarg sich ein langer dunkler Gang. Sie folgten ihm bis zum Ende und wieder versperrrte ihnen eine Tür den Weg. Auch sie lies sich öffnen und eine Treppe führte sie immer weiter in die Tiefe. Weitere Gänge führten nach rechts und nach links. Sara stockte und Robespierre
fragte: „Welchen Gang sollen wir folgen?“  „ Folge deiner Intuition,“ entgegnete Sara.
„Also nach rechts!“  Robespierre und sie folgten dem Gang bis ihnen eine schwere Metalltür den Durchgang versperrte. Diese Tür war anders als alle anderen die sie passiert
hatten. „ Aha, also hier sind wir richtig,“ triumphierte Robespierre. Ein Versuch die Tür
zu öffnen blieb erfolglos. Auch mit roher Gewalt kam er nicht weiter. Hier konnte nur noch das Brecheisen weiter helfen das ihm in der vergangenen Nacht schon gute Dienste geleistet hatte. Gesagt getan.. und unter lautem Getösse flog endlich die schwere Tür auf.
Sara sprang beherzt zur Seite.  Im Strahl der Taschenlampe erschien eine übergroße
Gruft. Robespierre suchte nach einem Lichtschalter den er kurz darauf rechts neben ihm
am Mauerwerk fand. Ein alter schwarzer Schalter wurde in Betrieb genommen.
Warmer Lichtschauer durchfluteten den Raum dessen tatsächliche Grösse sich erst jetzt  offenbarte. Mutig betraten die beiden einen heiligen Ort der die Jahrhunderte unbeschadet überstanden zu haben schien. Eine mächtige Rundbogendecke wurde
zur Rechten und Linken von Säulen gestützt die eine Art Rundgang um die Sarkopharge bildeten die sich in der Mitte des Raums hinter einander reihten und dem Betrachter Ehrfurcht entlocken mussten. Die Säulen zierten auf Augenhöhe kunstvoll vom Steinmetz in Sandstein eingearbeitete Wappen der verschiedensten Zeitepochen. Sie zeigten Schwerter, Adler, Kronen und einer der Säulen sogar einen Milan der  das Ebenbild des Vogels auf Arthurs Ring zu sein schien. Zwischen den Stempeln der Kraft
(sie hielten schließlich die gesamte Rundbogendecke) befanden sich mächtige Sandsteinplatten die zum Teil mit keltischen Schriftzeichen und lateinischen Buchstaben,
 tief in den Stein getrieben, beschriftet  waren. Nun widmeten sie ihre Aufmerksamkeit  den vor ihnen majestätisch trohnenden Sarkophargen.  Sie schienen alle aus verschiedenen Materialien zu bestehen die sich nochmals durch ihre verschiedene Formen zu unterscheiden wussten. Der Erste war kunstvoll aus Basalt gefertigt , schwarz und mächtig. Auf seinem Deckel befand sich ein Wappen dessen Emblem zwei sich zugewandte Adler deren Häupter drei in einander verschlungene französische Lilien krönten darstellte. Robespierre fragte Sara ob ihr dieses Wappen bekannt vor käme.
Sara dachte kurz nach bevor sie antwortete: „  Einmal habe ich es schon gesehen , bei einem Besuch in der Burg Montesegur. Dort in den Kellerräumen befand sich eine alte eingemauerte Sandsteintafel mit genau den gleichen Abbildungen die das Wappen auf
diesem Sarkopharg darstellt ,aber wessen Familie es representiert ist mir nicht bekannt.
Ich werde es aber sobald wir wieder in London sind recherchieren.“ Robespierre nahm ihre Hand und fast erhaben schritten sie an den Sarkopargen entlang bis sie vor dem steinernen Grab standen das dem Arthurs in Glastonbury glich wie ein Ei dem anderen.
Er nahm den Sigelring von seinem Finger und fing an das Artefact zu umrunden auf der
Suche nach dem steinernen Sigel in der Deckelumrandung. Millimeter für Millimeter glitten seine Finger voran, über den schwarzen Stein, bis sie es erfassten..das steinerne Sigel. Er verglich es mit seinem Ring, die Übereinstimmung ermutigte ihn das steinerne
Sigel einer Hochzeit gleich mit seinem goldenen Sigel zu vereinigen. Gebannt traf ihn Saras Blick als sich der Deckel wie von Geisterhand langsam knirschend zur Seite schob.
