Peter Biastoch

Fotos auf Holz und Leinwand bringen

Ich hatte schon seit einiger Zeit eine Idee im Hinterkopf, wie ich Fotos richtig groß drucken könnte. Fotos in Größe eines Posters drucken zu lassen ist ja ein sehr teures Unterfangen. Doch mir selbst stehen nur ein Tintenfarbdrucker und ein Laserdrucker, beide für maximal A4-Drucke, zur Verfügung. Also begann ich mit einem Versuch. Zuerst einmal ein schwarzweißes Motiv, in der Größe von 40 x 40 cm, auf eine Holzplatte zu bringen. Ich wählte dazu ein Bild aus, das ich während dem Besuche der „IBUG 2017“, in einer Chemnitzer Industriebrache, gemacht hatte. Dort hatte man ein gestricktes Deckchen so in einer Ecke eines Raumes aufgespannt, das es wie ein Spinnennetz wirkte. In meinem Bildberarbeitungsprogramm bastelte ich noch eine, in unserem Garten fotografierte, Gartenkreuzspinne in dieses Netz.

Ein kleines Programm verteilte mir dieses Motiv schließlich auf vier A4-Seiten, die ich mit meinem Laserdrucker in S/W ausdruckte. Ein altes Schrankbrett hatte ich auf die passende Größe zu Recht gesägt und mit einem schwarzen Rahmen, bzw. einer weißen Mittelfläche versehen. Besser gesagt, mit Acrylfarbe angemalt.

Schließlich bestrich ich diese Fläche und die Bildseite meiner vier Ausdrucke mit Holzkaltleim und klebte beides zusammen (bedruckte Bildseite aufs Holz). Nun musste ich wieder einen Tag warten, bis der Leim fest war und ich mit einem feuchten Schwamm und meinen Fingern das Druckerpapier aufweichen und wegrubbeln konnte. Das Ergebnis sah schon recht ermutigend aus!

Nun konnte ich das Bild noch einmal mit farblosem Lack überziehen und als „fertig“ erklären! Mal sehen, welche Rückmeldungen ich dafür bei der diesjährigen Hobbyausstellung erhalte.

Inzwischen habe ich schon das nächste Motiv (eine gigantische Gottesanbeterin), nach der gleichen Methode, aber mit anderen Materialien, in Arbeit. Diesmal soll es 40 cm hoch und 60 cm breit werden. Dafür reichte der Rest dieses Möbelbrettes noch aus. Anstelle von Holzleim verwendete ich jetzt das überall angebotene „Foto Transfer POTCH“ und als Papier fand ich beim googeln einen Vorschlag, Butterbrotpapier zu verwenden. Mein nächstes Ziel lautet dabei ja: Das Motiv in Farbe, möglichst auf Leinwand zu bringen!

Ich beklebte das Holz und war nun gespannt, wie sich diese Materialkombination bewähren würde. Wie ich am Vortag schon bemerkt hatte, haftet der Toner meines Druckers nicht besonders auf dem Butterbrotpapier. Das bescherte mir ständig schwarze Finger und auch beim einstreichen mit dem Leim verschmierte es etwas. Na, mal sehen.

Auch dieses Möbelbrett hatte ich etwas umfangreicher vorbereitet. Zuerst bemalte ich es mit einem schwarzen Rand und einer weißen Innenfläche. Anschließend setzte ich noch ein paar farbige Akzente – grüne und gelbe Flächen, die durch die nicht schwarzen Teile hindurch zu sehen sein würden. Als das trocken war, bestrich ich diese Fläche und die Bildseite der Butterbrotdrucke mit Fototransfer-Kleber und pappte beides Leim auf Leim. Als ich, am nächsten Tag versuchte, das Butterbrotpapier aufzuweichen und ab zu ziehen, war ich echt begeistert, wie leicht das ging und dass ich es völlig ohne zu rubbeln, komplett in einem Stück abziehen konnte! Nur hat sich wohl die Größe der Seiten etwas verändert, so dass meine farbigen Flächen nicht mehr deckungsgleich mit den entsprechenden Motivteilen waren. Doch bei einem solchen surrealen Motiv verstärkt dieser leichte Versatz lediglich die Wirkung!

Davon ermutigt experimentierte ich nun mit dem farbigen Ausdruck eines Bildes, das ich bei der „irischen Nacht“ gemacht hatte. Dieses druckte ich mit meinem Tintenstrahldrucker auf normales Kopierpapier, auch wenn ich in allen einschlägigen Foren gelesen hatte, dass dies zu verwaschenen Resultaten führen würde. Für mein Experiment nahm ich das billigend in Kauf, ja ich hatte mir sogar vorgestellt, dass dieses Auslaufen der Farben einen recht ansehnlichen Vintage-Effekt ergeben könnte. So war es dann auch tatsächlich. Beim abrubbeln des Papieres radierte ich noch einige Stellen des blauen Rahmens mit ab, was diesen Effekt sogar verstärkte. Das machte mir Mut, weiter zu experimentieren.

Also suchten wir einen Copy-Shop in Limbach-Ob. auf und ich ließ mir zwei Blütenbilder mit dem dortigen Farblaser-Drucker auf normales Kopierpapier bringen.

Zuvor hatte ich beim durchsehen der wöchentlichen Werbung ein Angebot von Norma entdeckt. Von den darin angebotenen Keilrahmen (auf Holzleisten aufgespannte Leinwand) holten wir uns drei Packungen. Einmal drei Rahmen 20 x 20 cm, einmal drei 20 x 30 cm und einmal zwei Rahmen 30 x 30 cm. Damit hatte ich genügend Hintergründe für meine zwei Ausdrucke.

Wie anschließend zu sehen war, sind die Konturen der Blüten viel klarer, als beim Bild von der irischen Nacht. Natürlich brauche ich bei diesem Copy-Shop überhaupt nicht erst nachzufragen, ob sie mir meine Bilder vielleicht auch auf Butterbrotpapier drucken würden, bzw. ob es die Möglichkeit gibt mein Programm zum aufteilen von Postern auf mehrere A4-Seiten zu installieren, um mir die Vorlagen für wirklich große Farbtransfers zu drucken. Also werde ich in der nächsten Zeit die Ohren aufhalten, ob einer meiner Freunde und Bekannten über einen Farblaserdrucker verfügt? Bis dahin werde ich mich eben auf A4 bei Farbe beschränken, bzw. schwarzweiße Motive verarbeiten.

In dieser Zeit eröffnete in Limbach ein TEDi. Dort fand ich kleine Keilrahmen (13 x 18 cm)  inklusive Aufsteller, für nur 2 € das Stück! Nachdem ich inzwischen, während der IBUG 2018 in Chemnitz, fotografiert hatte, holten wir noch drei dieser kleinen Leinwände samt Aufsteller, um aus einem der dort gemachten Motive ein Triptychon zu erstellen.
(
https://www.fotocommunity.de/photo/auferstanden-aus-ruinen-peter-biastoch/41517439 + https://www.fotocommunity.de/photo/verfall-peter-biastoch/41541424
)

So langsam lerne ich die Schwarz/Weiß-Fotografie wieder schätzen!

 

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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 03.10.2018. - Infos zum Urheberrecht / Haftungsausschluss (Disclaimer).

 

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