Klaus-Jürgen Langner

Gedanken über die Männer

Gedanken über die Männer!
 
Wenn ich mir so meine Gedanken mache über uns Männer,  dann stelle ich zunächst mal fest, dass es entweder sehr viele Definitionen für uns Männer gibt oder  keine, die auf mich zutrifft. Das kommt daher, dass wir so unendlich vielschichtig sind.
Häufig werden wir als Gegenspieler für die Frauen bezeichnet. Und da ist auch etwas Wahres dran. Alle  Männer sind seit Beginn der Menschheit auf die Frauen angewiesen.
Das begann schon bei Adam und Eva.
Da hatte Gott doch tatsächlich durch ein missglücktes Gen-Experiment mit einem Apfel (daher: Adamsapfel) den Adam vor der Eva erschaffen.
Als er seinen Fehler bemerkte, erfand er schnell noch den Spiegel und die Schuhgeschäfte zur Beruhigung. Bis in unsere Neuzeit schaute Eva dann dauernd in den Spiegel, außer wenn sie rückwärts aus der Parklücke fährt. Aber Gott liebte seinen ersten unehelichen Sohn nicht so, wie dieser es sich vorstellte. Also liebte Adam den nächsten geschaffenen Menschen, die Eva, mehr als Gott. So erfand Adam ganz nebenbei die „Nächstenliebe“.
Und als Eva ihm dann zu der Erkenntnis verhalf, dass er Gott gleich sein könnte, fiel er natürlich auf den Schwindel rein und wurde von Gott sofort aus dem Paradies befördert.
Nun musste unser Urahn sich auf der Erde umtun. Da ist zunächst mal festzustellen, dass Adam, der im Paradies ein Nudist reinsten Wassers gewesen war, sich jetzt ein Feigenblatt vor sein Geschlechtsteil band.
So unterschied sich der erste Mann vom Tier. In seinem Körperbau und seinem Metabolismus sind gravierende Unterschiede nicht so auffallend. Vielleicht mit Ausnahme der starken Nasenbehaarung. Heute wird  als der gravierendste  Unterschied zum Tier die Kreditkarte des Mannes angesehen.
Zusammen mit Eva produzierte jetzt Adam Kind und Kegel, die als Menschen bekannt wurden.
Der Körper des Mannes  ist so beschaffen, dass er mithilfe seiner X- und Y- Chromosomen einen mächtigen muskelbewehrten Körper und ein ebensolches Geschlechtsteil ausbilden kann. Und er ist ständig auf der Suche nach einer Frau, die er, wie er meint, beglücken kann.
So entstand die Volksweisheit, dass Frauen wie Oasen sind und Männer wie Kamele. Kamele ziehen von Oase zu Oase.
Heutzutage unterscheidet sich der Mann vom Tier nicht so sehr durch seinen Körpergeruch nach einer Woche ohne Badezimmerbesuch,
als vielmehr durch eine schon in der Jugend beginnende kreisrunde Ausfällung seiner Kopfbehaarung.
Auch viele andere Unterschiede werden beim modernen Mann beachtet.
Heute sagt man ein „echter Mann“ brauche keine Hosenträger, er trägt seine Hosen selbst. Und ein „echter Mann“ isst keinen Honig, er kaut Bienen. Ein „echter Mann“ hat auch einen Porsche. Wenn er an dessen Steuer sitzt, dann benimmt er sich wie ein Pfau, der sein Rad in der Hand hält.
Und ein Fußgänger ist demnach ein Mann mit einer Frau und einer erwachsenen Tochter, der aber nur zwei Autos hat.
Das liebste Spielzeug des Mannes aber ist die Frau. Es kann die Frau an sich sein, oder auch die des Nachbarn.
Wenn man einen Mann am Knie einer Frau findet, dann kann man sicher sein, dass er nach Höherem strebt. Das ist deswegen einleuchtend, weil ein Mann, der auf’s Ganze geht doch immer in der unteren Hälfte landet.
Das grundsätzlich vorhandene größere Gehirn des Mannes bringt diesem deswegen keine Vorteile, weil es für sehr lange Zeit vorwiegend im Penis des Mannes zu finden ist. Und weil er vorwiegend an Sex denkt, gilt für ihn insoweit der Satz Goethes, dass das Denken zwar allen Menschen erlaubt ist, aber den meistens Männern erspart bleibt.
Bei den meisten Männern gilt, dass sie nur durch die Frauen vom Menschen irgendwann zum Ehemann werden.
Was aber ist nun der ideale Ehemann?
Wenn die Definition stimmt, dass Teigwaren deshalb so heißen, weil sie Teig waren ehe sie Teigwaren wurden, dann sind Ehemänner deswegen Männer, ehe sie Ehemänner wurden.
Der ideale Ehemann ist leicht zu erkennen, da er immer mit einer anderen Frau verheiratet ist.
Der Ehemann ist genau betrachtet auch ein Rohstoff, kein Fertigprodukt.
Es obliegt der Frau ihn so zu bearbeiten, dass er verbrauchsfähig wird.
Im Normalfall ist der Mann wie ein Wasserkessel.  Wenn eine Frau ihn heiß macht, kocht er und pfeift, aber danach lässt er nur noch Dampf ab.
Andere sagen, Ehemänner  seien wie Feuer. Sobald sie unbeobachtet sind, gehen sie aus. Ein Ehemann ist nämlich nur solange treu, wie die Versuchung an ihm vorübergeht. Aber die meisten Männer sind ständig auf der Suche nach der idealen Frau. Besonders nach der Hochzeit.
Das ist gar nicht so schlecht, denn genau wie die Wolken sind die Männer. Wenn sie gehen, kann der Tag doch noch schön werden.
Ob so oder anders, mit einem Mann lohnt sich kein Streit, da er doch immer Unrecht hat.
Und wenn eine Frau einen Mann erst einmal genau unter die Lupe nimmt, dann stellt sie fest, dass bei ihm die Gesetze der Optik ins Gegenteil verkehrt sind. Denn: Nimmt man einen Mann unter die Lupe, dann wird er ganz klein.
Wenn ich nun aufhöre, mir weitere Gedanken über die Männer zu machen, dann braucht niemand Angst zu haben, dass ich  das auch noch bezüglich der Frauen tue. Da muss man andere fragen. Die Junggesellen. Die müssen mehr über die Frauen wissen, denn sonst wären sie ja auch verheiratet.
Don
 
 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 07.03.2014. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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