Die Politik will heute überall sparen. Auch die Altenpflege wird mit einbezogen. Jetzt sollen Senioren auf freiwilliger Basis Senioren pflegen.
Aber ist das wirklich so neu? Mir fällt ein, dass ich das schon sehr viele Jahre mache, ohne darüber groß zu mosern. Es ist für mich selbstverständlich. Ich habe die Pflege für einen alten Herrn übernommen.
Täglich wird er von mir gewaschen und rasiert, Ich ziehe ihn an. Mache mit ihm Arztbesuche, die viel Zeit erfordern. Auch gehe ich mit ihm einkaufen, hole für ihn alles was er so braucht. Zu Veranstaltungen gehe ich ebenfalls mit ihm oder schaue mit ihm Fernsehen. Am liebsten gefallen ihm Krimis in denen sich die Großkopferten gegenseitig umbringen.
Alle Geldgeschäfte erledige ich auch, denn ich habe von ihm die Vollmacht dafür bekommen. Er hat zu mir das nötige Vertrauen. Ich will mich gar nicht beweihräuchern, denn ich erwarte keinen großen Dank. Auch erwarte ich dafür keinen Verdienstorden oder eine ähnliche Auszeichnung.
Da fällt mir doch ein, dass ich es selber bin um den ich mich kümmere. Aber wer würde es so gut tun, wie ich selbst? Da muss ich mich doch selber loben, dass ich so einen alten Mann, der manchmal einen neben sich gehen hat, so einsetzungsbereit pflege. Ich sehe das als meine Sozialen Jahre an.
Wenn er Glück hat werden wir noch lange zusammen bleiben.
12.10.2010 Norbert Wittke
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 12.10.2010.
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Ein diabolischer Plan
von Doris E. M. Bulenda
„Krachen, Scheppern und dann gewaltiger Lärm, als ein schwerer Gegenstand an die Wand geworfen wurde. Oh verdammt, die Verrückte spielte drüben in der Küche schon wieder ihr absolutes Lieblingsspiel – Geister vertreiben. Gleich würde sie hierher ins Wohnzimmer stürzen, wo ich versuchte, in Ruhe meine Hausaufgaben zu machen. Und dann würde sie mir wieder lang und breit erklären, welches Gespenst gerade versucht hatte, durch die Wand zu gehen und sie anzugreifen. Ich hasste sie! Ich hasste dieses Weib aus ganzem Herzen!“
Die 13-jährige Eva lebt in einer nach außen hin heilen, kleinbürgerlichen Familie. Hinter der geschlossenen Tür herrscht Tag für Tag eine Hölle aus psychischer und physischer Gewalt durch die psychopathische Mutter und den egomanischen Vater.
Verzweifelt versucht sie, sich daraus zu befreien. Vergebens - bis ihr ein altes Buch in die Hände fällt. Als letzten Ausweg beschwört sie daraus einen Teufel. Er bietet ihr seine Hilfe an. Aber sein Preis ist hoch...
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