Klaus-Jürgen Langner

Die weisen Raben

Wir da oben.
Raben stehen nicht zu Unrecht in dem Ruf „weise Vögel“ zu sein. Schon ihr ganzes „Gehabe“ zeigt mir, dass sie sich auch für etwas „Besonderes“ halten. Ich schaue nämlich gern aus unserem Garten in die schönen, hohen Eichen und sehe da zwei dieser „Vogelweisen“ sitzen. Und weil ich auf unserem „Platz der zwei Welten“ bin, kann ich auch ihrer Unterhaltung folgen. Schön ruhig ist hier allemal.„Was schaust Du so unheimlich klug und doch blöd daher?“
„ Ach ich habe mir gestern etwas vorgenommen, und bin damit noch nicht zu Ende gekommen!“„So, was denn?“
„Ich wollte unbedingt sehen, ob ich es schaffe, nichts zu erreichen!“
„Ja, was ist daran so schwer?“
„Sobald ich das wirklich schaffe, habe ich ja doch etwas erreicht, nämlich, das was ich mir vorgenommen hatte.“
„Das leuchtet mir ein. Komm wir versuchen es heute noch einmal gemeinsam.“
Und während die beiden da oben sitzen, kommen aus dem nahen Waldstück zwei Hasen. Die sehen die beiden da oben im Baum und fragen gleich:
„Was sitzt ihr beiden denn da so rum? Ihr seht so beschäftigt aus, was macht ihr da eigentlich?“
„Ach, wir machen gar nichts!“
Und die Hasen schauen sich an, nicken einander zu und rufen zurück:
„Das ist auch mal gut, da machen wir mit!“
Sie versinken dabei sogar in eine Art von Zurückgezogenheit, die wir Menschen Meditation nennen würden.
Und da kommt auch schon ein Motorradfahrer um die Eckke gerast und fährt die beiden Hasen am Strassenrand tot.
Sagt einer der Raben:
„Das hab ich mir gleich gedacht, nix tun und blöd schauen, das.
geziemt sich nicht für jedermann. Das gibt es nur in den „oberen Etagen.“
Don, Oktober 2012

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Klaus-Jürgen Langner).
Der Beitrag wurde von Klaus-Jürgen Langner auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 18.02.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Bücher unserer Autoren:

cover

halbwertzeit der liebe von Ditar Kalaja



In meinen Gedichten, schreibe ich mir meine eigene Realität, meine Träume auch wenn sie oft surreal, meistens abstakt wirken. Schreiben bedingt auch meine Sprache, meine Denkmechanismen mein Gefühl für das Jetzt der Zeit.

Ich vernehme mich selbst, ich höre tief in mich rein, bin bei mir, hier und jetzt. Die Sprache ist dabei meine Helfershelferin und Komplizin, wenn es darum geht, mir die Wirklichkeit vom Leib zu halten. Wenn ich mein erzähltes Ich beschreibe, beeinflusse, beschneide, möchte ich begreifen, wissen, welche Ursachen Einflüsse bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres auf meine Handlung nehmen, wie sie sich integrieren bzw. verworfen werden um mich dennoch im Gleichgewicht halten können.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Parabeln" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Klaus-Jürgen Langner

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Alles hängt mit allem zusammen von Klaus-Jürgen Langner (Gedanken)
Word Trade Center von Bea Busch (Satire)