Dort lag es „Excalibur“ das Schwert der Schwerter . Direkt daneben fast unscheinbar
eine  Amphore deren Verschluss  die Jahrhunderte überdauert zu haben schien obwohl
sein Material unserem heutigen Jutestoff glich wie Sara nach einer kurzen Begutachtung
feststellte. Robespierre ergriff das Schwert. Im selben Moment begann das Licht zu flattern und erlosch nachdem die Glühbirnen mit einem lauten Knall explodierten.
Excalibur erleuchtete die Dunkelheit. Langsam ergriff die überirdisch scheinende
Energie seinen Körper. Lichtströme durchfluteten seinen Körper. Venen schimmerten in einem bläulichen Licht und gaben seinem Körper ein gespenstisch anmutendes Äußeres.
Fest umschloss Robespierres Hand den mit Edelsteinen verzierten Griff Excaliburs als Saras Blick, sich der Faszination des Augenblicks erwährend, auf den Boden fiel und den
Ring  Arthurs erblickte. Er war durch das öffnen des Sargs zu Boden gefallen. Geistesgegenwärtig hob sie ihn auf und blickte zu Robespierre dessen Zustand sich nicht verändert hatte. Da erblickte sie im Griff Excaliburs den Milan. Das Viereck,in der Grösse des Rings, hob sich deutlich von den ihn umgebenden reliefartigen Verzierungen ab.
Sie sprang vor und drückte den Ring in den Knauf des Schwertes. Sofort  erlosch der Energiestrom und Robespierre erhielt sein menschlichen Antlitz zurück. Er brach zusammen. Excalibur fiel klirrend zu Boden während Sara die zwei Taschenlampen
anschaltete und ihm einen Rucksack unter seinen Kopf legte. „ Weisst du was ich gesehen habe?“ stammelte er, „es muss der Ursprung Excaliburs sein “die Schmiede der Götter“,  betrieben von Engeln deren Pracht und Anmut eines Menschen Auge
nie erblickt.  Sara,“ und er ergriff ihre Hand, „ Sara,  es gibt Engel, ich habe sie gesehen,
Ihr Anblick war gewaltig. Sie hieben mit mächtigen Hämmern auf ein Material ein das unserem Stahl ähnelt aber definitiv kein Stahl ist da seine Glut bläulich schimmerte umgeben von grünen Flammen...einen Frieden strahlte dieser Ort aus...einen unglaublichen Frieden.“ Sara lächelte  ihn an. Er ergriff Excalibur, der Ring war immer noch fest mit dem Schafft verbunden, und hielt es fest in seiner Hand als wolle er es nie mehr loslassen. Sara berichtete ihm was passiert war. Robespierre wollte den Ring aus dem Schwert lösen wovon ihm aber Sara dringend abriet. Er erhob sich schwerfällig.
Sie war ihm behilflich bevor sie die Amphore aus dem Sarkopharg entnahm und sie in ihren Rucksack packte. Sie traten den Rückweg an. An der Geheimtür angekommen
blickte Sara auf ihre Uhr  und sagte:“  Es dauert ungefähr noch acht Stunden bis die Pforten der Kathetrahle wieder öffnen. Ich werde nach draussen gehen und schauen
ob ich einen Platz finde wo wir ein wenig schlafen können.“ Sie betätigte den schwarzen Hebel der Geheimtür die daraufhin sanft zur Seite glitt. Robespierre wartete auf ihre Rückkehr während Sara hinaus in die heiligen Hallen schlich. Ihr Weg führte sie in das zweite Querschiff zu den Beichtstühlen. Auf dem Weg dorthin fand sie genau das was sie suchte: Kissen und Sitzunterlagen aus denen sie eine Schlafstätte herrichten konnte. Sie trug  alle Kissen zusammen und bereitete in einem der Beichtstühle ein Nachtlager, nachdem sie die Zwischenwand die den Priester von dem Sündigen trennte entfernt  und die Bänke zusammen geschoben hatte. Dann holte sie Robespierre und wickelte Excalibur
in seine Jacke.
 Beide fielen schnell in einen traumlosen Schlaf. Sie mussten ihre Knie anwinkeln  da die Länge des Beichtstuhls ein ausstrecken der Beine nicht zuließ.
