Georges Ettlin

Der Friedhof der Eulen

Die Eule als symbolträchtiges Flugtier eignet sich vorzüglich für Gespenstergeschichten
oder Kriminalromane mit tödlichem Ausgang. Optisch ansprechend sind die grossen, runden, gelben Augen,
die klugerweise nach vorne gerichtet sind, um das zu jagende Mäuslein genau zu orten.
Warum die wunderschöne  Eule als Symbol für Weisheit und Belesenheit verwendet wird,
ist mir unklar... aber es gefällt mir.
Leise sind die Eulen auf der Jagd, dank ihrer eigenartigen natürlichen "Flugkonstruktion",
leise sind auch die weisen und klugen Menschen dieser Welt, denn man kann sie leicht durch Drohungen
und Verfolgung zum Schweigen bringen. Je nach Zeitgeist können die ausgesprochenen oder geschriebenen
Gedanken für die "Eulen" gefährlich sein ...und dank ihrer Vorstellungskraft und
Fantasie wagen sie nur selten einen kleinen, leisen Eulenruf im dunklen Wald dieser Welt.
Deshalb vermute ich, es gibt unbekannte "Eulenfriedhöfe" weltweit, vergessene Eulen, die ihrem Auftrag,
die Welt aufzuklären nicht nachkommen durften oder konnten, weil sie in der Welt unbequem waren.
Sie starben arm, gescheit  und leise, unenteckt und oft auch in Schande, niemand kennt ihre Zahl.
Nur manchmal findet man eine blutige  Feder da und dort, oder sogar ein liebendes Herz am Kreuz,
welches aber bei Golgatha seit zwei Jahrtausenden verschwand.

***

c/G.E.

Diesen Beitrag empfehlen:

Mit eigenem Mail-Programm empfehlen

 

Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diesen Beitrag liegen beim Autor (Georges Ettlin).
Der Beitrag wurde von Georges Ettlin auf e-Stories.de eingesendet.
Die Betreiber von e-Stories.de übernehmen keine Haftung für den Beitrag oder vom Autoren verlinkte Inhalte.
Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.08.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

Der Autor:

Buch von Georges Ettlin:

cover

Alles - Nichts ist für immer von Georges Ettlin



Mein Buch beschäftigt sich mit Romantik, Erotik, gedanklichen und metrischen Experimenten, Lebenskunst, Vergänglichkeit und versteckter Satire .

Die Gedichte sind nicht autobiographisch, tragen aber Spuren von mir, wie ein herber Männerduft, der heimlich durch die Zeilen steigt.

Möchtest Du Dein eigenes Buch hier vorstellen?
Weitere Infos!

Leserkommentare (1)

Alle Kommentare anzeigen

Deine Meinung:

Deine Meinung ist uns und den Autoren wichtig!
Diese sollte jedoch sachlich sein und nicht die Autoren persönlich beleidigen. Wir behalten uns das Recht vor diese Einträge zu löschen!

Dein Kommentar erscheint öffentlich auf der Homepage - Für private Kommentare sende eine Mail an den Autoren!

Navigation

Vorheriger Titel Nächster Titel

Beschwerde an die Redaktion

Autor: Änderungen kannst Du im Mitgliedsbereich vornehmen!

Mehr aus der Kategorie "Tiergeschichten" (Kurzgeschichten)

Weitere Beiträge von Georges Ettlin

Hat Dir dieser Beitrag gefallen?
Dann schau Dir doch mal diese Vorschläge an:

Das Parfüm: Der Duft des Friedens von Georges Ettlin (Skurriles)
Mietzie, das heimatlose Kätzchen von Christine Wierda-Weigl (Tiergeschichten)
Menschen im Hotel von Margit Farwig (Einfach so zum Lesen und Nachdenken)