Ein lautes Geräusch weckte beide als eines der schweren Eingangstore durch einen
Schlüssel geöffnet wurde. Sara spähte vorsichtig durch einen Schlitz im Vorhang und
traute ihren Augen nicht. Der alte Mann der ihnen gestern die Geheimtür geöffnet
hatte kam sauber gekleidet und ohne Turban und Augenbinde auf sie zu. Beide versuchten aufzustehen doch ihre Knie schmerzten so sehr das beide erst durch festes massieren ihrer Beine die Blutzirkulation wieder in Gang brachten bevor daran zu denken war wieder aufzustehen. Langsam kehrte das Blut wieder in ihre Unterschenkel zurück.
Der alte Mann half Sara auf die Füsse und sagte zu ihnen:“ Beeilt euch, der Touristenstrom wird sicherlich gleich beginnen.“ Mit einem Blick auf Robespierre
Jacke sagte er: “ Ich hoffe sie waren erfolgreich!“ Schnell verließen sie die Kathetrale, als sie sich am Eingangsportal noch mal umdrehten war der alte Mann spurlos
verschwunden ohne seinen Namen preisgegeben zu haben. Sie eilten ins Hotel um ein ausgiebiges Frühstück zu sich zu nehmen. Danach duschten sie ausgiebig um die Strapazen
der letzten Nacht von sich zu spülen wie ein Regenschauer im Sommer den Staub der Strassen hinfort spült. Robespierre beglich die Rechnung und sie verließen Salisbury deren grösstes Geheimnis sie ihrer Kathetrale  entrissen hatten. Im Landrover kam Sara endlich dazu ihre Aufmerksamkeit der Amphore zu widmen. Robespierre steuerte das Auto Richtung London. Er versuchte sich mit dem Linksverkehr anzufreunden was ihm
auch je weiter sie sich von Salisbury entfernten nach und nach gelang. Sara entfernte vorsichtig  den alten Stofffetzen der  schützend den Inhalt des Artefacts verbarg. Sie entnahm  vorsichtig ein zusammen gerolltes Lederpergament. Ein schmaler Goldring
umfasste diesen Boten der Vergangenheit. Vorsichtig befreite sie das Pergament aus seiner Umarmung. Mit zitternden Händen begann sie es aufzurollen. Es war über und über mit Schriftzeichen übersäht. Ein mächtiger Milan überragte den Text dessen obere Hälfte in keltischen Runen und untere Hälfte in Lateinischen Buchstaben verfasst worden war. Sara konnte die Runen lesen und begann mit der Übersetzung. „ Robespierre, lausche dem Text aus längst vergangenen Tagen...
 
Ich, Arthur Pentdragon, Sohn des Usher Pentragon, allmächtiger König von England
bestimme hiermit und in alle Ewigkeit, es solle der über England herrschen der sich im Besitze des königlichen Schwertes Excalibur befindet. Er solle an den königlichen Hof eilen und sein Recht einfordern. Denn ihm allein steht es zu die Krone Englands zu tragen und sich fortan König zu nennen. Legimitiert durch König Arthur im Jahre 873
im Namen des Herrn.“
Sara überflog den lateinischen Text und teilte Robespierre mit daß er wohl den gleichen Inhalt trage. Vorsichtig rollte sie es wieder zusammen und steckte es zurück in die Amphore. Sie überlegte gerade die Tragweite die dieses Dokument für England bedeuten könnte als ihr Blick in den Rückspiegel fiel und sie die schwere schwarze Limosiene entdeckte die ihnen in gebührendem Abstand folgte.
 
Sie beobachtete sie eine ganze Weile bis sie sich sicher war das sie wirklich verfolgt wurden bevor sie Robespierre darauf aufmerksam machte. Er beschleunigte das Tempo worauf der schwere Wagen hinter ihnen ausscherte um das Tempo mithalten zu können.
Jetzt waren sie sicher das sie verfolgt wurden.
Die Verfolger holten auf um sich dann wieder auf einen gebührenden Abstand zurück fallen zu lassen.  „Ich hatte so etwas ähnliches schon befürchtet“, schnaubte Robespierre genervt, „ die wollen uns. Hast du schon eine Idee was wir tun können?“ „Ja“, antwortete Sara,“ etwa dreißig Meilen von hier hat mein Onkel ein sicheres Anwesen. Ich werde ihn anrufen und fragen ob er uns empfängt.“  Zwanzig Minuten später wurden sie herztlichst in Midford Castle willkommen geheißen.

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.04.2011. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

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